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Gurken im Gewächshaus anbauen – Schritt für Schritt erklärt

Sie wollen Gurken im Gewächshaus anbauen? Dann sind Sie hier genau richtig. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Gurken richtig anbauen.
Sie wollen Gurken im Gewächshaus anbauen? Dann sind Sie hier genau richtig. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Gurken richtig anbauen.

Das Sortiment des Anbaus von Gurken im Gewächshaus ist groß. Besonders beliebt sind die glatten Salatgurken mit dem langen Körper – auch Schlangengurken genannt. Grundsätzlich ist das Gemüse für den Anbau im Gewächshaus sehr gut geeignet. Da es ursprünglich aus subtropischen Regionen stammt, benötigt es zum Gedeihen ein warmes Klima.

Wussten Sie, dass Gurken mit Zucchini, Melone und Kürbis verwandt sind? Wie diese Früchte besteht auch die Gurke überwiegend aus Wasser. Aus diesen Gründen ist sie so herrlich frisch und kalorienarm. Außerdem enthält sie reichlich Mineralstoffe, Spurenelementen und Vitaminen.

Gurken im Gewächshaus anbauen

Folgen Sie der Anleitung Schritt für Schritt, gelingt auch der Anbau der Gurken im Gewächshaus.

1. Das Gewächshaus herrichten

Planen Sie die Gurken im Gewächshaus schon im April anzubauen, wird eine Heizmöglichkeit notwendig. Das Gemüse ist ein Wärmeliebhaber und reagiert empfindlich auf kühle Temperaturen. Es benötigt Tag und Nacht Wärme.

Ein speziell eingedecktes Gewächshaus hilft beim Sparen von Heizkosten. Besitzen Sie ein solches Exemplar, müssen Sie weniger heizen als bei einem einfach eingedeckten. Bei einer solchen Ausführung können Sie zusätzlich isolierende Luftpolsterfolie gegen Kälte anbringen.

Neben der Kälte kann auch zu viel Hitze im Sommer den Pflanzen schaden. Dann ist Schatten notwendig. Dazu spannen Sie unter dem Gewächshausdach Drähte, an denen Sie schattierende Materialien (beispielsweise Stoff, Sackleinen oder Kunststoff ) anbringen. Im Handel sind gute Gewächshäuser erhältlich, die die für alle Jahreszeiten perfekt konstruiert sind.

2. Das Gurkenbeet herrichten

Bringen Sie ausreichend Erde in den Beeten aus. Die richtige ist:

  • locker, krümelig und humos
  • den richtigen Humus- und Nährstoffgehalt für einen guten Start der Pflanzen. Bei Bedarf untermischen sie etwas Kompost oder strohreichen Stallmist in die Erde
  • etwas Rindenmulch verbessert den Boden zusätzlich
  • Gurkenpflanzen mögen einen alkalischen Boden mit einem pH- Wert von 5,5 bis 7,5. Muss ein saurer Boden neutralisiert werden, kann vor der Bepflanzung Kalk eingearbeitet werden.

3. Die Gurken vorziehen

Möchten Sie die Schlangengurken ab der Aussaat anbauen, können Sie diese im beheizten Gewächshaus oder auf der Fensterbank in Töpfen und mit einer speziellen Anzuchterde vorziehen. Am besten geben Sie in jeden Topf 2 bis 3 Samen. Die richtige Zeit ist bereits ab 3 bis 4 Wochen vor dem Auspflanzen ins Beet.

Anschließend wässern Sie die Aussaat ausreichend, aber ohne Staunässe zu erzeugen. An den Standort Fensterbank sollte keine oder nur wenig direkte Sonne gelangen.
Beim Vorziehen führt eine hohe Keimtemperatur von wenigstens 20 Grad Celsius zum schnellen Keimerfolg. Nach dem Keimen stellen Sie die Pflänzchen etwas kühler stellen.

4. Die Gurken im Gewächshaus auspflanzen

Sie können Gurkenpflanzen im Gewächshaus auspflanzen, sobald diese eine ungefähre Höhe von 15cm haben.
Sie können Gurkenpflanzen im Gewächshaus auspflanzen, sobald diese eine ungefähre Höhe von 15cm haben.

– setzen Sie die Jungpflanzen ab Anfang April ins Gewächshaus. Ohne Heizung warten Sie bis Ende April oder bis Mai
– wählen Sie nur die kräftigsten Gurkensetzlinge aus. Sie sollten eine gute Höhe von mindestens 15 cm haben
– geeignet ist der wärmste Platz, vor Zugluft geschützt
– setzen Sie die Gurkenpflänzchen in den mittleren Bereich des Beetes – 1 bis 2 in Reihe auf 1 m². Der Abstand zueinander sollte circa 50 cm betragen.
– um die Temperatur zu erhöhen, breiten Sie schwarze Mulchfolie auf dem Boden um die Gurken aus. Wichtig ist, dass in der Folie Löcher oder Schlitze eingearbeitet sind. Dadurch kann eine Luftzirkulation stattfinden und das Gießwasser an die Wurzeln gelangen.

Wer möchte, kann zwischen den einzelnen Gurken verträgliche Pflanzen setzen. siehe Mischkultur.

5. Auf das Klima im Gewächshaus achten

Gurken vertragen keine kalten Füße. Herrscht im Gewächshaus eine Temperatur zwischen 20° und 25 ° Celsius, wachsen sie am besten und sind weniger anfällig für Krankheiten.

Außerdem darf die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch sein. Denn es könnte sich Kondenswasser bilden und Pilze die Gurken im Gewächshaus befallen. Ebenso wichtig ist ein ausreichender Luftaustausch.

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6. Die Gurken aufleiten und ausgeizen

Damit die Triebe schneller wachsen und mehr Blüten bilden, führen Sie die Gurkenpflanzen mit einer Rankhilfe gezielt nach oben ans Licht. Dazu spannen Sie einen Draht unter das Dach des Gewächshauses. An diesem befestigen Sie Schnüre, die bis zu den Gurkenpflanzen reichen und binden Sie die Schnüre unterhalb der Keimblätter fest. In Zukunft drehen Sie die Gurken einmal in der Woche vorsichtig in die Schnur.

Sobald die Pflanze das Gewächshausdach erreicht, kappen Sie die Spitze. Am Haupttrieb der Pflanze sollte höchstens 6 Gurken wachsen. Wichtig ist, dass die unterste Frucht mindestens 60 cm über dem Boden hängt. Das Entfernen ( Ausgeizen ) der Seitentriebe erhöht die Bildung der Früchte. Es sollten nur jeweils 1 bis 2 Fruchtansätze verbleiben.

Alternativ zum Draht kann auch ein Gurken-Gitter als Rankhilfe dienen. An dem Gitter finden gleich mehrere Pflanzen Platz. In der Regel besteht es aus stabilem, verzinktem Metall und besitzt einen praktischen Standfuß. Es lässt sich flexibel einsetzen.

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7. Die Gurken gießen und düngen

Gurken mögen eine ausgeglichene Wärme und eine regelmäßige Wassergabe, ohne Staunässe. Am besten gießen Sie am Morgen, damit das überschüssige Wasser beispielsweise auf den Blättern bis zum Abend abtrocknen kann.

Zum Düngen verwenden Sie einen organischen Naturdünger wie beispielsweise Kompost. Ebenso ist Flüssigdünger oder Brennesseljauche geeignet. Mit einem organischen Dünger können Sie die Pflanzen nicht überdüngen und bei Bedarf mehrmals nachfüttern.
Einen Hinweis auf Nährstoffmangel können aufgehellte Blätter und ein eingeschränktes Wachstum geben.

8. Auf Krankheiten und Ungeziefer achten

Aus die Gurken im Gewächshaus sind vor Krankheiten und Schädlinge nicht 100% sicher. Pilze, Keime, Bakterien, Spinnmilben, Thripsen und Blattläuse warten nur auf eine Gelegenheit, sich auf den Pflanzen auszubreiten. Das richtige feuchtwarme Klima, keine Staunässe und eine ausgeglichene Luftfeuchtigkeit stärken das Immunsystem. Am besten gießen Sie nur von unten, sorgen Sie für eine gute Luftzirkulation und düngen bei Bedarf.

Kontrollieren Sie die Gurkenpflanzen in regelmäßigen Abständen. Schauen Sie vor allem Blattunterseite an. Veränderte Farben und Formen, Gespinst und schwarze Punkte können ein Indiz von einem Schädlingsbefall sein. Je eher Sie eine Krankheit erkennen, desto besser gelingt die Heilung. Dann können Sie die Gurken im Gewächshaus frühzeitig mit Nützlingen oder anderen umweltverträglichen Maßnahmen bekämpfen und die gesunden Pflanzen schützen.

Die besten Arten zum Anpflanzen im Gewächshaus

Je nach Wunsch lassen sich Gurken im Gewächshaus in Form von Samen oder als bereits vorgezogenen Setzlingen anbauen. Empfehlenswert sind Setzlinge, da diese schon gut gewachsen und kräftig sind.

Um den besten Ernteertrag zu erzielen, sollten Sie bei Anbau und Pflege die geeignetsten Gurkensorten auswählen. Zu den herausragenden gehören die kernlosen F1- Hybriden und die bitterstofffreie Gurken. Die weiblichen blühenden Pflanzen brauchen keine Befruchtung und die Dauer der Keimung beträgt 5 bis 10 Tage. Dazu gehören:

  • Euphya F1: schnell wachsend und aromatische
  • Sudica F1: schmackhaft und sehr lang (bis 35 cm)
  • Conny F1: etwas kleiner, aber sehr ertragreich. Kann eingelegt werden

Falls Sie im Gewächshaus keine Heizmöglichkeit haben, sind auch Freilandsorten, wie beispielsweise die Sorte Tanja, möglich.

Einlegegurke, Conny F1
  • Aussaatort: Gewächshaus - Fensterbank/Freiland
  • Aussaatzeit: März - Juni
  • Ernte: Juni - Sept.
Gewächshaus Gurke Pindos F1 Treibhausgurken
  • Aussaat: Mitte Februar bis Mitte Mai
  • Inhalt: 6 Korn

Veredelte Gurkensorten

Die veredelten Gurkenpflanzen reagieren weniger empfindlich auf ein kühles Klima und sind widerstandsfähiger gegen Angriffe von Pilzen, Viren und Bakterien.

Beim Gartenfachhandel bekommen Sie eine Auswahl an Edelsorten. Die Veredelung erfolgt während der Zucht der Jungpflanzen, indem sie auf eine Unterlage aus einem Feigenblattkürbis gepfropft werden. Möchten Sie die Prozedur selbst wagen, erhalten Sie fertige Materialien und eine Anleitung beim Gartenfachhandel – auch online.

Kultivieren Sie Gurken im Gewächshaus naturnah, haben die Bioqualität und ein gutes Aroma. Sie können sie mehrmals im Jahr ernten. Die Früchte sind reif, wenn die Form gut ausgebildet und die Schale gleichmäßig und glatt ist. Nehmen Sie die Gurken von der Pflanze, indem Sie jede einzelne am Stiel oberhalb der Frucht sauber abbrechen oder abschneiden.

Häufig gestellte Fragen

Wann pflanzt man Gurken im Gewächshaus?

Das Gewächshaus muss perfekt vorbereitet sein. Die Beete wurden mit einem lockeren, humosen, feuchten, nährstoffreichen und natürlich von Kraut befreitem Boden versehen.

Gurken mögen einen alkalischen Boden mit einem pH- Wert von 5,5 bis 7,5. Ist der Boden saurer, lässt er sich vor der Bepflanzung neutralisieren. Dazu mischen Sie etwas Kalk unter. Setzen Sie die Jungpflanzen je nach Wetterlage frühstens ab Anfang April in das warme Gewächshaus. Ohne Heizung warten Sie bis Ende April oder bis Mai. Die Jungpflanzen sollten kräftig und mindestens 15 cm groß sein. Sie müssen frei von Krankheiten oder Ungeziefer sein.

Was passt zu Gurken im Gewächshaus?

In der Regel kann eine Mischkultur das Wachstum und das Immunsystem der beteiligten Pflanzen unterstützen. Allerdings vertragen sich Gurken nicht mit allen Pflanzen, und Sie sollten gut ausgewählt werden. Eine gesunde Mischkultur mit Gurken sind beispielsweise Salat, Kohlrabi, Zwiebeln, Buschbohnen, Fenchel, Knoblauch, Paprika, Spinat, Stangenbohnen und Petersilie. Manche Pflanzen fördern sich gegenseitig sowohl oberirdisch als auch unterirdisch. Dies funktioniert über die Ausscheidungen der Wurzel oder den speziellen Duft bei der Abwehr von Fraßfeinden oder Ungeziefer. Außerdem lässt sich der Platz im Gewächshaus optimal ausnutzen. Die Beipflanzen neben der Gurke im Gewächshaus sollte abwechselnd und im ausreichenden Abstand zueinander erfolgen.

Wann kann ich Gurken vorziehen?

Besitzen Sie ein beheizbares Gewächshaus, können Sie die Pflanzen 3 bis 4 Wochen vor dem eigentlichen Einpflanzen im Beet vorziehen. Es ist eine hohe Keimtemperatur von mindestens 20 ° Celsius notwendig, um einen schnellen Keimerfolg zu erreichen. Neben dem Glashaus eignet sich auch die Fensterbank zum Vorziehen. Dazu verwenden Sie Töpfe mit spezieller Anzuchterde. Da hinein legen Sie die Saat in einem guten Abstand und befeuchten die Erde regelmäßig aber mäßig. Nach dem Keimen stellen Sie die Pflänzchen an einen etwas kühleren Ort. Sie gießen mäßig mit kalkarmen Wasser (Regenwasser). Falls die Jungpflanzen zu dicht nebeneinander wachsen, pikieren Sie diese und setzen sie vorsichtig auseinander. Sie brauchen ausgiebig Platz zum Wachsen und Gedeihen.

Kann man Gurken und Tomaten zusammen im Gewächshaus anbauen?

Zwar lieben beide Pflanzen die Wärme, aber mögen nicht gleich viel Feuchtigkeit. Befinden sie sich zusammen in einem Beet, gedeiht die Eine weniger gut als die Andere. Es können Spinnmilben, Mehltau oder die Kraut- und Braunfäule entstehen. Die Gründe dafür sind die unterschiedlichen Bedürfnisse der Pflanzen. Während die Gurke im Gewächshaus eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit und eine gute Wassergabe auf dem Boden braucht, reagieren dagegen die Tomatenpflanzen auf zu viel Nässe empfindlich. Die Tomate will zwar Wärme, aber eine geringe Feuchtigkeit und ausschließlich trockene Blätter. Eine Mischkultur von beiden kann mithilfe von Folie unterteilt werden. Dann haben es die Gurken immer feuchtwarm und die Tomaten trockenwarm.

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