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Bei Sommerhitze den Garten gießen: Wie wird es richtig gemacht?

Sommerhitze Warnschild in Natur
Die Sommer in Deutschland werden von Jahr zu Jahr trockener. Wie Sie den Garten richtig gießen, zeigen wir Ihnen.

Die Gartenarbeit wird seit jeher von vielen Regeln und Merksprüchen begleitet. Doch beim Thema Sommerhitze den Garten gießen, spaltet sich die Gartengemeinschaft immer wieder aufs Neue. Viele Gärtner verbringen viel Zeit damit, ihre Pflanzen und das Gemüse zu pflegen und heranzuzüchten. Doch schon ein kleiner Fehler beim Gießen kann fatale Auswirkungen haben. Aber wie wird es richtiggemacht? 

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Wann ist der beste Zeitpunkt, den Garten im Sommer zu gießen?

Die heißen Sommermonate setzen den Pflanzen für gewöhnlich am meisten zu. Daher ist der richtige Zeitpunkt des Gießens sehr wichtig. Die frühen Morgenstunden zwischen drei und vier Uhr eignen sich am besten. Wer nicht so früh aufstehen möchte, kann die Pflanzen auch bis sechs Uhr morgens gießen. Haben Sie keine Möglichkeit zeitig aufzustehen oder möchten dies auch nicht, können Sie durch eine Bewässerungsanlage mit Zeitschaltuhr eine gute Alternative schaffen.

Ebenso ist der Temperaturunterschied zwischen dem kalten Wasser aus dem Gartenschlauch und dem warmen Wurzelwerk im Sommer so hoch, dass die Pflanze einen Schock bekommen könnte. Auch die Abendstunden sind laut Experten noch immer zu heiß, sodass ebenfalls ein Großteil der Pflanzen das Wasser nicht aufnehmen könnte aufgrund der Verdunstung. Die Morgenstunden sind perfekt, da sich die Erde bis dahin noch nicht so aufgeheizt hat und die Pflanzen die Feuchtigkeit noch aufnehmen können, ohne davon Schaden zu nehmen.

Wie funktioniert eine automatische Bewässerungsanlage?

Bei Sommerhitze den Garten gießen mit einer Bewässerungsanlage
Eine automatische Bewässerungsanlage hilft Ihnen dabei, regelmäßig den Garten bei Sommerhitze zu gießen.

Das System der automatischen Bewässerungsanlage ist sehr einfach. Ein Druckminderer mit Filter wird an den Wasserhahn oder auch eine Zisterne mit Pumpe angeschlossen. Es führen von dem Hauptschlauch kleinere Schläuche (Verteilungsrohre) ab, die benötigt werden. Diese besprühen die Pflanzen direkt mit Wasser. Verzweigungen werden mithilfe von Verbindungsstücken ermöglicht. Dadurch sind auch individuelle Lösungen denkbar. Es gibt zwei verschiedene Ausführungen: Entweder kommt durch alle Öffnungen die gleiche Menge Wasser oder sie sind einzeln regulierbar. Es ist auch möglich, spezielle Tropfrohre unterirdisch zu verlegen. Der Wasserhahn muss lediglich auf- oder zugedreht werden, wenn alles installiert ist. 

Möchten Sie diese Arbeit nicht per Hand erledigen, kann es auch durch einen Bewässerungscomputer geregelt werden. Dieser wird zwischen Wasserhahn und Zuleitung eingebaut und wird entweder durch Solarzellen oder durch Batterien betrieben. Über den Computer wird dann geregelt, wie lange und wann das Wasser fließen soll. Die Bodenfeuchte wird durch einen Sensor gemessen und die Gießdauer über die Bewässerungsuhr gesteuert. Dadurch fließt nur Wasser, wenn die Pflanzen dieses auch wirklich benötigen. Möchten Sie den Pflanzen noch Flüssigdünger beimischen, ist dies über ein Beimischgerät möglich, welches zusätzlich Einsatz finden kann.

Wie oft sollten Sie Pflanzen in der Sommerhitze gießen?

Die Häufigkeit des Gießens ist bei vielen Hobbygärtnern ebenfalls ein großes Rätsel. Viele gießen ihre Pflanzen mindestens einmal am Tag. Doch dies sollten Sie unterlassen, da Sie dadurch Ihre Pflanzen zum Dauertrinker erziehen. Die Pflanze bildet somit viele flache Wurzeln an der Oberfläche statt in der Tiefe.

Dadurch brauchen diese Pflanzen mehr Feuchtigkeit. Den Garten bei Sommerhitze gießen, sollte in Etappen geschehen. Wenn Sie immer wieder gießen, kann die Pflanze tiefere Wurzeln bilden. Somit sollten Sie diese erst mit Wasser versorgen, wenn sie bereits ihre Blätter hängen lassen. Dies kann abhängig von der Pflanze zwischen drei Tagen und einer Woche dauern. Achten Sie jedoch darauf, dass der Boden nicht vollständig ausgetrocknet ist, denn dies würde die Pflanze komplett abdichten.

Bei Sommerhitze den Garten gießen mit Rasensprenger
Ein Rasensprenger ist eine tolle Möglichkeit, um Rasen zu bewässern. Pflanzen sollten jedoch nicht mit dem Sprenger in Kontakt treten.

Die Blätter sollten beim Gießen trocken bleiben

Am besten eignet sich weiches, kalkarmes Regenwasser zum Gießen der Pflanzen. Viele Stauden und Gemüsepflanzen würden Schaden nehmen, wenn Sie diese mit einem Rasensprenger bewässern würden. Es würden lediglich die Blätter von oben befeuchten. Die Erde würde hingegen trocken bleiben.  Auch hierbei würden die Wassertropfen im schlimmsten Fall wie ein Brennglas fungieren. Bei Sommerhitze den Garten gießen, ist somit wichtig. Hierfür sollte jedoch kein Rasensprenger Anwendung finden.

Gießen nach dem Gewitter

Bei Sommerhitze den Garten gießen, macht auch nach einen Gewitter Sinn. Oftmals wird die Erdoberfläche vom Regen nur befeuchtet und die Pflanzen absorbieren das Wasser aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit deutlich besser, die nach einem Gewitter aufkommt.

Vor allem im Hochsommer kommt es oft zu sogenannten Wärmegewittern. Die Regenschauer sind zwar stark, jedoch oft viel zu kurz. Dadurch wird nur die oberste Erdschickt angefeuchtet. Gerade bei einer längeren Trockenphase ist die Erde hart und vertrocknet und dadurch kann das Wasser nicht tief genug eindringen. Doch durch das Gewitter wurde die Erdschicht aufgelockert. Daher wird empfohlen, noch einmal nachzugießen, denn das Wasser kann dann tief in die Erde eindringen und die Pflanzen ausreichend versorgen. 

Schützen Sie den Rasen und Töpfe vor dem Austrocknen

Im Sommer sollte der Rasenschnitt auf maximal 10 Tage auf dem Rasen liegen bleiben. Dadurch speichert sich Feuchtigkeit und der Rasen wird vor dem Austrocknen geschützt. An schattigen und windgeschützten Orten überstehen Kübelpflanzen die Trockenphasen deutlich besser. Die Luftfeuchtigkeit in der Umgebung bleibt konstant hoch, wenn die Blumengefäße eng zusammenstehen. Für einige Pflanzen ist dies lebenswichtig.

Bei Sommerhitze den Garten gießen mit Topfpflanzen
Topfpflanzen benötigen noch mehr Wasser als andere Pflanzen im Sommer, da Sie die Wasserreserven des Bodens nicht nutzen können.

Zu den Kübelpflanzen zählen:

Warum brauchen junge Pflanzen besonders viel Wasser?

In der Hitzeperiode sollte eigentlich keine neue Pflanze in die Erde gesetzt werden. Setzen Sie diese zu dieser Zeit mit dem Topf oder Container in ein Bodenloch und gießen sie diese regelmäßig. Erst nach der Hitzeperiode sollten Sie diese gewöhnlich einpflanzen.

Möchten Sie jedoch im Hochsommer Lücken im Beet schließen, müssen Sie die Pflanzen sehr gut versorgen. In dieser Zeit sollten Sie die jungen Pflanzen mehrfach am Tag gießen. Ebenso sollten die Blätter und Nadeln mit Wasser besprüht werden, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Jedoch sollten Sie bei vollem Sonnenschein davon absehen aufgrund der Verbrennungsgefahr. 

Welche Notfall-Maßnahmen helfen bei vertrockneten Pflanzen?

Auch vertrocknete Pflanzen sind einen Rettungsversuch wert. Schneiden Sie diese so weit wie möglich zurück. Bei richtiger Pflege treiben viele der Pflanzen wieder aus. Jedoch gibt es dafür keine Garantie. Die Pflanze kann trotz guter Pflege und einem Rückschnitt kaputt sein. Treibt die Pflanze jedoch wieder aus, blüht sie nicht mehr so schön wie zuvor und oft sind sie schwer über den Winter zu bringen. Stellen Sie die Pflanze in den Schatten und geben ihr so viel Wasser, wie sie tatsächlich benötigt.

Vertrocknetes Blatt
Trockene Stellen an Pflanzen sind erste Anzeichen für Trockenheit. Mit einfachen Tricks können Sie die Pflanze noch retten.

Handelt es sich um eine Kübelpflanze, sollte diese in frische Erde umgepflanzt werden. Ein vollständig vertrockneter Boden verliert seine Speicherfähigkeit und kann daher das hinzugefügte Wasser nicht mehr aufnehmen oder speichern. Auch dies kann eine Pflanze retten. 

Ein neuer Standort kann die Pflanze ebenfalls retten. Gerade wenn die Pflanze ohnehin angeschlagen und vertrocknet ist, sollten Sie diese vor zu viel Sonneneinstrahlung schützen. Die Wärme der Sonne fördert das Verdunsten von Wasser. Die Sommerhitze bedeutet zusätzlichen Stress für die Pflanze. Haben Sie keinerlei Möglichkeit die Pflanze in den Schatten zu stellen, können Sie einen Sonnenschutz aufstellen.

Für neue Triebe braucht die Pflanze vor allem viel Energie und neue Nährstoffe. Diese können Sie hervorragend durch einen Dünger bereitstellen. Die Pflanze ist vermehrt auf Nährstoffe angewiesen, je vertrockneter sie ist. Auf eine außerplanmäßige Düngung können Sie bei Pflanzen verzichten, die nur leicht vertrocknet sind.

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