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Mini Gewächshaus – Test-Übersicht, Preise und Vergleich

Gewächshaus Mini - Ratgeber 2019

Mini Gewächshaus – Ratgeber 2020

 

Das Mini Gewächshaus findet sich, nachdem es lange Zeit ein wenig beachtetes Schattendasein gefristet hat, heute in zahlreichen Variatonen und Größen, in verschiedenen Materialien und ausgerüstet mit wenig mehr als einem Deckel oder auch mit luxuriöser Ausstattung. Dass es solche Mini Gewächshäuser erst seit Kürzerem gebe, ist allerdings ein weit verbreiteter Irrtum. Der in London geborene Arzt Dr. Nathaniel Ward erfand die pittoresken Häuschen, die wir heute gelegentlich als Dekorationsgegenstand vorgesetzt bekommen, um 1830, als er mit allerlei Pflanzen und Methoden zu ihrer Aufzucht experimentierte. Er fand heraus, dass Pflanzen in geschlossenen Gefäßen mit Glasdeckel und vielleicht auch mit gläsernen Seitenteilen deutlich schneller und besser keimen und gedeihen als in herkömmlichen Behältnissen, zumal wenn es sich um tropische Gewächse handelt. Zwar hatte dieses “Gewächshaus-Prinzip” schon etwa fünf Jahre vor ihm der Schotte Alan Maconochie anhand eines Holzkastens mit Glasdeckel entdeckt, aber aus Bescheidenheit schwieg Maconochie, und so wurde nicht seiner, sondern der “Ward’sche Kasten” berühmt. In solchen Kästen verschickte Ward sogar einmal Pflanzen nach Übersee. Die Kästen wurden ein ganzes Jahr lang nicht geöffnet, und die Pflanzen wurden nicht gegossen. Nach einem Jahr auf Reisen waren sie so frisch und kräftig wie zuvor.

 

Wofür ist ein Mini Gewächshaus notwendig, und wie funktioniert es?

Eine vollständige Übersicht zu Gewächshäusern, den unterschiedlichen Ausführungen und der funktionsweise finden Sie hier: Gewächshaus

Uns scheint es heute banal, aber zu Wards und Maconochies Zeiten war es noch gar nicht so richtig klar, wozu so etwas wie ein Mini Gewächshaus nötig sein sollte. Es war deshalb unklar, weil es große Gewächshäuser schon lange gab. Zu Zeiten der römischen Antike, also vor gut und gerne 2000 Jahren, hatte ein Autor namens Lucius Iunius Moderatus Columella, der sich mit Landwirtschaftsfragen befasste, darauf hingewiesen, dass es möglich sei, kälteempfindliche Pflanzen (nicht überall in Italien ist es ganzjährig warm oder gar heiß) einfach dadurch über die kalte Jahreszeit zu bringen, dass man sie auf Räder stellt und zur rechten Zeit in warme Häuser bringt. Von dem, was wir heute als Gewächshäuser kennen, gibt es Vorläufer seit dem 15. Jahrhundert, damals noch vorzugsweise in Form von sogenannten Orangerien, weil vor allem Südfrüchte wie Orangen an den Höfen in Europa begehrt waren und dem entsprechend nach Möglichkeit kultiviert wurden. Echte Gewächshäuser im heutigen Sinn gibt es ungefähr seit dem 17. Jahrhundert. Holland mauserte sich damals mit Hilfe solcher Glashäuser zum führenden Ananas-Produktionsland in Europa.

Was aber soll nun der Vorteil der Mini Gewächshäuser von Dr. Ward sein? Ganz einfach: übliche Gewächshäuser sind groß und schwer und unverrückbar. Der “Ward’sche Kasten” dagegen ist klein und transportabel. Man muss das Besondere also nicht im immer im Großen suchen. Das Prinzip Gewächshaus ist im Großen wie im Kleinen das Selbe: der geschlossene Kasten oder das geschlossene Gebäude, mit lichtdurchlässigem Material wie Glas oder Kunststoff verkleidet (Doppelstegplatten sind dafür besonders geeignet) lässt das Licht hinein, aber nicht ohne Weiteres wieder hinaus. Zumindest die Wärme, die das Licht im Inneren erzeugt, bleibt auch im Inneren. Das Gleiche gilt für die Feuchtigkeit.

Wie in vielen Fällen kommt es auch beim Gewächshaus auf die richtige Handhabung an. Der Lichteinfall muss konsequent beobachtet und gegebenenfalls gesteuert werden, sei es durch Umstellen (beim Mini Gewächshaus im Gegensatz zu seinem “großen Bruder” kein Problem), sei es durch Tünchen mit weißer Farbe oder Kalkbrühe oder auch durch Abdecken mit Rohrmatten. Die Temperatur muss genau verfolgt werden, damit es die Pflanzen nicht zu kühl, aber auch nicht zu heiß haben, je nachdem, was für Pflanzen das Haus bewohnen. Schließlich ist auch auf die Luftzirkulation zu achten. In einem Gewächshaus im Garten nehmen es Tomaten und Gurken extrem übel, wenn nicht ausreichend gelüftet wird. Schimmel und Fäule, vor allem die Kraut- und Braunfäule, gehören zu den perfidesten Schädlingen, die eine ganze Kultur in kürzester Zeit befallen und vernichten können. Fürs Mini Gewächshaus gilt prinzipiell das Gleiche. Dass die Pflanzen, die Ward verschickte, unter den damals gegebenen Umständen nicht zu Schaden kamen, mutet heute beinahe wie ein Wunder an. Vielleicht waren die entsprechenden Mikroorganismen bis dahin noch nicht so weit verbreitet wie heute.

 

Vom einfachen Plastik-Kasten bis zum filigranen Metall-Pavillönchen

Nach langen Jahren, sogar Jahrzehnten der Abstinenz, in denen nur wenige Menschen vom Gewächshaus mini Kenntnis nahmen, erleben diese manchmal sehr einfachen, oft aber äußerst dekorativ gestalteten “Kästen”, wie Ward sie genannt hatte, inzwischen eine lebhafte Renaissance. Was für eine Ausführung sich der Interessent aussucht, hängt ganz vom Verwendungszweck und vom vorhandenen Platz ab. Auch der Standort und damit das zur Verfügung stehende Licht spielen dabei eine große Rolle. Im Wesentlichen lassen sich zwei Arten von einem Mini Gewächshaus unterscheiden: solche, die einfach nur hübsch und dekorativ aussehen und vielleicht an einen chinesischen oder japanischen Pavillon erinnern sollen, und solche, die trotz ihrer geringen Größe mindestens zur Aussaat und vielleicht noch zur weiteren Heranzucht von Pflanzen für den heimischen Garten geeignet sind, die also einen durchaus praktischen Nutzen haben.

 

Das Mini Gewächshaus als veritables Kunstwerk

Das Mini Gewächshaus dient oft als Dekoration.

Das Mini Gewächshaus dient oft als Dekoration.

Ein rein dekoratives Mini Gewächshaus wird häufig aus Blechen, meist in Pastelltönen lackiert, hergestellt. Sie kommen gerne mit allerlei üppigen Schnörkeln daher und machen das Häuschen zu einem auffallenden Hingucker auf der Fensterbank oder im Wintergarten. Es gibt Standmodelle, aber auch solche, die an einem Haken aufgehängt werden können, und die manchmal an die hübschen Vogelbauer verganener Zeiten erinnern. “Vintage” ist das Stichwort, und es findet auch hier durchaus passend Anwendung. “Retro” hieß es noch vor wenigen Jahren. Heute wird der Bezeichnung “Vintage” der Vorzug gegeben. Es kling wohl einfach hübscher. Dass solche Deko Gewächshäuser meistens eigentlich nur zum Ansehen gedacht sind, heißt nicht, dass man nicht auch einen Blumentopf oder sonst ein Gewächs dahinein platzieren könnte. Einen wirklich praktischen Nutzen in gärtnerischer Hinsicht haben diese Häuschen im Allgemeinen allerdings nicht. Es ist wie mit Frauen: Zu allererst zählt, dass sie schön sind… Ein solches Vintage Mini Gewächshaus ist kaum ein banales Gewächshaus, sondern oft – und das hat es dann wiederum mit Frauen gemeinsam – ein veritables Kunstwerk.

 

Die Zahl der angebotenen Modelle ist Legion

Gewächshäuser mini gibt es in so vielen Ausführungen, dass eine komplette Übersicht kaum möglich ist. Ihre Zahl ist buchstäblich Legion. Gerade von den zum Gärtnern im Kleinen gedachten Häuschen existieren unendlich viele Varianten. Zwei der populärsten sind vermutlich das Fensterbrett-Gewächshaus und das einem richtigen Gewächshaus ähnelnde, ziemlich niedrig gehaltene “Haus” mit Giebeldach. Das ist meistens komplett aus glas-ähnlichem Kunststoff hergestellt, hat im Allgemeinen einen Rahmen aus Aluminium, und die beiden Dachflächen können üblicherweise nach oben geklappt werden. Auf diese Art kann das Mini Gewächshaus erstens leicht befüllt und zweitens anschließend nach Belieben belüftet werden. Das ist wichtig, damit es (siehe oben) zu keiner Fäulnis im Inneren kommt. Bei allen Varianten ist darauf zu achten, dass sie nicht dem prallen Sonnenlicht ausgesetzt werden. Ein Gewächshaus, sei es ein klitzekleines, sei es das große im Garten, dient dazu, den Pflanzen darin Licht und Wärme zu geben, aber mit Maß und Ziel. Zuviel direkte Sonneneinstrahlung kann die Pflanzen regelrecht verbrennen. Zu wenig Licht dagegen ist ebenso schlecht. Dann entwickeln die Keimlinge lange, dünne Triebe, weil sie sich nach Licht sehnen. Dabei verlieren sie aber ihre Kraft und werden kaum zu kräftigen Pflanzen. Auch zuviel Feuchtigkeit wirkt sich schnell schädlich aus, weil die Wurzeln von Fäule befallen werden können. Staunässe vertragen die wenigsten Pflanzen. Den meisten Gewächshäusern mini, egal, welcher Art, ist deshalb gemeinsam, dass sie eine Bodenwanne haben, die unter dem Gewächshaus herausgenommen und separat geleert werden kann. So sollte es jedenfalls bei einem wirklich guten, benutzbaren Gewächshaus sein. Es ist kein Fehler, beim Aussuchen des geeigneten Modells auf dieses Detail zu achten.

 

Kunststoff hat beim Mini Gewächshaus viele Vorteile

Es wird seit längerem immer heftiger darüber diskutiert, welche Rolle Kunststoff in Zukunft in unserem Leben spielen soll. In der allgemeinen Hysterie, die sich dabei zuletzt breit gemacht hat, wird eine Kleinigkeit übersehen: Kunststoff ist vom Übel, wenn er einmal verwendet wird, zum Beispiel in Form von Gemüse- oder Obsttüten im Supermarkt, und anschließend weggeworfen wird. Gegenstände wie ein Mini Gewächshaus sind aber nicht zum Wegwerfen gemacht, sondern zum Behalten, und zwar so lange wie möglich. Bei sorgfältiger Handhabung kann ein solches Gewächshäuschen Jahre und unter Umständen sogar Jahrzehnte lang halten. Es liegt mehr oder weniger am Benutzer. Kunststoff als Grundstoff für solche Artikel hat nennenswerte Vorteile gegenüber anderen Materialien: Er ist leicht; Er ist je nach Ausführung haltbar und kann nicht so leicht kaputt gehen wie Glas, das außerdem viel schwerer ist; Er kann leicht gereinigt werden. Natürlich nimmt Kunststoff nach und nach eine Patina an, ähnlich wie Metall. Das ist unvermeidbar, hat aber mit Reinlichkeit und Hygiene, die es auch beim Gärtnern zu beachten gilt, nichts zu tun. Auch wenn der Kunststoff bald etwas angegriffen wirkt, so ist er doch nach sorgfältigem Abwaschen und Trockenreiben sauber und bietet dann schädlichen Bakterien, Schimmel und so weiter, keine wirkliche Angriffsfläche. Es kommt also auch hier auf den Benutzer an.

 

Die Umstände entscheiden

Die Umstände von einem Mini Gewächshaus entscheiden.

Die Umstände von einem Mini Gewächshaus entscheiden.

Für welche Art Mini Gewächshaus du dich auch immer entscheiden magst: mach dir ruhig die Mühe, dich ein wenig mit den Umständen drum herum zu beschäftigen.

  • Wozu genau soll dein Mini Gewächshaus dienen?
  • Wo sollte es demnach stehen?
  • Genügt die Fensterbank?

Es gibt Modelle, die eigens für Fensterbankbreite konzipiert sind. Reicht eine einfache “Kiste” mit Deckel, oder darf es etwas mehr sein? Wie wär’s mit zusätzlicher Beleuchtung, weil dein Fenster nicht genug Licht hereinlässt? Wie wär’s mit einem Thermometer zur besseren Kontrolle? Selbst für Mini Gewächshäuser scheinbar einfachster Bauart gibt es vielfach technische Zutaten, an die der Laie oft nicht ohne Weiteres gedacht hätte. Das Thermometer ist nur ein Beispiel. Manche dieser miniaturisierten Zuchtanstalten haben sogar neben dem Thermometer noch einen Hygrometer. Schaden kann es nicht. Ob du so etwas brauchst, hängt davon ab, was genau du vorhast. Jedenfalls lohnt sich beim Sich-Informieren der eine oder andere Blick auf die Details.

Das simpelste Mini Gewächshaus kann eine einfache Plastikwanne mit Deckel sein, aber eine ähnlich simple Plastikwanne kann durchaus mit “Hightech” ausgerüstet sein, von anspruchsvolleren Modellen ganz zu schweigen.

 

Es werde Licht – aber bitte nicht zuviel davon!

Das mit dem Licht ist eine ganz eigene Geschichte, die zu berücksichtigen sich auch beim Erwerb eines Mini-Gewächshauses lohnt. Wie schon erwähnt, sollten solche Gewächshäuschen viel Licht erhalten, aber nicht im prallen Sonnenlicht stehen – ein Gegensatz, der manchmal gar nicht so einfach zu lösen ist. Zu pralle Sonne: unbedingt durch Abschattung schützen, klar. Aber was ist bei zu wenig Licht? Die Wohnung hat einfach keine Fensterbank nach Süden hin? Dumm gelaufen… Nein, glücklicherweise gibt es auch da eine Lösung. Wo ein Mini Gewächshaus an einer zu dunklen Stelle steht, dort leistet eine zusätzliche Beleuchtung Abhilfe. Hilfreich ist es, sich rechtzeitig zu erkundigen, welche Art von Beleuchtung am ehesten in Frage kommt. Häufig wird das eine Blaulicht-Lampe sein. Blaulicht tut vielen Pflanzen gut, wobei nicht jeder Wohnungsinhaber glücklich über Blaulicht ist. Menschen sind keine Pflanzen. Simple Neon-Röhren oder andere Beleuchtungsmittel können oft ebenso dienlich sein. Im Zweifelsfall nützt ein wenig Experimentieren.

 

Es gibt für das Perfekteste immer noch eine Steigerung

Es könnte ja durchaus sein, dass das Mini Gewächshaus in einer Wohnung landet, in der partout nicht genug Licht vorhanden ist, siehe oben, in die die Sonne auch den ganzen Tag über nicht lange genug und nicht im passenden Winkel hineinscheint, so dass keine ausreichende Erwärmung zustande kommen kann. Mini Gewächshaus Fehlanzeige? Nicht unbedingt. Selbst für die ausgefallensten Probleme kennen unsere modernen Zeiten oft durchaus eine Lösung. In diesem Fall ist sie ganz einfach: Auch für Mini Gewächshäuser, wie für andere “Gebäude”, gibt es längst Heizungen. Im einfachsten Fall handelt es sich um eine an den Strom angeschlossene Heizmatte. Andere, technisch noch ausgefeiltere Lösungen sind ebenfalls verfügbar. Bei Mini Gewächshäusern gilt das Selbe wie bei vielen anderen Dingen: Es gibt wenig, was es nicht gibt.

 

Der entscheidende Faktor ist immer noch der Mensch

Mini Gewächshäuser gibt es wie Sand am Meer. Es hat aber keinen Sinn, sich einfach irgend eines ins Zimmer zu stellen. Ohne ein wenig Überlegung und Planung kann das schnell im Desaster enden. Der menschliche Faktor ist immer der Entscheidende. Willst du nur einfach Deko? Dann hast du kein Problem. Willst du ein wenig praktischen Nutzen – dann lohnen sich Nachdenken und Planen. Mini Gewächshäuser gibt es in Hülle und Fülle. Das Passende will gut ausgesucht sein.

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