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Kaktus vermehren – So gelingt es Ihnen!

Das Kaktus Vermehren ist mir etwas Vorwissen problemlos umsetzbar.
Kakteen sind ein Hingucker auf jeder Fensterbank oder der Terrasse.

Ob mit oder ohne Stacheln, Kakteen sind eine Zierde auf der Fensterbank oder der Terrasse. Besonders schön wirken sie in einer größeren Sammlung. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Sukkulenten auf einfache und ungefährliche Weise vermehren können. Sie haben die Wahl zwischen Stecklingen/Ableger, Kindeln, Propfen oder Aussaat.

Hier sehen Sie die Kaktus Vermehrung im Video:

Kaktus vermehren mit Stecklingen oder Ablegern

Das Vermehren mit Trieben ist die klassische Vorgehensweise. Brauchbare Kopfstecklinge sind 10-15 cm lang und kugelige Ableger sind möglichst weit entwickelt. Zwischen April und August bilden einige Kakteen Seitentriebe aus, die sich wunderbar eignen. Sie benötigen:

  • gegen Verletzungen raten wir bei den stachligen Sorten zum Tragen von Garten-Handschuhe mit festen Handflächen. Auch eine Küchenzange oder große Pinzette eignen sich zum Festhalten der Pflanzenteile
  • ein scharfes und desinfiziertes Messer. Mit dem richtigen Werkzeug und einem sauberen Schnitt verhindern Sie das Eindringen von Keimen in die Pflanze. Es wird die Entstehung von Krankheiten eingedämmt
  • ein oder mehrere kleine Töpfe
  • Substrat aus Kakteenerde. Alternativ ein Gemisch bestehend aus Sand und Pflanzenerde

Gehen Sie wie folgt vor:

  1. Ziehen Sie die Handschuhe an. Halten Sie mit der einen Hand den ausgewählten Setzling/Ableger fest.
  2. Schneiden Sie unterhalb des Stecklings oder des Ablegers. Stecklinge werden komplett abgeschnitten, Ableger am unteren Ende.
  3. Schneiden Sie anschließend den Trieb mit einem durchgehenden und glatten Schnitt ab. Vermeiden Sie dabei Quetschungen, Risse etc., welche die Pflanzenzellen verletzen. Wer sichergehen will, verwendet ein erhitztes Messer, das nach jedem Schnitt auf die Schnittstelle gedrückt wird. Die Hitze stoppt den Saftfluss und verhindert das sogenannte „Ausbluten “.
  4. Spitzen Sie den abgenommenen Steckling am unteren Ende etwas an. Auf diese Weise fördern Sie die Wurzelbildung.
  5. Um die Bildung von Fäulnis zu vermeiden, legen Sie den Steckling dann für einige Tage an einem luftigen Ort und lassen ihn antrocknen. Zum Schutz können die Schnittstellen mit Holzkohlepulver eingestrichen werden.
  6. Sobald die Triebe Wurzeln gebildet haben, werden sie in einen Topf mit Substrat eingepflanzt.
  7. Dabei den Setzling senkrecht mit der Schnittstelle nach unten in die Erde stecken. Der Jungkaktus muss sicher sitzen!
  8. Nach etwa einer Woche mit mäßig Wasser gießen.
Der Ableger wird am unteren Ende des Kaktus abgeschnitten.
Beim Schnitt gilt es Quetschungen oder Risse zu vermeiden, um die Pflanze zu schützen.

Kaktus vermehren mit Kindel

Kindel sind Seitentriebe, die bereits an der Mutterpflanze Wurzeln ausgebildet haben. Zur Wahl stehen Exemplare, die eine deutliche Größe haben und genügend Wurzeln zum Anwachsen gebildet haben.

Die Kindel werden entweder mit dem Messer von der Mutterpflanze abgeschnitten oder einfach in eine Richtung abgedreht. Die weitere Vermehrung erfolgt wie bei den Stecklingen s.o.

Kindel sind Seitentriebe des Kaktus, die bereits an der Mutterpflanze Wurzeln ausgebildet haben.
Die Kindel kann man mit einem Messer von der Mutterpflanze entfernen.

Kaktus vermehren durch Pfropfen

Es handelt sich um eine Vermehrungsart, bei der zwei gut gewachsene Kakteen zusammengefügt werden. Die Technik erfolgt immer auf dem kleineren Kaktus. Sie benötigen:

  • zwei gesunde Kakteenpflanzen. Der Basiskaktus muss mindestens fünf Zentimeter groß sein
  • ein scharfes und desinfiziertes Messer
  • zwei dehnbare und nicht zu stramme Gummis
  • Handschuhe

Gehen Sie wie folgt vor:

  1. Schneiden Sie vom größeren Kaktus die Spitze ab. Führen Sie einen durchgehenden und geraden Schnitt durch.
  2. Schneiden Sie anschließend vom kleineren Kaktus das untere Ende ab. Beide Schnittflächen müssen nach Möglichkeit gleich groß sein.
  3. Zum Pfropfen setzen Sie die beiden Kakteen an den Schnittflächen zusammen.
  4. Damit die beiden Teile zusammenbleiben, fixieren Sie diese mit den Gummiringen. Dabei nicht zu stramm binden, damit die Pflanzen keinen Schaden nehmen.
  5. Nach zwei Wochen sollten die Kakteenteile zusammengewachsen sein.
  6. Gießen Sie mit mäßig Wasser.
Beim Pfropfen werden zwei gut gewachsene Kakteenteile zusammengefügt.
Nach etwas zwei Wochen sind die unterschiedlichen Kakteenteile zusammengewachsen.

Kaktus vermehren durch Aussaat

Die letzte Möglichkeit bedarf etwas Ausdauer, da die Samen langsam keimen und auch die jungen Pflänzchen nur langsam wachsen. Sie benötigen:

  • Saatgut einer gewünschten Sorte mit Qualität aus dem Gartenhandel
    -Sand oder spezielle Aussaaterde für Kakteen. Gute Erfahrung wurden mit rein mineralischen Materialien wie Bimskügelchen gemacht. Die Samen quellen und die Wurzeln wachsen gut
  • Ein flaches Gefäß
  • Eine Glasplatte oder eine transparente Kunststofftüte

Gehen Sie wie folgt vor:

  1. Füllen Sie den Sand oder die Aussaaterde in das Gefäß.
  2. Streuen Sie die Samen großzügig darauf aus. Da es sich um Lichtkeimer handelt, dürfen diese nicht in die Erde gedrückt werden!
  3. Befeuchten Sie die Samen und die Erde, indem Sie etwas Wasser darüber sprühen.
  4. Schaffen Sie ein anschließend Treibhausklima, damit die Pflanzen ein geeignetes feucht-warmes Klima erhalten. Auf diese Weise gedeihen die Pflanzen besser und benötigen kaum zusätzliches Wasser. Dazu legen Sie entweder die Glasplatte auf das Gefäß oder stülpen eine Kunststofftüte darüber.
  5. Achten Sie darauf, dass die Saat ausreichend Luft bekommt.
  6. Stellen Sie das Gefäß danach an einem warmen und hellen Standort. Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.
  7. Halten Sie das Substrat stets leicht feucht.
    Nach etwas fünf bis sechs Wochen sollte die Saat aufgegangen sein. Dann dürfen Sie die Abdeckung entfernen.
Das Gefäß mit der Kaktus Saat sollte an einem warmen und hellen Standort untergebracht sein.
Das Substrat sollte stets leicht feucht gehalten werden.

Expertentipps: Kakteen gedeihen besser in einem Tontopf als in einem Kunststoffgefäß. Das poröse Material sorgt für Luft und den Austritt von übermäßiger Feuchtigkeit. Ein kleines Hölzchen dient größeren Setzlingen als Stütze und vermeidet ein schiefes Wachstum.

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