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Die 11 häufigsten Fehler beim Gemüseanbau

Frau hält Kiste mit zahlreichen Gemüsesorten
Für eine erfolgreiche Ernte von Gemüse bedarf es ein wenig wissen. Wir zeigen Ihnen, welche Fehler Sie vermeiden sollten

Einen Gemüsegarten zu bewirtschaften ist eine erfüllende und tolle Aufgabe. Leider können Sie jedoch auch einige Fehler beim Gemüseanbau begehen. Gerade Anfänger im Bereich des Gartenanbaus machen unbeabsichtigt und ohne ihr Wissen viele Fehler. Oftmals kommt dann auch Frust auf und manch einer wirft dann auch die Flinte in Korn. Das muss jedoch nicht sein, wenn Sie diese Punkte beim Gemüseanbau beachten, um so Fehler zu vermeiden und dadurch eine satte Ernte zu erhalten.

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Zum falschen Zeitpunkt das Gemüse säen

Es ist natürlich verlockend, die Samen auszubringen, wenn die Sonne das erste Mal richtig herauskommt. Viele ziehen die Samen in der Wohnung oder dem Haus schon einmal vor, damit die Samen dann endlich ausgebracht werden können, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist. Sie verlieren oft jedoch ihre Kraft, wenn sie im Warmen vorgezogen werden.

Schauen Sie bei den Samentütchen auf die Rückseite, um herauszufinden, wann der perfekte Zeitpunkt für die Aussaat für die kleinen Pflänzchen ist.

Eine zu dichte Bepflanzung

Sobald es an der Zeit ist, die Samen auszusäen, wollen viele Gärtner die freien Flächen bis in den letzten Winkel bepflanzen. Wenn dann das erste Mal geerntet wird, werden keine neuen Samen ausgebracht. Somit haben Sie nach kurzer Zeit kein frisches Gemüse mehr. Es ist sinnvoller, die Samen nach und nach auszusäen. Salat sollte beispielsweise in einem Abstand von vier Wochen ausgesät und nachgesät werden. 

Ein Aussaatkalender ist hilfreich, um den Überblick zu behalten. Dadurch lassen sich auch die besten Zeitfenster für jede Pflanzenart finden. Somit können Sie Fehler beim Gemüseanbau vermeiden.

Zu viele Sorten an einem Ort 

Zu viele Sorten im Garten können nicht nur ein Segen, sondern auch ein Fluch darstellen. Viele Menschen unterschätzen den täglichen Arbeitsaufwand im eigenen Garten. Nutzen Sie als Anfänger nicht die gesamte Fläche, die Ihnen zur Verfügung stehen. Es ist sinnvoll, mit zwischen acht und zehn Gemüsesorten zu beginnen. Je geübter Sie sind, desto mehr Pflanzen können Sie im kommenden Jahr anbauen.

Gemüsesorten, die für Anfänger geeignet sind:

  • Spinat
  • Radieschen
  • Busch-Bohnen
  • Topinambur
  • Zucchini
  • Zwiebeln
  • Salat
  • Kürbis
  • Kohlrabi
  • Erbsen

Der falsche Nachbar

Überlegen Sie sich gut, welche Gemüsesorten Sie nebeneinander pflanzen. Tomaten und Erbsen vertragen sich nicht, denn sie beschneiden sich in ihrem Wachstum. Es gibt jedoch auch Pflanzen, die sich wiederum gemeinsam unterstützen und auch Schädlinge fernhalten. Es gibt auch viele Blumenarten, die im Gemüsebeet einen sehr bedeuteten Dienst ausrichten.

Achten Sie beim Bepflanzen darauf, dass die Pflanzen unterschiedliche Bedürfnisse von Nährstoffen, verschiedene Längen der Wurzeln und auch Höhen der Pflanzen aufweisen. Wenn Sie diese Punkte im Hinterkopf haben, können Sie Fehler beim Gemüseanbau sehr gut vermeiden.

Düngen – aber richtig

Sowohl der falsche Zeitpunkt wie auch das ungeeignete Düngemittel ist einer der häufigsten Fehler beim Gemüseanbau. Tomaten brauchen Stickstoff, damit die Früchte wachsen können. Auf das Wachstum der Pflanze und Früchte können sich zu viele Nährstoffe negativ auf das Wachstum auswirken.

Düngemittel können für die Pflanzen ein Wachstumsbooster sein. Diese sind jedoch von Pflanze zu Pflanze unterschiedlich. Tomaten benötigen beispielsweise ein anderes Düngemittel als Salat. 

Der richtige Abstand zwischen den Pflanzen

Junge Pflanzen wirken zu Beginn ihres Wachstums noch klein und schmächtig. Doch im Laufe der Zeit können Sie eine stattliche Größe erreichen. Ein zu geringer Abstand wirkt sich oftmals negativ auf die Pflanzen, den Wachstum und den Ertrag aus. Daher sollten Sie sich an den angegebenen Pflanzenabstand auf der Packung der Sämereien halten oder diesen recherchieren. 

Dichter ausgesät werden kann Blattgemüse wie Mangold, Salat und Spinat, da diese Gemüsesorten zu einem dichten Teppich heranwächst und ergibt eine große und ergiebige Ernte.

Keine Einfassung um die Beete

Die Beete sollten eine gute Breite aufweisen. In der Mitte einiger Beete sollte Platz sein, damit Sie diese mühelos versorgen können. Haben Sie dies nicht, kann es zur Herausforderung werden, Unkraut zu jäten, zu ernten oder auch zu bepflanzen. Die Länge der Beete ist dabei zweitrangig. Maximal sollte ein Beet 130 cm Beet sein, um von beiden Seiten gut erreichbar zu sein.

Die Beete sollten Sie voneinander deutlich abgrenzen, damit sie sich nicht mit anderen Pflanzen oder auch Unkraut vermischen können. Es ist dabei nur schwer, die aufkommenden Schädlinge zu bekämpfen. Beim Regen kann auch Erde aus dem Beet ausgespült werden.

Die Begrenzung der Beete sollte ca. 20 cm tief eingegraben werden. Diese kann aus unterschiedlichen Material bestehen wie Beton, Holz oder auch Weidezaun sein. Dies ist abhängig vom Geschmack und dem eigenen Budget.

Den Boden richtig einschätzen

Wird ein Beet neu angelegt, ist die Beschaffenheit des Bodens in den wenigsten Fällen perfekt. In die Erde sollte im Frühjahr reifer Kompost in die Erde eingearbeitet werden, um die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens zu erhöhen. 

Der Boden sollte feucht sein, damit auch Keimlinge an die Oberfläche kommen, die sehr zart sind. Eine Bodenanalyse kann helfen, um die besten Bedingungen für die Pflanzen zu schaffen. Dadurch können Sie den Boden verbessern und bearbeiten. 

Gemüsebeet
Achten Sie beim Gemüseanbau darauf, dass zwischen den einzelnen Pflanzen ausreichend Platz zum Wachsen vorhanden ist.

Der richtige Zeitpunkt für die Ernte

Die Ernte zu vergessen ist nicht selten ein Fehler beim Gemüseanbau, denn oftmals wissen Sie als Anfänger gar nicht, wann der richtige Erntezeitpunkt ist. Es gibt viele Gemüsesorten, bei denen die Ernte in noch einem sehr jungen Zustand erfolgen soll, da diese in diesem Zustand noch sehr schmackhaft sind. Viele Salatsorten entwickeln Bitterstoffe, wenn sie zu spät geerntet werden. Holzig und zäh werden Bohnen und einen Einfluss auf die Haltbarkeit besteht bei Knoblauch, Kürbis und Zwiebeln.

Der falsche Standort

Ein Beet muss mit Umsicht ausgesucht werden für die angedachten Pflanzen. Es ist nicht mehr einfach möglich, den Standort zu ändern, wenn die Pflanzen einmal eingepflanzt sind. Wichtig für die zukünftigen Pflanzen sind die Sonnenstunden. Auch wenn es sich um Halbschattengewächse handelt, jede Pflanze ist auf mehrere Sonnenstunden täglich angewiesen. Zudem bekommen die Früchte oftmals erst durch die Sonne ihren aromatischen Geschmack.

Gerade Salate benötigen genügend Sonnenlicht. Bekommt das Gemüse nicht genügend Sonnenlicht ab, lagert dieser Nitrate ein, die für die Gesundheit der Menschen schädlich sind. Doch nicht nur Sonnenlicht ist für die Pflanzen und die Beete essenziell. Auch diese Fakten sich wichtig für gesunde, gut gedeihende Pflanzen:

  • Legen Sie die Beete so nah wie möglich am Haus an
  • Die Lage sollte entweder eben oder in leichter Handlage in südlicher Richtung sein
  • Der Standort sollte windgeschützt sein
  • Die Beete sollten mit ausreichend Wasser versorgt werden können
  • Die Bodenbeschaffenheit sollte gut sein

Zu wenig Wasser

Beim Auspflanzen und während der Ausbildung der Pflanzen und Früchte sind diese sehr durstig und brauchen sehr viel Wasser. Ein oberflächliches Wässern sollten Sie vermeiden, um Fehler beim Gemüseanbau zu vermeiden, denn die Wurzeln bekommen kein Wasser ab. Daher sollten die Pflanzen nur alle zwei bis drei Tage und nicht täglich gegossen werden. Wässern Sie Ihre Pflanzen dafür gründlich.

Es gibt jedoch auch Sorten der Pflanzen, die deutlich mehr Wasser brauchen wie der Durchschnitt. Daher ist es wichtig, ihnen genügend Wasser zur Verfügung zu stellen, damit die Pflanzen versorgt werden. 

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