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Algenkalk gegen Buchsbaumzünsler: Hilft er wirklich?

Dieser aus Ostasien stammende Kleinschmetterling ist Teil der Familie der Crambidae und richtet auch an unseren Buchsbäumen seit Beginn des 21. Jahrhunderts erhebliche Schäden an. Der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis) wurde vermutlich mit Pflanzen aus China, Korea und Japan nach Mitteleuropa eingeschleppt und breitet sich seither rasant aus. Seine Raupen fressen die Buchsbäume völlig kahl und verschonen meist auch die Rinde nicht. Je nach Stärke des Befalls können einzelne Triebe oder sogar die ganze Pflanze absterben. Dem Gärtner bleibt nur eine regelmäßige Kontrolle und der frühzeitige Einsatz von wirkungsvollen Gegenmaßnahmen. So kann er beispielsweise mit Algenkalk gegen Buchsbaumzünsler vorgehen.

Frisst die Raupe des Zünslers erst einmal die Blätter an, muss dieser möglichst schnell bekämpft werden, damit der Baum nicht abstirbt. Hier hilft Algenkalk gegen Buchsbaumzünsler.
Mit seinen schwarzen Punkten ist der Buchsbaumzünsler der größte Schädling des Buchsbaumes. Algenkalk ist ein gern gesehenes Hausmittel zur Bekämpfung.

Den Buchsbaumzünsler erkennen

Der Zünsler ist wohl die schlimmste Buchsbaumkrankheit. Die Schäden, die die Raupen des Buchsbaumzünslers anrichten, werden oft zu spät entdeckt. Meist sind die Blätter bereits angefressen und zusammengesponnen und in den Gespinsten befinden sich helle Kotkrümel, die der Schädling hinterlässt. Dabei sind die Raupen anfangs nur etwa acht Millimeter lang und wachsen bis zur Verpuppung auf rund fünf Zentimeter heran. Ihr Leib ist grün mit hellen und dunklen Streifen auf dem Rücken, der Kopf ist schwarz. Die geschlüpften Schmetterlinge sind weiß mit silbrigen, an den Rändern braunen Flügeln.

Die erwachsenen Falter leben nur rund zehn Tage und halten sich meist auf Nachbarpflanzen auf, legen ihre Eier aber bevorzugt auf noch nicht befallenen Buchsbäumen ab. Etwa alle zwei bis drei Monate schlüpft eine neue Generation, wobei die letzte in Kammern aus Blättern, die mit einem von den Raupen selbst erzeugten Faden verklebt werden, überwintert.

Je nach Witterung fangen die Raupen ab Mitte März mit dem Abfressen der Blätter an. Die Raupe des Buchsbaumzünslers kann während ihrer Entwicklung bis zu 45 Blätter fressen und dabei auch die Triebe bis aufs Holz abnagen. Buchsbäume sollten also regelmäßig ab März bis in den Herbst hinein auf angefressene Blätter, Gespinste und Kotkrümel kontrolliert werden. Ist dies der Fall, kann Algenkalk gegen Buchsbaumzünsler helfen.

Algenkalk gegen Buchsbaumzünsler: Wirkung

Seit geraumer Zeit wird erfolgreich mit Algenkalk gegen Buchsbaumzünsler vorgegangen. Dieser vertreibt den erwachsenen Falter und verhindert so, dass er seine Eier im Buchsbaum ablegt. Auch bereits abgelegte Eier werden in ihrer Entwicklung behindert.

Der Buchsbaum-Falter ist trotz seiner kurzen Lebensdauer sehr gefährlich für die Pflanze. Aus seinen Eiern schlüpfen zahlreiche neue Raupen, die den Buchsbaum kahlfressen können.
Algenkalk gegen Buchsbaumzünsler vertreibt den Falter und verhindert so eine Eiablage.

Algenkalk wird schon lange als Dünger im ökologischen Gartenbau zur Bodenbesserung eingesetzt. Allein die Verbesserung des Bodens bewirkt schon eine Stärkung der Pflanze, die damit naturgemäß auch Krankheiten und Schädlinge besser abwehren kann.

Algenkalk gegen Buchsbaumzünsler: Anwendung

Die Anwendung ist denkbar einfach: Das aus Ablagerungen von Rotalgen hergestellte Pulver wird einfach über die Pflanze gestreut. Nach einigen Tagen kann man den Staub von der Pflanze abspülen, falls es bis dahin nicht schon geregnet hat. Vorsicht ist aber bei der Dosierung geboten. Algenkalk wird meist präventiv, also auf gesunden Böden, eingesetzt. Bei bereits saurem Boden ist damit eine höhere Dosierung notwendig. Deshalb sollte der pH-Wert des Bodens festgestellt werden, bevor man Algenkalk im Garten ausbringt. Denn eine Überdosierung kann wiederum irreparable Schäden an den Pflanzen verursachen.

Wissenswertes rund um Algenkalk

Algenkalk dient nicht nur der Pilz- und Insektenabwehr und der Bodenverbesserung, er kann auch beim Anbau von Gemüse eingesetzt werden. Selbst auf dem Kompost entfaltet er eine positive Wirkung durch eine Anreicherung mit wichtigen Spurenelementen. Da beim Umgang mit Algenkalk mineralischer Staub entsteht, sollten staubempfindliche Menschen den Wirkstoff besser in Wasser auflösen und dann auf die Buchsbäume sprühen. Ansonsten sind bei sachgemäßem Gebrauch aber keine gesundheitsschädlichen Wirkungen bei der Anwendung von Algenkalk gegen Buchsbaumzünsler zu erwarten.


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