Startseite Pflanzen 15 Fehler beim Sommerblumen aussäen und wie Sie diese vermeiden können

15 Fehler beim Sommerblumen aussäen und wie Sie diese vermeiden können

Sommerblumenwiese
Für eine prachtvolle Sommerblumenwiese bedarf es einer Keimung der Blumen unter Optimalbedinungen.

Vielen Hobbygärtnern juckt es in den Fingern, sobald die ersten Sonnenstrahlen zu sehen sind, die ersten Sommerblumen auszusäen. Ab Juni können die tollen Blüten bewundert werden. Sehr viele Sommerblumen sind einjährige Pflanzen und müssen daher jedes Jahr neu ausgesät werden. Jedoch müssen dabei einige Dinge beachtet werden, damit die Blumen auch schön angehen und blühen. Doch es gibt auch Fehler beim Sommerblumen aussäen, die Sie vermeiden sollten, um einen schönen Garten und eine Blumenpracht zu haben. 

1. Zu wenig Licht

Jungpflanzen brauchen viel Licht, am besten ist Tageslicht geeignet. Dies sorgt dafür, dass die Pflanzen die Keimungs- und Wachstumsphase durchlaufen. Ist zu dieser Zeit zu wenig Sonne vorhanden, können Sie auf eine spezielle Pflanzenlampe zurückgreifen. Als Lichtquelle eignen sich Leuchtstoffröhren sehr gut für die Nachzucht. Ein Timer ist dabei eine gute Hilfe, denn idealerweise bekommen die Pflanzen zwischen zwölf und 16 Stunden Licht täglich.

2. Lichtkeimer und Dunkelkeimer

Einige Samen wachsen in der Erde, andere dürfen nur leicht angedrückt auf der Erde liegen. Die erste Sorte sind Dunkelkeimer, die andere Lichtkeimer. Dunkelkeimer muss mit Erde abgedeckt werden, um keimen zu können, Lichtkeimer keimen eben, wie der Name es angibt, bei Licht. Auf der Rückseite der Samenpackung ist verzeichnet, um welche Sorte es sich handelt. 

3. Zu früh ausgesäte Samen

Es ist nicht nur von der Jahreszeit, sondern auch vom Bedürfnis der Pflanzenart und Sorte sowie dem Wetter abhängig, ob Fehler beim Sommerblumen aussäen entstehen oder nicht. Im April kann bei mildem Klima bereits mit der Aussaat begonnen, in anderen Gebieten sollte damit bis nach den Eisheiligen im Mai gewartet werden.

Die Wettervorhersage ist hierbei immer ein guter Ratgeber. Spätfrost ist für die jungen Pflanzen leider oftmals ein Todesurteil. Ab März können Sommerblumen im Haus vorgezogen werden. Die Pflanzen sind bereits kräftiger im Wuchs, wenn sie im April / Mai ins Beet ausziehen. 

4. Beschriftung der Samen wegwerfen

Oftmals packt man sich Saatgut aus dem eigenen Garten zur Seite, da man diese dann im kommenden Sommer noch nutzen möchte. Doch man vergisst diese zu beschriften und so entstehen Fehler beim Sommerblumen aussäen. Im Laufe der Zeit sammeln sich viele der Tütchen an und es lässt sich nicht mehr auseinanderhalten, in welcher Tüte was war und welche Bedingungen für die Pflanzen geschaffen werden müssen.

Beschriften Sie die Tütchen unbedingt, bevor Sie dies dann verwahren. Eine spätere Anzucht wird ohne Beschriftung ein Abenteuer. 

Violette Sommerblumen auf einer Wiese
Damit Sie auch in Folgejahren wissen, welche Blumen auf der Wiese sprießen, sollten Sie sich die Beschriftungen aufheben.

5. Samen zu tief eingepflanzt

Jede Sorte von Blumen hat individuelle Ansprüche an den Standort, damit diese perfekt keimen können. Die Tiefe, in der die Samen eingepflanzt werden sollten, steht auf jeder Blumenpackung. Einige Samen werden leicht in die Erde gegeben, andere werden bis zu zwei Zentimeter tief in die Erde gesteckt. Die Samen keimen nicht richtig, wenn sie zu tief in der Erde liegen und können sogar austrocknen, wenn die Samen zu flach eingepflanzt sind. 

6. Zu trockene oder zu feuchte Erde

Samen brauchen immer eine gute Wasserversorgung, gerade in der Phase der Keimung. Das Saatgut muss in jedem Fall gut angegossen werden, um Fehler beim Sommerblumen aussäen zu vermeiden. Damit die Samen nicht wegschwimmen, sollte dies vorsichtig geschehen. Dafür eignet sich eine Gießkanne mit feiner Brause. Im Anzuchtkasten sollte die Erde mit der Sprühflasche angefeuchtet werden. Dadurch trocknet die Erde nicht aus und das Saatgut bleibt an Ort und Stelle. Vollkommen durchnässt sein sollten die Böden jedoch nicht, da diese sonst schimmeln können. 

7. Zu viele Keimlinge auf einem Fleck

Im Laufe der Zeit wird der Topf oder das Gefäß, in denen die Samen angezogen wurden, zu klein. Es gibt zwei Methoden, die Sie nun anwenden können: entweder Sie entfernen die schwachen Pflanzen oder Sie pikieren die jungen Pflanzen. Pikieren bedeutet sie zu vereinzeln. Diese werden dann mit einer Hilfe einzeln samt dem Wurzelwerk entnommen und in einen einzelnen, größeren Topf umgepflanzt. 

8. Aussaat bei falscher Temperatur

Einige Keimlinge mögen Wärme, andere Kälte. Kaltkeimer sind Pflanzen, die aus kalten Regionen kommen und brauchen eine Temperatur von minus vier bis plus vier Grad, um keimen zu können. 

9. Zu früh ins Außenbeet gesetzt

Viele einjährige Pflanzen vertragen keinen Frost. Diese sollten erst ausgepflanzt werden, wenn keiner mehr zu befürchten ist. Denn dies ist oftmals ein bekannter Fehler beim Sommerblumen aussäen. Es ist wichtig, die Pflanzen erst an die frische Luft zu bringen, wenn wirklich kein Frost mehr zu befürchten ist. Ansonsten kann es geschehen, dass die Pflanzen den Ausflug nicht überleben. 

10. Fehler beim Sommerblumen aussäen: Schimmel

Viele Hobbygärtner ziehen ihre Samen in einem Zimmergewächshaus vor. Darin herrscht eine konstante Feuchtigkeit und die Samen müssen deutlich weniger gegossen werden. Jedoch kann sich in diesem Gehäuse auch sehr schnell Schimmel bilden. Es ist sinnvoller, länger auf die Keimung zu warten, dafür jedoch den Deckel abzulassen. Denn das feucht-warme Klima ist optimaler Nährboden für Schimmel. Möchten Sie trotzdem mit Deckel arbeiten, sollten dies zweimal am Tag gelüftet werden. 

Gänseblümchen auf einer Wiese
Für ein gutes Gedeihen der Sommerblumen sollten Sie den Blumen ausreichend Nährstoffe zuführen.

11. Zu wenig Nährstoffe 

Oftmals befinden sich in Anzuchterde recht wenig Nährstoffe. Dies ist auch richtig, denn kleine Pflanzen brauchen nicht viel. Der Nährstoffbereich wächst jedoch mit jedem Zentimeter, den die Pflanze wächst. Daher sollten die Pflänzchen in andere Töpfchen und Erde umtopfen oder diese regelmäßig düngen. Die Menge des Düngens ist jedoch davon abhängig, wie gut die Erde ist und wie groß die Pflanzen sind. 

12. Abgelaufene Samen verwenden

Es handelt sich bei Samen für Sommerblumen um ein Naturprodukt, daher haben diese auch wie andere Lebensmittel eine begrenzte Lebensdauer. Im Laufe der Zeit nimmt die Keimfähigkeit der Samen ab. Um etwa 10 % sinkt die Keimfähigkeit nach dem dritten Jahr. Auf den Samentüten ist ein Mindesthaltbarkeitsdatum vermerkt. Doch auch die Haltbarkeit lässt sich durch die Lagerung beeinflussen. Die Samen sollten am besten trocken und bei kühlen Temperaturen lagern. Starke Hitze und Minusgrade beeinflussen die Keimfähigkeit erheblich. Optimalerweise sollten die Samen in dem Jahr verbraucht werden, in dem sie gekauft wurden. 

13. Minderwertiges Saatgut

Gutes Saatgut kann Fehler verzeihen. Schlechtes wiederum kaum. Dies ist oftmals ein weiterer Fehler beim Sommerblumen aussäen. Saatgut hat keine spezielle Ummantelung. Daher kann sie auch nicht gegen Wetter geschützt werden. Saatgut aus dem Discounter enthält oftmals minderwertige Samen. 

14. Lücken auf der Blumenwiese

Um eine Blumenwiese anzulegen, bieten sich ein- bis zweijährige Sommerblumen an. Auf diesen Blumenwiesen sind oft Malven, Zinnien, Strohblumen, Seidenmohn, rote Lein, Sonnenblumen und Schleifenblumen vertreten. Die Pflanzen sollten nach Blutdauer, Aufwuchshöhe und der Blütezeit ausgewählt werden. Die Mischung sollte jedoch immer wieder während der Blühphase nachgesät werden, damit Lücken in der Blumenwiese verschlossen werden. 

15. Verluste sind nicht einkalkuliert

Pro Quadratmeter Boden sollten fünf bis zehn Gramm Samen ausgesät werden. Zu dicht und oberflächlich sollte die Saat nicht ausgesät werden, denn die Samen können so nicht zu kräftigen Pflanzen heranwachsen. 

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