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Top 9 Vogelfreundliche Heckenpflanzen für den eigene Garten

Vogel in Hecke
Hecken stellen für Vögel einen Lebensraum und Brutort dar.

Immer mehr Menschen machen sich Gedanken darum, Heckenpflanzen vogelfreundlich zu pflanzen und zu pflegen. Somit weichen immer mehr von dem Wunsch einer immergrünen Hecke an und möchten eine Heckenpflanze vogelfreundlich aus blütenreichen, Früchte tragenden Sträuchern, die vielen heimischen Tierarten einen wichtigen Lebensraum bieten und zeitgleich als Sichtschutz dienen.

Gerne wird das eigene Grundstück mit einer Blütenhecke abgegrenzt. Dieser Sichtschutz wird im Gegensatz zu geschnittenen Hecken nur alle paar Jahre gestutzt. Die immergrüne Heckenpflanzen vogelfreundlich zu gestalten, ist zudem möglich. Gleichwohl sind bieten die Hecken nicht nur einen guten Nistplatz für Vögel, sondern sie bieten auch bei Regen und niedrigen Temperaturen Unterschlupf. 

Gerade für diese Vögel sind die Heckenpflanzen vogelfreundlich sehr wichtig:

  • Amseln und Stare
  • Grünfinken und Meisen
  • Hänflinge und Rotkehlchen
  • Sperlinge und Elstern

In Kürze – Diese Heckenpflanzen sind vogelfreundlich

  • Eibe (Taxus baccata)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Liguster
  • Sauerdorn (Berberis vulgaris)
  • Weißdorn

Eibe

Hierzulande ist eine Hecke aus Eiben sehr beliebt. Sie ist immergrün, jedoch für Menschen und Haustiere sehr giftig. Für Vögel ist dies jedoch kein Problem. Die Eibe ist nicht nur ein guter Sichtschutz aufgrund ihrer kurzen und aufrechten Stämme, sie ist auch ein hervorragender Nistplatz für Vögel. Im Herbst bildet die Pflanze leuchtend rote Beeren, die Vögel sehr gerne fressen.

  • die Eibe ist sehr robust, pflegeleicht und schnittverträglich
  • bevorzugt schattige und halbschattige Standorte
  • pro Jahr wächst die Pflanze 20 bis 25 Zentimeter

Hainbuche (Carpinus betulus)

Als Heckenpflanze ist die Hainbuche ebenfalls sehr gut geeignet. Vögeln und anderen Tieren bietet sie ein Unterschlupf und auch reichhaltige Nahrung. Vor allem mittelgroße Vögel wie Amseln und Finken lieben diese Beeren. Die Hainbuche wächst recht langsam. Durch verschiedene Maßnahmen kann das Wachstum in die Breite statt Höhe angeregt werden. Das Blattwerk der Hainbuche ist sehr dicht und bietet daher für Vögel einen sehr guten Brutplatz. Die Buche kann sowohl als Baum wie als Hecke angepflanzt werden.

  • schnittfest
  • Blätter der Hainbuche sind über 10 cm lang und gewellt
  • die Belaubung ist dicht
  • verwelkte Blätter sind bis zum Frühjahr im Strauch 

Liguster

Der Liguster ist nicht nur mit seinen gelb-weißen Blüten sehr bienenfreundlich. Im Herbst und Winter sind die schwarzen Beeren für Vögel eine sehr gute Nahrungsquelle. Die Beeren sind für Mensch und Haustier nicht verträglich und sogar leicht giftig. Der Liguster ist ein idealer Brutplatz aufgrund der reichen und dichte Verzweigung und bietet ihnen daher Schutz vor Fressfeinden. Erst im Frühjahr fallen die grünen Blätter vollständig ab. Es wachsen sofort wieder neue nach. Dadurch eignet sich der Liguster als eine kompakte, dichte Hecke. 

  • robust, pflegeleicht, schnittverträglich
  • straff aufrecht wachsend
  • zwei bis fünf Meter breit
  • vertragen Sonne und Schatten

Sauerdorn

Der Sauerdorn ist auch unter dem Namen “Gewöhnliche Berberitze” bekannt. Sowohl bei Menschen wie auch bei Vögeln sind die Früchte sehr beliebt. Im Herbst verfärbt sich der immergrüne Strauch leuchtend rot. Für Vögel bietet der Sauerdorn einen idealen Sichtschutz und hervorragenden Nistplatz. Natürliche Fressfeinde haben hier keine Chance. Die gelben Blüten, die im Mai erscheinen, locken eine Vielzahl von Insekten an. Die Früchte und Samen sind reich an Mineralstoffen und Vitaminen. Giftig sind wiederum andere Teile des Strauchs wie die Rinde. 

  • Frosthart
  • dicht verzweigt und dornig
  • liebt sonnigen bis halbschattigen, trockenen Standort

Weißdorn

Der Weißdorn ist im Garten genauso beliebt wie die Vogelbeere. Dadurch ist ein reicher Vogelbesuch im Garten garantiert. Besonders bei kleineren Vögeln sind die dornigen Hecken sehr beliebt. Sie finden dort Schutz vor Fressfeinden und sind somit ein idealer Nistplatz. Im Mai bekommt der Weißdorn dann rosa-weiße Blüten. Dadurch werden viele Insekten angelockt. Im August kommen dazu auch noch rote Beeren. Bei Vögeln sind diese ebenfalls eine beliebte Herbst- und Winternahrung. Doch diese Früchte können auch in der Küche verbreitet werden. An den Boden stellt Weißdorn keine hohen Ansprüche.

  • Weißdorn ist sehr pflegeleicht
  • Hitze- und trocken resistent
  • schnell wachsend
  • sonniger Standort bevorzugt

Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)

Für Menschen und auch Haustiere sind die Beeren des Pfaffenhütchens giftig. Die Früchte sind jedoch bei Wildvögeln wie Rotkehlchen, Drosseln und Elstern sehr beliebt. Der Strauch ist auch als Rotkehlchenbrot bekannt. Die weiß-gelblich-grünen Blüten erscheinen im Mai / Juni an dem Strauch und durch diese werden Insekten angezogen. Ab August bekommt das Pfaffenhütchen noch orangefarbene Früchte.

  • Das Pfaffenhütchen ist anspruchslos
  • pflegeleicht
  • sonnige Standorte bevorzugt

Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)

Nicht nur bei Vögeln sind die blauen Beeren beliebt. Auch in der menschlichen Küche finden diese gern Verwendung. Die Beeren sind reich an Vitamin C und nur gekocht für Menschen verträglich. Auch für größere Vögel ist der Strauch ein toller Rückzugsort, jedoch wird der schwarze Holunder nicht gern als Nistplatz angenommen. Für Höhlenbrüter sind lediglich alte Sträucher mit morschen Ästen und Höhlen gute Nistplätze. Insekten und Bienen werden von dem im Juni erscheinende Blüten angelockt.

  • Pflanze ist sehr anspruchslos
  • liebt nährstoffreiche, feuchte Böden

Vogelbeere (Sorbus aucuparia)

Die Vogelbeere ist auch unter dem Namen “Eberesche” bekannt. Die Bäume sind sehr vogelfreundlich und werden von 63 Vogelarten als Lebensraum auserkoren und auch als Nahrungsquelle genutzt. Die Beeren werden jedoch erst nach dem ersten Frost für Vögel richtig bekömmlich. In dieser Zeit wird die bittere Parasorbinsäure in Sorbinsäure umgewandelt. Die Beeren sind für Menschen nur im gekochten Zustand bekömmlich.

  • robust und pflegeleicht
  • gedeiht auf jeden Boden
  • erst nach fünf bis sechs Jahren entwickeln sich weiße Blüten

Wacholder (Juniperus cummunis)

Den Wacholder zeichnet ein dichter Wuchs aus und ist vor allem für kleinere Vögel wie dem Rotkehlchen sehr interessant. Die Pflanze bietet den kleinen Tierchen Schutz vor Fressfeinden und bietet sich zudem als sehr guter Nistplatz an. Im Herbst und Winter reifen die bläulichen Beerenzapfen erst im zweiten oder dritten Jahr heran. Für verschiedene Drosselarten dienen die Zapfen denen als Nahrung. Für Menschen und Haustiere ist Wacholder jedoch giftig.

  • anpassungsfähig
  • hitze- und trocken resistent
  • bevorzugt sonnigen bis halbschattigen Standort
  • braucht durchlässigen Boden
Thuja Hecke

Wann darf die Hecke geschnitten werden? 

Es ist verboten Heckenpflanzen, Gebüsche und lebende Bäume laut § 39 Bundesnaturschutzgesetzes in der Zeit vom 1. März bis hin zum 30. September zu schneiden. Vögel brüten in diesem Zeitraum und die Nester werden im Falle von Schnittmaßnahmen zerstört. Tatsächlich geben Vögel ihre Nistplätze auch dann auf, wenn das Nest bei den Gartenarbeiten nicht zerstört wird. Die Jungvögel bleiben dann im schlimmsten Fall zurück. Aus diesem Grund ist es wichtig, gänzlich auf das Schneiden der Hecken in diesen Zeiten zu verzichten. Lediglich Rücksicht auf die Bewohner der Hecken beim Schneiden zu nehmen, bringt somit nichts. 

Aus diesem Grund sind der Herbst oder Winter am besten geeignet, um die Heckenpflanzen vogelfreundlich zurückzuschneiden. Nistplätze können zu dieser Zeit nicht zerstört werden. Erfolgt in den Wintermonaten ein großzügiger Rückschnitt, dann ist oftmals im Sommer ein erneutes Stutzen unnötig. Tipp: Entfernen Sie das Schnittgut jedoch nicht gleich, sondern stapeln dies auf. Für Vögel und Kleinsäugetieren entstehen dadurch kleine Lebensräume. 

Alternative Brutorte bzw. Nistplätze für Vögel

Natürliche Brutplätze von Höhlen-, Gebäude- sowie Nischenbrütern ahmen künstliche Nisthilfen nach. Diese wären Baumhöhlen, Felsspalten, Nischen unter Dachziegeln, Balkenvorsprünge in Ställen und vieles andere. Somit schaffen Sie für Vögel einen künstlichen Ersatz für eine natürliche Nistmöglichkeit. 

Vogelhaus im Baum
Alternative Lebensräume, wie Vogelhäuser, können für Vögel im eigenen Garten eingerichtet werden.

Welche Arten von künstlichen Nisthilfen gibt es?

  • Nistkästen
  • Schwalbenbretter plus Kotbrett
  • Sondernisthilfen: Nistkörbe und Brutröhren

Welche Vogelarten haben welche Nistgewohnheiten?

Es stellt keine Gruppierung im wissenschaftlichen Sinne dar, die Vogelarten anhand ihrer Nistgewohnheiten einzuteilen. Zudem ist diese nicht strikt anzuwenden. Denn abhängig von der örtlichen Gegebenheit können nisten die Vögel auch unterschiedlich.

HöhlenbrüterNischen- / HalbhöhlenbrüterFreibrüter
Bienenfresser (weicheSteilwand)Bachstelze (Gebäude)Buchfink
Dohle (Baum, Gebäude)GartenrotschwanzDrosseln, Amsel, Sing- und Wacholderdrossel
Eisvogel (weiche Steilwand)GebirgsstelzeGimpel
Feldsperling (Baum)GrauschnäpperGirlitz
Gartenbaumläufer (Baum)Hausrotschwanz (Gebäude)Golhähnchen-,Sommer-,Wintergoldhähnchen
Gänsesäger (Baum)RotkehlchenGrünfink
Haussperling (Gebäude)Turmfalke (Gebäude)Heckenbraunelle
Hohltaube (Baum)Uhu (Felswand)Krähenvögel-,Eichelhäher, Elster,Raben-, Saatkrähe
Käuze (Baum), Raufuß-, Sperlings-, Stein-, WaldkauzWanderfalke (Felswand)Mönchsgrasmücke
Kleiber (Baum)WasseramselNeuntöter
Mandarinente (Baum)Ringeltaube
Meisen (Baum), Blau-, Hauben-, Kohl-, Sumpf-, Tannen- und WeidenmeiseStieglitz
Mauersegler (Gebäude)Türkentaube
Mehlschwalbe (Gebäude)Zilpzalp
Rauchschwalbe (Gebäude, Ställe, Scheunen)
Schellente (Baum
Schleiereile (Gebäude)
Spechte (Baum)
Star (Baum)
Uferschwalbe (weiche Steilwand)
Zaunkönig (Kugelnest)


Fazit

Heckenpflanzen  sind sehr vielfältig und bieten zum Teil nicht nur Vögeln Futter, sondern einige Beeren können auch in der Küche verarbeitet werden. Doch die Tierchen finden nicht nur Futter in der Heckenpflanze, sondern auch einen Unterschlupf und zum Teil auch eine Umgebung für ihre Nester. Dadurch können sie dort ihre Jungen aufziehen und haben direkt Nahrung, ohne das Nest lange verlassen zu müssen. 

Doch auch Insekten finden in den Heckenpflanzen einen Unterschlupf und Nahrung, sodass sie hervorragend dort überleben können. Ist eine Hecke vogelfreundlich, bietet diese somit auch ausreichen Nahrung und Lebensraum für Vögel und Insekten.


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