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Anzuchtkasten kaufen: Gemüse, Blumen und Kräuter vorziehen

Ein Anzuchtkasten mit Sprösslingen

1. Den perfekten Anzuchtkasten finden

Ein Anzuchtkasten eignet sich perfekt für die Anzucht von Pflanzen in der Wohnung. Ein Garten wird nicht benötigt, um leckere Gemüse, wohltuende Kräuter und Blumen in den eigenen vier Wänden heranzuziehen. Ein Anzuchtkasten spart auch Geld im Gegensatz zur Bepflanzung im Garten. Zimmergewächshäuser eignen sich nämlich bestens für das Aussäen von Samen und Keimlingen. Der Anzuchtkasten gilt hierbei als sicheres Terrain zum Heranwachsen der Pflanzen. Eine sehr preisgünstige Variante im Vergleich zu Pflanzen, die draußen heranwachsen müssen und durch Frost und Tierarten gefährdet sind.

Alles über die Vorteile von einem Anzuchtkasten und was zu beachten ist, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

1.1  Die besten Anzuchtkästen im Überblick

1.1.1 Bio Green Hollandia Anzuchtstation mit Kapillarmatte und Wassertank

Bio Green Hollandia Anzuchtstation mit Kapillarmatte und Wassertank

48,69 €

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In der Anzuchtstation von Bio Green Hollandia ist alles enthalten was Sie benötigen zur Anzucht Ihrer Pflanzen. Der Anzuchtkasten ist in drei Einzelkammern unterteilt. Jede Klimakammer hat die Maße 21 cm x 18 cm x 13 cm. Die Bewässerung erfolgt hier von selbst. Sowohl eine Kapillar Bewässerungsmatte als auch ein Wassertank mit einem Fassungsvermögen von 1,4 Litern sind im Produkt inkludiert. Zudem können Sie das Klima selbst regulieren mithilfe einer eingebauten Heizung. Lüftungslöcher in den Klimakammern beugen zudem Schimmel vor. Die Anzuchtstation ist als sehr gut bewertet.

1.1.2 Schramm® Zimmergewächshaus Anzuchtkasten – 1, 2 oder 3 Stück

Schramm® Zimmergewächshaus Anzuchtkasten – 1, 2 oder 3 Stück

16,90 €

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Das Zimmergewächshaus von Schramm ist besonders für Beginner geeignet. Die Anzuchtschale ist in 24 Bereiche unterteilt, in denen Sie Kräuter, Gemüse und Blumen vorziehen können. Durch eine Lüftungsöffnung, die Sie öffnen und schließen können, ist die Luftregulierung einfach möglich. Der Deckel des Anzuchtkastens besteht aus Kunststoff und kann zudem jederzeit abgenommen werden für die Lüftung. Durch die kompakte Größe des Anzuchtkastens ist dieser besonders gut für Fensterbänke geeignet.

1.1.3 Romberg Style BoQube Gewächshaus & Pflanzkasten-System

Romberg Style BoQube Gewächshaus

39,95 €

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Den stylischen Anzuchtkasten BoQube von Romberg können Sie in den Farben anthrazit/grün oder creme/kupfergold bestellen. Das Zimmergewächshaus ist dient nicht nur als Anzuchtkasten sondern gleichzeitig auch als Pflanzkasten. Insgesamt können sie 24 Keimlinge im BoQube vorziehen. Sind diese herangewachsen, können Sie vier Jungpflanzen im BoQube einpflanzen. So haben Sie immer eine Nutzungsmöglichkeit für den BoQube. Eine Drehlüftung im Kunststoff-Deckel sorgt für eine ausreichende Belüftung der Pflanzen. Bewässert werden die Pflanzen mittels eines Wasserkanals.

1.1.4 Platinet PSGW Innengarten

Platinet PSGW Innengarten

69,80 €

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Ohne Deckel wirkt dieser Anzuchtkasten sehr modern. Anstelle des Deckels befindet sich eine LED-Beleuchtung oberhalb der Pflanzen. Die LED Beleuchtung können Sie schwenken. Dies ermöglicht eine optimale Beleuchtung, je nach Bedarf. Neun Pflanzen finden im modernen Innengarten Platz. Mithilfe eines Wassertanks werden die Keimlinge regelmäßig bewässert und das ganz automatisch.

1.1.5 Clementoni 69490 Galileo Science – Mein erstes Gewächshaus

Früh können Ihre Kinder einen grünen Daumen entwickeln mithilfe eines eigenen Anzuchtkastens. Das Zimmergewächshaus für Kinder enthält alles was Ihre Kinder benötigen, um Ihre ersten Kräuter zu pflanzen und heranwachsen zu sehen. Eine spielerische Anleitung zeigt kleinen Botanikern Step by Step wie sie vorgehen müssen. Die Altersempfehlung liegt ab einem Mindestalter von acht Jahren für dieses Set.

1.2 Anzuchtkasten für Pflanzen

Anzuchtkästen, auch Zimmergewächshäuser genannt, eignen sich für das Ziehen von Gemüse, Blumen und Kräuter. Gemüsesorten, Kräuterarten und Blumenarten, die sich besonders für die Anzucht eignen, stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Folgende Pflanzen können Sie ohne Bedenken im Anzuchtkasten vorziehen:

Gemüse Blumen Kräuter
Tomate Löwenmäulchen Kresse
Aubergine Bartnelken Dill
Zucchini Zinnien Schnittlauch
Peperoni   Thymian
Salat   Rosmarin
Gurke   Oregano
Lauch   Basilikum
  Pfefferminze

1.2.1 Anzuchtkasten für Gemüse

Anfang März ist eine geeignete Zeit für das Vorziehen von Gemüsesorten im Anzuchtkasten. Im Anzuchtkasten kann das Gemüse anschließend so lange gedeihen und anwachsen, bis es stabil genug ist, um nach draußen in den Garten oder in einen Pflanzentopf umgepflanzt zu werden.

Geeignete Gemüsesorten für die Anzucht im Anzuchtkasten sind Tomaten, Auberginen, Zucchini, Peperoni, Auberginen, Salat, Gurken und Lauch. Auch Kohlsorten, wie Blumenkohl und Brokkoli eignen sich für das Heranziehen im Anzuchtkasten.

1.2.2 Anzuchtkasten für Blumen

Frische, gut duftende Blumen sind immer ein Genuss. Noch schöner, wenn sie aus der eigenen Anzucht aufblühen. Ein geeigneter Zeitraum für das Säen von Blumensamen ist zwischen Februar und März. Mit einem grünen Daumen blühen diese bereits Ende Mai bis Anfang Juni für Sie. Löwenmäulchen, Bartnelken, Zinnien oder andere Sommerblumen gedeihen in Zimmergewächshäusern.

1.2.3 Anzuchtkasten für Kräuter

Der Startschuss für Kräuter in der Gartensaison ist im April. Mit der Anzucht von Kräutern im Anzuchtkasten haben Sie immer alle Küchenkräuter die Sie benötigen, griffbereit. Geeignete Küchenkräuter sind Dill, Schnittlauch, Basilikum, Pfefferminze, Thymian und Oregano. Doch auch Arzneikräuter, wie Salbei und Rosmarin, können Sie ohne Bedenken im Anzuchtkasten anpflanzen.

1.3 Funktionsweise von einem Anzuchtkasten

Wie genau funktioniert eigentlich ein Anzuchtkasten?

Das Ziel ist die Vorbereitung der Pflanzen auf die klimatischen Bedingungen und Umwelteinflüsse außerhalb des (Zimmer-)Gewächshauses. Die Pflanzen bleiben so lange im Anzuchtkasten, bis diese eine geeignete Größe erreicht haben, um umgepflanzt zu werden. Gleichbleibende Klimabedingungen in einem Anzuchtkasten sorgen dafür, dass die Pflanzen unter besten Bedingungen heranwachsen. Gerade Keimlinge reagieren sehr sensitiv bei Temperaturveränderungen und können durch diese eingehen. Witterungsbedingungen wie Frost bleiben im Anzuchtkasten aus.

Pflanzen sind zudem lichtempfindlich. Die meisten Pflanzen benötigen als Keimlinge eine konstante Temperatur von 15 bis 20 Grad Celsius zum Heranwachsen. Ein optimaler Standort für den Anzuchtkasten ist daher unerlässlich. Einige Anzuchtkästen verfügen über ein Belichtungssystem. Sofern ein Anzuchtkasten über eine beheizbare Funktion und ein Belichtungssystem verfügt, können die Pflanzen auch bereits im Winter herangezogen werden. So können Sie in der Gartensaison direkt mit dem Umtopfen beginnen.

Ein Anzuchtkasten ist demnach ein geschützter Ort für sprießende Pflanzen.

Was müssen Sie beachten? Das Wichtigste in Kürze:

Temperatur zwischen 15 bis 20 Grad Celsius
Temperaturempfindlichkeit stark. Achten Sie auf eine konstante Temperaturregulierung
Standort an einer lichtdurchfluteten Stelle, z.B einer Fensterbank mit Süd-Ost Seite

1.4 Materialwahl

Die Materialwahl ist bei der Anschaffung eines Anzuchtkastens ein entscheidender Kaufgrund. Verschiedene Materialarten haben unterschiedliche Vorteile. Auch der preisliche Unterschied ist nicht zu vernachlässigen.  Mögliche Materialarten sind Holz, Kunststoff, Plastik und Glas.

Ein Anzuchtkasten aus Holz sieht schick aus. Designfans können sich auch einen Anzuchtkasten aus Holz individuell erstellen lassen bei ausgewählten Herstellern. Zu warm darf es im Anzuchtkasten aus Holz aber nicht werden. Das Holz könnte sich sonst mit Feuchtigkeit aufsaugen und aufschwemmen. Daher ist Holz nur ein sinnvolles Material für einen Kasten, sofern dieser offen ist.

Kunststoff und Plastik sind außerdem beliebte Materialien. Sie sind preisgünstig und effektiv, jedoch nicht gerade umweltfreundlich. Kunststoff und Plastik sind Materialien, die perfekt sind für die Wiederverwendung. Einfach ausspülen und wiederverwenden. Zudem schimmeln die Materialien nicht, weshalb sie für geschlossene Zimmergewächshäuser geeignet sind.

Eine etwas edlere und teurere Materialart ist das Material Glas. Es ist robust und stabil. Klimatische Änderungen oder Temperaturen können diesem Material nichts anhaben. Achten sollten Sie nur darauf, dass das Glas nicht zu heiß wird. Dies geschieht in der Regel jedoch nicht. Besonders für tropische Pflanzenarten eignet sich das Material Glas super für die Aufzucht.

Die Besonderheiten der verschiedenen Materialien gibt es hier noch einmal im Überblick:

Materialart Besonderheit
Holz stylisch, eignet sich bei offenen Anzuchtkästen, sinnvoll für Pflanzen, die es kühler mögen
Kunststoff preiswert, wiederverwendbar, einfach nachzukaufen
Glas sehr robust und stabil, wiederverwendbar, temperaturbeständig

2 Anzuchtkasten richtig verwenden

Es gibt eine Vielzahl von verschieden Typen auf dem Markt. Feine Unterschiede können über die Erfolgsquote der gesäten Pflanzen entscheiden. Vor allem der Standort von einem Zimmergewächshaus ist entscheidend. Wir zeigen Ihnen Unterschiede verschiedener Anzuchtkästen und was Sie beachten müssen.

2.1 Anzuchtkasten für den Balkon

Anzuchtkästen gibt es auch für den Balkon, wenn die Wohnung mal zu klein ist. Die Witterungsbedingungen spielen hier eine entscheidende Rolle. Die Aussaat sollte auf dem Balkon erst beginnen, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Wenn Sie es nicht abwarten können, sollten Sie einen Anzuchtkasten mit Beleuchtung und Beheizung wählen. So sind die Samen und Keimlinge auch auf dem Balkon geschützt, da die Pflanzen ihr eigenes Klimasystem haben.

Grundsätzlich eignet sich der Balkon aber als ein guter Standort für einen Anzuchtkasten. Ein Balkon mit Südostseite ist daher besonders gut für die Pflanzen. Die intensive Sonneneinstrahlung beheizt die Pflanzen und gibt ihnen genug Licht, um heranzuwachsen. Vor Regenschauern können die Pflanzen mit einem Anzuchtkasten mit Deckel geschützt werden.

2.2 Anzuchtkasten für den Garten

Das eigene Gewächshaus im Garten? Für viele nur ein Traum. Ein Kleingewächshaus in Form eines Anzuchtkastens ist jedoch erschwinglich und in jeden Garten integrierbar. Im Garten sollte der Anzuchtkasten erst stehen, sobald Frosttemperaturen ausgeschlossen werden. Hier eignet sich ein Kasten mit Löchern. So kann das Regenwasser direkt zur Bewässerung der Samen und Keimlinge verwendet werden. Sollten doch einmal frostige Temperaturen angesagt werden, können Sie den Anzuchtkasten einfach mit nach drinnen nehmen. Vergessen Sie hier nur nicht, den Kasten an eine lichtdurchflutete Stelle, bestenfalls ans Fenster, zu stellen.

2.3 Anzuchtkasten für Kinder

Anzuchtkästen eignen sich perfekt für die Einführung der Kinder in die Welt der Flora. Spielerisch können Kinder sich mit Pflanzen auseinandersetzen. Kinder möchten immer ein Ergebnis sehen. Fortschritte können sie wöchentlich im Anzuchtkasten beobachten. Anzuchtkästen für Kinder sind ab einem Alter von 7 Jahren sinnvoll. Hierfür gibt es spezielle Modelle, die spielerisch die Kinder anleiten. So können sie ganz alleine ihr erstes Gemüse oder ihre ersten Kräuter anpflanzen und sich als zukünftiger Botaniker üben. Töpfe, Erde, der Anzuchtkasten sowie die Samen und alle Tools, die benötigt werden, sind in einem Zimmergewächshaus für Kinder enthalten.

3. Anzuchtkasten: Beleuchtung und Beheizung

Wie bereits erwähnt, gibt es Unterschiede zwischen den Anzuchtkästen, die zu kaufen sind. Die größten Unterschiede haben mit der Beleuchtung und der Beheizbarkeit von einem Anzuchtkasten zu tun. Von einem Anzuchtkasten ohne Deckel bis hin zu Kleingewächshäusern mit geschlossenen Ökosystemen ist nahezu alles erhältlich.

3.1 Anzuchtkasten mit Licht

Die optimale Lichttemperatur für Anzuchtkästen liegt bei 5500-6500 Kelvin

Ein geschlossener Anzuchtkasten mit Deckel hat einen entscheidenden Vorteil: Meist ist eine interne Lichtquelle integriert. So sind die Pflanzen im Anzuchtkasten nicht abhängig von der Sonneneinstrahlung und dem Tageslicht. Der Anzuchtkasten kann somit auch in dunklen Räumen positioniert werden. Nicht jedes Licht ist jedoch geeignet. Für die Photosynthese benötigen Pflanzen blau-weißes-Licht. (Mehr Informationen zum Einfluss von Farben auf Pflanzen gibts hier). Da Licht durch Energie erzeugt wird, ist auch die Temperatur des Lichtes ein wichtiger Faktor. Optimal ist eine Lichttemperatur von 6500 Kelvin. Leuchten mit den Lichtfarben 865 und 840 sind zum Beispiel eine gute Wahl. Grundsätzlich kann auch ein offener Anzuchtkasten mit Licht beleuchtet werden, allerdings gehen dadurch Temperatureffekte verloren.

Optimale Lichtfarbe Blau-weißes Licht
Optimale Lichttemperatur 6500 Kelvin
Optimale Lichtfarben 865 und 840

Mit einem Anzuchtkasten mit Lichtfunktion sind Sie demnach vom Wetter unabhängig. Wenn die Sonne in der kalten Jahreszeit schneller untergeht, hat dies keine Auswirkungen auf Ihre Sprösslinge. Sie können einfach das Licht regulieren und einstellen, so wie Sie es benötigen. Natürlich müssen Sie das Kunstlicht nicht zwingend rund um die Uhr anmachen. Sofern der Anzuchtkasten an einem lichtdurchfluteten Ort steht, können Sie die Tage bzw. Sonnenstunden einfach durch Kunstlicht verlängern.

3.2 Anzuchtkasten mit Thermostat

Ein Anzuchtkasten mit Thermostat geht noch einen Schritt weiter: Mithilfe eines Thermostates können Sie überprüfen, ob die Wärme ausreicht und gegebenfalls die Hitze regulieren. Eine Durchschnittstemperatur von 15 Grad Celsius bis 20 Grad Celsius ist zu empfehlen. Sollte diese nicht erreicht werden, eignen sich Wärmematten, die Sie hinzukaufen können. In vielen Zimmergewächshäusern ist aber auch bereits eine Heizung integriert. Mit Licht, einem Thermostat und einer Heizdecke haben Sie ihr eigenes Klimasystem geschaffen.

3.3 Anzuchtkasten mit Löchern

Manche Anzuchtkästen mit Deckeln haben Löcher. Energieverschwendung denken Sie? Nicht ganz. Die Löcher sind so klein, dass kaum Wärme dem Anzuchtkasten entweicht. Diese dienen der Lüftung von einem Anzuchtkasten. Täglich ist ein Lüften von etwa zwei Stunden ratsam. Andernfalls kann es zu Schimmelbildung führen. Verfügt der Anzuchtkasten bereits über Löcher oder Schlitze, ist ein regelmäßiges Lüften nicht nötig. Ab und an sollte aber auch der Deckel abgenommen werden, um einmal stoßzulüften.

3.4 Unterschiede zwischen offenen und geschlossenen Anzuchtskästen

Ein Anzuchtkasten ist mit Deckel und ohne Deckel erhältlich. Der Vorteil eines geschlossenen Anzuchtkastens liegen auf der Hand: Ein geschlossenes Klimasystem erleichtert die Anzucht der Pflanzen maßgeblich. Durch Temperaturregulierung und eine passende Beleuchtung ist der Anzuchtkasten vollständig unabhängig von jeglichen Witterungsbedingungen. So müssen Sie nicht bis zum Saisonstart Ihrer Pflanzen im Frühjahr warten, sondern können auch schon im Winter mit dem Gärtnern beginnen. Offene Anzuchtkästen haben andere Vorteile: Die Pflanzen haben jederzeit genügend Luft. Sollte der Anzuchtkasten draußen stehen, können die Pflanzen zudem direkt durch Regenwasser bewässert werden. Außerdem sind offene Zimmergewächshäuser deutlich preisgünstiger als die geschlossene Variante.

Die Wahl zwischen offenen und geschlossenen Anzuchtkästen ist daher witterungsabhängig.

4. Aufbau von Anzuchtkästen

4.1 Anleitung: Anzuchtkasten richtig verwenden 

Ein Anzuchtkasten kann, je nach Zubehör, eine Vielzahl an Tools beinhalten.

Unter anderem:

  • Heizmatten
  • Einsätze für Stecklinge
  • Anzuchttöpfe oder Anzuchtschalen
  • Dünger
  • Wasserwanne
  • Erde
  • Bewässerungsmatte
  • Saatgut
  • Lampen
  • Heizmatte

Sofern eine Heizmatte im Zubehör enthalten ist, wird diese unter die Bodenwanne des Anzuchtkastens gelegt. Anschließend werden alle Anzuchttöpfe oder Anzuchtschalen auf der Bodenwanne platziert. Diese sind zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig bepflanzt. Daraufhin können die Pflanzen angegossen werden. Nun noch den Deckel mit Lampe und Thermostat anbringen und das Gewächshaus steht.

Im geschlossenen Anzuchtkasten funktioniert das mit der Bewässerung etwas anders als bei Zimmerpflanzen. Sie werden nicht direkt gegossen, sondern bewässert. Der flache Boden wird mit Wasser aufgegossen. Die einzelnen Anzuchttöpfe verfügen über Löcher, durch diese das Wasser von unten aus eindringen kann. Fortgeschrittene Zimmergewächshäuser verfügen über eine Bewässerungsmatte oder Kanäle in der Bodenschale. Die Bewässerungsmatte funktioniert wie ein Schwamm: sie saugt sich mit Wasser voll und gibt das Wasser anschließend reguliert an die Pflanzen ab. Die Funktion der Kanäle in der Bodenschale erklärt sich von selbst: Durch die Kanäle wird das Wasser direkt weitergeleitet an die Stellen, wo es benötigt wird.

4.2 Anzuchtkasten selber machen

Ein selbstgebauter Anzuchtkasten aus Eierkartons

Sie sind eher ein Do it yourself Typ? Kein Problem. Ein Anzuchtkasten kann schnell und einfach selbst gebastelt werden, ohne Geld auszugeben.

Einen Anzuchtkasten können Sie sich selbst basteln mithilfe von:

  • Eierkartons
  • Tesafilm
  • Plastikverpackungen, die sich öffnen lassen
  • Plastikverpackungen der gleichen Größe

Eierkartons eignen sich bestens, um Keimlinge getrennt voneinander einzusäen. Gewässert wird hier vorsichtig mit einem Sprühkopf an einer Flasche, da sich sonst die Pappe des Eierkartons auflöst. Auch ein geschlossenes Klimasystem können Sie schnell mit einem einfachen Trick anfertigen: Sie benötigen nur eine Plastikverpackung, die sich aufklappen lässt. Alternativ sind auch zwei Plastikschalen der gleichen Größe möglich. Diese müssten Sie einfach mit einem Klebestreifen an den Seiten zusammenkleben. Anschließend können Sie ihre Samen einsäen. Durch das geschlossene System wird die Wärme besser gespeichert.

5. Fazit

Ein Anzuchtkasten ist eine tolle Möglichkeit für das Vorziehen von Pflanzen. Hobbygärtner und Kinder kommen hier ganz sicher auf ihre Kosten. Mit einem Anzuchtkasten können Sie ihre Pflanzen perfekt vorbereiten auf das richtige Einpflanzen, bis diese ausreichend herangewachsen sind. Zudem müssen Sie nie wieder abwarten, bis die Pflanzsaison startet. Hier sind Sie ihr eigener Chef.


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