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Chrysanthemen überwintern: Sind die Blumen winterhart?

Chrysanthemen verschönern Gärten und Balkone in den späten Herbstmonaten bis in den Winter hinein. Je nach Sorte und Art der Anpflanzung können sich jedoch die Chrysanthemen in Bezug auf die Kälteresistenz stark unterscheiden. Wir zeigen Ihnen in diesem Ratgeber, welche Chrysanthemen Sie im Außenbereich überwintern können und welche Sie lieber in warme Gefilde über die Frostzeit bringen sollten. Darüber hinaus geben wir Ihnen Pflegetipps, die es vor und nach der Winterzeit zu beachten gilt.

Wann können Sie Chrysanthemen im Außenbereich überwintern?

Nahaufnahme von den zugeschneiten blühten der Chrysanthemen
Die Sorte Goldmarianne der Chrysanthemen gilt als winterhart.

Ob sich eine Chrysantheme für die Überwinterung im Garten eignet, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Zunächst können der Pflanzzeitpunkt und die Höhe der Pflanze Indizien darauf geben, ob sie der Kälte standhalten kann. Eine Chance, im Garten zu überwintern, besteht nur dann, wenn Sie die Pflanzen spätestens im Mai gepflanzt haben. Sollten Sie die Chrysanthemen erst im Herbst ausgepflanzt haben, sind sie noch zu klein, um frostige Temperaturen zu überstehen. Das Wurzelwerk muss sich zunächst ausbilden, um die Pflanze auch im Winter halten zu können. Aus diesem Grund sollten Sie auch nur Chrysanthemen im Außenbereich überwintern, die direkt in Beete gepflanzt sind. Topfpflanzen sind für eine Überwinterung im Garten nicht geeignet, da diese nicht ausreichenden Wurzeln bilden können.

Ein weiteres Kriterium ist die Sorte der Chrysantheme. Je nach Sorte unterscheidet sich auch die Frosthärte der Pflanze. Als Faustregel kann gesagt werden, dass Spätblüher im Gegensatz zu Frühblühern eine bessere Chance haben, im Garten zu überwintern. So gilt die Sorte Goldmarianne beispielsweise als winterhart.

Zuletzt sei auch der Standort in Betracht zu ziehen. Um den Winter zu überstehen, müssen die Chrysanthemen an windgeschützten Orten stehen. Auch der Boden sollte durchlässig sein, um Staunässe zu vermeiden. Je nach Größe der Chrysanthemen ist eine Überwinterung im Garten unausweichlich. Vorsichtsmaßnahmen können in diesem Fall ergriffen werden. Den Boden können Sie mit Reisig, Laub oder Sand abdecken. Sie fungieren als natürlicher Kälteschutz. Alternativ können Sie die Pflanzen auch mit licht- und luftdurchlässigen Planen abdecken. 

Wann empfiehlt sich die Überwinterung im Winterquartier?

Chrysanthemen zugeschneit im Blumenbeet gepflanzt
Chrysanthemen benötigen viel Wasser.

Sind Ihre Chrysanthemen in Kübeln bzw. Balkonkästen gepflanzt, eignen sich diese nicht für die Überwinterung im Außenbereich. Zur Pflanzenpflege zählt in diesem Fall, dass Sie den Pflanzen ein warmes Winterquartier bescheren. Die Pflanzen können Sie problemlos in der eigenen Wohnung überwintern. Es sei an dieser Stelle zu erwähnen, dass die Chrysanthemen einen sonnigen Standort innerhalb der Wohnung benötigen. Auf eine ausreichende Bewässerung sollten Sie in diesem Fall achten, da die Chrysanthemen viel Wasser benötigen. Zu feucht sollte die Erde jedoch nicht werden.

Sollte es keine Möglichkeit geben, Chrysanthemen in Kübeln im Innenbereich eines Wohnhauses zu überwintern, sind wichtige Maßnahmen im Außenbereich zu treffen. Zunächst sollten Sie die Pflanzen direkt an einer Hauswand platzieren. Dort stehen sie geschützt und gleichzeitig warm. Zudem sollten Sie unter den Töpfen einen Gartenvlies auslegen, um die Wurzeln vor Bodenfrost zu schützen. Den Topf selbst können Sie mit Bambus oder Luftpolsterfolie umrahmen. Wir empfehlen Ihnen jedoch stets die Überwinterung von Topfpflanzen in warmen Räumlichkeiten.

Das ist im Frühling zu tun

Chrysanthemen in Kübeln
Chrysanthemen müssen zu Beginn des Jahres zurückgeschnitten werden.

Zu Beginn des Jahres können Sie die Chrysanthemen zurückschneiden. In dieser Zeit sollten die Chrysanthemen langsam verblühen. Ein Rückschnitt empfiehlt sich für alle Chrysanthemen, die mindestens 50 Zentimeter Höhe erreicht haben. Während Sie die Pflanze zurückschneiden, können Sie alle verblühten Blätter entfernen und die Pflanze stark zurückschneiden. Am Ende sollte die Pflanze nur noch wenige Zentimeter in der Höhe erreichen. Das gewährleistet ein besseres Wachstum der Chrysanthemen. Nun können sie wieder gedeihen und schon bald ihre schönen Farben zeigen.

Darüber hinaus sollten Sie die Chrysanthemen auch regelmäßig gießen. Das gilt auch für kalte Wintermonate oder regnerische Tage. Die Blumen benötigen ausreichend Wasser, um gedeihen zu können.

Chrysanthemen können Sie nach dem Winter noch einmal mit Nährstoffen versorgen, indem Sie ein passendes Substrat bzw. Düngemittel nutzen und die Erde der Pflanze so auffrischen.

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