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10 winterharte Palmen für Balkon und Garten

Winterharte Palmen sorgen auch in der Winterzeit für den perfekten Urlaubsflair auf der hauseigenen Terrasse oder dem Balkon. Doch halten die wärmeliebenden Pflanzen unseren europäischen Wintern Stand? Ja, es gilt jedoch einige Punkte zu beachten. Hier erfahren Sie alles Wissenswertes zum Thema winterfeste Palmen.            

Palmen für Terrassen und Balkone werden im Gartencenter oftmals als „winterhart oder frostresistent“ bezeichnet. Die meisten Liebhaber von winterharten Palmen gehen deshalb davon aus, dass sie ihre Gewächse ohne spezielle Vorsichtsmaßnahmen an der frischen Luft unterbringen können. Ist der Winter jedoch lang und kalt, erkennt man schnell, worin der Unterschied zwischen frostresistent und winterhart liegt. Die Pflanzen, die in der kommenden Saison nicht mehr ihre volle Schönheit entfalten können, haben oftmals Erfrierungserscheinungen. Dies kann die Folge eines “frostresistenten” Pflanzenkaufs sein. 

Frostresistente und winterharte Palmen unterscheiden sich darin, dass bei winterharten Gewächsen in der Regel einige Maßnahmen zum Kälteschutz getroffen werden müssen. Die deutschen Winter werden immer kälter, so dass Temperaturen um die -10 °C keine Ausnahme darstellen. Die Temperaturen der Frostresistenz bewegen sich lediglich um den Gefrierpunkt herum, bis circa -3 °C oder -4 °C. 

Das Überwintern von Palmen in einem Video:

1. Chinesische Hanfpalme

Die Chinesische Hanfpalme (Trachycarpus fortunei) ist eine der beliebtesten Palmengewächse in Deutschland.  Sie kennzeichnet sich durch ihre Widerstandsfähigkeit und Robustheit. Die Pflanze hält für kurze Zeit Temperaturen zwischen -12 und -17 °C aus und zählt damit zu einer sehr winterharten Palmenart für unser europäisches Klima. Wie ihr Name bereits vermuten lässt, stammt das populäre Fächergewächs ursprünglich aus China. Dort unterliegt die Pflanze auch immer wieder längeren Frostperioden mit Schnee und Eis. Charakteristisch für die Chinesische Hanfpalme ist ihre knorrige Basis, die mit den Fasern von abgestorbenen Blattansätzen überdeckt wird. Abhängig von Ort und Klima wird die Chinesische Hanfpalme 4 bis 12 Meter hoch. Sowohl auf dem Balkon, als auch im Garten erzeugt sie durch ihre dekorativen, fächerförmigen Blätter ganzjährig ein mediterranes Ambiente. Das Palmengewächs bevorzugt, ähnlich wie andere winterharte Palmen, einen windgeschützten Gartenplatz. Dieser befindet sich bestenfalls im Halbschatten.

Bei längerem Bodenfrost im Winter, ist es sinnvoll den Wurzelbereich mit einer großzügigen Schicht Rindenmulch zu bedecken.

Für die winterharte Chinesische Hanfpalme ist der knorrige Stamm typisch.
Die Chinesische Hanfpalme kennzeichnet sich vor allem durch ihre Robustheit. / Bildcredits Shutterstock Zyankarlo

2. Zwergpalmetto

Der Zwergpalmetto, auch Sabal minor genannt, ist auch eine winterfeste Palme. Er stammt aus dem Südosten der USA und kann bei ausreichendem Platz für die Wurzelausbreitung eine maximale Höhe von 3 Metern erreichen. Da die Wuchshöhe nicht allzu hoch ist, lässt sich auch in kleinen Gärten ein schöner Platz finden. Bei Kübelbepflanzung erreicht die Zwergpalmetto hingegen selten eine Höhe über 1,20 Meter.
Der dekorative Sabal minor wirkt auf den ersten Blick trügerisch. Er macht den Anschein ohne Stamm zu wachsen – dabei befindet sich dieser meist unter dem Erdboden und nur die Palmwedel an den Stielen ragen heraus. Winterfeste Palmen, wie die Zwergpalmettos bevorzugen einen warmen Platz mit Sonneneinstrahlung. Durch seine Robustheit ist er jedoch auch in der Lage kalte Winter mit Außentemperaturen von -12 bis -20 °C gut zu überstehen.

3. Wagners Hanfpalme

Weiterhin ist die Wagners Hanfpalme, auch rachycarpus wagnerianus genannt, eine winterharte Pflanze. Mutmaßlich handelt es sich bei ihr um eine kleinere Zuchtform von der Trachycarpus fortunei. Sie hält ebenfalls frostigen Temperaturen zwischen -12 und -17 Grad Celsius Stand und besitzt ein Fasergeflecht am Stamm. Die Wagners Hanfpalme ist aufgrund der Beschaffenheit ihrer Wedel (sie besitzt kleine und steife Blätter) sogar noch besser für windungeschützte Lagen geeignet als die Chinesische Hanfpalme. Darüber hinaus hat die Trachycarpus wagnerianus ähnliche Standort- und Pflegevorlieben wie andere winterfeste Palmen, wie z.B. die Chinesische Hanfpalme.

4. Blaue Zwergpalme (Chamaerops humilis var. Cerifera)

Die Blaue Zwergpalme ist eine Fächerpalme und stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Wie ihr Name bereits vermuten lässt, kommt ihre Wuchshöhe selten an die 4 Meter heran. Die Chamaerops humilis var. Cerifera besitzt blaugrüne Wedeln und verliert ihre Farbe auch im Winter nicht. Außerdem wächst die Blaue Zwergpalme mehrstämmig und ist daher sehr dekorativ. Die Pflanze ist sehr robust und hält ähnlich wie andere winterharte Palmen Temperaturen bis -15 °C Stand. Jedoch sollte man sich um eine Kälteabdeckung kümmern, sobald die Temperaturen dauerhaft unter -11 °C fallen.

Winterharte Palmen wie die Blaue Zwergpalme sind durch ihre Fächer sehr dekorativ. Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum.
Die Blaue Zwergpalme wächst mehrstämmig und ist daher sehr dekorativ. / Bildcredits: Shutterstock cristo95

5. Echte Dattelpalme (Phoenix dactylifera)

Die Echte Dattelpalme ist eine alte orientalische Kulturpflanze, die sich etwas kältebeständiger als die Kanarische Dattelpalme zeigt. Besonders sticht ihr auffälliger Stamm hervor, der aus der Ferne an eine übergroße Ananas erinnert. Die Echte Dattelpalme genießt Plätze mit viel Licht, ein halbschattiger Standort ist jedoch auch möglich bei Bepflanzung im Kübel. Winterharte Palmen, wie die Phoenix dactylifera, halten Temperaturen von bis zu -9 °C sogar über eine längere Zeitspanne Stand hält.

Die Dattelpalme, sowie viele weitere winterharte Palmen, genießt am liebsten Platz mit viel Licht
Die Dattelpalme fällt dem Betrachter durch ihren auffälligen Stamm ins Auge. / Bildcredits: Shutterstock Dusan Uhrin

6. Fischschwanzpalme aus dem Himalaya (Caryota maxima)

Die winterharte Himalaya Fischschwanzpalme zeichnet sich vor allem durch ihre Größe und Kräftigkeit aus. Wie der Name bereits verrät, ist die Fischschwanzpalme vor allem im zentralen und östlichen Himalaya Gebirge verbreitet und ist in Höhen von bis zu 2500 Metern zu finden. Sie ist eine Palme, die sehr schnell gedeiht, genauer über 2 Meter im Jahr. Die Baumkrone ist aufgrund ihres Volumens außerordentlich imposant. Außerdem verfügt die Caryota maxima über doppelt fiederschnittige Blattwedeln, wobei bei jedem Einzelnen weitere Blätter nachkommen.

Sie stellt damit keine typische Palme dar. Generell können die Blätter 3 Meter lang und 2 Meter breit werden.  Die Himalaya Fischschwanzpalme hält frostigen Temperaturen von -7 °C Stand. Die Caryota maxima ist die Fischschwanzpflanze, die mit Abstand am Besten mit Kälte vereinbar ist. Andere Sorten kommmen auch in den Hochlagen Südostasiens vor. Die winterharte Palmen – Sorte Himalaya ist jedoch die nördlichste und zugleich resistenteste Palme.

7. Grüne Sägepalme (Serenoa repens green)

Die Grüne Sägepalme zeichnet sich vor allem durch ihre buschartige Erscheinung aus. Am liebsten steht die Serenoa repens green im Sommer und Winter im Halbschatten, idealerweise mit etwas Sonneneinstrahlung. 

Zu beachten ist, dass die Grüne Sägepalme beim Überwintern auf der Terrasse oder dem Balkon nicht zu feucht stehen darf.  Sobald sich Staunässe bildet und die Temperaturen abfallen, ist die Pflanze gefährdet abzusterben. Wird sie wetterfest gelagert und vor Regen geschützt, kann sie Temperaturen bis zu -12 °C gut überstehen. 

Als Kübelpflanze sollte die Serenoa repens green so lange es möglich ist an der frischen Luft an einem möglichst sonnendurchfluteten Platz stehen. Fallen die Temperaturen über einen längeren Zeitraum unter 0 °C, ist es empfehlenswert der Pflanze ein frostsicheres Quartier zu gewähren. Idealerweise wird die Pflanze in einem Kalthaus eingelagert, das Temperaturen von 5 -12 °C misst. Es sollte auf einen hellen Standort im Kältehaus geachtet werden. Während der Überwinterung erfordert es eine Lichtqualität von 1000 Lux/ 11 Stunde pro Tag.  Zusätzlich muss bei der Serenoa repens green im Besonderen darauf geachtet werden, dass sich keine Schädlinge einnisten. Das würde ihr Winterquartier sogleich verunreinigen.

Die Grüne Sägepalme darf beim Überwintern nicht zu feucht stehen.
Die Grüne Sägepalme liebt einen halbschattigen Standort. / Bildcredits: Shutterstock Bob Coffen

8. Nadelpalme (Rhapidophyllum hystrix)

Winterharte Palmen, können auch Nadelpalmen, wie die Rhapidophyllum hystrix sein. Ursprünglich kommt sie aus dem südlichen Teil der USA. Sie kann bis zu 3 Meter hoch werden, ihr Stamm misst ungefähr einen Meter. Gerne kann die buschige Pflanze auf dem Balkon in einem Kübel kultiviert werden. Ältere Pflanzen wachsen oft etwas krumm und bilden seitwärts neue Wurzeln aus. Die Palmwedeln sind sehr dekorativ, da sie in Segmente geteilt sind und sich dann fächerartig ausbreiten. Die Blattoberseite ist hellgrün gefärbt, die Blattunterseite blaugrün. Die Nadelpalme verliert  zu keiner Jahreszeit ihre lebhafte Farbe. Die roten, schlüsselförmigen Blüten der Pflanze sind von geringer Ausdehnung, sodass sie nur vereinzelt zu entdecken sind.                                                                       

Die Nadelpalme gilt als eine der frostverträglichsten Pflanzen. Sie ist im Stand Temperaturen bis -24 Grad Celsius gut auszuhalten. Dennoch sollte die Palme präventiv einen Winterschutz erhalten. Zudem sollte man die Palme vor Staunässe schützen. Am besten bedeckt man die Nadelpalme mit einer kräftigen Schicht aus Mulch. Grundsätzlich bevorzugt die Rhapidophyllum hystrix einen sonnigen und zugleich windgeschützten Ort. Darüber hinaus sollte man wissen, dass sich sehr warme Temperaturen deutlich positiv auf die Winterhärte der Pflanze auswirken. Es ist sinnvoll eingetopfte Nadelpalmen nur Schritt für Schritt an das Sonnenlicht zu gewöhnen, damit  keine Verbrennungen an ihren empfindlichen Wedeln entstehen.

Die Rhapidophyllum hystrix bevorzugt einen sonnigen und zugleich windgeschützten Ort, ähnlich wie viele andere winterharte Palmen.
Die Rhapidophyllum Hystrix gilt als ein besonders winterhartes Gewächs. / Bildcredits Shutterstock Sanyawadee

9. Geleepalme

In ihren Ursprungsländern Brasilien, Paraguay und Argentinien wird die Butla capitata als Nutzpflanze angebaut. Aufgrund ihrer essbaren, pflaumengroßen Früchte ist sie dort eine gängige Pflanze. Der Geschmack ihrer Früchte wird als pfirsich- oder ananasähnlich beschrieben. Die Geleepalme kann eine Höhe von fünf Metern erreichen. Zudem ist die Butla capitata eine robuste und einzelstämmige Pflanze. Ihre Fiederblätter sind gebogen und herunterhängend. Die Besonderheit dieser Palmensorte besteht darin, dass sie sowohl weibliche als auch männliche Blütenstände beinhaltet.

Winterfeste Palmen, wie die Geleepalmen, zählen zu den frostfesten Palmensorten und halten Temperaturen von bis zu -8 Celsius ohne Einschränkungen Stand. Kurzfristig können auch noch höhere Temperaturen ausgehalten werden. Überwintert wird die Geleepalme im Idealfall kühl und mit viel Sonnenlicht. Es ist zu beachten, dass Jungpflanzen zu Beginn sehr frostempfindlich sind. Erst im Alter von 5 Jahren sind sie in der Lage stärkere Minustemperaturen auszuhalten. Bestenfalls sollte die Pflanze, wie viele ihrer Genossen, langsam an die kalten Temperaturen gewöhnt werden.

Desweiteren ist zu beachten, dass kalte und zugleich feuchte Winter für die Geleepalme problematisch sind, da sie häufig zu einem Pilzbefall oder Verlust der Palmblätter führen können. Außerdem sollte die Geleepalme regelmäßig auf Schädlinge überprüft werden. Diese sind in den Wintermonaten ein häufiger Begleiter der Butla capitata.

10. Honigpalme (Jubaea chilensis)

Die Honigpalme, auch Jubaea chilensis genannt, stammt ursprünglich aus Chile. Sie zeichnet sich durch ihre Dornenlosigkeit und ihre robusten Fiedern aus. Außerdem hat sie einen glatten und grauen Stamm, dessen Durchmesser 1-2 Meter erzielen kann. Zudem kann eine alte Pflanze eine Höhe von bis zu 25 Meter erreichen. Des weiteren ist die Honigpalme für ihren süßen Saft bekannt. Die Honigpalme liebt einen lichtdurchfluteten und trockenen Platz auf dem Balkon oder dem Garten

Als Jungpflanze ist sie noch nicht winterhart. Sie sollte daher bestenfalls in einem frostfreien Gewächshaus oder Wintergarten untergebracht werden.

Da die Palme jedes Jahr nur um wenige Zentimeter wächst, dauert es ungefähr 5 Jahre bis die Jubaea chilensis im Freien überwintert werden darf. Die Honigpalme ist von Natur aus unkompliziert und kälteresistent, da sie es aus dem Hochland Chiles nicht anders gewöhnt ist. Winterharte Palmen wie diese sind im Besonderen winterfest, da sie Temperaturen von bis zu -15 °C sehr gut überstehen. Wichtig ist es zu beachten, dass die Kübelpflanzen auf einen Winterschutz angewiesen sind, hauptsächlich für den Wurzelballen. Gefriert der Wurzelballen, ist es gut möglich, dass die Palme eingeht. Dies liegt daran, dass die Palme nicht mehr in der Lage ist Wasser aus dem Boden zu ziehen. Andererseits besteht jedoch die Gefahr, dass die  Jubaea chilensis verdurstet, sofern sie in den Wintermonaten gar kein Wasser erhält. Sinnvoll ist es daher die Honigpalme an frostfreien Tagen mit Wasser zu versorgen. Sie verdunstet vorrangig an warmen Wintertagen reichlich Feuchtigkeit.

Sinnvoll ist es die Honigpalme an frostfreien Tagen zu gießen.
Es dauert 5 Jahre bis die Honigpalme im Freien überwintern darf. / Bildcredits Shutterstock Salvelov Maksim


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