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Die richtige Bergenie Pflege

Eine Bergenie Blüte
Die Bergenie gehört zu den Steinbrechgesetzen.

Die Bergenie (Bergenia) ist auch als Riesensteinbrech bekannt und gehört zur Familie der Steinbrechgewächse. Sie stammt ursprünglich aus den Gebirgslandschaften Zentral- und Ostasiens. Die immergrüne Pflanze besitzt bis zu 35 Zentimeter lange grüne oder rötlich gefärbte Blätter, die sich bei manchen Züchtungen im Herbst rot bis violett verfärben und diese Farbe bis zum Frühjahr beibehalten. Im Frühling bilden sich auf hohen, stabilen Stielen rote oder rosafarbene bis weiße Blüten in Form von glockenförmigen Rispen. Sie sehen nicht nur schön aus, sondern sind auch bei Bienen und anderen Insekten begehrt. Einige Züchtungen verfügen über das Potenzial für eine zweite Blüte im Herbst.

Der perfekte Standort

Die Bergenie fühlt sich an einem sonnigen Standort am wohlsten. Allerdings kann pralle Mittagssonne und große Hitze bewirken, dass die großen Blätter an den Rändern eintrocknen. Die Wahl eines halbschattigen Standortes führt zu verminderter Blütenbildung. Die Pflanzen benötigen einen nährstoffreichen Boden, der gerne kalkhaltig sein darf. Die beste Pflanzzeit ist der Herbst, und der Pflanzabstand sollte mindestens 40 Zentimeter betragen. Im Winter schützt eine Schicht Laub die Bergenie vor strengen Frösten. Problematisch sind Spätfröste nach dem Austrieb. In diesem Fall ist ein vorübergehender Schutz durch Folie sinnvoll.

Oft werden die Pflanzen als Bodendecker verwendet, weil sie mit ihren unterirdischen Sprossen schnell eine dichte Fläche bilden. Eine Unterpflanzung unter Bäume und Sträucher ist möglich, wenn diese lichtdurchlässig genug sind. Das macht die Bergenie zum Beispiel ideal dafür, Unkraut aus Beeten fern zu halten und zu vernichten. Gelegentlich werden Bergenien auch für die Bepflanzung von Teichrändern eingesetzt. Auch als Kübelpflanze macht sie sich gut, muss aber aufgrund des starken Wachstums etwa alle zwei Jahre umgetopft werden. Im Winter benötigt der Topf einen Winterschutz durch Vlies oder Jute und eine Unterlage in Form einer Platte aus Holz oder Styropor.

Richtig Gießen

Als Steinbrechgewächs ist die Bergenie tolerant gegenüber Trockenheit. Sobald die Bodenoberfläche trocken ist, sollte gegossen werden. Im Sommer kann dies auch täglich erforderlich sein. Jungpflanzen benötigen grundsätzlich in den ersten Wochen mehr Wasser. Die Pflanze verträgt jedoch keine Staunässe und darf auch an Teichrändern keine nassen Füße bekommen.

Bergenie – Düngen

Im Frühjahr und Sommer braucht die Pflanze jeden Monat eine Düngergabe in Form von Kompost, Guano oder Hornspänen. Auch der Einsatz eines Langzeitdüngers ist möglich. Im Frühling vor dem Austrieb und in der Zeit nach der Blüte ist die Pflanze für eine Extraportion Kompost dankbar. Kübelpflanzen erhalten alle zwei Wochen Flüssigdünger.

Richtig Schneiden

Vor der Blüte im Frühjahr entfernt man die abgestorbenen Blätter aus dem Vorjahr. Nach der Blüte können die abgeblühten Stiele in der Nähe des Bodens abgeschnitten werden. Auch ein Rückschnitt aus optischen Gründen ist im Frühjahr unproblematisch. Für die Blumenvase und für Gestecke können sowohl die Blütenstände als auch die attraktiven Blätter verwendet werden. 

Bergenie – Vermehren

Die Pflanze lässt sich im Frühling durch Teilung vermehren. Eine Vermehrung ist auch über Stecklinge möglich. Hierfür wird im Herbst einer der unterirdischen Triebe ausgegraben und nach Entfernung aller Austriebe in vier Zentimeter lange Stücke geschnitten, von denen jedes ein Auge besitzen muss. Diese Teilstücke werden waagerecht in die Erde gedrückt und bilden bald neue Gewächse, die im Frühjahr ins Frei gepflanzt werden. Eine Aussaat ist im März oder April ebenfalls möglich und kann bei Zimmertemperatur und gleichmäßig feuchtem Boden zum Erfolg führen.

Befall durch Schädlinge

Bedauerlicherweise stehen Bergenien auf dem Speiseplan des Dickmaulrüsslers. Einen Befall durch den nachtaktiven Käfer erkennt man an den angefressenen Blättern. Die Larven fressen die Wurzeln an und können dadurch die Pflanze schwer schädigen. Für die schadstofffreie Bekämpfung sind im Handel Nematoden erhältlich, die über das Gießwasser in den Boden gelangen. Die Käfer können abgesammelt werden. Alternativ verwendet man mit Stroh gefüllte Tontöpfe, in denen sich die Schädlinge sammeln und anschließend mitsamt dem Behälter entfernt werden.


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