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Jasmin überwintern – Tipps und Tricks

Der ansonsten pflegeleichte Jasmin braucht beim Überwintern etwas mehr Zuwendung.
Der Jasmin braucht im Winter etwas Fürsorge, da er dann seine Winterruhe hält .

Mit seinem betäubenden Duft bezaubert er die Herzen aller Menschen. Der Jasmin hat viele Liebhaber und kommt nicht nur in Gärten und Parks, sondern auch verwildert in Mitteleuropa vor, obwohl seine Heimat vorwiegend in den Tropen und Subtropen liegt. Dementsprechend muss man ein wenig achtsam sein, wenn man Jasmin überwintern will.

Falscher und echter Jasmin

Es gibt eine kleine Begriffsverwirrung, was die Namensgebung rund um den Jasmin angeht. In der Pflanzenfamilie der Ölbaumgewächse gibt es die Pflanzengattung Jasminum, und die zu dieser Gattung gehörigen Arten sind Jasmine, zum Beispiel der beliebte Winter-Jasmin (Jasminum nudiflorum) oder der echte Jasmin (Jasminum officinale). Es gibt jedoch einige andere Arten, die verwirrend ähnliche Namen haben. Der chilenische Jasmin (Mandevilla laxa), der winterharte Duftjasmin (Philadelphus), der Sternjasmin (Trachelospermum jasminoides) und der Carolinajasmin (Gelsemium sempervirens) sind jedoch nicht mit dem Jasmin verwandt.

Jasmin überwintern – die unterschiedliche Frosthärte der Jasminarten

Beim echten Jasmin unterscheidet man drei Stufen, was die Winterfestigkeit angeht. Winterhart ist nur der Winter-Jasmin Jasminum nudiflorum. Ein winterfest Machen ist bei diesem Jasmin nicht nötig. Er verträgt Temperaturen bis zu minus 20 Grad.
Arten wie den Echten Jasmin (Jasminum officinale), die Temperaturen bis minus 5 Grad vertragen, bezeichnet man als frosttolerante Sorten.
Die anderen Arten, die überhaupt keinen Frost vertragen, nennt man frostempfindlich.
Jasmin ist recht pflegeleicht, im Winter jedoch braucht er etwas Fürsorge, da er dann seine Winterruhe hält – unabhängig von seiner Forsthärte.

Der Winter-Jasmin Jasminum nudiflorum ist alleinig winterfest.
Nur der Jasminum nudiflorum hält Temperaturen bis minus 20 Grad Stand.

Winterharten Jasmin überwintern

Winterharter Jasmin braucht keinen besonderen Winterschutz. So lange er allerdings jung ist, freut er sich über eine Decke aus Rindenmulch oder Laub als Schutz für die Wurzeln. Wenn er im Pflanzkübel gehalten wird, braucht er allerdings Noppenfolie, Sackleinen oder einen ähnlich isolierenden Schutz rund um den Kübel herum. Zusätzlich stellt man den Kübel auf ein Brett oder eine Styroporplatte, um ihn von unten zu isolieren. Alternativ kann man den Jasmin auch auf ein paar Pflastersteine stellen, um ihn winterfest zu machen. Den Hohlraum füllt man mit zusammengeknülltem Vlies. Ein geschützter Platz an einer Hauswand ist ideal. Die Kübelpflanzen werden nur an frostfreien Tagen ganz leicht gegossen.

Frosttoleranten Jasmin überwintern

Frosttolerante Arten verbringen den Winter am besten in einem kalten Gewächshaus. Alternativ bietet sich ein kühler Raum wie eine Garage oder ein kalter Keller an, wenn darin die Temperaturen zwischen 0 Grad und 5 Grad liegen. Hier kann der Jasmin gut überwintern. In diesem Fall ist Licht nicht notwendig – der Raum darf auch dunkel sein. In Gebieten mit Weinbergklima kann man manche der frosttoleranten Sorten auch draußen überwintern – das ist eine Frage der Erfahrung und der örtlichen Gegebenheiten. Wer sicher gehen will, holt den Jasmin ins Haus.

Frostempfindlichen Jasmin überwintern

Frostempfindliche Arten brauchen ein Winterquartier, das hell und kühl ist mit Temperaturen bis 10 Grad.

Die Überwinterung im Haus Schritt für Schritt

1. Vor dem Jasmin Überwintern wird die Pflanze auf Schädlinge kontrolliert. Befallene und abgestorbene Pflanzenteile werden zurückgeschnitten.
2. Es gibt die Möglichkeit, jetzt schon einen Rückschnitt vorzunehmen, gerade wenn die Pflanze recht ausladend ist. Dann wird die Pflanze ins Winterquartier gebracht.
3. Im Winterquartier sollte man den Jasmin nur sehr sparsam gießen und nicht düngen.
4. Regelmäßig muss der Jasmin im Winterquartier auch auf Schädlinge kontrolliert werden. Blattläuse und Schildläuse sind die häufigsten Schädlinge. Je nach Winterquartier kann man sie recht gut mit Schlupfwespen bekämpfen.


5. Ab Februar sollte man das Winterquartier regelmäßig lüften, damit der Jasmin wieder abhärten kann und nicht zu früh austreibt.
6. Im Februar oder März ist es auch Zeit für den Frühjahrsschnitt. Dieser sollte beim Jasmin nur vorsichtig geschehen. Danach wird der Jasmin umgetopft.
7. Sobald die Jasminpflanzen wieder austreiben, brauchen sie auch wieder mehr Wasser. Ab April bekommen sie auch wieder Dünger.
8. Am besten stellt man den Jasmin erst nach dem letzten Frost im Mai wieder ins Freie. Nur so kann man sicher gehen, dass das Überwintern des Jasmin geglückt ist. Dazu wählt man einen bedeckten Tag, damit die Blätter der Pflanze sich langsam an die Sonneneinstrahlung gewöhnen können.

Beim Jasmin Überwintern muss regelmäßig auf einen Schädlingsbefall kontrolliert werden.
Frostempfindlicher Jasmin braucht ein Winterquartier, das hell und kühl ist.

Worauf man noch achten sollte

Steht der Jasmin im Winter zu warm, besteht die Gefahr, dass er zu früh austreibt und dann an Lichtmangel leidet oder auch, dass die Blüte im Folgejahr klein ausfällt. Außerdem wird der Jasmin durch zu hohe Temperaturen anfälliger für Schädlinge. Es ist daher zwingend nötig den Jasmin winterfest zu machen und nichts dem Zufall zu überlassen.
Steht der Jasmin dunkel, wirft er seine Blätter ab. Das ist hingegen Teil seiner Winterruhe und vollkommen normal.
Jasmin ist giftig. Bei Pflege- oder Schnittmaßnahmen sollte man daher immer Handschuhe tragen.


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