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Großes Immergrün Pflegen – Eine Pflanze für wenig Licht

Das Große Immergrün (Vinca major) gehört zur Familie der Hundsgiftsgewächse und ist ursprünglich im nördlichen und östlichen Mittelmeerraum beheimatet. Die winterharte Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu 30 Zentimetern. Die lederartigen, glänzenden und dunkelgrünen Blätter werden bis zu sieben Zentimeter lang und besitzen eine eiförmige Form mit einer breiteren Basis. Die Blattadern zeigen ein helleres Grün.

Spezielle Züchtungen bilden weiß-grüne und gelb-grüne Blätter aus. Im Frühjahr zeigen sich vereinzelte, fünfsternige, weiße oder lila- bis blaufarbene Blüten, die auf Stängeln über das geschlossen Blattwerk hinausragen. Nach der Blüte entstehen an jedem Stiel zwei Früchte, welche die Samenkapseln enthalten. Alle Teile der Pflanze sind giftig und bilden eine Gefahr für unbeaufsichtigte Kinder und Haustiere.

Großes Immergrün – Standort

Die Pflanze benötigt einen schattigen bis halbschattigen Standort. Etwas Sonne schadet nicht, aber ein zu sonniger Standort macht die Pflanze anfällig für Krankheiten und führt zur Bildung von braunen Flecken auf den Blättern. Die Züchtungen mit helleren Blättern sollten nicht zu schattig stehen, da sie sonst nur noch dunkelgrün gefärbte Blätter bilden. Die Pflanze breitet sich schnell mithilfe der bis zu einem Meter langen, kriechenden Triebe aus.

Diese bilden bei Kontakt mit dem Boden Wurzeln und haften sich fest. Durch ihren schnellen Wuchs bildet die Pflanze eine kompakte Blattfläche und kann dadurch auch unattraktive Lücken im Garten überdecken. Der Boden sollte humusreich, durchlässig, sandig und nicht zu feucht sein. Ein zu dichter Boden lässt sich durch Untermischung von Kompost oder Sand auflockern.

Der Pflanzabstand sollte mindestens 30 Zentimeter betragen. Die Pflanze eignet sich gut als Unterpflanzung für Bäume und Sträucher und kommt auch mit einem Platz im Kübel zurecht. Der Topf sollte über eine ausreichende Drainage verfügen, beispielsweise eine Schicht aus Kieseln oder Blähton im unteren Bereich. Als Erde reicht handelsübliche Blumenerde auf Kompostbasis völlig aus.

Großes Immergrün – Gießen

Längere Trockenheit schadet dem Großen Immergrün. Wässern in der Mittagshitze sollte vermieden werden. Die Pflanze sollte nur dann gegossen werden, wenn der obere Bereich der Erde ausgetrocknet ist. Staunässe führt zu Pilzerkrankungen an den Wurzeln und kann das Ende für die Pflanze bedeuten. Auch im Winter freut sich der Strauch an frostfreien Tagen über etwas Wasser. 

Großes Immergrün – Düngen

Die Pflanze benötigt relativ wenig Nahrung. Eine Kompostgabe im Frühjahr und zu Beginn des Herbstes reicht aus. Im Winter brauchen viele Arten einen leichten Frostschutz aus Laub oder Reisig, der von der Natur im Frühjahr in Dünger umgewandelt wird.

Großes Immergrün – Schneiden

Da das Große Immergrün schnell wächst und schwächere Nachbarpflanzen zurückdrängt, ist es manchmal erforderlich, der Ausbreitung durch einen Rückschnitt Grenzen zu setzen. Der richtige Zeitpunkt ist der Frühling kurz vor dem Austrieb. Der Rückschnitt fördert einen buschigen Wuchs der Pflanze. Auch ein umfangreicher oder bodennaher Rückschnitt schadet dem Großen Immergrün nicht.

Wegen seines dicken Laubes machen Schädlinge einen Bogen um die Pflanze, aber ein Befall durch Pilzkrankheiten ist möglich. Die Blätter werden dann welk oder rollen sich auf. In diesem Fall sollten die betroffenen Pflanzenteile großzügig entfernt und nicht über den Komposthaufen entsorgt werden. Die Krankheit kann auf natürliche Weise durch Übersprühen mit Brennesselsud bekämpft werden. Wenn dies nicht zum Erfolg führt, bietet der Fachhandel geeignete Präparate.

Großes Immergrün – Vermehren

Die Vermehrung findet durch Teilung im Frühling statt. Noch einfacher ist es, einen der angewurzelten Seitentriebe zu verwenden. Die Vermehrung über Stecklinge ist ebenfalls kein Problem. 15 Zentimeter lange Triebe werden im Sommer abgeschnitten und die Blätter im unteren Bereich entfernt. Dann setzt man den Steckling in feuchte Erde, wo er schnell Wurzeln bildet. Eine Vermehrung über Samen ist ebenfalls möglich, aber im Vergleich zu den anderen Methoden zu aufwendig.


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