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Gemüse im Herbst pflanzen: 10 Sorten auf einen Blick

gemüse beet im garten
Auch im Herbst müssen wir uns um den Garten kümmern.

Kehrt die kalte Jahreszeit in den Gärten ein, sind meist alle Ernteerzeugnisse des Jahres erntereif oder wurden bereits abgeerntet. Entsprechend finden viele Hobbygärtner zu dieser Jahreszeit kaum noch Erzeugnisse im Garten vor. „Der Garten muss ruhen“, eine Weisheit, die nur vordergründig stimmt. Im Herbst machen wir den Garten winterfest, jedoch können unter der Erde die Pflanzen weiter keimen und gedeihen, um Ihnen auch weiterhin leckere Ernteerzeugnisse zu bescheren. Wie Sie ihr Gemüse im Herbst pflanzen können, zeigen wir Ihnen nun.

1. Karotten

Karotten liegen auf Erde
Karotten sind hierzulande ein bekanntes und beliebtes Gemüse.

Das leckere Wurzelgemüse schmeckt nicht nur Hasen, sondern auch uns. Neben dem Frühjahr bietet sich auch der Herbst als Pflanzzeitpunkt gut an. Da Karotten eine lange Keimzeit aufweisen, können Sie über die kalte Jahreszeit in Ruhe im Erdreich keimen und gedeihen. Bei der Anpflanzung ist darauf zu achten, dass Sie ausreichend Abstand zwischen den einzelnen Karottensamen halten. Bis zu 40 Zentimeter Abstand sollten Sie hier einplanen. Zwischen den Samen dürfen aber gerne andere Pflanzen ausgesät werden, die nicht viel Platz einnehmen. Die Karotten benötigen lediglich untereinander ausreichend Freiraum. Hilfreich sind hierfür Saatbänder, das erleichtert die Arbeit. Zudem sollten Sie einen sonnigen Standort für die Karotten bevorzugen. Ein Gemüsebeet mit direkter Sonneneinstrahlung bietet sich besonders an.

2. Pastinaken

Pastinake in der Erde
Im Schatten und von Pflanzen umgeben fühlt sich die Pastinake wohl.

Ebenfalls können Sie das Wurzelgemüse Pastinake im Herbst anpflanzen. Nicht nur von der Optik ähnelt es der Karotte, sondern auch vom Anbau. Lediglich der Standort unterscheidet sich leicht. Pastinaken bevorzugen einen halbschattigen Standort. Ein geschütztes Plätzchen im Garten ist genau das Richtige. Das Erdreich sollte für den Anbau der Pastinaken ausreichend gelockert sein. Eine Gründüngung ist optimal.

Bei der Aussaat sollte Ihnen die Größe des Gemüses bewusst sein. Pastinaken sind deutlich größer, als Karotten es sind. Entsprechend benötigen Pastinaken bis zu 50 Zentimeter Pflanzabstand, damit sich die Knollen auch bilden können. Auch hier kann Ihnen ein Saatband Hilfestellung leisten.

3. Blumenkohl

Blumenkohl mit Blättern
Stickstoff, Phosphor, Kalium und gutes Wetter braucht der Blumenkohl.

Nährstoffreich mag es der Blumenkohl! Das Kohlgemüse benötigt einen Boden, der Wasser speichert und zugleich eine Vielzahl von Nährstoffen anbietet. Eine regelmäßige Düngung ist bei der Anzucht von Blumenkohl unumgänglich. Aufgrund dieser Charakteristika zählt der Blumenkohl auch zu sogenannten Starkzehrern. Der Standort selbst darf gerne sonnig bzw. absonnig sein.

Wer Blumenkohl bereits im Herbst anpflanzen möchte, sollte dies in einem Mini-Gewächshaus oder einem Anzuchtkasten tun. Blumenkohl benötigt ausreichend Nährstoffe und gute Witterungsbedingungen, um im Herbst zu gedeihen. Solche Gewächshäuser können, sofern kein Gewächshaus im Garten vorhanden ist, so klein ausfallen, dass sie auf Fensterbänke passen. Sobald der Blumenkohl gekeimt ist, können Sie diesen im Garten umpflanzen. Bis zu sechs Wochen sollten Sie diesen jedoch an einem geschützten Ort hegen und pflegen.

4. Spinat

Spinat wird gepflanzt
Der Spinat mag Sonne, will aber nichts mit Hitze zu tun haben.

Spinat ist ein echter Sonnenanbeter – zumindest, was die Anzucht angeht. Das eisenhaltige Gemüse benötigt mindestens halbschattige, besser vollsonnige Standorte zum Gedeihen. Der Boden darf gerne locker sein, sollte jedoch keine Staunässe fördern.


Der Anbau von Spinat im Herbst bietet sich hervorragend an, da Spinat keiner erhöhten Hitze ausgesetzt werden sollte. Bei der Pflanzung sollten Sie einen Abstand von ca. 35 Zentimetern zwischen den einzelnen Samen einhalten. Wichtig ist, dass Sie den Spinat in Rillen anpflanzen, da nur so eine gute Ernte gewährleistet werden kann. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Spinat ein klassischer Dunkelkeimer ist. Dieser benötigt somit flache Aussaatbedingungen. Gleichzeitig erfolgt die Keimung aber auch unter der Erde im geschützten Umfeld.

5. Wintererbse

Wintererbse liegt auf Tisch
Für die Wintererbse sollte es nicht zu frostig werden.

Besitzen Sie einen Anzuchtkasten oder ein Gewächshaus, können Sie im Herbst die Wintererbse bepflanzen. Alternativ könnte sich auch ein Hochbeet eignen. Wichtig ist, dass Bodenfrost vermieden wird. Die Keimung im Gewächshaus hat aber den Vorteil, dass Vögel und andere Tiere Ihnen die leckeren Triebe nicht wegnaschen. Bei einer Aussaat im Herbst können erste Erzeugnisse ab Mai geerntet werden. Bei der Wintererbse sei auf die Triebe zu achten. Sobald diese hervordringen, können Sie die Pflanze in ein Gemüsebeet umpflanzen, sofern Sie diese in einem Gewächshaus keimen lassen. Die Triebspitzen können Sie ernten: Das erhöht das Ausmaß des Wachstums des Gemüses. Die Blüten sollten Sie aber stehenlassen, aus Ihnen entstehen letztlich die leckeren Schoten. 

6. Radieschen

Radieschen auf einem Beet
Kompost fördert den Wachstum der Radieschen.

Die Knollenpflanze bildet die essbaren Knollen unter der Erde. Damit dies gelingt, sollte die Erde ausreichend aufgelockert sein. Kompost als Düngemittel verstärkt den Effekt. Da Radieschen zu den Schwachzehrern gehören, sind diese super mit Starkzehrern zu kombinieren. So können Sie die Lücken zwischen den einzelnen Karotten oder Pastinaken mit Radieschen füllen.

Wichtig bei der Aussaat der Radieschen sei zu erwähnen, dass Ende September die letzte Chance ist, die Samen auszusäen. Danach wird es für die Keimung oftmals zu kalt. Die Gemüsesorte benötigt ein wenig Vorlauf, um über den Winter heranwachsen zu können.

7. Rucola

Rucola mit Sieb
Rucola braucht nicht viel Zeit, bis er reif ist.

Der leicht bittere Geschmack des Rucolas ist unverkennbar. Die Salatpflanze bevorzugt sonnige Standorte und ein Bodenreich, welches ausreichend Feuchtigkeit speichert. Doch auch hier sei stets zu bedenken, dass Staunässe das Wachstum mindert. Rucola ist ein schnell wachsendes Gemüse. Säen Sie es noch im September aus, sind die Chancen hoch, dass Sie noch im gleichen Jahr erste Erzeugnisse ernten können. Sobald sich die Blätter entwickelt haben, können diese einzeln abgeerntet werden. Bestenfalls werden immer nur so viele Blätter abgeschnitten, wie auch benötigt werden. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Rucola noch weitere Blätter bildet, die Sie im Anschluss wieder ernten können.

8. Winterkresse

Winterkresse auf großem Feld
Die Winterkresse lässt sich leicht behandeln.

Winterkresse gilt als pflegeleicht. Weder an den Standort noch an die Witterungsbedingungen stellt die Winterkresse hohe Anforderungen. Bis in den Herbst ist es möglich, die Kräuter anzupflanzen und im gleichen Jahr noch zu ernten. Bei der Anpflanzung ist lediglich wichtig, dass Sie die Winterkresse nicht zu stark mit Erde bedecken. Eine kleine Schicht über den Samen genügt. Winterkresse gilt nämlich als Lichtkeimer. Darüber hinaus sei zu erwähnen, dass ein Abstand von bis zu 15 Zentimeter zu anderen Pflanzen gehalten werden sollte.

9. Lauch

Mehrere Stangen Lauch aufeinander
Auch Fortgeschrittene haben beim Anbau von Lauch ihren Spaß.

Wie der Rest des Herbstgemüses bevorzugt Lauch einen sonnigen bis halbschattigen Standort sowie ein lockeres Erdreich. Nährstoffreich sollte der Boden zudem sein. Möchten Sie Lauch anpflanzen, empfiehlt sich ebenfalls die Anzucht im Anzuchtkasten oder Zimmergewächshaus. Sobald das Lauch Wurzeln gebildet hat, können Sie das Gemüse in den Garten umsiedeln. Während der Pflanzung sei auf einen Abstand von bis zu 15 Zentimeter zu achten. Um die Aussaat wie ein Profi anzugehen, sollten Rillen in der Erde gezogen werden, in welchen die Aussaat anschließend erfolgt. Ein organisches Düngemittel kann zudem Anwendung finden, um das Wachstum zu beschleunigen und ausreichen Nährstoffe bereitzustellen.

10. Chicorée

Chicorée Rübe auf einem Tisch
Chicorée kann flexibel angebaut werden.

Der Chicorée ist eine Rüben-Art, die eher nährstoffarme Bodenkulturen bevorzugt. Eine zusätzliche Düngung ist hier nicht notwendig. Stattdessen sollte darauf geachtet werden, dass er immer an unterschiedlichen Standorten angepflanzt wird. Er bevorzugt Standorte, an denen keine Vorkulturen vorhanden sind. Die Rüben-Art wird normalerweise im Frühjahr ausgesät, kann jedoch auch im Herbst angepflanzt werden. Ein Gewächshaus macht es möglich. Alternativ können Sie auch über den Beeten Glasdächer anbringen, die vor Witterungsbedingungen schützen oder einen Bodenvlies nutzen, der wiederum vor Frost schützt.

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