12 Fehler bei der Gartenbewässerung und wie Sie diese vermeiden können

Gießen mit Gießkanne

Es gibt bei der Bewässerung der Gartenpflanzen viele Fehler, die Sie als Gärtner machen können. Die einen Pflanzen sind zu nass, die anderen sind schon fast vertrocknet. Sie können Fehler bei der Gartenbewässerung vermeiden, wenn Sie das richtige Maß finden. Diese Fehler können großen Schaden im Garten anrichten. Doch welche Pflanzen brauchen welche Wassermenge? Wie oft sollten Sie diese gießen? Wann ist der richtige Zeitpunkt, um die Pflanzen zu gießen? Welche Bedürfnisse haben die Pflanzen? In diesem Artikel möchten wir Ihnen alle wichtigen Punkte aufzeigen, damit Sie die Fehler bei der Gartenbewässerung nicht machen.

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Jede Pflanze gleich behandeln 

Pflanzen haben unterschiedliche Wasseransprüche. Diese hängen vom Standort und der Gattung der Pflanzen ab. Pflanzen an sonnigen Plätzen brauchen mehr Wasser als Pflanzen, die im Schatten stehen. Gerade frisch ausgesäte Pflanzen und auch besondere Arten brauchen viel mehr Wasser. Keimlinge brauchen beispielsweise mehr Wasser, damit sie ihre Wurzeln richtig ausbilden können.

Es gibt eine recht einfache Faustregel, die Sie anwenden können. Der Wasserbedarf einer Pflanze steigt, je größer die Blätter sind. Haben Sie mediterrane Pflanzen in Ihrem Garten, brauchen diese nicht viel Wasser. Diese sind es aus ihrer Heimat gewohnt, mit wenig Wasser auszukommen. Ebenso sollten südländische Kräuter wie Rosmarin und Thymian nicht zu oft gegossen werden. Warten Sie am besten, bis die Erde ausgetrocknet ist und gießen diese dann ausgiebig um Fehler bei der Gartenbewässerung zu vermeiden.

Zu viel Vorsorge kann schädlich sein

Sie können Ihre Pflanzen anhand Ihres Gießverhaltens erziehen. Statt Oleander, Rosen und andere Pflanzen durch häufiges Wässern zu verwöhnen, ist es sinnvoller, die Pflanzen immer erst zu gießen, wenn die Pflanzen schon so ausgelaugt sind, dass die Blätter beinahe hängen. Durch diese Art des Gießens werden die Pflanzen dazu gedrängt, lange und viele Wurzeln zu bilden. Somit werden die Pflanzen robust und können länger blühen.

Auch Rasen sollte nur ein- bis zweimal in der Woche gewässert werden. Pro Quadratmeter werden zehn bis 15 Liter Wasser empfohlen. Gräser unter Bäumen brauchen öfter Wasser, da sich auch die Bäume an dem vorhandenen Wasservorrat bedienen.

Zeitpunkt des Gießens

Möchten Sie morgens nicht stets früh aufstehen, dann kann ein automatisches Bewässerungssystem mit Zeitschaltuhr sehr nützlich sein. Die Pflanzen sollten zwischen drei und sechs Uhr morgens gegossen werden. Dies ist die beste Uhrzeit für durstige Pflanzen im Sommer.

Würden Sie Ihre Pflanzen abends gießen, wäre die Erde noch so aufgeladen von der Wärme, dass die Feuchtigkeit direkt verdampfen und die Erde diese nicht aufnehmen kann. Ebenfalls wäre es Wasserverschwendung, die Pflanzen zur Mittagszeit zu gießen. Die Feuchtigkeit würde nicht an die Wurzeln gelangen, sondern zuvor verdunstet sein. Zudem können die Pflanzen dann aufgrund der Hitze und des Wassers verbrennen. Ebenfalls kann durch das Gießen am Abend auch Schnecken angelockt werden und es drohen Pilzkrankheiten.

Fäulnis bei zu viel Nässe

Sind die Pflanzen zu nass, können die Wurzeln das Wasser nicht mehr aufnehmen, die Wurzeln erleiden einen Sauerstoffmangel, sterben ab und schlussendlich fängt die gesamte Pflanze zu faulen an. Ebenso kann dadurch ein Pilzbefall gefördert werden.

Es ist ein fataler Fehler, die Erde der Pflanze stets nass zu halten. Zwischenzeitlich müssen die Pflanzen auch einmal abtrocknen, sich erholen und das Wurzelwachstum fördern.

Rasensprenger für die Bewässerung

Rasensprenger

Ein Rasensprenger sollte nicht zum Wässern von Gehölzen, Stauden, Gemüsepflanzen und Hecken eingesetzt werden. Dieser eignet sich jedoch für größere freie Flächen. Es würde zu viel Wasser auf den Blättern gelangen und nicht an die Wurzeln. Auf den Blättern würde das Wasser verdunsten und es können Pilzkrankheiten auftreten, wenn es zu langsam trocknet. 

Gießen Sie Ihre Pflanzen lieber mit der Gießkanne oder dem Gartenschlauch. Hierbei ist jedoch der richtige Aufsatz wichtig, um Fehler bei der Gartenbewässerung zu vermeiden. 

Möchten Sie eine automatische Lösung für Ihre Bewässerung sollten Sie auf ein Tropfrohrsystem zurückgreifen. 

Topfpflanzen haben andere Ansprüche

Anders als Pflanzen in Beeten oder auch Büschen brauchen Topfpflanzen viel mehr Wasser. Sie haben weniger Erde, welche das Wasser speichern kann wie beispielsweise ein Beet. Besteht eine Hitzewelle, sollten Topfpflanzen regelmäßig gegossen werden. Es ist ebenfalls sinnvoll, die Topfpflanzen in Töpfen aus Kunststoff zu stellen, da sich diese weniger aufheizen als beispielsweise Terracotta-Kübel. 

Eine gute Möglichkeit sind Töpfe oder auch Blumenkästen mit einem eingebauten Bewässerungssystem. Ebenfalls können Füllstandanzeiger eine gute Hilfe sein, um den Wasserbedarf der Pflanze im Auge zu haben. Achten Sie darauf, dass die Töpfe Löcher haben, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann.

Es ist wichtig, die Topfpflanzen regelmäßig zu gießen, da durch das viele Gießen Nährstoffe aus der Erde gespült werden. Ein Hinweis auf Nährstoffmangel können gelbe Blätter sein. 

Tauchen ins Wasser kann die Lösung sein

Die Topfgröße spielt eine entscheidende Rolle bei Topfpflanzen. Sind diese dauerhaft zu nass, können die Wurzeln kaputtgehen. Sind die Pflanzen in kleinen Töpfen, ist ein vergießen unwahrscheinlicher. Jedoch müssen diese natürlich öfter Wasser bekommen. 

Ist Ihre Pflanze ein Starkwurzler, kann das Wasser kaum bis zu diesem Bereich vordringen. Für solche Topfpflanzen ist es sinnvoll, sie zu tauchen. Wenn Sie Ihre Pflanzen tauchen, müssen diese jedoch auch wieder trocknen können. 

Wie viel Wasser braucht welche Pflanze?

Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten. Es ist auch abhängig von der Witterung, Sonnenschein, der Blumenerde, dem Standort und vieles mehr. Eine Pflanze sollte regelmäßig und gründlich, jedoch nicht zu häufig gegossen werden, um Fehler bei der Gartenbewässerung zu vermeiden. Die Erde sollte vor dem nächsten Bewässern wieder etwas angetrocknet sein. 

Bei zu häufigen Wässern bilden die Pflanzen zu kurze Wurzeln und gehen nicht in die Tiefe. Dadurch werden sie bei Wassermangel viel schneller schlapp.

Die falsche Blumenerde

Damit die Pflanzen nicht im Wasser stehen, muss das gegossene Wasser auch wieder unten herauslaufen können. Dadurch werden jedoch auch Nährstoffe herausgespült. Gute Topfpflanzenerde sollte sich auch im trockenen Zustand nicht zu sehr zusammenziehen. 

Heiße Sommertage

Der Rasen sollte bei einer aufkommenden Hitzewelle nicht zu kurz geschnitten werden. Ebenso sollten Sie beim Mähen keinen Fangkorb verwenden. So kann der abgeschnittene Rasen als Mulch dienen, dem Rasen Feuchtigkeit spenden und den Rasen zudem auch vor dem Austrocknen schützen.

Auch, wenn es kräftig geregnet hat, wie beispielsweise nach einem Gewitter, sollten Sie noch einmal nachgießen. In den meisten Fällen wässert dieser nur die Oberfläche. Die Pflanzen absorbieren das Wasser aus der hohen Luftfeuchtigkeit deutlich besser. 

Automatische Bewässerung

Bewässerungsanlage

Eine Bewässerungsanlage ist für Menschen gut, die keine Zeit oder Nerven für eine manuelle Bewässerung haben. Die Feuchtigkeit gelangt direkt an die Pflanzen mithilfe einer Tröpfchenbewässerung. Diese wird mit einer Zeitschaltuhr mittels eines Computers gesteuert. Somit ist es dann kein Problem, die Pflanzen in der Nacht zu gießen. 

Es gibt ebenfalls Systems, die mit einem Sensor verbunden sind. Dieser musst die Bodenfeuchte, sodass die Pflanzen nicht überwässert wird. 

Zu viel Wasser erzeugt Moos

Sind die Pflanzen permanent nass, kann sich Pilz und auch Moos bilden. Ebenfalls werden zu viele Nährstoffe aus der Erde ausgespült. Wenn Rasen Nährstoffe fehlen, ist dies die perfekte Grundlage für die Moosbildung. 

Im Garten sollten die Pflanzen entweder früh morgens oder spät abends gegossen werden, da in dieser Zeit das wenigste Wasser verdunstet. Ebenfalls können die Pflanzen das kalte Wasser aus der Leitung dann wesentlich besser aushalten. Im Herbst sollten die Pflanzen jedoch nicht zu diesen Zeiten gegossen werden, da das Wasser dann Pilzerkrankungen fördern kann. So können Sie Fehler bei der Gartenbewässerung vermeiden.

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