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Ist die Passionsblume winterhart?

Wer seine Passionsblume winterfest machen möchte, sollte in jedem Fall Vorkehrungen treffen.
Gerade tropische Arten der Passionsblume sind nicht auf die Kälte in Europa eingestellt.

Passionsblumen sind aufgrund ihrer Schönheit besonders beliebt bei Garten- und Pflanzenfreunden. Obwohl die meisten der über 530 verschiedenen Arten grundsätzlich mehrjährig sind, sind viele Passionsblumen nicht winterhart. Gerade die Arten, die aus tropischen und subtropischen Klimagegenden kommen, sind auf die Kälte in Europa nicht eingestellt. Selbst die Arten, die an kältere Zonen gewöhnt sind, kommen nur mit Kälteeinbrüchen von bis zu maximal -15 Grad aus. Und auch das gilt nicht für alle Arten. Wer seine Passionsblume überwintern lassen möchte, sollte daher in jedem Fall Vorkehrungen treffen, um sie winterhart zu machen.

So machen sie die Passionsblume bereit für den Winter, in diesem Video:

Passionsblume ist nicht gleich Passionsblume – welche Art ist winterhart?

Nur wenige Passionsblumenarten können den europäischen Winter draußen verbringen. Die Passionsblume ist daher nicht winterhart. Es ist wichtig, genau zu wissen, welche Passionsblume im eigenen Garten wächst. Zu den wenigen winterharten Sorten gehören insbesondere die Blaue Passionsblume, die Fleischgewordene Passionsblume und die gelbe Passionsblume. Experten raten dazu, auch diese Arten möglichst gut vor Frost zu schützen und nur in Regionen mit milderen Wintern draußen zu lassen. Damit die Passionsblume überwintern kann, sollte man die oberen Triebe auf ca. 15-20cm kürzen. Der Boden ist mit Rindenmulch und Reisig, ggf. sogar mit einem Kältevlies für Pflanzen zu schützen. So kann man also starke Frosteinwirkung verhindern.

Eine empfindliche Passionsblume überwintern – was muss man beachten?

Wer nicht-winterharte Arten der überwintern lassen möchte, muss deutlich mehr Vorkehrungen treffen. Ein Gewächshaus ist eine gute Möglichkeit auch eine empfindlichere Passionsblume überwintern zu lassen. Auch im eigenen Haus ist das möglich. Man sollte dabei darauf achten, dass man sogenannte Kalthausbedingungen anwendet. Das bedeutet im Einzelnen:
Die Passionsblume muss bereits im Herbst heruntergeschnitten und winterfest gemacht werden. Ähnlich wie die draußen überwinternden Pflanzen sollte auch hier der Schnitt deutlich auf bis zu 15-20cm stattfinden. Sobald die Temperaturen über einen längeren Zeitraum unter 10 Grad fallen, wird die Passionsblume ins Haus bzw. Gewächshaus geholt. Der Raum sollte frostsicher, aber kühl (10-12 Grad im Idealfall) und ausreichend hell sein. Passionsblumen lieben helle Orte. Das gilt auch für die Überwinterung. Grundsätzlich darf der Raum etwas dunkler sein, wenn die Triebe stärker zurückgeschnitten wurden. Je weniger geschnitten wurde, desto heller muss der Raum für die Pflanze bleiben.

Die Passionsblume kann in einem Gewächshaus überwintert werden.
Ein Gewächshaus ist eine gute Möglichkeit die Passionsblume zu überwintern.

Die richtige Pflege in der kalten Jahreszeit

Passionsblumen benötigen ganzjährig ausreichend Wasser. Sogenannte Wassergraben sind gerade in den wärmeren Monaten notwendig, werden von den Pflanzen aber auch in kälteren Zeiten bevorzugt. Im Sommer sollte man die Blumen daher sehr reichlich gießen, doch aufgrund der erhöhten Luftfeuchtigkeit reicht es im Winter aus, das Wässern etwas zu reduzieren. Der Wurzelballen darf allerdings nie austrocknen. Auch das Substrat der Pflanze muss feucht gehalten werden. Das gilt sowohl für Passionsblumen, die draußen überwintern, als auch für die, die ihr Winterquartier drinnen bzw. im Gewächshaus erhalten.
Passionsblumen vertragen in warmen Monaten eine gute Portion Dünger. Im Winter sollte man damit allerdings lieber sparsam sein. Normalerweise benötigen die Passionsblumen in den kalten Monaten gar keinen Dünger. Wenn man dennoch düngen möchte, sollte man sparsam sein. D.h. es sind nur kleine Menge zu geben und diese sehr selten.

Wassergräben können beim Passionsblume winterfest Machen dienlich sein.
Die Passionsblume benötigt ganzjährig ausreichend Wasser.

Nach den kalten Monaten – im Frühjahr wieder nach draußen

Die Passionsblume überwintern zu lassen, ist kein Hexenwerk. Mit wenigen Tipps und Tricks können auch die Arten, die es gern warm haben, den europäischen Winter überstehen. Im Frühjahr können die Passionsblumen dann wieder nach draußen gebracht werden. Auch hier sollte man darauf achten, dass die Temperaturen über einen längeren Zeitraum nicht unter 10 Grad fallen. Im Idealfall wartet man auch die sogenannten Eisheiligen im Mai ab. Bis zu diesem Zeitpunkt treten teilweise noch kalte Nächte mit Frost auf. Davor sollten die Pflanzen geschützt bleiben. Wer seine Passionsblumen draußen gelassen hat, kann auch den Frostschutz bis zu den Eisheiligen dran lassen.

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