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Avocado züchten: 10 Tipps für den Anbau

Avocadokerne im Glas
Avocado züchten: Tipps für den Anbau

Avocados zählen zu den Superfoods und haben zahlreiche Vorteile für die Gesundheit des Menschen. Als pflanzliche Fettquelle hat sich die Avocado bereits einen Namen gemacht und ist aus den Supermarktregalen nicht mehr wegzudenken. Der Kauf ist jedoch kritisch unter Betrachtung der eigenen Klimabilanz. Ökologischer ist es, Avocados selbst anzubauen. Aus einer gekauften Avocado können Sie nämlich auch eine Avocado züchten und so einen nachhaltigen Anbau unterstützen. 10 Tipps zum Avocado züchten, teilen wir Ihnen mit.

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1. Avocadokern in Wasser legen

Avocadokern im Wasser
Avocadokern ausreichend abwaschen und anschließend zur Hälfte ins Wasser legen.

Um eine Avocado züchten zu können, bedarf es zunächst einem Avocadokern. Hierfür können Sie einfach eine Avocado kaufen und anschließend den Kern behalten. Um aus diesem eine Pflanze zu züchten, müssen Sie die Keimung entfachen. Dies gelingt Ihnen, indem Sie den Avocadokern in Wasser legen. Hierfür sollten Sie zunächst den Avocadokern ausreichend abwaschen und anschließend zur Hälfte in ein Wasserglas legen. Damit die Hälfte des Kerns an der Oberfläche schwimmt, können Sie diesen befestigen. Holzstäbe, Metallstäbe oder Kleber eignen sich hierfür. Wir empfehlen Ihnen aus Gesundheitsgründen jedoch die Wahl von Stäben. Um die Keimung zu beschleunigen, können Sie den Avocadokern leicht anritzen. Darüber hinaus sollten Sie das Wasser täglich wechseln.

2. Erde an Bedürfnisse der Avocado anpassen

Hand mit Erde
Avocadokern in Erde umsetzen.

Sobald der Avocadokern keimt, können Sie diesen in Erde umsetzen. Grundsätzlich können Sie hierfür jede Art von Erde nehmen. Doch auch Avocados benötigen bestimmte Nährstoffe und wachsen in bestimmten Bodenarten besonders gut. Achten Sie beim Avocado züchten daher darauf, dass Sie sandige Erde nutzen, die gut durchlüftet ist. Sie sollte entsprechend locker liegen. So vermeiden Sie Staunässe und der Keimling erhält deutlich mehr Sauerstoff.

Wenn Sie den Keimling in die Erde setzen, sollten Sie den Kern nur zur Hälfte mit Erde benetzen. Die andere Hälfte sollte aus der Erde herausragen.

3. Keimlinge im Gewächshaus anziehen

Dame im Gewächshaus im Garten
Wir empfehlen Ihnen, Ihre Avocado Pflanzen in einem Gewächshaus anzupflanzen.

Doch nicht nur die Erde, sondern auch die Standortauswahl ist beim Avocado züchten zu beachten. Avocados sind in den Subtropen heimisch und so haben sie Probleme in deutschen Gebieten heranzuwachsen. Insbesondere Frost und tiefe Temperaturen sind ein K.O Kriterium für die Keimung der Pflanzen. Wir empfehlen Ihnen daher, dass Sie Ihre Avocado Pflanzen in einem Gewächshaus anpflanzen. In diesen sind die Avocadokeimlinge geschützt und – je nach Ausstattung – können Sie die Umweltbedingungen schnell und einfach regulieren.

4. Luftfeuchtigkeit erhöhen

Luftbefeuchter
Kontrollieren Sie die Luftfeuchtigkeit mit zusätzlichen Zusatzgadgets.

Avocados benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit, um heranzuwachsen. In einem Gewächshaus bildet sich automatisch eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. Sie können jedoch durch weitere Zusatzgadgets die Luftfeuchtigkeit noch genauer kontrollieren. Eine Luftfeuchtigkeit zwischen 60 und 80 Prozent sind für die Pflanzen perfekt. Achten Sie jedoch im Gewächshaus auch darauf, dass die Avocado ausreichend Sauerstoff erhält und sich kein Schimmel bildet. Um dem vorzubeugen, sollten Sie einmal am Tag das Gewächshaus lüften oder ein Gewächshaus erwerben, welches bereits Lüftungsöffnungen besitzt.

5. Auf ausreichende Beleuchtung setzen

Zimmer mit Pflanzen und einer indirekten Belichtung
Setzen Avocado nicht direkt der hohen Sonneneinstrahlung aus.

Avocados mögen es warm und doch sollten sie nicht direkt der hohen Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Eine indirekte Beleuchtung ist die beste Wahl. Auf natürlichem Wege ist dies zu erreichen, indem Sie die Avocados an halbschattigen Standorten anpflanzen. Im Gewächshaus können Sie hingegen auf passende Beleuchtungssysteme setzen, die das Sonnenlicht nachahmen und nicht direkt auf die Pflanze gerichtet sind. Darüber hinaus können Sie im Gewächshaus die Sonnenstunden steuern und sogar die Hellphase am Tag künstlich verlängern. So können Sie das Wachstum der Pflanze beschleunigen.

6. Feuchte Böden zum Avocado züchten garantieren

Gießkanne
Die Erde der Avocado soll immer feucht bleiben.

Bei der Pflege der Avocado Pflanze sollten Sie stets darauf achten, dass die Erde der Avocado feucht ist. Eine Fingerprobe eignet sich, um den Feuchtegrad manuell herauszufinden. Sofern die Erde am Finger hängen bleibt, müssen Sie nicht nachgießen. Sobald die Erde jedoch nicht mehr am Finger haften bleibt, gilt es nach zu wässern. Da die Avocado es jedoch feucht und nicht nass mag, sollten Sie die Pflanzen nicht mit einer Gießkanne oder gar einem Schlauch gießen. Wählen Sie stattdessen eine Sprühflasche und benetzen Sie die Pflanze regelmäßig mit ausreichend Wasser.

7. Regelmäßig die Avocado Pflanze düngen

Düngemittel in einem Spaten
Greifen Sie auf Düngemitteln, um das Avocado züchten zu beschleunigen.

Stimmen die Umweltbedingungen, ist die Avocado eine sehr dankbare Pflanze. Möchten Sie das Avocado züchten jedoch beschleunigen, können Sie auch zu Düngemitteln greifen. Sowohl Kompost, Eierschalen oder auch Zitronendünger eignen sich als organische Düngevarianten. Durch das Düngen geben Sie der Pflanze Nährstoffe zurück, die sie für ein gesundes Wachstum und die Fruchtbildung benötigt. Düngen ist bei der Anpflanzung einer Avocado keine Pflicht, jedoch ein Booster. Das ist insbesondere wichtig, da die Avocado mehrere Jahre zum Reifen benötigt.

8. Größe des Avocadobaumes beachten

Avocadobaum wächst aus dem Avocadokern im Topf
Sie müssen die Pflanze in geschützten Bereichen überwintern.

Über die Jahre der Anpflanzung hinweg bildet sich aus dem Keimling ein Baum. Ein kleines Zimmergewächshaus reicht somit langfristig nicht aus. Sie haben zu diesem Zeitpunkt der Zucht die Wahl, ob Sie in ein großes Gewächshaus investieren oder ob Sie den Avocadobaum dem westeuropäischen Wetter aussetzen. Wählen Sie die zweite Option, können Sie den Baum in einen Kübel pflanzen und in den warmen Monaten im Außenbereich pflegen. Sobald die Temperaturen jedoch unter 15 Grad Celsius sinken, müssen Sie die Pflanze in geschützten Bereichen überwintern. Für eine pflegeleichte Anzucht empfiehlt sich daher ein Gewächshaus.

9. Regelmäßigen Rückschnitt vornehmen

Gartenzange
Regelmäßiges Rückschnitt ist wichtig für das Wachstum der Pflanze.

Triebe, die sich bilden, sind Zeichen für Wachstum, Gesundheit und Fruchtbarkeit. Damit sich diese bilden können, benötigt es jedoch ausreichend Platz. Abgestorbene Gehölze können in diesem Zuge mehrmals im Jahr zurückgeschnitten werden. So erhöhen Sie das Wachstum und tun der Pflanze etwas Gutes. Zweimal im Jahr ist ein guter Richtwert zum Zurückschneiden des Baumes.

10. Geduld ist eine Tugend

Geben Sie sich und der natur Zeit: Ihre Avocadobaum wird leckere Früchte ausbringen.

Hierzulande geht der Mythos herum, dass in unseren Gebieten keine Avocados heranwachsen können und eine Eigenanzucht misslingt. Das stimmt jedoch nicht. In der Regel fehlt es den Menschen an Geduld. Bis Sie aus einem Avocadokern eine Frucht ziehen, vergehen Jahre der Hege und Pflege. Sobald der Avocadobaum jedoch Früchte ausbringt, können Sie lange Zeit Avocados aus dem eigenen Garten ernten. Unser Appell an Sie ist daher, dass Sie nicht nach wenigen Wochen mit dem Avocado züchten aufgeben. Geben Sie sich und der Natur Zeit. Mit voranschreitenden Jahreszeiten wird der Kern sich in einen Baum verwandeln und nachhaltig sowie ökologisch Ihnen leckere Früchte ausbringen.

 

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