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Hibiskus überwintern – Tipps und Tricks

Das Hibiskus Überwintern ist nicht ganz mühelos und erfordert einige Pflege.
Der Hibiskus ist eine Diva, gerade was das Überwintern betrifft.

Hibiskus mit seinen wunderbar großen, exotischen Blüten bezaubert Topfgärtner genauso wie den Gartenfreund. In seiner Heimat wird er in mehreren Ländern als Nationalblume verehrt. Für Entschlossenheit und Durchhaltevermögen steht die Blume in der Symbolik. Doch in der Pflege ist der Hibiskus eine Diva, gerade, was das Überwintern angeht.

Über den Hibiskus

Es gibt einige Hundert Hibiskusarten. Von einjährigen Hibiskusarten bis zum winterharten Garten- oder Strauchhibiskus ist eine große Bandbreite vertreten.
Hibiskus oder auf Deutsch Eibisch stammt aus warmen bis tropischen Regionen. Der Hibiskus ist nicht zu verwechseln mit dem echten Eibisch. Dies ist eine ganz andere Pflanze.

Die meisten Hibiskus Arten sind nicht frostfest. Einzig der Gartenhibiskus kann hier im Freien überwintern. Man muss diesen Hibiskus winterfest machen. Jedoch ist das Gewächs insgesamt eher heikel. Standortwechsel kann er ausgesprochen übel nehmen. Zu wenig Dünger, Staunässe oder zu wenig Licht mag der Hibiskus nicht. Auch zu niedrige Temperaturen quittiert der Hibiskus gerne mit Blatt- und Knospenwurf. Zudem kann es auch zu einem vollständigen Ausbleiben der Blüte kommen.

Verschiedene Arten von Hibiskus überwintern

Da die verschiedenen Hibiskus-Arten sehr unterschiedlich reagieren, hängt die Überwinterung von der Hibiskus-Art ab.
Besonders beliebt sind der Gartenhibiskus (Hibiscus syriacus), der Rosen-Eibisch (Hibiscus rosa-sinensis) und einjährige Arten.
Einen einjährigen Hibiskus zu überwintern ist naturgemäß nicht möglich. Bei den anderen Hibiskus-Arten gibt es mehr zu beachten.

Eine Überwinterung der Sorte R
Der Rosen-Eibisch (Hibiscus rosa-sinensis) muss vor Frost geschützt werden.

Garten Hibiskus überwintern

Der Garten-Eibisch ist in Mitteleuropa winterhart. Jüngere Pflanzen brauchen dennoch etwas Schutz. Hier kann eine dicke Mulchschicht, im Herbst ausgebracht, die Wurzeln vor dem Frost schützen. Tannenreisig oder ein Abdeckvlies bietet dem Hibiskus beim Überwintern außerdem Schutz vor der Kälte.
Wird Hibiscus syriacus im Topf kultiviert, kann er dennoch draußen bleiben. Am besten stellt man den Topf in eine geschützte Ecke an die Hauswand. Zudem umwickelt man ihn mit Noppenfolie. Von unten isoliert man ihn mit einem Brett oder etwas Styropor als Unterlage.

Roseneibisch überwintern Schritt für Schritt

1. Man muss den Roseneibisch hereinholen, sobald die Temperaturen unter 12 Grad fallen. Dementsprechend wird er meistens im Kübel gehalten.

2. Da die Pflanze Veränderungen schlecht verträgt, sollte man sie möglichst an einem milden Tag hereinholen. Die Temperatur sollte ungefähr 15 Grad betragen. Allerdings sollte man kein Risiko eingehen – lieber ein paar Tage zu früh als zu spät.

3. Zunächst überprüft man die Pflanze auf Schädlinge. Spinnmilben kann man versuchen durch Feuchtigkeit, zum Beispiel Abspritzen oder Einsprühen mit Wasser, loszuwerden. Anschließend entfernt man Verblühtes und abgestorbene Pflanzenteile. Dann kann man den Roseneibisch in seinem Topf ins Winterquartier räumen.

4. Dieses sollte hell sein und möglichst um die 15 Grad Temperatur bieten. Ein Wintergarten ist ideal. Der Roseneibisch wird ans Fenster gestellt, aber keineswegs über die Heizung. Zu trockene Luft schadet dem Hibiskus beim Überwintern. Um Schädlingsbefall vorzubeugen, sollte man die Luft feucht genug halten. Dies gelingt zum Beispiel durch Besprühen der Pflanze mit Wasser oder mit Luftbefeuchter. Außerdem sollte man alle paar Tage lüften, wenn es draußen mild genug ist.

5. Im Winterquartier wird der Wurzelballen nur leicht feucht gehalten, gedüngt wird zunächst gar nicht. Dafür sollte man die Pflanze alle zwei Wochen auf Schädlinge kontrollieren. Insbesondere sollte man bei der Kontrolle die Blattunterseiten nicht vergessen.

6. Ab März oder April bekommt der Roseneibisch wieder Flüssigdünger und eine steigende Menge an Wasser. Mitte Mai darf er dann wieder an einen geschützten Ort ins Freie. Hier kommt er zunächst für die ersten Tage in den Schatten. Nachdem er sich wieder an die Sonne gewöhnt hat, darf er seinen Sommerplatz beziehen. Am besten wählt man für den Umzug aus dem Winterquartier in den Garten einen milden, bedeckten Tag. So ist der Schock für den Hibiskus nicht zu groß ist.

Nach dem Hibiskus Überwintern sollte er zunächst einen Schattenplatz im Freien erhalten.
Das Übersiedeln des Hibiskus ins Sommerquartier ist an einem bedeckten Tag ideal.

Worauf muss man beim Hibiskus Überwintern noch achten?

Ist kein Wintergarten vorhanden, darf der Roseneibisch nicht einfach in ein voll beheiztes Zimmer gestellt werden. Er braucht schließlich seine Winterruhe. Im Notfall tut es ein Treppenhaus oder ein kühlerer Raum der Wohnung.
Jedenfalls muss genügend Licht sichergestellt werden.
Wenn der Hibiskus im Keller oder einem anderen Ort überwintern muss, der zu wenig Licht hat, kann eine Pflanzenlampe helfen. Damit fühlt er sich auch weiterhin wohl und kann gesund die kalte Jahreszeit überstehen.

Fazit

Der Hibiskus ist eine Pflanze mit Allüren. Dafür zieht er im Garten alle Augen auf sich. Mit der Anleitung des Haus- und Gartenprofis kann man den Hibiskus überwintern – und das ohne Probleme!


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