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Moos im Rasen

Moos
Unkraut wie Moos im Garten ärgert jeden Hobbygärtner

Moos im Rasen ist für jeden Hobbygärtner ein Ärgernis. Das Unkraut wächst schnell, behindert das gesunde Wachstum des Rasens und beeinträchtigt ebenso dessen Optik. Hier erfahren Sie, wie sich Moos aus Rasenflächen beseitigen lässt und wie seiner Bildung vorgebeugt werden kann.

Welche Ursachen gibt es für Moosbildung im Garten?

Die Moosbildung auf Rasenflächen kann unterschiedliche Ursachen haben. Moos liebt vor allem nasse und schattige Flächen. Ebenso profitiert es von Lücken im Rasen sowie einem niedrigen pH-Wert. Hier die wichtigsten Ursachen auf einen Blick

  • Überschüssige Feuchtigkeit und Staunässe
  • schattige bzw. dunkle Flächen
  • niedriger pH-Wert
  • Lücken im Rasen
  • falsches Mähen

Schatten und Nässe

Schattenflächen vermeiden
Versuchen Sie Schattenflächen im Garten zu vermeiden

Gras benötigt für ein gesundes Wachstum viel Sonne. Moos gedeiht hingegen im Schatten besonders gut. Rasenflächen, die wenige von der Sonne beschienen werden, sind deshalb besonders anfällig für das Mooswachstum.

Wählen Sie deshalb bei der Anlage von Rasenflächen im Schatten oder Halbschatten spezielles Saatgut aus, das für diese Bereiche geeignet ist. Rasen benötigt gut dosierte Feuchtigkeit. Staunässe im Boden lässt hingegen die Graswurzeln faulen und begünstigt das Wachstum von Moos. Mischen Sie deshalb bei der Anlage von Rasenflächen auf feuchten Böden Bausand ein und graben die Fläche um.

Nährstoffmangel und pH-Wert

Moos kann sich gut ausbreiten, wenn das Rasenwachstum zu langsam oder zu ungleichmäßig erfolgt. Ein Grund dafür ist Nährstoffmangel. Bei einem niedrigen pH-Wert im Boden erhält kann das Gras nicht genügend Stickstoff über die Wurzeln aufnehmen. Dadurch ergeben sich Kahlstellen im Rasen, die viel Raum für Moos und anderes Unkraut bieten.

Düngen und vertikutieren Sie nährstoffarme Böden regelmäßig. Bessern sie kahle Stellen durch das Nachsäen aus. Außerdem sollten Sie den Rasen weder zu hoch noch zu niedrig schneiden. Entfernen Sie den Rasenschnitt, damit das Gras genügend Luft und Licht erhält.

Hilft Eisendünger gegen Moos im Rasen?

Im Fachhandel und in Baumärkten wird spezieller Eisendünger angeboten, der die Moosbildung im Rasen verhindern soll. Dieser Dünger mindert zwar das Mooswachstum, stellt jedoch für Mensch und Haustiere eine Gesundheitsgefahr dar. Außerdem beseitigen Unkrautbekämpfungsmittel nur die Symptome und nicht die Ursache des Mooswachstums.

Alternativen zum Vertikutieren

Das Vertikutieren des Rasens ist eine sehr effektive Methode, um Moos zu entfernen. Da mit dem Vertikutierer die Grasnarbe vertikal aufgeschlitzt wird, stellt das Verfahren aber einen starken Stress für den Rasen dar. Deshalb sind Alternativen zum regelmäßigen Vertikutieren gefragt.

Mähen Sie den Rasen gleichmäßig und nicht zu tief. Gleichen Sie Nährstoffmangel durch Düngung aus. Außerdem sollte der Rasen nur bei Trockenheit bewässert werden. Erhöhen Sie insbesondere in den Herbstmonaten mit speziellen Mitteln den Kaliumanteil im Boden. Mit diesen einfachen Maßnahmen machen Sie das Gras robuster und widerstandsfähiger.

Richtiges Düngen hilft gegen Moos im Rasen

Organisatorischer Dünger ist um einiges umweltfreundlicher als herkömmlich chemischer Dünger

Organischen Dünger sollten Sie im Frühjahr auf die Rasenfläche gleichmäßig ausbringen. Eisenhaltiger Dünger beschleunigt die Nährstoffaufnahme und damit das Wachstum des Rasens. So werden kahle Stellen schneller geschlossen, und das Moos findet keinen Platz, um sich auszubreiten. Mit Hilfe der organischen Nährstoffe zersetzt sich außerdem der Rasenfilz, auf dem Moos gut gedeiht.

Was ist beim Mähen zu beachten?

rasen maehen
Die richtige Länge ist entscheidend

Fehler beim Mähen begünstigen Moos im Rasen. Dabei ist die richtige Länge entscheidend. Kürzen Sie den Rasen nie um mehr oder weniger als ein Drittel seiner Länge. Auf keinen Fall sollten die Halme kürzer als vier bis fünf Zentimeter sein. Halten Sie beim Rasenmähen regelmäßige Intervalle ein. Denn so hat der Rasen Gelegenheit, immer wieder frisch nachzuwachsen.

Saure Böden begünstigen Moos im Rasen

Bei einem pH-Wert unter sieben handelt es sich um einen sauren Boden, auf dem Moos besonders gut gedeiht. Dagegen hilft die Kalkung des Bodens. Dabei ist es allerdings wichtig, dass sich die ausgebrachte Kalkmenge am Zustand des Bodens orientiert.

Bei sandigen und leichten Böden genügen 150 bis 200 Gramm pro Quadratmeter. Für lehmige Böden verwenden Sie 300 bis 400 Gramm Kalk. Schwere ton- und lehmhaltige Böden benötigen 400 Gramm pro Quadratmeter.

Was kann man gegen Lichtmangel tun?

Auf dunklen und schattigen Flächen gedeiht Moos im Rasen besonders gut. Hier hilft allein die Auswahl einer geeigneten Rasensorte. Verwenden Sie spezielles Saatgut, das wenig Sonneinstrahlung benötigt. Außerdem kann es hilfreich sein, durch regelmäßiges Düngen und Bewässern das Rasenwachstum zu fördern.

Kahle Stellen auffüllen

Moos
Kahle Stellen sind zu vermeiden

Damit Moos im Rasen keine Chance hat, gilt es, kahle Stellen zu vermeiden. Mähen sie die jeweilige Stelle kurz ab, und lockern Sie den Boden auf. Dann bringen Sie etwas Sand und Kompost aus und säen den Rasen nach. Bewässern Sie die nachwachsende Stelle, und mähen Sie dort erst den Rasen, wenn das Gras eine Höhe von acht Zentimetern erreicht hat.


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