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Garagentor passend zum Garten gestalten

Ein schöner Garten verdient eine optisch ansprechende Garage. Besonderer Blickfang ist da das Garagentor. Immerhin macht das Torblatt im Schnitt 5 m² Fläche aus. Wie also lässt sich eine solche große Fläche sinnvoll gestalten?

Verschiedene Möglichkeiten sind hier denkbar. Auf welche Methode die meisten wohl als Erstes kommen werden, ist das Streichen. Zu beachten ist nur, dass die Lacke und Farben für den Außenbereich geeignet sein sollten. Denn sie geben dem Tor nicht nur eine neue Frische, sondern schützen auch die Oberfläche.

Farbe aufs Blatt

Was sich an Farbtönen anbietet, hängt vom Gartenstil ab. Für japanische Gärten könnte zum Beispiel ein schönes Rot zum Tragen kommen, ähnlich den Torii der berühmten Kultstätten. Für Steingärten könnte sich ein helles Grau oder ein Weißton eignen. Für den Naturgarten empfiehlt sich Grün oder Braun. Die Wahl ist da ganz Ihnen überlassen.

Haben Sie sich mehr vorgestellt als nur einen neuen Anstrich, können Sie sich auch an geometrischen oder Fantasie-Figuren versuchen. Schablonen mit den gewünschten Motiven können helfen, das Garagentor nach den eigenen Wünschen zu verzieren. Schablonen geben beim Streichen Sicherheit und bewahren das Tor vor unschönen Farbunfällen. Zum spontanen Selbermachen eignen sich stärkere Bastelpappe, Bleistift, Radiergummi und Cutter. Fertigschablonen können neben einer Kartonage aus Kunststoff bestehen, die sich für eine Neuverwendung mit einem Tuch reinigen lässt. Erstellen Sie individuell eine Schablone, kaufen Sie die gewünschte Fertigschablone oder lassen Sie sie erstellen und nutzen Sie sie für den neuen Look Ihres Garagentores.

Planken als Deko

Garagentor mit Holzplanken
Garagentor mit Holzplanken

Statt das Tor neu zu streichen, können Sie es auch verkleiden. Das geht zum Beispiel mit Planken. Bei diesem Projekt ist handwerkliches Geschick gefordert, denn die Elemente müssen an das Tor montiert werden.

Dazu sollten Sie das zusätzliche Gewicht, das das Torblatt durch die Verkleidung erhält, ebenfalls berücksichtigen. Insbesondere empfiehlt sich das genaue Rechnen, wenn Ihr Tor an einem Garagentorantrieb hängt. Die Mehrbelastung kann den Antrieb schädigen. Nach der Beplankung sind zudem neue Krafteinstellungen und eine Probefahrt erforderlich.

Das heißt: Der Antrieb wird auf Werkseinstellungen zurückgesetzt und neu eingelernt. Aber auch bei einem manuell zu öffnenden Tor sollten Sie die Maximalbelastbarkeit der Tormechanik kennen. Federn, Laufschienen, Laufrollen und andere Verschleißteile sind daher am besten noch mal zu prüfen. Die Torfedern müssen außerdem neu eingestellt werden.

Neben dem Gewicht sollten Sie die Höhe bzw. die Stärke der Verkleidung nicht außer Acht lassen. Besonders bei Torarten wie einem Schwingtor oder einem Kipptor ist ein Mindestabstand zwischen Torblatt und Sturz einzuhalten. Es wäre unpraktisch, wenn das verschönte Torblatt beim Hochfahren in der Toröffnung stecken bleibt. Der Hersteller Hörmann bietet derzeit insgesamt sieben Torantriebe an, die alle eine unterschiedliche Kraft besitzen und nicht jedes Torgewicht tragen können. Damit Sie sich einen ersten Überblick verschaffen können, haben wir einen Vergleich erstellt. Weitere Angaben und Details können Sie der Quelle entnehmen.

 EcoStar 500EcoStar 700EcoStar 800PromaticPromatic AkkuSupramatic ESupramatic P
Spitzenkraft in N5007008007504008001000
TorgewichtLeichtMittelSchwerMittelLeichtMittelSchwer

Als Material für eine Beplankung kommt alles infrage, was Sie sich vorstellen, seien es Alu- oder Holzleisten oder Kunststoff-Elemente. Beachten Sie jedoch, dass dunkle Töne im Sommer das Torblatt erhitzen können. Helle Töne sind daher empfehlenswert, wenn Ihr Tor nach Süden ausgerichtet ist. Im Idealfall sorgen Sie bei Ihrem neu zu verkleidenden Torblatt für eine Schalung, in welche die Planken bei der Montage eingesetzt werden.

Haben Sie Gefallen an einem beplankten Tor gefunden, Ihnen ist aber das Risiko beim Beplanken eines alten Tores zu hoch und ein neues ist ohnehin geplant, lässt sich auch ein Modell zum Selbstbeplanken kaufen. Torhersteller bieten des Öfteren Modelle an, die Sie individuell beplanken können. Das weiter oben verwendete Bild zeigt ein solches Tor. Das Schwingtor mit vorgefertigtem Stahlrahmen wurde nachträglich mit Holzplanken ausgestattet.

Folie fürs Garagentor

Weniger handwerkliches Geschick als vielmehr Geduld und Präzision ist beim Aufbringen der Garagentor-Folie empfehlenswert. Folieren ist hier nicht im klassischen Sinne gemeint. Denn die Folie wird nicht unmittelbar auf das Torblatt geklebt. Tatsächlich ist hier ein Mittel für diesen Prozess gefragt, und zwar ein Klettband. Die Klettstreifen-Methode hat den einfachen Vorteil, dass Sie die Folie zugunsten einer neuen auch wieder austauschen können.

Torfolien lassen sich kaufen und auf ein vorhandenes Torblatt aufsetzen. Sie sind für den Außenbereich gefertigt worden. Interessant ist hier noch der Faktor: UV-Schutz. UV-Schutz ist relevant, damit die Farbe auf der Folie frisch bleibt und nicht nach kurzer Zeit ausbleicht.

Je nach zu beklebendem Tor gibt es zwei Methoden. Am einfachsten zu bekleben ist das Schwingtor. Sein starres und durchgehendes Torblatt ist eine stabile Fläche fürs Folieren. Etwas komplizierter wird es beim Sektionaltor. Im Gegensatz zum Schwingtor besitzt ein Sektionaltor kein durchgehendes Torblatt. Die Folie wird daher zunächst passend zu den einzelnen Sektionen in Streifen geschnitten. Messen Sie dazu die Fläche jeder Sektion ganz genau aus. Anschließend nutzen Sie die Maße, um die Folie zuzuschneiden.

In den allermeisten Fällen liegt ein selbstklebendes Klettband bei. Ein Klettband besteht aus zwei Bestandteilen: einer weichen Fläche und einer mit winzigen Widerhaken.

  1. Drücken Sie die weiche Fläche auf die raue, verhaken sich die einzelnen Elemente ineinander, sodass sie sich nur mit einem Ruck wieder voneinander lösen.
  2. Das Band mit der weichen Seite kleben Sie auf die Folie.
  3. Das Band mit den Widerhaken befestigen Sie am Torblatt.
  4. Drücken Sie nun die Folie an das Torblatt an, bleibt diese an den behandelten Stellen haften.

Da die einzige Halterung für die Folie der Klettstreifen darstellt, ist es empfehlenswert, nicht unbedingt das der Folie beigelegte Klettband zu nutzen, sondern eines, das qualitativ hochwertig ist und auch Jahre später noch bestellbar sein dürfte.

Motive für die Folien sind so zahlreich, dass hier nur Beispiele genannt werden können. Beliebt sind bei diesen 2D-Bildern vor allem solche mit 3D-Optik, seien es Tordurchgänge, Dschungel und andere Landschaften oder der Ferrari, ein Esel oder die Jacht in der aufgemalten Garage. Auch Wald- und Wiesen-Themen sind möglich, passend für die heimischen Gärten.

Wandtattoo für den Außenbereich

Direkt aufgeklebt werden stattdessen Wandtattoos. Diese Verzierungen finden sich nicht nur in der Wohnung. Sind sie wetterfest, können sie Wände, Türen, Tore im Außenbereich dekorieren. Wetterfest sind sie, wenn sie die Eigenschaften mitbringen, die schon von den Folien bekannt sind. In erster Linie sollten sie und ihre Klebeflächen wasserfest sein. Ein Nachteil dieser Outdoor-Tattoos ist das Aufbringen und das Entfernen. Während bei den Torfolien lediglich auf die Klebeflächen der Klettstreifen zu achten ist, muss beim Wandtattoo jeder Millimeter berücksichtigt werden. Da die Tattoos in der Regel nicht die ganze Wand, Tür oder das komplette Torblatt füllen, hält sich der Aufwand je nach Motiv in Grenzen. Im Gegensatz zu den großflächigen Folien haben die Outdoor-Tattoos aufgrund der geringen Größe den Vorteil, an jedem starren bzw. einteiligen Torblatt angebracht zu werden. Sie sind somit auch geeignet für Flügeltore – neben den Haus- und Nebentüren. Schwingtore können ebenfalls wie bei einer Wand mit ihnen verziert werden.

Bei Sektional- und insbesondere bei Rolltoren ist allerdings Fingerspitzengefühl gefragt. Eine Möglichkeit wäre, das Tattoo im Ganzen aufzukleben, wenn das Tor geschlossen, das Torblatt also komplett zu sehen ist. Anschließend könnte mit einem scharfen Cutter vorsichtig entlang der Übergänge der einzelnen Sektionen bzw. Lamellen geschnitten werden. Wichtig ist nur, dass im Torbetrieb die Bewegungen der Torglieder durch das Tattoo nicht behindert werden – und Sie nicht aus Versehen in sie hineinschneiden. Eine andere Möglichkeit: Sie messen die Bereiche auf den Torgliedern exakt aus, wo das Tattoo im einzelnen zu setzen ist. Anschließend schneiden Sie das Motiv auf einer Arbeitsplatte zu, bevor Sie die durch das Schneiden gewonnenen Teile schließlich auf das Torblatt aufkleben.

Motive wie verteilte Blüten, fliegende Vögel oder ein weit verzweigter Baum lassen das Torblatt gleich viel harmonischer wirken. Achten sollten Sie jedoch auf die Anwendbarkeit. So kann es sein, dass die Klebeflächen mit dem zuvor aufgetragenen Anstrich nicht kompatibel sind. Im Zweifel fragen Sie vor dem Kauf nach und halten Sie im Idealfall die Daten Ihres verwendeten Torlacks oder der genutzten Torfarbe bereit.

Garage einbeziehen

Garagentor mit Rankpflanzen
Rankpflanzen um ein Garagentor

Lässt sich das Torblatt mit naturnahen Motiven und Farben anpassen, funktioniert das auch mit der Garage selbst. Hier können Sie wieder zum Farbeimer greifen. Sie können aber auch die Garage in Ihren Garten einbeziehen. Lassen Sie beispielsweise aus einem Blumenkasten heraus Kletterpflanzen an der Garagenwand wachsen und machen Sie aus dem Dach Ihres Autoheims ein Gründach. Das wirkt sich nicht nur auf die Optik aus, sondern hat zudem den angenehmen Nebeneffekt, die Garage zu kühlen. Um eine Wand zu begrünen, empfiehlt sich die Kombination aus Schlinger und Rankhilfe. Echte Kletterpflanzen bilden Haftwurzeln aus, um an Wänden hinaufzuwachsen. Dadurch können Schäden an der Fassade entstehen. Denken Sie nur an Efeu. Schlingpflanzen hingegen bilden keine Haftwurzeln aus, benötigen aber eine Kletterhilfe, um nach oben zu wachsen. Setzen Sie daher einen Schlinger in einen Pflanzkasten an die Garagenwand und stecken Sie in den Kasten ein passendes Spalier als Rankhilfe.

Kletterpflanze
Um eine Wand zu begrünen, empfiehlt sich die Kombination aus Schlinger und Rankhilfe

Ein Gründach lässt sich am besten mit einem Pultdach realisieren. Der Untergrund sollte das Dach vor dem Durchwurzeln schützen. Wurzelfolie ist daher zwingend empfehlenswert. Die Pflanzen werden harte Bedingungen aushalten müssen. Ungeschützt auf dem Dach sind sie scharfem Wind, Direktbestrahlung durch die Sonne und jeder Art von Niederschlägen ausgesetzt. Hinzu kommt, dass ein Gründach nicht bewässert wird. Die Pflanzen müssen mit dem auskommen, was die wenigen Zentimeter Erde an Wasser und Nährstoffen speichern kann. Sedumpflanzen und heimische Kräuter sind daher die besten Kandidaten für ein Gründach. Sie kommen auch in kargen Böden zurecht.

Neben dem Torblatt lässt sich somit die komplette Garage dem Gartenstil anpassen. Bei der Umsetzung ist vor allem beim Torblatt auf relevante Werte wie das Torblattgewicht zu achten und bei der Garage auf die Verminderung oder Vermeidung von Schäden in der Bausubstanz. Berücksichtigen Sie diese, sind der individuellen Gestaltung Ihrer Garage kaum Grenzen gesetzt.

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