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Bittersalz – Beauty-Mittel und Pflanzendünger zugleich

Bittersalz ist auch bekannt als Magnesiumsulfat oder Epsom Salz
Bittersalz ist auch bekannt als Magnesiumsulfat oder Epsom-Salz


Schon seit vielen Hundert Jahren gilt Bittersalz als Heilmittel bei verschiedenen Problemen. Doch die Zeiten, in denen das Magnesiumsulfat – auch bekannt als Epsom-Salz – nur zur Beruhigung müder Füße zum Einsatz kam, sind vorbei.

Für Bittersalz gibt es mittlerweile zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten. Mit Epsom-Salz kann dem Körper und auch dem Garten etwas Gutes getan werden. Was das genau ist, wird jetzt erklärt.

Was ist eigentlich Bittersalz?

Bei Epsom-Salz handelt es sich um einen Wirkstoff, welcher der Gruppe der sogenannten salinischen Abführmittel zugeordnet wird. Es ist auch als Magnesiumsulfat bekannt und wird häufig zur kurzfristigen Behandlung von leichter Verstopfung verwendet.

Es eignet sich auch für eine Fastenkur sowie den Beginn einer Darmreinigung und weist einen auffällig salzigen und auch bitteren Geschmack auf, dem es auch seinen Namen verdankt.

Mit dem herkömmlichen Speisesalz hat es aber wenig zu tun. Angeboten wird das Salz entweder in Form farbloser glänzender Kristalle oder als weißes kristallines Pulver. Magnesiumsulfat ist wasserlöslich und geruchlos.

Bittersalz und seine Verwendungsmöglichkeiten

Bittersalz lässt sich sehr vielseitig einsetzen. Wir wollen dabei näher auf seine Anwendung im Beauty-Bereich sowie im Garten eingehen.

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Bittersalz für Gesundheit und Schönheit

Während herkömmliches Salz für die Haut eher „Gift“ ist, gilt Epsom-Salz als wahres Allround-Talent im Gesundheits- und auch Beauty-Bereich. Was Magnesiumsulfat für die Gesundheit und die Schönheit tun kann, verraten wir jetzt.

Bittersalz-Peeling für den Körper

Bittersalz Peeling gegen Hauptschuppen und Hautunreinheiten
Ein Magnesiumsulfat-Peeling hilft gegen Hautschuppen und Hautunreinheiten!

Abgestorbene Hautschuppen? Hautunreinheiten? Kein Problem!
Bittersalz kann hier als natürliches Mittel in Form eines Peelings zum Einsatz kommen. Sogar raue Stellen an Ellbogen werden dadurch wieder geschmeidig weich.

Epsom-Salz kann dabei die Durchblutung anregen und kann sich zudem auch beruhigend auf Rötungen und andere Hautirritationen auswirken. Das Peeling lässt sich einfach mit einem pflegenden Öl nach Wahl (z. B. Mandelöl) und dem Salz herstellen.

Hinweis: In der Regel kann es nach Peelings zu Hautreizungen kommen, denn durch das Peelen wird die Hornschicht dünner und dadurch auch durchlässiger für Stoffe, die reizend wirken. Bei Hautreizungen sollte deshalb gut überlegt werden, ob ein Peeling tatsächlich sinnvoll ist. Es kann deshalb sinnvoll sein, vor allem starke Hautreizungen zunächst anders zu behandeln.

Bittersalz-Bad zum Entschlacken

Bittersalz-Bad
Ein Bittersalz-Bad bringt einige gesundheitliche Vorteile mit sich

Ein Bittersalz-Bad enthält Magnesium. Und dieses bringt einige gesundheitliche Vorteile mit sich, denn der Magnesiumspiegel lässt sich dadurch ausgleichen.

Der Grund: Die Haut nimmt Magnesiumsulfat sehr gut auf. In Studien konnte belegt werden, dass es zu einem höheren Magnesiumspiegel bei Sportlern kam, nachdem diese ein zwölfminütiges Bad in 400 Gramm Magnesiumsulfat nahmen.

Für ein solches Epsom-Salz-Bad werden zwei Tassen Bittersalz und einige Tropfen ätherisches Öl in warmes Badewasser gegeben. Das Bad sollte mindestens 15 Minuten dauern.

Die Vorteile des Bittersalz-Bades:

  • Verbesserung der Hautstruktur, da Magnesiumsulfat Feuchtigkeit bindet und die Haut somit weicher wird (bei besonders trockener Haut können dem Wasser einigen Tropfen Öl zugegeben werden)
  • Minderung von Stress, denn Magnesium wirkt sich ausgleichend auf den Flüssigkeitshaushalt aus, kann die Nerven beruhigen und zudem den Alterungsprozess verlangsamen
  • Linderung von Verspannungen, Muskelkater und Schmerzen
  • Anregung von Bauchspeicheldrüse und körpereigenem Entgiftungsprozess

 

Bittersalz-Dampfbad zur Gesichtsreinigung

Wer unter empfindlicher Gesichtshaut leidet, kann Epsom-Salz auch zur Reinigung verwenden. Durch die enthaltenen Mineralstoffe wird das Hautbild gesünder, Rückstände werden durch die Salzkörner entfernt und die Haut kann wieder besser atmen.

Aber nicht immer ist ein Peeling bei empfindlicher Gesichtshaut sinnvoll. In diesem Fall kann aber ein Dampfbad mit dem Salz hilfreich sein, denn es öffnet die Poren. Hierfür wird einfach Epsom-Salz in eine Schüssel mit heißem Wasser gegeben und das Gesicht dann wie beim klassischen Dampfbad unter einem Tuch über die Schüssel gehalten. Durch den salzhaltigen Wasserdampf wird die Haut gepflegt.

Gewichtsreduktion mit Bittersalz – Geht das?

Bittersalz eignet sich zum Abnehmen
Magnesiumsulfat wirkt wie ein Abfürmittel und kann so beim Abnehmen helfen

Bei den bisherigen Beauty-Tipps ging es um die äußerliche Anwendung von Bittersalz, denn das Salz kann aber zu Gesundheitszwecken auch innerlich angewendet werden. Dabei zeigt es folgende Effekte:

  • Das Salz wirkt wie ein Abführmittel. Schon wenige Stunden nach der Einnahme kann es zu Stuhlgang führen, weshalb es sogar als eher starkes Mittel angesehen wird. Im Darm bindet das Salz durch Osmose Wasser, wodurch sich wiederum der Flüssigkeitsanteil im Darm erhöht. Durch diese Erhöhung des Volumens wird der Stuhlgang begünstigt.
  • Magnesiumsulfat eignet sich auch zur Entschlackung beim Fasten sowie zur Darmreinigung. Wird es oral eingenommen, gelangt es ohne eine Reizung der Darmschleimhäute durch den Magen-Darm-Trakt. Vielmehr wirkt es sich sogar reizlindernd aus. Im Darm löst es abgelagerte Reste von den Wänden und schwemmt diese dann in Richtung Darmausgang. Die Darmreinigung erfolgt so auf eine schonende Weise.

Ob Magnesiumsulfat aufgrund dieser Effekte jedoch tatsächlich nachhaltig die Gewichtsreduktion unterstützt, ist bislang noch nicht eindeutig geklärt.

So wird Bittersalz oral eingenommen:

Für die orale Einnahme von Magnesiumsulfat werden drei gehäufte Teelöffel des Salzes mit 200 bis 300 Milliliter Wasser vermischt. Ist das Salz vollständig aufgelöst, kann die Mischung – bestenfalls in einem Zug – getrunken werden. Wem das Bittersalz-Wasser zu bitter schmeckt, der kann einige Tropfen Zitrone dazugeben.

Wie bei jedem Abführmittel kann es auch bei Bittersalz zu Nebenwirkungen wie Übelkeit und Durchfall kommen. Es ist deshalb empfehlenswert, vor der Einnahme mit einem Arzt darüber zu sprechen.

Bittersalz Dünger für schöne Pflanzen

Magnesiumsulfat eignet sich nicht nur für Schönheit und Gesundheit.

Auch als Dünger ist es sehr beliebt. Magnesiumsulfat liefert die Pflanzennährstoffe – wie es der chemische Name schon verrät – Magnesium und Schwefel.
Wichtigster Bestandteil ist dabei natürlich das Magnesium, das ein zentraler Baustein für Chlorophyll ist. Den Pflanzenfarbstoff benötigen Pflanzen zum Zuckerstoffaufbau, aus welchen sie wiederum Zellulose und andere körpereigene Substanzen herstellen.

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Dabei ist Bittersalz nicht nur Magnesiumdünger, sondern oft auch Bestandteil in verschiedenen Mehrstoffdüngern (Volldünger).

Magnesiummangel bei Pflanzen – Wie er entsteht und woran er zu erkennen ist

Magnesiummangel bei Pflanzen erkennen
Magnesiummangel bei Pflanzen zeigt sich oft durch eine Vergilbung der Blätter und Pflanzen

Gerade Niederschläge waschen den Nährstoff für die Pflanzen aus dem Boden aus. Allein dadurch gehen pro Jahr und Quadratmeter etwa drei Gramm Magnesium verloren. Lediglich in lehmigen Böden kann sich Magnesium gut an die Tonminerale anlagern.
Erfolgt außerdem eine Überversorgung mit Kalzium und Kalium, wird ebenfalls ein Magnesiummangel verursacht.

Vor allem bei Nadelgehölzen wie Fichten, Kiefern und Tannen zeigt sich ein Magnesiummangel schnell, wenn sie auf sauren und magnesiumarmen Sandböden wachsen. Es kommt dabei zu einer cremeweißen bis gelben und später braunen Verfärbung der Nadeln von der Spitze aus bis zum Ansatz. Bei Laubgehölzen zeigt sich wiederum eine entlang der Mittelrippe eine Vergilbung der Blätter, während die Blattadern sowie ein an diese anschließender schmaler Streifen der Fläche des Blattes grün bleiben.

Bestimmte Gemüsearten (z. B. Kohlgewächse) weisen bei einem Magnesiummangel mitunter rötliche Marmorierungen auf.

Nicht zu verwechseln sind diese Anzeichen mit einem Eisenmangel. Liegt ein solcher vor, dann zeigen sich die Symptome aber nur an jungen Blättern.

Mit Bittersalz Dünger einen akuten Magnesiummangel beheben

Da sich Bittersalz sehr gut in Wasser löst, kann der Dünger in flüssiger Form auch direkt auf Nadeln oder Blätter gesprüht werden. Die Nährstoffe werden von den Blättern aufgenommen, wodurch der Dünger sehr schnell wirkt. Gerade bei akuten Mangelerscheinungen ist das ein großer Vorteil. Für die Blattdüngung empfiehlt sich eine einprozentige Epsom-Salz-Lösung (10 Gramm Salz auf einen Liter Wasser).

Mit Magnesiumsulfat richtig düngen – so geht’s

Wird Magnesiumsulfat als Erhaltungsdünger eingesetzt, dann sollte man auf saure sandige Böden im Frühjahr eine Menge von etwa 50 Gramm des Salzes pro Quadratmeter im Außenbereich der Baumkrone verteilen. Sofern Nadelbäum unter einem Magnesiummangel leiden, dann düngt man den Wurzelbereich zusätzlich zur Blattdüngung mit etwa 100 Gramm Salz pro Quadratmeter.

Bittersalz als Schwefeldünger einsetzen

Aufgrund des hohen Schwefelgehalts eignet sich das Salz auch gut als Schwefeldünger. Zwar ist Schwefelmangel bei Pflanzen noch eher selten, kommt jedoch langsam wieder häufiger vor. Ein Schwefelmangel äußert sich ähnlich wie ein Stickstoffmangel. Die Blätter verfärben sich komplett gelb, bei einem Schwefelmangel sind aber meist nur die jungen Blätter betroffen.

Ein Schwefelmangel ist nicht zu befürchten, wenn der Boden regelmäßig mit Kompost oder auch Mist versorgt wird. Zudem enthalten inzwischen auch viele der organischen und mineralischen Mehrstoffdünger ausreichend Schwefel. Dennoch kann Bittersalz eine gute Hilfe sein, wenn es zu einem Schwefelmangel kommt.


Bittersalz kaufen – Was ist zu beachten?

Bittersalz ist nicht verschreibungs- und auch nicht apothekenpflichtig und auch recht preisgünstig.

Wer Bittersalz kaufen möchte, sollte zunächst für sich festlegen, wofür er es verwenden will. Denn nicht jedes Salz eignet sich für jeden Einsatz.

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Magnesiumsulfat, das als Badezusatz verwendet wird, ist in Apothekenqualität erhältlich. Meist ist das Salz dann auch mit Duftstoffen (z. B. Lavendelöl) versetzt.

Zur Anwendung als Abführmittel

 

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Wer Bittersalz als Abführmittel verwenden möchte, sollte zu einem Produkt in Lebensmittelqualität greifen. Für die innerliche Anwendung sind industriell hergestellte Produkte nicht zugelassen.

Magnesiumsulfat als Dünger für Pflanzen

 

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Bittersalz-Dünger ist in jedem Baumarkt oder auch im Internet erhältlich. Dabei erfüllen auch schon günstige Düngemittel ihren Zweck, denn sie verbessern den pH-Wert des Bodens und sorgen für ein saftiges Grün der Pflanzen. Aber wenn Sie bereits mit einem herkömmlichen Dünger düngen, prüfen Sie zunächst ob dieser bereits Magnesiumsulfat enthält!

Mehr Informationen zur Pflanzen- und Gartenpflege gibt’s in unserem Blog.

Was kostet Bittersalz?

Bittersalz ist oft in Drogerien für verschiedene Anwendungsbereiche recht günstig erhältlich. Sinnvoll kann aber auch ein Preisvergleich im Internet sein, mitunter sind die Angebote hier noch günstiger. Im Schnitt kosten 100 Gramm des Salzes etwa 1,50 Euro.

Fazit: Bittersalz ist ein Allround-Talent

Bittersalz ist durchaus ein Allround-Talent, wenn es um Schönheits- und auch Gartenpflege geht. Es ist bei unterschiedlichen Anbietern wie Apotheke, Drogeriemarkt oder Baumarkt erhältlich. Auch online kann es problemlos erworben werden. Jedoch sollte man das Salz immer entsprechend den Herstellerangaben verwenden. So eignet sich ein als Dünger gekennzeichnetes Magnesiumsulfat weder für die Anwendung in der Schönheitspflege noch zur innerlichen Anwendung.


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Kommentare

Kieselgur: Ungeziefer bei Hund, Pferden und Hühnern natürlich bekämpfen 12. April 2019 um 14:50

[…] Eigenschaften ist Diatomeenerde in verschiedenen Bereichen einsetzbar. Vergleichbar mit Bittersalz handelt es sich hier um ein vielfältig einsetzbares Produkt bei Mensch, Tier und Natur. Beliebt […]

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