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Gewächshaus – Test-Übersicht, Preise und Vergleich

Geawechshaus - Ratgeber 2019

Geawechshaus – Ratgeber 2019

1. Gewächshaus Test-Übersicht

Gewächshaus Test-Übersicht und Vergleich 2019 – hier finden Sie alle Informationen und Angebote. Egal in welcher Größe und egal zu welchem Zweck!

Wir heißen Sie bei unserem Gewächshaus Vergleich 2019 herzlich willkommen! Wir sind Ihr unabhängiges Vergleichsportal für alles, was zum Thema Haus und Garten gehört. Also natürlich auch Gewächshäusern. Sie finden auf unserer Seite sämtliche wichtigen Informationen und Vergleichsdaten zu den Gewächshaus-Angeboten der namhaften Hersteller.

Finden Sie heraus, wie sich die einzelnen Modelle unterscheiden, welche Besonderheiten sie bieten und welches am besten zu Ihren Vorstellungen und Wünschen passt.

Unsere völlig unabhängigen Berichte stützen sich auf unterschiedliche Informationsquellen. Dazu gehören neutrale Gewächshaus Testberichte anerkannter Institutionen ebenso wie Angaben und Bedienungsanleitungen der Hersteller und natürlich die Kundenmeinungen angesehener Online-Shops. Sofern möglich, führen wir selber ebenfalls Gewächshaus Tests durch.

Finden Sie in unserem umfangreichen Vergleich zum Thema Gewächshaus alle Antworten auf Ihre Fragen!

Da wir Sie wirklich umfassend informieren möchten, haben wir in unterschiedlichen Fachzeitschriften nach Gewächshaus Tests gesucht.

 

Wählen Sie Ihre Ausführung:

Mini Klein
123456
Brast Alu-Gewächshaus Beckmann Gewächshaus Deuba Alu-Gewächshaus Gärtner Pötschke Gewächshaus Palram Mythos Alu-Gewächshaus Zelsius Alu-Gewächshaus
ModellBrast Alu-GewächshausBeckmann GewächshausDeuba Alu-GewächshausGärtner Pötschke GewächshausPalram Mythos Alu-GewächshausZelsius Alu-Gewächshaus
Preis

319,00 € 349,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

1.054,95 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

239,95 €

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399,99 €

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391,99 €

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289,95 € 309,95 €

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Bewertung
Wand-MaterialPolykarbonatStegdoppelplatten 6mmPolykarbonatPolykarbonatPolykarbonatPolykarbonat
RegenrinneJaJaJaJaJaJa
EingangSchiebetürgeteilte HalbtürSchiebetürSchwingtürSchiebetürSchiebetür
FundamentStahlfundament-StahlfundamentStahlfundamentBodenStahlfundament (optional)
Größe (L x B x H)250 x 190 x 195cm196 x 256 x 220cm250 x 190 x 195cm126 x 185 x 208cm247 x 185 x 208cm250 x 190 x 195cm
Preis

319,00 € 349,00 €

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Die besten Gewächshäuser

 

2. Gewächshaus: Aufbau und Funktion

Wer sich über das globale klimatische Thema “Treibhauseffekt” informiert hat, wird das Prinzip eines Gewächshauses schnell verstehen. Von außen dringt Sonnenlicht ins Innere und baut Wärme auf, die von der Erde, den Pflanzen und der Inneneinrichtung aufgenommen und wieder abgegeben wird. Aufgrund der Eindeckung des Gewächshauses bleibt die Temperatur weitestgehend erhalten.

Bei geschlossenenen Gewächshäusern ist eine kontrollierte Lüftung ein Muss, da sonst selbst wärmehungrige Pflanzen Schaden nehmen können. Mit Hilfe lückenloser Abdichtungen entsteht ein unabhängiges Mikroklima, das kaum noch eine externe Versorgung benötigt. Da die zielgerichtete Nutzung solcher Gewächshäuser ein fundiertes Know-how voraussetzt, sind sie im privaten Bereich eher selten anzutreffen.

Hinsichtlich der durchschnittlichen Temperatur im Innenraum wird zwischen drei Gewächshaus-Typen unterschieden:

  • Warmhäuser mit Temperaturen über 18 Grad Celsius
  • temperierte Häuser mit Temperaturen im Bereich von 12 und 18 Grad Celsius
  • Kalthäuser mit Temperaturen, die unter 12 Grad Celsius liegen

Gewächshäuser in privater Nutzung sind mit den Anlagen in der Agrarwirtschaft hinsichtlich der Größe nicht zu vergleichen. Dennoch gewährleisten sie die gleichen grundsätzlichen Eigenschaften des Gewächshauses und die damit einhergehenden Vorteile:

  • Verlängerung der Gartensaison bis hin zum ganzjährigen Anbau von Nutzpflanzen,
  • Möglichkeiten für die eigene Pflanzenzucht,
  • Standort für nicht winterharter Pflanzen während der kalten Jahreszeit,
  • geschützter Standort für klimatisch anspruchsvolle Gewächse wie Orchideen, Palmen, Kakteen etc.

Im Handel finden sich zahlreiche unterschiedliche Gewächshaus-Modelle, die sich anhand mehrerer Faktoren unterscheiden können: Grundkonstruktion bzw. Bauform, Größe, Material und gegebenenfalls zusätzliche Ausstattung.

Wer sich ein Gewächshaus für den eigenen Garten anschaffen möchte, sollte sich daher zunächst Gedanken darüber machen, welche Kriterien ihm wichtig sind.

Wenn Sie sich für kleinere Gewächshaus-Modelle interessieren, lesen Sie sich gerne unsere Vergleiche und Testübersichten auf den folgenden Seiten durch:

Kleine Gewächshäuser (Anlehngewächshäuser, Balkongewächshäuser, Zimmergewächshäuser, Tomatenhäuser, Erdgewächshäuser)

Mini Gewächshäuser (fürs Zimmer und als Dekoration)


3. Die Bauform des Gewächshauses

Gewächshaus mit Satteldach

Gewächshäuser mit Satteldach sind die wohl verbreitetste Bauform

Die rechtwinklige Form eines freistehenden Gewächshauses mit Satteldach ist die wahrscheinlich am weitesten verbreitete Bauform. Je nach vorhandenem Platzangebot und geplanter Nutzung kann allerdings auch aus weiteren Bauformen gewählt werden.

 

3.1 Anlehn-Gewächshäuser

Im Prinzip lassen Anlehn-Gewächshäuser sich mit Wintergärten vergleichen und auch als solche nutzen. Zusätzlicher Wohnraum lässt sich mit einem geschützten Platz für die Pflanzen kombinieren und über einen bequemen Zugang betreten. Anlehngewächshäuser nutzen das bereits vorhandene Gebäude und benötigen in der Regel kein separates Fundament und/oder zusätzliche statische Bauelemente. Da sie maximal von drei Seiten Sonnenlicht einfangen, ist die klimatische Wirksamkeit nicht annähernd so effizient wie bei freistehenden, optimal ausgerichteten Gewächshäusern.

 

ModellWand-MaterialRegenrinneEingangFundamentGröße (L x B x H)Preis
1 Vitavia Anlehngewächshaus Ida 3300 Vitavia Anlehngewächshaus Ida 3300
PolycarbonatJaSchiebetürStahlblech128 x 254cm

529,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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2 Jago Anlehngewächshaus Jago Anlehngewächshaus
PolycarbonatJaSchiebetür-190 x 183,3 x 120cm

172,90 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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3 Vitavia Anlehngewächshaus Ida 300 Vitavia Anlehngewächshaus Ida 300
MetallJaSchiebetürStahlblech192 x 65 x 184cm

256,33 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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3.2 Balkon-Gewächshäuser

Sie ähneln den Anlehngewächshäusern und unterscheiden sich im Prinzip lediglich vom Standort und der Größe. Da das Platzangebot auf die Größe des Balkons begrenzt ist, eignen sich diese Gewächshäuser vor allem zur Überwinterung sensibler Balkonpflanzen bzw. zur Unterbringung von Pflanzen, die auf höhere Temperaturen angewiesen sind.

 

ModellGröße (L x B x H)MaterialPreis
1 JOM Folien Gewächshaus JOM Folien Gewächshaus
162 x 70 x 50cmPVC-Folie

24,95 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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2 Relaxdays Gewächshaus auf Rollen Relaxdays Gewächshaus auf Rollen
130 x 70 x 57cmPVC-Plane

24,90 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
Zu Amazon
3 Gutgojo Gewächshaus Foliengewächshaus Gutgojo Gewächshaus Foliengewächshaus
69 x 49 x 158cmPE

30,99 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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4 Worth Garten Gewächshaus Worth Garten Gewächshaus
156 x 96 x 49cmUV-PVC-Plane

43,99 € 61,99 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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3.3 Erdgewächshäuser

Hierbei handelt es sich schon um eine recht spezielle Bauweise, denn etwa die Hälfte der Gesamthöhe dieses Gewächshauses befindet sich unter dem Niveau des Erdbodens. Ist das Schrägdach nach Süden ausgerichtet, profitieren die Pflanzen im Inneren gleich doppelt: von der Sonneneinstrahlung ebenso wie von der Erdwärme.

Für die Lagerung sensibler Obst- und Gemüsesorten eignen sich Erdgewächshäuser besonders gut, das sie hinsichtlich der Luftfeuchtigkeit optimale Bedingungen schaffen. Umgekehrt muss die Belüftung gezielt gesteuert werden, was den Aufwand erhöht. Der Bau und der Betrieb eines Erdgewächshauses erfordern umfangreiche Arbeiten; außerdem müssen unterschiedliche Umgebungs-Faktoren berücksichtigt werden. Daher sind Gewächshäuser dieser Art deutlich seltener anzutreffen als die oberirdischen Klassiker.

Mehr Informationen zu Erdgewächshäusern finden Sie zum Beispiel hier.

 

3.4 Gewächshäuser für Tomaten

Sie sind auch unter der Bezeichnung “Tomatenhäuser” geläufig und darauf ausgerichtet, selbst gezogene Tomatenpflanzen vor Wind, Regen und Schädlingen zu schützen. Die Konstruktion dieser Gewächshäuser ist simpler als die der klassischen Gewächshäuser. Außerdem sind die Modelle in der Regel deutlich preiswerter.

Das Grundgestell kann aus Kunststoff, Metall oder Holz gefertigt und mit einer Folie überzogen sein. Der Eingang sowie die Öffnungen zur Belüftung sind schlicht konstruiert und erinnern entfernt an Camping-Zelte. Darüber hinaus gibt es Modelle in Schrankform, mit Metallrahmen und/oder Eindeckungen aus Kunstglas. Aufgrund der optimierten Temperaturen im Inneren sowie des Schutzes vor Witterungseinflüssen ermöglichen Tomatenhäuser eine überdurchschnittliche Ernte.

 

ModellWand-MaterialGröße (L x B x H)Preis
1 Relaxdays Tomatengewächshaus Stahlrohr Relaxdays Tomatengewächshaus Stahlrohr
PE150 x 100 x 50cm

21,90 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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2 Berlan Tomatengewächshaus Berlan Tomatengewächshaus
PE100 x 50 x 100cm

10,75 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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3.5 Gewächshaus mini fürs Zimmer

 

Mini-Gewächshäuser wurden speziell für Gartenfreunde entwickelt, die keinen Platz für ein großes Gewächshaus haben und sich auf Zimmer, Wintergarten oder Balkon beschränken müssen. Diese Kleinstgewächshäuser sind in der Regel mit Regalen und Folien ausgestattet und nutzen den vorhandenen Platz auf ideale Weise aus. Außerdem lassen sie sich leicht umstellen und sogar mühelos abbauen, falls sie vorübergehend nicht benötigt werden.

 

ModellGröße (L x B x H)MaterialPreis
1 Greengeers Mini Gewächshaus Greengeers Mini Gewächshaus
50 x 100cmPVC

23,56 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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2 IKEA SOCKER Gewächshaus IKEA SOCKER Gewächshaus
45 x 22 x 35cmMetall

23,70 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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3 Romberg Style BoQube Gewächshaus Romberg Style BoQube Gewächshaus
41 x 17 x 23cmKunststoff

39,99 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
Zu Amazon


4. Das optimale Fundament fürs Gewächshaus

Unterschiedliche Fundament-Konstruktionen sind auch bei Gewächshäusern möglich. Ein Fundament hat dafür zu sorgen, dass

  • das Gewächshaus Stabilität erhält, um auch kräftigen Stürmen standhalten zu können,
  • der Untergrund eine rechtwinklige Form erhält, um darauf die Konstruktion stabil aufzubauen,
  • ein direkter Kontakt zwischen Gewächshaus und dem zum Teil feuchten Boden vermieden wird.

Darüber hinaus kann ein Fundament die Gefahr vermindern, dass Schädlinge ins Gewächshaus eindringen.

 

4.1 Fundamente aus Stahl

Ein Stahlfundament besteht in der Regel aus einem rechtwinkligen Metallrahmen. Dieser wird in geringer Tiefe in den Erdboden eingelassen und wenigstens an den Ecken verankert.

Stahlfundamente sind eine preiswerte Variante und erfordern wenig umfangreiche Erdarbeiten. Professionelles Know-how hinsichtlich der Arbeiten mit Beton, Zement und Mauerwerk ist ebenfalls nicht erforderlich. Verzinktes Stahlblech ist darüber hinaus langlebig und witterungsbeständig.

Das Verhältnis von Kosten und Aufwand zum Nutzen ist bei Stahlfundamenten gut bis sehr gut.

 

4.2 Fundamente aus Holz

Holzfundamente sind die preiswerteste Variante, bringen aber erhebliche Nachteile mit sich. Holz ist anfällig; der Aufwand für die Gewährleistung einer langfristigen Haltbarkeit ist hoch. Auch die Stabilität ist grundsätzlich geringer als bei anderen Fundamenten.

Davon abgesehen sind Holzfundamente ähnlich konstruiert wie die Stahlfundamente. Der Unterschied besteht lediglich im verwendeten Material.

 

4.3 Fundamente aus Beton

Die Kosten und der Arbeitsaufwand sind bei Betonfundmenten vergleichsweise hoch, dafür sind sie robust, äußerst langlebig und bieten höchste Stabilität. Der Gestaltung sind darüber hinaus kaum Grenzen gesetzt.

Unterschieden wird zwischen zwei Varianten von Betonfundamenten:

 

Punktfundamente

Punktfundamente bilden auch häufig die Grundlage für Holz- und Stahlfundamente. An ausgewählten Stellen, in der Regel sind dies die Ecken, werden Betonpunkte in den Erdboden gesetzt. Sie dienen entweder als Stütze für die Auflagefläche oder werden mit Verbindungselementen kombiniert, um den Aufbau sicher zu befestigen. Ob ein Punktfundament sinnvoll ist, hängt von der Beschaffenheit des Untergrundes ab, vom Gewicht der Gewächshaus-Konstruktion und von ihrer Größe. Der Material- und Arbeitsaufwand ist vergleichsweise gering.

 

Rahmen-, Ring- oder Streifenfundamente

Diese Fundamentform wird in der Regel auch beim Hausbau verwendet. Lange Gräben werden in Rahmen oder viereckiger Ringform verbunden, gemauert und mit Beton gefüllt. Die Frostfreiheitwird durch eine Mindesttiefe von 80 Zentimetern gewährleistet. Das Rahmenfundament bringt den zusätzlichen Vorteil mit, dass das später aufliegende Gewicht optimal verteilt wird. So kann es auch hohe Lasten problemlos tragen.


5. Die Konstruktion des Gewächshauses

Beim Gewächshaus hat die Konstruktion vor allem Einfluss auf das Aussehen, auf das Gewicht, auf den Arbeitsaufwand beim Bau, auf die Haltbarkeit und den Aufwand für die Pflege und natürlich auf den Preis. Als Material für die Konstruktion bieten sich unterschiedliche Baustoffe an:

Holz ist zwar das preiswerteste, dafür auch das anfälligste Baumaterial. Der Pflegeaufwand ist am höchsten, denn Holz muss in gewissen zeitlichen Abständen nachbehandelt werden. Insgesamt ist es auch bei bester Pflege weniger haltbar als andere Baumaterialien. Die Vorteile von Holz sind die einfache Verarbeitung und die angenehme Optik.

Verzinkter Stahl wird für den Bau von Gewächshäusern nach wie vor verwendet, weil er relativ preisgünstig ist. Allerdings wird er immer mehr vom Aluminium verdrängt. Aluminium ist ein sehr leichtes Baumaterial und bringt dennoch eine hohe Festigkeit und Stabilität mit. Auch die Wärmeleitfähigkeit überzeugt.

Manche Gewächshaus Konstruktionen bestehen aus PET und/oder PVC – stabile und belastbare Kunststoffe, die für die Rahmen sehr geeignet sind. Auch der Aufwand für Pflege und Wartung ist minimal, da die Kunststoffe sowohl UV-beständig als auch widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse sind.

Häufig verwendet wird auch die Materialkombination Stahl mit Kunststoffmantel. Sie ermöglicht eine langfristige Haltbarkeit. Der Stahl sorgt für die notwendige Stabilität, während der Kunststoff-Mantel die Witterungsbeständigkeit gewährleistet.


6. Die Eindeckung mit transparenten Flächen

Neben der Rahmenkonstruktion ist auch die Eindeckung eines Gewächshauses zentrales Element. Das Sonnenlicht muss das Innere des Gewächshauses möglichst ungehindert erreichen und dort als wärmende Infrarotstrahlung verbleiben. Für die Auswahl des geeigneten Materials spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Dazu gehören die Transparenz, die isolierende Wirkung, Belastbarkeit, Eigengewicht, Sicherheit und der Preis. Als Material für die Eindeckung haben Sie grundsätzlich die Wahl zwischen Folie, Glas und Kunstglas.

 

6.1 Foliengewächshäuser

Folie ist das preiswerteste Material und gleichzeitig extrem flexibel einsetzbar. Es eignet sich für kleine Tomatenhäuser ebenso wie für raumgreifende Tunnel-Gewächshäuser. In der Fachwelt als Treibhaus-Folie bezeichnet, kann sie als Meterware erworben werden. Alternativ wird sie bereits vorgefertigt und mit der passenden Rahmenkonstruktion kombiniert angeboten.

Folien-Gewächshäuser sind schnell aufgebaut, flexibel einsetzbar und preiswert.

Die Folien fürs Gewächshaus sind heute aus modernem Kunststoff gefertigt und weisen in der Regel eine hohe UV-Beständigkeit auf. Hersteller geben nicht selten eine mehrjährige Garantie darauf. Dennoch sind die Folien im Vergleich zu Glas- und Kunststoffplatten weniger haltbar und weniger belastbar.

 

ModellWand-MaterialRegenrinneEingangGröße (L x B x H)Preis
1 Relaxdays Foliengewächshaus Relaxdays Foliengewächshaus
PENeinReißverschluss158 x 70 x 50cm

29,90 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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2 TecTake Foliengewächshaus Folientunnel TecTake Foliengewächshaus Folientunnel
PENeinReißverschluss343 x 200 x 200cm

71,99 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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3 Yorbay Gewächshaus Yorbay Gewächshaus
PE / Polyester--200 x 80 x 173 / 143cm

37,99 € 43,99 €

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6.2 Gewächshäuser aus Glas

Glasgewächshäuser

Glasgewächshäuser sind die gebräuchlichste Variante und vor allem im professionellen Bereich am häufigsten anzutreffen. Zur Eindeckung von Gewächshäusern ist Glas sehr gut geeignet, da es eine hohe Lichtdurchlässigkeit und Isolierung bietet. Allerdings hat dieses Material ein hohes Eigengewicht und zerbricht leicht. Auch ist Glas nicht gleich Glas. Es gibt durchaus Unterschiede in den Produkteigenschaften sowie jeweils Vor- und Nachteile zu beachten.

Blankglas

Blankglas überzeugt aufgrund seiner optischen Eigenschaften: Beide Seiten sind glatt und vollständig transparent. Allerdings sind die Pflanzen, die sich im Gewächshaus befinden, nicht vor der Sonneneinstrahlung geschützt. Daher ist eine flexible Beschattung notwendig. Der Reinigungs- und Pflegeaufwand ist bei Blankglas vergleichsweise hoch.

Klarglas

Klarglas ist auf einer Seite glatt, auf der anderen strukturiert. Daher ist es undurchsichtig und bricht die auftreffenden Sonnenstrahlen. Im Inneren des Gewächshauses entsteht ein diffuses, für die Pflanzen wohltuendes Licht.

Einscheiben-Sicherheitsglas

Einscheiben-Sicherheitsglas trägt seinen Namen nicht völlig zu recht, denn Glas ist nicht bruchfest. Sicherheitsglas wird bei der Herstellung besonderen Verfahren unterzogen, um die Belastbarkeit zu steigern. Zerbricht es, entstehen zahllose kleinste Einzelteile – im Vergleich zu gewöhnlichem Glas, das in große und vor allem scharfe Stücke zerbricht.

Beschichtetes Glas

Beschichtetem Glas werden unterschiedliche Eigenschaften verliehen. Beschichtungen können die Transparenz und auch die Isolierung beeinflussen sowie die Bruchsicherheit erhöhen.

Doppelverglasung

Doppelverglasung bringt hervorragende isolierende Eigenschaften mit, ist aber auch die teuerste Variante. Besondere Ausführungen sind Isolierglas und Wärmeschutzglas.

 

ModellWand-MaterialRegenrinneEingangFundamentGröße (L x B x H)Preis
1 Venus 6200 ESG Venus 6200 ESG
GlasJaSchiebetürStahlblech195 x 321 x 197cm

1.099,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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2 Juliana Halls Popular Gewächshaus Juliana Halls Popular Gewächshaus
BlankglasJaSchiebetürStahlfundament193 x 319 x 195 cm

616,39 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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3 Vitavia Gewächshaus Sirius Vitavia Gewächshaus Sirius
GlasJaSchiebetürStahlfundament175 x 122 cm x 191cm

2.097,50 €

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6.3 Gewächshäuser mit Eindeckungen aus Kunstglas

Zu den bekanntesten Kunstglas-Materialien zählen Acrylglas bzw. Plexiglas, PVC und Polycarbonat. Die Verarbeitung ist höchst unterschiedlich und kann klare, durchsichtige, durchscheinende oder trübe Eigenschaften hervorbringen. In den meisten Fällen werden – zum Beispiel beim hochwertigen Acrylglas – Steg- oder Hohlkammerplatten verwendet.

Kunstglas ist äußerst stabil und bietet eine hohe isolierende Wirkung. Darüber hinaus sind sie leichtgewichtig, mühelos zu verarbeiten und sehr bruchfest. Im Vergleich zu PVC und Polycarbonat ist Acrylglas außerdem sehr UV-beständig und entsprechend langlebig.

 

ModellWand-MaterialRegenrinneEingangFundamentGröße (L x B x H)Preis
1 Deuba Alu-Gewächshaus Deuba Alu-Gewächshaus
PolykarbonatJaSchiebetürStahlfundament250 x 190 x 195cm

239,95 €

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2 Gärtner Pötschke Gewächshaus Gärtner Pötschke Gewächshaus
PolykarbonatJaSchwingtürStahlfundament126 x 185 x 208cm

399,99 €

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3 Brast Alu-Gewächshaus Brast Alu-Gewächshaus
PolykarbonatJaSchiebetürStahlfundament250 x 190 x 195cm

319,00 € 349,00 €

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7. Die Konstruktion der Türen im Gewächshaus

Die Türen, ihre Größe und ihre Bauart spielen nicht nur aus ästhetischen Gründen eine Rolle. Auch der Komfort will berücksichtigt werden. Um die Pflanzen mühelos aus dem Inneren nach außen und umgekehrt zu transportieren, sollte die Tür ausreichend großzügig bemessen sein. Darüber hinaus kann sie das Lüften und einen zeitnahen Temperaturausgleich vereinfachen.

Manche Gewächshäuser werden mit Doppeltüren oder Schiebetüren angeboten, andere sind sogar mit Drehtüren ausgestattet. Weiterhin finden sich auch Gewächshäuser mit Flügeltüren im Angebot. Diese Konstruktion ermöglicht eine separate Öffnung einzelner Türbereiche und damit eine wohldosierte Lüftung.

 

8. Die Lüftung fürs Gewächshaus

In einem Gewächshaus entsteht aufgrund der Sonneneinstrahlung und der isolierenden Wirkung der so genannte Treibhaus-Effekt. Dieser soll einerseits die Aufzucht von wärmeliebenden Pflanzen und das ganzjährige Gärtnern erst ermöglichen. Andererseits kann er mit der Zeit auch wärmehungrigen Pflanzen schaden. Gezieltes Lüften ist daher ein wichtiger Faktor, der bei einem Gewächshaus berücksichtigt werden muss. Nicht nur die Innentemperatur wird damit geregelt, sondern auch die Luftfeuchtigkeit. Direkte Zugluft wiederum ist unbedingt zu vermeiden, da empfindliche Pflanzen darunter leiden können.

 

8.1 Die passive Lüftung im Gewächshaus

Neben Türen und Fenstern sind oft auch Lüftungsklappen oder andere Lüftungsöffnungen in einem Gewächshaus zu finden. Sie befinden sich in der Regel in den oberen Bereichen der Seitenwände und/oder im Dach. Bei einem Gewächshaus aus Glas besteht die klassische Methode zur Belüftung in aufstellbaren Dachfenstern.

 

8.2 Die aktive bzw. maschinelle Lüftung im Gewächshaus

Vor allem dann, wenn die vorhandenen Fenster nicht in ausreichender Menge zu öffnen sind, bieten sich unterschiedliche aktive Belüftungsmethoden an. Aufstellfenster lassen sich beispielsweise mit einer automatischen Temperaturregelung verbinden. Darüber hinaus bieten sich auch elektrische Lüfter oder einfache Ventilatoren an.

Bei der Verwendung von Ventilatoren ist wieder sorgfältig darauf zu achten, dass empfindliche Gewächse keiner direkten Zugluft ausgesetzt sind.

 

9. Die passende Gewächshausgröße ermitteln

Wie viel Platz für ein Gewächshaus benötigt wird, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Darüber hinaus gibt es neben dem allgemeinen Platzbedarf jedoch auch weitere Aspekte, die bei der Auswahl der richtigen Größe eine Rolle spielen.

 

9.1 Allgemeine Überlegungen zur Höhe des Gewächshauses

Wer viel Zeit im Gewächshaus verbringen will, sollte bequem darin stehen können. Die stehenden Wände sollten daher eine Höhe von mindestens 1,60 Meter haben; besser sind 1,80 Meter. Auch die Höhe der Pflanzen sollte bei den Überlegungen berücksichtigt werden. Tomatenpflanzen zum Beispiel werden sehr groß. Sie können zwar beschnitten werden, was aber hinsichtlich einer bestmöglichen Ernte nicht sinnvoll ist. Auch muss ein Puffer zwischen der Pflanze und der Dach-Eindeckung einkalkuliert werden. Im Sommer kann es direkt unterhalb der Eindeckung sehr warm werden.

 

9.2 Das Gewächshaus zur Pflanzenanzucht

Soll das Gewächshaus in erster Linie dazu genutzt werden, um Jungpflanzen zu ziehen, reicht eine Fläche von sieben bis zehn Quadratmetern aus. Der Großteil der Arbeit wird in der Regel an Pflanztischen erledigt; außerdem sind vor allem Pflanztöpfe und Pflanzschalen im Einsatz. Damit die entsprechenden Tische bequem Platz finden, sollte die Breite des Gewächshauses wenigstens zwei Meter betragen. So ergibt sich ein ideales Verhältnis von der Gewächshausgröße zur verfügbaren Nutzfläche. Ist die Höhe großzügig genug bemessen, können zusätzlich zu den Tischen Konsolen oder Hängeregale eingesetzt und damit weitere Pflanzebenen geschaffen werden.

 

9.3 Das Gewächshaus als Platz für überwinternde Pflanzen

Oleander, Bougainvillea und andere exotische Pflanzen benötigen einen warmen Platz zum Überwintern. Soll das Gewächshaus dazu dienen, ist zum Einen für eine optimale Isolierung zu sorgen, zum Anderen muss die Stellfläche ausreichend groß bemessen sein. Die Pflanzen benötigen einen gewissen Sicherheitsabstand voneinander, damit eventuell eindringende Schädlinge sich nicht ausbreiten können. Abhängig vom Pflanzenbestand wird eine Grundfläche von mindestens zehn bis zwölf Quadratmetern empfohlen.

 

9.4 Gemüseanbau im Gewächshaus

In einem Gewächshaus ist prinzipiell der ganzjährige Anbau von Gemüse möglich. Dafür muss ausreichend Platz eingeplant werden. Es gibt einen groben Richtwert, der besagt, dass für die Versorgung einer vierköpfigen Familie eine Nutzfläche von ungefähr zehn Quadratmetern benötigt wird. Werden der Mittelgang und eine Freifläche berücksichtigt, ergibt sich eine Gesamtfläche von etwa 14 Quadratmetern. Die stehenden Seitenwände sollten eine Höhe von wenigstens 1,60 Meterhaben. Dies ermöglicht ein bequemes Arbeiten im Stehen. Außerdem ergibt sich ein größerer Rauminhalt, der sich günstig auf das Klima im Gewächshaus auswirkt.

 

10. Die richtige Standortwahl für das Gewächshaus

Das grundsätzliche Prinzips eines Gewächshauses besteht darin, möglichst viel Sonnenlicht und damit die Wärme einzufangen, aber nur in geringem Maß wieder abzugeben. Daher ist die richtige Wahl des Standorts und auch die richtige Ausrichtung entscheidend für die erfolgreiche Nutzung.

 

10.1 Überprüfen Sie den Sonnenverlauf

Die Website sonnenverlauf.de bietet ein Tool, mit dessen Hilfe sich der Sonnenverlauf für den geplanten Standort überprüfen lässt – auch in den unterschiedlichen Jahreszeiten. Eine Ausrichtung nach Süden ist immer die richtige Wahl, da dort die “Ausbeute” von Licht und Wärme am größten ist.

Im Laufe der Jahreszeiten ändert sich auch der Höhenwinkel der Sonne. Bäume, Gebäude usw. können im Winter viel Sonnenlicht schlucken, wenn im Winter die Sonne deutlich tiefer steht als in den Sommermonaten.

 

10.2 Ausrichtung: quer oder längs?

Im Frühjahr, im Herbst und vor allem im Winter steht die Sonne jeweils sehr tief. Der größte Teil des Lichts wird in diesen Monaten daher über die seitlichen Wände des Gewächshauses aufgenommen und weniger über die Dachflächen. Darum sollte die Längsachse des Gewächshauses auf der Ost-West-Achse ausgerichtet werden.

Im Sommer fällt das Sonnenlicht zu großen Teilen durch das Dach ins Innere. In der warmen Jahreszeit ist eine Ausrichtung über die Nord-Süd-Achse die beste. Allerdings kann man ein Gewächshaus nicht einfach nach Bedarf drehen.

Grundsätzlich gilt: Wird das Gewächshaus überwiegend in der warmen Jahreszeit genutzt, ist die Ausrichtung nicht ganz so relevant, da ohnehin ausreichend Sonnenlicht in optimalen Winkel auf das Gewächshaus trifft. Nutzen Sie das Gewächshaus auch in der kalten Jahreszeit sowie in den Übergangszeiten, empfehlen wir daher die bereits erwähnte Ost-West-Ausrichtung.

 

10.3 Weitere Überlegungen zur Standortwahl

Schutz vor starkem Wind

Konstante Luftströme um das Gewächshaus herum erfordern höhere Anforderungen an die Isolation. Der Platz, an der das Gewächshaus errichtet werden soll, sollte daher auf Sonneneinstrahlung und auch auf Windeinwirkungen geprüft werden, und zwar zu unterschiedlichen Jahreszeiten an jeweils mehreren Tagen. Im Zweifel können Sie Windbrechereinrichten, zum Beispiel kleine Hecken, vereinzelte Büsche oder auch Sichtschutzwände. Achten Sie darauf, dass diese nicht zu hoch sind, damit die Sonneneinstrahlung nicht gestört wird.

 

Keine Hanglage

Soll das Gewächshaus auch in der kalten Jahreszeit genutzt werden, ist ein Bau in Hanglage nicht empfehlenswert. Die kalte Luft “fließt” den Hang hinab und hüllt das Gewächshaus darin ein. Damit steigt die Frostgefahr, und die geringe Temperatur in der Umgebung muss durch kostspieliges Heizen ausgeglichen werden.

 

Nicht unter großen Bäumen

Große Bäume führen nicht nur zu einer unerwünschten schattigen Lage des Gewächshauses. Es können darüber hinaus Äste herabstürzen und die Eindeckung des Gewächshauses beschädigen. Herabfallende Nadeln und Blättern führen außerdem zu erhöhter Verschmutzung der seitlichen und der Dachflächen. Damit verringert sich einerseits die Lichtdurchlässigkeit, andererseits erhöht sich der Aufwand für Reinigung und Pflege.

11. Gewächshaus – beheizt oder unbeheizt?

Hinsichtlich der Innentemperatur wird zwischen drei Gewächshaustypen unterschieden:

Kalthäuser werden lediglich frostfrei gehalten und verfügen über keinerlei aktive Heizsyssteme.

Temperierte Gewächshäuser bieten mit Hilfe von aktiver Beheizung eine ganzjährige Mindesttemperatur.

Treibhäuser bilden die höchste Ausbaustufe und sind so ausgestattet, dass die Temperatur im Inneren ganzjährig etwa 20 Grad Celsius beträgt.

 

11.1 Ermitteln Sie den Wärmebedarf

Um die Temperatur im Inneren des Gewächshauses auf das angestrebte Niveau zu bringen und dort zu halten, sind gewisse Energiemengen aufzubringen. Die Wärmezufuhr ist fortlaufend aufzubringen und wird von drei Faktoren wesentlich beeinflusst:

  • die Größe der transparenten Flächen,
  • den isolierenden Wert der Eindeckung
  • die Temperaturunterschiede innen und außen.

Um den Energiebedarf in Watt zu ermitteln, eignet sich die folgende Formel:

k-Wert der Eindeckung x Größe der Glasfläche in Quadratmetern x Differenz zwischen der Außen- und Innentemperatur in Grad Celsius

Vom Ergebnis hängt die Wahl einer geeigneten Heizanlage ab. Ist die Anlage zu klein, kann die gewünschte Innentemperatur nicht erreicht werden. Für die Pflanzen im Gewächshaus bedeutet dies, dass sie am Wachsen gehemmt werden oder sogar eingehen.

 

11.2 Die unterschiedlichen Heiz-Konzepte

Bei der Wahl des richtigen Heizsystems sollten Sie die folgend genannten Punkte unbedingt berücksichtigen:

  • Wie wirtschaftlich ist die jeweilige Art der Beheizung?
  • Wie hoch ist der Aufwand für die Installation und für die Instandhaltung?
  • Eignet sich die jeweilige Heizart für den geplanten Zweck des Gewächshauses?
  • Wird die Deckung des Wärmebedarfs durch das Heizsystem sichergestellt?

Die Warmwasser-Heizung

Kann das Gewächshaus über das Rohrleitungssystem an die Hausheizung angeschlossen werden, profitieren Sie gleich von mehreren Vorteilen: Bezogen auf die laufenden Kosten ist dies die preiswerteste Variante. Außerdem werden kaum zusätzliche Wartungsarbeiten erforderlich, und die Temperatur im Gewächshaus kann mühelos auf einem bestimmten Niveau gehalten werden.

Für diese Variante wird das Gewächshaus mit einem Rohrleitungssystem ausgestattet. Das durchströmende heiße Wasser sorgt für eine schonende Erwärmung, die sich gleichmäßig verteilt.

Der Installationsaufwand ist jedoch vergleichsweise hoch. Die Heizkreisläufe für Haus und Gewächshaus müssen separat funktionieren, denn das Gewächshaus wird hauptsächlich nachts beheizt, das Haus jedoch tagsüber. Die Rohrzuleitungen müssen zum Gewächshaus hin verlegt und optimal isoliert werden, um Verluste bei der Energieübertragung weitestgehend zu vermeiden. Solche Vorhaben erfordern in der Regel die Beratung und Unterstützung durch einen Fachmann, wodurch zusätzliche Kosten entstehen.

 

Der Öl-Einzelofen

Das Gewächshaus mit einem Öl-Ofen zu beheizen, kommt im Prinzip nur dann in Frage, wenn auch die Heizung im Wohnhaus mit Öl betrieben wird. Andernfalls muss speziell für die Heizung des Gewächshauses ein Brennstoff-Vorrat angelegt werden.

Davon abgesehen bringt ein Ölofen durchaus Vorteile mit sich. Er weist einen eigenen kleinen Öltank und eine Brennkammer auf und ist damit von anderen Anschlüssen unabhängig. Sobald das Öl in der Brennkammer verbrennt, wird die Energie als Strahlungswärme an die Umgebung abgegeben.

Bei der Verbrennung von Öl entstehen schädliche Gase, die ins Äußere abgeleitet werden. Daher ist eine Abgas-Abfuhr zwingend einzuplanen. Auch sind Ölheizungsanlagen regelmäßig vom Schornsteinfeger zu überprüfen.

 

Heizen mit Gas

Im Vergleich zum Ölofen ist der Wirkungsgrad eines Gasofens wesentlich höher. Der Gasofen wird entweder über Gasflaschen mit dem nötigen Brennstoff versorgt oder über einen Vorratstank, der sich außerhalb des Gewächshauses befindet. Gas verbrennt praktisch rückstandslos, so entstehen also auch keine giftigen Gase im Gewächshaus. Der CO2-Gehalt im Inneren steigt zwar an, die Pflanzen sind für diese Tatsache jedoch dankbar, da sie CO2 für die Photosynthese benötigen.

 

Die Stromheizung

Elektrogebläse oder Elektrogebläse-Umluftheizungen zählen zu den kostspieligsten Heizformen. Daher sollte vorab unbedingt geprüft werden, ob sich diese Heizart wirklich lohnt. Strom- bzw. Elektroheizungen kommen im Prinzip nur dann in Frage, wenn sie nur im Frühjahr und im Herbst eingeschaltet werden, damit sie die Innentemperatur um ein paar Grad erhöhen.

Soll das Gewächshaus also lediglich frostfrei gehalten werden, sind die Vorteile einer Stromheizung durchaus überzeugend:

  • Der Installationsaufwand ist gering. Bei der Mehrzahl der elektrischen Heizsysteme handelt es sich um mobile Geräte, die einfach an die Steckdose angeschlossen werden.
  • Die Kosten für die Anschaffung und für die Instandhaltung sind gering.
  • Korrosionsfreie Heizgeräte sind für den Einsatz in Feuchträumen ausgelegt und gewährleisten eine entsprechend lange Lebensdauer.
  • Heizgeräte, die temperaturgesteuert sind, benötigen keine ununterbrochene Aufsicht. Sie schalten selbstständig ein und aus, sobald bestimmte Temperaturgrenzen erreicht sind.
  • Das Vorhalten von Brennstoffen entfällt.
  • Die Bauweise ist platzsparend, es wird keine nutzbare Fläche verschenkt.
  • Bei der Wärmeerzeugung entstehen keine Abgase.

Heizen mit Holz

Zum Beheizen eines Gewächshauses eignet sich ein Holzofen prinzipiell gar nicht, da die Nachteile deutlich überwiegen:

  • Ein temperaturgesteuertes Heizen ist nicht möglich, die Heiztemperatur muss daher regelmäßig manuell überprüft und durch das Nachlegen von Brennmaterial erhöht werden.
  • Die Hitze in der unmittelbaren Nähe des Holzofens ist sehr hoch. Hier können keine Pflanzen aufgestellt werden, die Fläche ist daher nicht nutzbar.
  • Die Installation einer Rauchabfuhr in Form eines Schornsteins ist zwingend notwendig.

Die Bodenheizung

Sie wird auch als Vegetationsheizung bezeichnet, eignet sich jedoch nur bedingt für ein Gewächshaus. Bei diesem System werden Rohre und Schläuche aus Kunststoff in unmittelbarer Nähe der Pflanzen in der Erde verlegt. Das durchströmende warme Wasser versorgt die Wurzeln der Pflanzen mit Wärme und fördert deren Aktivität sowie den Stoffwechsel. Gelegentlich kommen Heizstäbe aus Metall zu Einsatz, die auf elektrische Weise die Wärme erzeugen.

Zum Erwärmen der Luft im Gewächshaus eignet sich diese Heizart nicht.

 

12. Tipps zur Einrichtung und hilfreiches Zubehör

Natürlich kann das Gewächshaus nach eigenem Ermessen eingerichtet werden. Der Kreativität sind dabei keinerlei Grenzen gesetzt. Dennoch möchten wir hier einige Ideen ansprechen, die sich in der Praxis als besonders hilfreich erwiesen haben.

 

12.1 Gehwege

Die Anlage eines Mittelgangs entlang der Längsachse bringt durchaus Vorteile mit sich. Das Betreten der Beete ist nur in Ausnahmefällen notwendig, die Beete auf der linken und rechten Seite des Weges lassen sich bequem erreichen. Darüber hinaus lässt sich eine Schubkarre problemlos innerhalb des Gewächshauses bewegen.

Als Material für die Gehwege eignen sich Naturstein, Schotter oder auch Steinplatten. Baumärkte bieten darüber hinaus so genannte Rollwege aus Holz, die einer liegenden Hängebrücke ähneln.

Damit die Gehwege von Schmutz weitestgehend befreit bleiben, sollten sie etwas höher angelegt sein als die Beete selbst. Alternativ können sie mit Randsteinen eingefasst werden.

 

12.2 Die Form der Beete

Das Grundbeet ist die einfachste Art, ein Beet anzulegen. Es befindet sich am Boden des Gewächshauses und wird direkt im natürlichen Erdreich errichtet. Es kann leicht vom Mittelgang aus bearbeitet werden. Grundbeete können mit schmalen Seitenwegen voneinander getrennt werden, flache Natursteinplatten eignen sich als Trittflächen im Bett selbst.

Beete, die nicht ebenerdig gelagert sind, werden als Bankbeete bezeichnet. Sie kommen zum Einsatz, wenn eine rückenschonende Arbeit gewünscht ist oder die Pflanzen gut sichtbar gezeigt werden sollen. Besitzt das Gewächshaus einen hochgemauerten Sockel, kann auch im Inneren eine Mauer auf diese Höhe gezogen werden. Dieser Sockel eignet sich hervorragend für die Anlage eines Bankbeets.

 

12.3 Pflanztische, Regale & Co.

Tische und Regale sorgen für eine optimale Raumausnutzung im Gewächshaus. Sie bieten eine ergonomische Arbeitshöhe und zusätzliche Ebenen für die Anzucht von Pflanzen. Weiterhin lassen sich hier Kästen mit Saatgut abstellen. Zimmerpflanzen finden hier einen schönen Platz für die Sommermonate, und als Ablagefläche eignen sich Regale und Tische ohnehin immer gut.

Tische, Regale und sonstige Einrichtungsgegenstände werden im Gewächshaus stark beansprucht. Beim Kauf sollte daher auf gute Qualität geachtet werden. Empfehlenswert sind Materialien wie verzinkte Stahlgitter mit Rahmen aus Aluminium. Die Gitter lassen viel Licht durch und sorgen für eine optimale Wärmezirkulation. Werden sie mit Haltelaschen an den Profilen des Gewächshauses befestigt, ist eine gute Stabilität gewährleistet.

Zu den weiteren Ausführungen zählen Hängetische und Hängeregale, die heruntergeklappt werden können, wenn sie nicht gebraucht werden. Zwar sind diese nicht so belastbar, dafür aber preiswert und platzsparend.

Empfehlenswert ist ein Regal, das für Utensilien und Hilfsmittel reserviert ist. Hängekörbe, die eingehakt werden können, bieten Platz für Werkzeuge, Handschuhe und vieles mehr.

Zum Aussäen, Pikieren, Ein- und Umpflanzen bietet sich ein Pflanztisch mit unterschiedlichen Ablageflächen an. Hier können Töpfe, Saat- und Pikierschalen, Packungen mit Düngemitteln, Samen und Setzlinge optimal aufbewahrt werden und sind jederzeit griffbereit.

 

12.4 Rankhilfen

Tomaten, Bohnen, Gurken und weitere Pflanzen wachsen schnell in die Höhe und benötigen Unterstützung, damit sie nicht abknicken können. Im Handel finden sich dafür Spiralstäbe, Stangen und ähnliche Hilfsmittel; als wirklich komfortabel haben sich jedoch Ranknetze erwiesen. Sie sind in der Regel aus hochwertigem Polyethylen gefertigt und werden in unterschiedlichen Größen und Stärken angeboten. Die Netze werden mit Ösen oder Clips an den oben befindlichen Gewächshausprofilen befestigt.

Alternativ eignen sich Rankhilfen aus stabilem und dennoch leichtem Aluminium. Sie werden an die Deckenprofile angeschraubt und mit Bambus- oder Holzstangen versehen. Rankgemüse wie Tomaten, Bohnen, Gurken etc. lassen sich mit Schnüren mühelos in die richtige Richtung leiten.

 

12.5 Bewässerung der Pflanzen im Gewächshaus

Wer keinen Wasseranschluss an der Außenseite des Hauses zur Verfügung hat, kann eine Regentonne nutzen – die ohnehin sparsamere Variante. Für die optimale Nutzung einer Regentonne eignet sich ein Anschluss am Fallrohr der Hausdachrinne. Ist das Gewächshaus größer, kann auch hier eine Regenrinne angebracht werden, so steht die Regentonne in unmittelbarer Nähe. Regentonnen sind in den unterschiedlichsten Varianten erhältlich. Allerdings verfügen alle Modelle über Zu- und Ablaufsysteme, mit denen sich die Gießkannen bequem füllen lassen.

Die automatische Bewässerung ist die komfortabelste Lösung. Direkt in den Beeten werden so genannte Tropfschläuche verlegt, die mit einem Zuleitungsschlauch verbunden werden. Dieser wiederum wird am Wasserhahn oder an der Regentonne angeschlossen. Ein Bewässerungscomputer ermöglicht eine vollautomatische Steuerung von Zeitpunkt und Dauer der Bewässerung.

Für Pflanzen, die besonders viel Wasser benötigen, eignen sich Aquaringe besonders gut, denn sie ermöglichen das gezielte Bewässern.

 

12.6 Aussäen und Pikieren

Anzuchtschalen und -kästen werden in den unterschiedlichsten Ausführungen angeboten. Es gibt preiswerte Kästen aus Kunststoff mit Abdeckhaube, Quelltöpfe aus Torf und Kokosfasern und sogar spezielle Anzuchtkästen, die per Thermostat gesteuert werden und über einen integrierten Wasserspeicher verfügen. Bei der Auswahl helfen nur die jeweiligen Anforderungen und die persönlichen Vorlieben, denn wirklich falsch machen kann man hier nichts.

Beim Pikieren ist es wichtig, dass die Sämlinge nicht beschädigt werden. Ein Pikierstab leistet hier wertvolle Hilfe. Mit einem Pikierstab können die Sämlinge herausgehoben und umgesetzt werden. Der neue Wuchsplatz kann außerdem mit dem Stab entsprechend vorbereitet werden.

 

Und was es sonst noch so gibt

Gartenwerkzeuge wie Spaten, Handschaufel, Hacke, Gartenschere und vieles mehr gehören zur Grundausstattung eines Gewächshauses. Wichtig ist auch ein Messgerät, mit dem die Temperatur und die Höhe der Luftfeuchtigkeit festgestellt werden kann.

Darüber hinaus sind folgende Utensilien und Einrichtungen hilfreich:

  • Schattiernetze
  • Umluft-Ventilatoren
  • Pflanzenleuchten
  • Leimtafeln gegen Schädlinge

 

Fazit

Um das richtige Gewächshaus zu finden, sind folgende Kriterien und Überlegungen wichtig:

  • Wozu benötige ich das Gewächshaus? Zum ganzjährigen Gärtnern, zur Aufzucht von Jungpflanzen oder zum Überwintern?
  • Wie viel Platz steht dafür zur Verfügung?
  • Welches Material eignet sich für meine Bedürfnisse?
  • Wie hoch ist mein verfügbares Budget?

Im Prinzip spielt es keine Rolle, ob Sie ein großes Gewächshaus im Garten wünschen oder lediglich Platz für ein Mini-Gewächshaus für das Zimmer oder den Balkon bieten können.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen, beim Kauf auf wirklich gute Qualität zu achten und im Zweifel etwas mehr Geld für hochwertige Materialien zu investieren. Beziehen Sie bei Ihrer Suche nach dem richtigen Produkt auch die Bewertungen von Kunden mit ein, die in der Regel ihre ehrliche Meinung äußern und hilfreiche Tipps aus der Praxis geben.