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Gartensauna – Was gibt es zu beachten?

Eine eigene Gartensauna ist eine wunderschöne Bereicherung für jeden Garten

Naturnahes Saunen liegt im Trend und unterliegt zunehmender Beliebtheit. Für den Bau einer Gartensauna gibt es Modelle in unterschiedlichen Größen und Ausführungen. Vorbild ist die „Finnische Variante“. In ihr ist das Schwitzen und Abkühlung im eigenen Garten und ohne fremde Mitbenutzer möglich. Für den Bau benötigen Sie neben dem Platz auch etwas finanzielle Möglichkeiten. Aber bei regelmäßiger Anwendung lohnt sich die Gartensauna und sie kommt deutlich preiswerter als eine öffentliche Anlage.

Die passende Sauna für den eigenen Garten gibt es auf Wellness4me.

Gartensauna: Nur mit Baugenehmigung!

Für den Bau einer Gartensauna ist meist eine Baugenehmigung notwendig. In unserem Beitrag erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen.

Wie bei allen größeren Baumaßnahmen brauchen Sie auch für eine Gartensauna eventuell eine behördliche Genehmigung. Bevor Sie also mit Ihrem Projekt beginnen, sollten Sie sich bei dem zuständigen Bauamt genau über die Vorgaben informieren.

Alle Saunenarten zählen rechtlich zu den Aufenthaltsräumen und sogar Feuerstätten. Eine Außensauna gilt als Gartenhaus und unterliegt somit dem Baurecht des jeweiligen Bundeslandes. Sie können die Schwitzhütte bis zu einem bestimmten Raumvolumen errichten, ohne sich nicht mit dem Bauamt auseinandersetzen zu müssen. Überschreiten Sie das Volumen und besitzen keine Genehmigung, drohen Ihnen hohe Geldstrafen oder Sie müssen die Gartensauna wieder entfernen.

Einen großen Ratgeber zum Thema Baugenehmigung für Aufbauten im Garten haben wir hier für Sie verfasst.

Die Baugenehmigung benennt folgende Vorgaben:

  • Bei einer Gartensauna sind die Abstände zum Nachbargrundstück strikt einzuhalten. In der Regel betragen diese 3 Meter. Allerdings hängt die Regelungen von der jeweiligen Gemeinde ab und ist beim dortigen Bauamt zu erfragen.
  • Der Brandschutz ist beim Saunabau besonders zu beachten. Es darf keine Brandgefahr entstehen und die heißen Abgase müssen ungehindert abziehen können. Entscheiden Sie sich für die Beheizung durch einen klassischen Sauna-Holzofen, errichten Sie eine „Feuerstätte“. Außerdem benötigt das Gebäude einen industriellen Schornstein. Beides, die Feuerstätte und der Schornstein müssen behördlich genehmigt werden. Als Alternative zum Holzofen bietet sich die sichere elektrische Variante an. Die genauen Auskünfte hinsichtlich Brandschutz, Kamin etc. gibt Ihnen der Schornsteinfeger ihres Bezirkes.
  • Eine andere wichtige Baumaßnahme ist der sichere Stand. Jede Sauna benötigt ein Fundament, welches 100% gerade sein und genau passen muss.

Das Saunahaus bauen

Saunahäuser gibt es in vielen Größen, Qualitätsstufen und Preisklassen. Beliebt sind Bausätze von Fertigsaunen wie: Saunafässer, Saunatonnen, Blockhäuser oder die Skandinavischen Modelle. Zunehmend beliebt sind die Varianten, die zum Stil des Wohnhauses passen.

Der Bau einer Sauna ist komplex und benötigt handwerkliche und bautechnische Erfahrungen. Der Handel hat den großen Bedarf erkannt. Er bietet funktionale Bausätze an, welche die Handhabung vergleichsweise einfach machen. Beim Kauf erhalten Sie alle passend angefertigten Hölzer und Elemente sowie eine verständliche Bauanleitung. Falls Sie Unterstützung möchten, hilft Ihnen gerne der Montageservice.

Die Größe der Sauna richtet sich nach dem ausgewähltem Standort, den finanziellen Möglichkeiten und der ungefähren Anzahl der gleichzeitigen BenutzerInnen. Ein Objekt mit einer Größe von sechs Quadratmetern Grundfläche eignet sich für maximal 4 sitzende Personen.

Das richtige Bauholz auswählen

Das richtige Bauholz ist entscheidend für eine hochwertige und langlebige Saunahütte für die Gartensauna.
Das richtige Bauholz ist entscheidend für eine hochwertige und langlebige Saunahütte.

Für eine hochwertige und langlebige Saunahütte ist das Holz entscheidend. Holzarten, die bei Hitze harzen, sich leicht verziehen oder gar splittern sind wenig geeignet. Auszuwählen ist ein stabiles und solides Material mit kleinen Asteinschlüssen.

Empfehlenswert sind Baumhölzer aus den nordischen Ländern wie: finnische Polarfichte oder Nordische Fichte und die kanadische Hemlock Tanne. Die Stabilität dieser Hölzer basiert auf den extremen Wetterbedingungen in der Polargegend. Da die Bäume sehr langsam und dicht wachsen, besitzen sie sehr gute, isolierende Eigenschaften und sorgen innerhalb der Saunakammer für stabile Temperaturen.

Auch für die Inneneinrichtung ist hochwertiges und solide verarbeitetes Holz das A und O. Die richtigen Sorten sind splitterfrei und verziehen sich nicht. Sie leiten die Wärme nur sehr gering und bleiben angenehm warm. Gut geeignet sind: Heimische Tanne, Espe und Abachi- Holz. Vor allem Abachi speichert die hohen Temperaturen nicht so stark und bleibt bequem.

Der Bausatz

Achten Sie beim Kauf des Bausatzes auf die richtige Größe und alle dazugehörigen Bauteile. Nach der Fertigstellung der Gartensauna sind die Wände perfekt miteinander verbunden, das Dach passt haargenau und Tür sowie Fenster schließen leicht und dicht. Für die Belüftung wichtig sind spezielle Sauna- Fenster, die aus Schutzgründen aus Isolierglas bestehen.

Damit beim Betrieb der Gartensauna keine wertvolle Hitze nach außen tritt und Sie nicht immer wieder nachheizen müssen, sollten die Wände dick genug und richtig aufgestellt sein. Die Mindestdicke liegt bei circa 40 Millimetern.

Nicht zuletzt benötigt eine Sauna gemütliche Sitz- und Liegeplätze. Die geeignet Flächengröße beträgt mindestens 50 Zentimetern.

Beheizung und Leuchtmittel

Eine holzbefeuerte Gartensauna ist Genehmigungspflichtig, denn hierbei handelt es sich um eine Sonderfeuerstelle!
We einen holzbefeuerten Saunaofen möchte, der wählt eine „Sonderfeuerstelle“. Diese ist genehmigungpflichtig!

Heutzutage erfolgt die bevorzugte Beheizung der Sauna elektrisch. Dies ist unkompliziert und sicher. Allerdings ist eine Starkstromleitung notwendig und ist aus Sicherheitsgründen von einem Fachmann (Elektriker) zu installieren. Möchten Sie stattdessen lieber einen urigen holzbefeuerten Saunaofen, wählen Sie eine „Sonderfeuerstelle” aus. Diese ist genehmigungspflichtig und muss vom Schornsteinfeger abgenommen werden.

Damit das Saunen auch richtig Spaß macht, ist eine gemütliche Atmosphäre sehr wichtig. Die passende Beleuchtung ist weich und diffus aber nicht zu dunkel. Am besten achten sie auf Leuchtmittel, die ein indirektes Licht verstrahlen. Schön und stimmungsvoll wirkt eine Leuchte in der Ecke oder ein LED Sternenhimmel an der Decke. Achtung, verwenden Sie immer hitzebeständige Lampen und bringen Sie die nicht direkt über den Ofen an!

Den Boden der Gartensauna

Es gibt für jeden Geschmack den richtigen Boden. Es gibt spezielle Saunaboden- Matten, Steine und Roste. Manche Schwitzhütten bestehen aus einem Vorraum und dem eigentlichen Saunabereich. Den Vorraum können Sie mit Bodenbeläge aus Stein, Kunststoff und Holz auslegen. Alle Beläge sollten unbedingt feuersicher, pflegeleicht, stolpersicher verlegt und gegen Feuchtigkeit imprägniert sein.

Die Außenanlage der Gartensauna

Eine schöne Gartensauna braucht eine schöne Außenanlage. Sie kann das Highlight der Anlage sein und den Saunagang vollenden. Die Flächen sollten natürlich und gemütlich gestaltet werden. In der direkten Nähe der Sauna darf kein leicht brennbares Material wie beispielsweise trockene Pflanzen wachsen. Diese sind durch einen pflegeleichten Boden wie aus Naturstein oder hartem Holz zu ersetzen.

Zum Saunagang gehört das Baden in einem kleinen Pool oder im Whirlpool. Auch eine kalte Dusche und das Ausruhen auf einer gemütlichen Liege sind notwendig. Nicht zuletzt ist die ungestörte Intimsphäre ein wichtiger Teil vom erholsamen Saunen. Eine dichte Bepflanzung oder ein Paravan schützen Sie beim zwanglosen Saunen vor neugierigen Blicken. Außerdem kann ein uneinsehbarer Bereich zum Ent- und Ankleiden ratsam sein.

Beachten Sie die hier gemachten Angaben, steht den Saunaerlebnissen in der eigenen Gartensauna nichts mehr im Wege.


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Kommentare

mecke12 26. April 2020 um 9:50

Wir haben uns vor dem Bau unserer Sauna auch mit einem Anwalt für Baurecht kurzgeschlossen, um alle Formalitäten rund um die Genehmigung zu klären. Es ist sehr ärgerlich, wenn man sich vorab nicht richtig informiert und das Bauprojekt dadurch stoppt oder gar rückgängig gemacht werden muss. Darum empfehle ich, dass man sich immer vorab absichert und Fachmeinungen einholt, dann erlebt man keine bösen Überraschungen.

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