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Der Garten im Oktober: Was jetzt zu tun ist!

Sitzbank im Garten
Der Oktober verspricht nochmal die große Ernte.

Im Monat Oktober kehrt der Herbst in voller Fülle in den Garten ein: Die Blätter verfärben sich und so werden grüne Farbwelten gegen warme Farbtöne ausgetauscht. Gleichzeitig werden die Temperaturen kühler und es wird Zeit, den Garten auf den Winter vorzubereiten. Die Überwinterung der Pflanzen sowie ein festes und witterungsbeständiges Winterquartier für die eigenen Gartenmöbel steht im Zentrum der Gartenarbeit im Oktober. Zudem findet in diesem Monat nochmal ein Wechsel im Beet statt: Erzeugnisse werden geerntet und neue gepflanzt. Was es im Oktober zu tun gibt, zeigen wir Ihnen.

1. Laub rechen

Laub wird mit Rechen zusammengeschoben
Das Laub werden Sie einige Male vom Boden entfernen müssen.

Die bunten Blätter, die es im Oktober zu bewundern gibt, verschönern sicherlich den eigenen Garten. Gleichwohl sind sie jedoch auch mit Aufwand verbunden. Im Oktober beginnen die Blätter von Bäumen und Hecken abzufallen und schmücken nun den Boden. Dort sollten Sie das Laub jedoch nicht liegen lassen, da es zum einen verhindert, dass der Boden ausreichend atmen kann und zum anderen zu Fäulnis führen kann. Rechen Sie das Laub also regelmäßig und schieben Sie es in Haufen zusammen. So lässt es sich einfacher entfernen. Eine Grünhecke ist unter anderem eine Möglichkeit, um schnell und einfach das Laub wegzuschaffen. Laub rechen ist jedoch keine einmalige Aufgabe im Oktober. Der Vorgang ist mehrere Male zu wiederholen, bis auch das letzte Laub von den Bäumen gefallen ist. Erst dann können Sie sich zur Ruhe setzen.

2. Kübelpflanzen winterfest unterbringen

Zwei Kübelpflanzen im Garten
Überdacht, aber doch am notwendigen Licht: So sollten Sie die Kübelpflanzen jetzt positionieren.

Für Kübelpflanzen wird es im Oktober langsam zu kalt im Außenbereich. Es ist an der Zeit, die Kübelpflanzen in ihr Winterquartier zu bringen, sofern dies im September noch nicht erfolgt ist. Sie können die Kübelpflanzen sowohl im Innenbereich der eigenen vier Wände oder in einem Schuppen bzw. einer Garage unterbringen. Wichtig ist, dass die Kübelpflanzen eine Lichtquelle haben. Andernfalls wird ihnen die Lebensgrundlage entzogen. Alternativ können Sie Kübelpflanzen auch mit einem Frostschutzmittel benetzen und luftdurchlässige Planen nutzen, um die Pflanzen auch im Außenbereich auf sinkende Temperaturen vorzubereiten.

3. Garten mit winterlichen Bepflanzungen verschönern

Viele Stiefmütterchen im Garten
Das Stiefmütterchen verhindert einen komplett kalt wirkenden Garten.

Der Garten kann im Winter schnell trostlos wirken, wenn die gesamten Farben aus dem Außenbereich schwinden. Das können Sie jedoch schnell und einfach verhindern. Kübel, Beete und den Balkonkasten können Sie mit winterlichen Bepflanzungen ausstatten und so für Farbkleckse sorgen. Hierzu eignen sich unter anderem Pflanzen wie Stiefmütterchen, Seggen, Christrosen, Besenheiden oder Federgras.

4. Regentonnen leeren

Regentonne mit Wasser und Blüten
Für Regentonnen braucht es einen guten Frostschutz.

Regentonnen sorgen das gesamte Jahr dafür, dass Sie ausreichend natürliches Gießwasser zur Verfügung haben, um den Außenbereich zu bewässern. Im Herbst wird der Garten jedoch sich selbst überlassen und die Regentonnen sollten entleert werden. Bei erhöhtem Frost könnte das Wasser in der Regentonne gefrieren. So wäre es zum einen unbrauchbar. Viel wichtiger ist aber, dass die Regentonnen durch den Frost auch platzen könnten. Wenn Sie die Regentonnen entleeren und den Deckel schließen, kann Ihnen das nicht passieren.

5. Löcher im Rasen auffüllen

Grüner Rasen neben Tisch mit Rasensamen
Qualitativ hochwertiger Rasensamen verhindert kahle Stellen auf dem Grün.

Über den Sommer bilden sich kahle Stellen im Rasen. Das ist unter anderem auf die Hitzeperioden und einer damit verbundenen zu geringen Wasserzufuhr verbunden. Gleichwohl können aber auch Unkraut, Tiere oder ein falsches Vertikutieren oder Rasenmähen Löcher im Rasen verursachen. Diese Löcher gilt es vor dem Wintereinbruch zu schließen. Sie können diese mit neuen Rasensamen im Oktober auffüllen. Hierfür sollten Sie ausreichend Samen von hoher Qualität nutzen und im Anschluss an die Aussaat die Rasenfläche ausgiebig bewässern.

6. Mulchen

Mulch in menschlicher Hand
Ausreichend Mulch schützt Rasen und Beete im Winter.

Beete sowie Rasenflächen können Sie im Oktober weiterhin mit Mulch bedecken. Beim Mulchen nutzen Sie unverrottetes, organisches Material. Mit diesem können Sie jetzt den Boden bedecken und so vor Frost und Kälte schützen. Wichtig ist, dass Sie eine dicke Schicht auftragen und mit dem Mulch nicht sparsam umgehen. Mit einer Schippe können Sie den Mulch besonders gut aufbringen. Das Mulchen hat eine Vielzahl von Vorteilen für den Garten im neuen Jahr: Die Schutzschicht sorgt nämlich dafür, dass sich Humus bildet und der Garten seltener gejätet und gegossen werden muss. Wenn Sie also jetzt den Mulch aufbringen, können Sie sich im nächsten Jahr über eine Arbeitsersparung freuen.

7. Rasen düngen

Dünger wird auf Rasen gestreut
Spätestens im Oktober ist es an der Zeit, den Rasen zu düngen.

Sollte dieser Schritt noch nicht im September erfolgt sein, ist es nun höchste Zeit, um Rasenflächen zu düngen. Die Düngung versorgt den Rasen mit notwendigen Nährstoffen, die dieser benötigt, um auch im nächsten Jahr wieder grüne robuste Halme hervorzubringen. Ein Langzeitdünger aus organischem Material bietet sich in diesem Zuge besonders an, da dieser den Rasen den gesamten Winter über mit Nährstoffen versorgt. Unter anderem eignet sich Kompost für die Düngung.

8. Erzeugnisse aufsammeln

Eichhörnchen mit Walnuss
Nicht nur wir Menschen haben Interesse an Walnüssen.

Der Garten im Oktober kann ganz schön holprig sein. In diesem Fall haben Sie wahrscheinlich einen Walnussbaum im Garten. Sobald Walnüsse reif sind, fallen sie auf den Boden. Ist die grüne Schutzschicht nicht mehr zu sehen und stattdessen die Schale der Walnuss sichtbar, sind diese erntereif. Die Walnüsse können Sie nun aufsammeln. Bestenfalls nehmen Sie hierfür zwei Eimer zur Hand: In den einen Eimer werfen Sie alle reifen Walnüsse und in den anderen Eimer die unreifen Nüsse, die durch Wind und Tiere zu Boden gestürzt sind. Liegenlassen sollten Sie die Walnüsse nämlich nicht. Den Rasen können Sie mit den harten Nüssen am Boden nämlich nicht mähen. Das würde die Gartenarbeit im Frühjahr nur unnötig erschweren.

Doch nicht nur Walnüsse fallen zu Boden. Auch Äpfel fallen auf den Boden, wenn sie reif sind und der Pflückzeitpunkt verpasst wurde. Auch dieses Obst sollten Sie direkt aufsammeln. Äpfel am Boden faulen schnell und ziehen Ungeziefer an. Umso schneller Sie die Äpfel vom Boden auflesen, desto besser. Auf den Boden gefallene Äpfel sind übrigens meist noch zum Verzehr geeignet, sofern diese nicht gefault oder mit einem Wurm durchzogen sind. Apfelmus oder Apfelkompott sind leckere Gerichte, die mit Fallobst besonders gut schmecken.

9. Obst und Gemüse ernten

Tomaten werden in Korb gelegt
Im Oktober gibt es nochmal einiges zu ernten.

Auch die letzten Beete bescheren Sie noch einmal im Oktober mit Ernteerzeugnissen. Unter anderem können Sie im Oktober noch Gurken, Pastinaken, Paprika, Grünkohl, Spinat oder Tomaten ernten. Natürlich sind auch im Oktober Kürbisse im Garten erntereif und können für Kürbisssuppen oder andere leckere Mahlzeiten verwertet werden.

Das geerntete Gemüse sollten Sie im Nachgang der Ernte nicht gleichbehandeln. Während Sie Äpfel und Walnüsse lieber an dunklen Orten einlagern sollten, ist es wichtig, Gemüsesorten wie Tomaten und Paprikas nach der Ernte abzuwaschen und kühl zu lagern. Sollten Tomaten noch nicht vollständig erntereif sein, können Sie diese dennoch abernten und anschließend auf einer Fensterbank positionieren. Die Sonne lässt diese noch weiter reifen.

10. Obst und Gemüse pflanzen

Paprika Pflanze im Garten
In Zukunft ungenutzte Stellen im Beet müssen ebenfalls behandelt werden.

Sind die Beete abgeerntet, können neue Erzeugnisse gepflanzt werden. Im Oktober ist Pflanzzeit für Wintersalat und Knoblauch. Den Wintersalat können Sie bestenfalls noch im selben Jahr genießen und verarbeiteten. Alle Stellen im Beet, die Sie nicht mehr nutzen, sollten Sie mit einem Frostschutz versehen, den Boden etwas auflockern und düngen. So fällt es im nächsten Jahr leichter, neue Pflanzen zu säen und auszubringen.

11. Im Oktober neue Pflanzen, Gehölze und Erzeugnisse pflanzen

Weißdorn Gehölze blüht
Gehölze entfaltet sich im Winter sehr stark.

Der Oktober ist Pflanzzeit. In den frisch geernteten Beeten können Sie Pflanzen aussäen, die Sie zwar in diesem Jahr nicht mehr ernten können, über welche Sie sich jedoch im nächsten Jahr freuen können. Die Aussaat für Rhabarber, Radieschen und Mangold beginnt beispielsweise im Oktober. Ebenfalls ist der Oktober die beste Zeit, um Zwiebelpflanzen zu pflanzen. Diese können Sie sowohl in Beeten als auch direkt in Rasenflächen einpflanzen – je nachdem, welchen Gartenstil Sie umsetzen. Besonders natürlich wirkt es, wenn auch auf Bodenflächen im nächsten Jahr verschiedene Pflanzen erblühen. Deutlich ordentlicher und minimalistischer wirkt es hingegen, wenn die Pflanzen nur in Beeten ausgesät werden. Tulpen und Narzissen können Sie jetzt schon ausbringen, um Sie im Frühjahr zu bewundern.

Im Oktober ist es weiterhin Zeit, um Gehölze zu pflanzen. Sie bilden im Winter feine Wurzeln und können so auf beste Weise in der kalten Jahreszeit heranwachsen. Der daraus entstehende Wurzelballen sorgt für Stabilität und einen kräftigen Wuchs. Düngen müssen Sie den Boden zunächst nicht. Gehölzer wachsen auch ohne Düngung gut heran. Wichtig ist lediglich, dass der Wurzelhals stets bedeckt ist.

12. Bäume auf den Winter vorbereiten

Schnee auf Blättern mit Obst
Die Sonne wirkt im Winter stärker, als viele denken.

Bäume verlieren im Herbst oftmals ihre Blätter und auch die letzten Ernteerzeugnisse befinden sich nun auf dem Boden. Nun können Sie den Bäumen beim Überwintern helfen. Das mach vor allem bei Obstbäumen Sinn, die noch relativ jung sind. Mit einem weißen Anstrich aus Kalk können Sie die Stämme des Baumes schützen, da dieser die Rinde des Baumes vor Frostschäden schützt. Sonne ist nämlich auch im Winter nicht zu unterschätzen. Durch den Schnee ist die UV-Strahlung teilweise besonders hoch und kann dazu führen, dass die Rinden einreißen. Weiße Farbe reflektiert die Sonnenstrahlung und funktioniert wie ein Spiegel. Es erreicht somit den Stamm nicht und schützt diesen vor Trockenheit und somit Rissen.

13. Bäume und Hecken zurückschneiden

Ast wird abgeschnitten
Auch beim Schneiden kommt es auf die richtige Technik an.

Im Herbst können Sie damit beginnen, Bäume und Hecken zurückzuschneiden. Wer dies noch nicht im September getan hat, kann dies nun im Oktober machen. Achten Sie beim Zurückschneiden darauf, dass Sie nicht zu viel kürzen. Zudem sollte die Heckenschere scharf sein und so einen klaren Schnitt ermöglichen. Bestenfalls schneiden Sie die Äste längs ab, sodass diese nicht gerade sind. So wachsen die Äste besser nach. Auch die Schnittgröße sollte beachtet werden. Im Herbst sollten Sie wirklich nur einen leichten Rückschnitt durchführen. Im Frühjahr darf es dann gerne etwas radikaler sein.

14. Stauden schneiden

Schmetterling auf Staude
Sobald Blüten bei Stauden austrocknen, sollten Sie handeln.

Nicht nur Bäume und Hecken freuen sich über einen Rückschnitt, sondern auch Stauden. Sobald die letzten Blüten abgefallen sind, sollten Sie diese zurückschneiden. Besonders gut ist es, wenn Sie die Stauden auch zwischendurch schneiden. Das heißt, dass Sie immer etwas zurückschneiden sollten, sobald wieder eine Blüte verwelkt ist. So haben Sie besonders lange Freude an den Stauden und sie haben die Möglichkeit, nochmals neue Blüten zu bilden. Spätestens nach der Blüte sollten Sie diese aber zurückschneiden, damit sich neue Blüten auch im nächsten Jahr wieder bilden.

15. Rosen pflanzen

Rose wird in Garten gepflanzt
Kompost schützt Ihre Rose vor dem Erfrieren.

Der Oktober ist die perfekte Zeit, um Rosen zu pflanzen. Beachten Sie bei der Bepflanzung, dass Rosen ausreichend Sonne benötigen und stark auf Nährstoffe angewiesen sind. In Ihrem Garten sollten Sie Rosen daher in besonders lichtdurchfluteten Bereichen einpflanzen und bestenfalls den Boden mit einem Langzeitdünger versehen. Damit die Rosen auch den Winter überstehen, sollten Sie als Düngemittel bestenfalls Kompost verwenden. Diesen können Sie direkt auf der Erde aufbringen. Er sorgt dafür, dass die Erde und somit auch die Pflanzen vor Frost geschützt sind. Gleichwohl versorgt er diese mit Nährstoffen.

16. Kompost erneuern

Menschliche Hand hält Kompost
Auch um den nicht sonderlich auffälligen Kompost muss man sich im Garten kümmern.

Den Kompost können Sie im Garten im Oktober erneuern. Hierzu sollten Sie den Kompost einmal neu schichten. Bestenfalls beginnen Sie damit, nachdem Sie den alten Kompost ausgebracht haben. Sie können diesen im gesamten Garten als Düngemittel nutzen. Den neuen Kompost können Sie nun schön und ordentlich schichten und bestenfalls an einem anderen Platz positionieren.

17. Gartenbewässerungsanlagen ausschalten und einlagern

Teich im Garten
Wird es eisig, sollten Sie einige Bestandteile ihrer Wasserspiele abschalten.

Zuletzt sollten Sie im Garten im Oktober noch alle Gartenbewässerungsanlagen ausschalten, die nicht dauerhaft laufen sollten. Hiermit sind beispielsweise kleine Wasserspiele und Springbrunnen gemeint. Die Elemente der Dekorationselemente sind oftmals nicht frostsicher und könnten durch den Kälteeinbruch beschädigt werden. Lagern Sie die einzelnen Elemente also gerne über den Winter ein.

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