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10 nützliche Insekten für Ihren Garten

Im Frühling erwacht langsam das Summen und Zirpen der Insekten, die unsere Gärten bevölkern. Während uns einige davon lästig sind und so mancher Pflanze auf die Pelle rücken, begrüßen wir andere freudig, da sie entweder Schädlingen den Garaus machen, oder die Fortpflanzung der Pflanzen in Form von Bestäubung unterstützen. Wollen Sie genauer wissen, welche Nützlinge sich in Ihrem Garten tummeln? Dann lernen Sie hier die wichtigsten Nützlinge kennen, die Sie unbedingt in Ihrem Garten begrüßen wollen. Wir haben für Sie 10 der nützlichsten Insekten aufgelistet, die bestimmt auch in Ihrem Garten als Helfer zu finden sind.

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1. Laufkäfer

Laufkäfer
Der Laufkäfer kann sehr hilfreich im Garten sein, da er sich von Schädlingen wie Schnecken, Milben oder Raupen ernährt.

In Mitteleuropa sind über 700 Laufkäferarten heimisch und einige davon finden Sie garantiert auch in Ihrem Garten. Der Name kommt daher, dass einige Laufkäferarten nicht fliegen können. Stattdessen sind sie mit kräftigen Beinen ausgestattet. Im Gegensatz zu vielen anderen Käferlarven haben die Larven der Laufkäfer ebenfalls Beine.

Da Laufkäfer bei Gefahr ein stinkendes Sekret absondern, sind sie zunächst einmal nicht sonderlich beliebt. Begegnen werden Sie diesen robusten Insekten aber ohnehin selten, denn Laufkäfer sind nachtaktiv. In der Dunkelheit gehen sie auf Streife und entfalten dann erst ihr nützliches Potential. Laufkäfer ernähren sich nämlich von einer Reihe an Schädlingen. Sie vertilgen Schnecken, Milben, Raupen, Läuse und die Larven schädlicher Insekten, wobei jede Laufkäferart ihre eigene Lieblingsspeise hat.

2. Bienen

Bienen als wichtigste Pflanzenbestäuber
Die Bienen gehören zu den bekanntesten Arten unter den nützlichen Insekten des Gartens und sind dabei die wichtigsten Bestäuber der Pflanzen.

Der Nutzen von Bienen im Garten, in der Landwirtschaft und in der Natur ist unumstritten. Sie gehören nämlich zu den wichtigsten Bestäubern dieses Planeten. Ohne ihre unermüdliche Arbeit wäre die Fortpflanzung vieler Pflanzen unmöglich. Insbesondere wenn Sie Obstbäume oder fruchttragende Sträucher in Ihrem Garten haben, wollen Sie unbedingt die Hilfe der fleißigen Insekten in Anspruch nehmen.

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Am bekanntesten ist wohl die staatenbildende Honigbiene, mit ihrer Königin, den Arbeiterinnen mit verschiedenen Aufgaben und den männlichen Drohnen. Daneben gibt es aber auch eine Reihe an Wildbienenarten, die größtenteils solitär leben. Die Bienenart ist für Ihren Garten unerheblich, denn für die Bestäubung zeigen sie sich alle verantwortlich. Um die fleißigen Helfer anzulocken, sollten Sie eine Ecke mit Wildkräutern einrichten, die auch zum Blühen kommen. Damit helfen Sie aktiv mit, dem weltweiten Bienensterben den Kampf anzusagen.

3. Hummeln

Hummeln sind als Bestäuber der Pflanzen, im Gegensatz zu Bienen, auch bei schlechtem Wetter aktiv.

Diese nützlichen Insekten sind nahe mit Bienen verwandt und daher ähnlich effiziente Bestäuber. Bei manchen Pflanzen erledigen sie ihre Arbeit sogar gewissenhafter als ihre kleineren Verwandten. Beide Arten wollen eigentlich an den süßen Nektar gelangen. Als Gegenleistung für die Pflanze verfangen sich die Pollen als Staubschicht im dichten Pelz der Insekten. Die nächste Blüte wird damit von der Hummel unbemerkt bestäubt.

Im Gegensatz zu Bienen sind diese Insekten auch bei Schlechtwetter aktiv. Im Frühling gehören sie daher auch zu den ersten Bestäubern überhaupt. Ihre Nester legen sie beispielsweise unter Holzhaufen oder in verlassenen Nistkästen an. Wenn Ihr Garten Platz dafür bietet, können Sie mit solch einer wenig genutzten Ecke das ideale Nest für Hummeln schaffen.

4. Ohrwürmer

Ohrwürmer
Der Ohrwurm kann für jeden Garten Schädling und Nützling zugleich sein.

Ohrwürmer erkennen Sie leicht an der Zange, die diese Insekten am Körperende tragen. Auch wenn sie ihre Zange zur Verteidigung einsetzen, müssen Sie sich nicht davor fürchten gekniffen zu werden. Genauso wenig stimmt das Märchen, dass der Ohrwurm in die Ohren von Menschen hineinkriecht.

Im Garten ist der Ohrwurm gleichzeitig Nützling und Schädling. Mit seinem unersättlichen Appetit ernährt er sich von vielen schädlichen Insekten, wie Blattläuse, Schildläuse oder Schmetterlingsraupen. Sogar Milben oder Spinnen stehen auf dem Speiseplan. Bei Nahrungsknappheit geht er aber auch an Pflanzen und nagt dann weiche Pflanzenteile an. Für Schäden an härteren Schalen ist er nicht verantwortlich. Hier bedient er sich höchstens, wenn ein anderes Tier bereits Vorarbeit geleistet hat.

5. Schlupfwespen

Schlupfwespen
Schlupfwespen gehören zu den unaffälligen Helfern im Garten. Sie sind meist so klein, dass sie oftmals übersehen werden.

Die meisten Menschen merken gar nicht, dass sie Schlupfwespen in ihrem Garten beherbergen. Viele Arten sind nämlich nur winzig klein und für den Menschen völlig ungefährlich. Trotzdem machen sich Schlupfwespen im Garten sehr nützlich. Die Weibchen legen nämlich ihre Eier in andere Insekten, welche anschließend von den Larven bei lebendigem Leib von innen verspeist werden.

Beliebte Wirte für die Eiablage der Schlupfwespen sind Blattläuse oder diverse Schmetterlingsraupen. Sie sind daher ein natürliches Mittel gegen Fraßschäden an Nutzpflanzen.

6. Florfliegen

Florfliegenlarven als Blattlausvernichter
Die Florfliegen sind nicht nur optisch ein Hingucker in jedem Garten, sondern sind zugleich nützliche Blattlausvernichter.

Diese filigranen Netzflügler mit ihren wunderschön grün schillernden Flügeln vollbringen wahre Wunderwerke in der Blattlausbekämpfung. Die Larven der Florfliege werden auch als Blattlauslöwe bezeichnet, denn ein einzelnes Tier kann im Laufe seines Lebens bis zu 500 Blattläuse vertilgen.

Die Weibchen steuern gezielt von Blattläusen befallene Pflanzen an, um ihre Eier dorthin abzulegen. Sollten Sie also Florfliegen in Ihrem Garten entdecken, heißen Sie diese herzlich willkommen. Sie werden sich wie von selbst um Blattlausplagen kümmern, und das noch bevor Sie diese selber entdeckt haben. Ein einzelnes Weibchen legt dabei im Laufe des Jahres mehrere hunderte Eier, aus denen schließlich die unersättlichen Blattlauslöwen schlüpfen.

7. Marienkäfer

Der Marienkäfer als ein weiterer bekannter und nützlicher Gartenbewohner.

Man sagt, dass der Marienkäfer Glück bringt und auf Hobbygärtner trifft das tatsächlich zu. Es gibt mehrere hundert Marienkäferarten, die sich in Farbe und Anzahl der Punkte unterscheiden. Am bekanntesten ist der sogenannte Siebenpunkt mit seinen namensgebenden sieben schwarzen Punkten auf rotem Untergrund.

Egal welche Art es sich in Ihrem Garten heimisch macht, sie alle haben großen Appetit auf Blattläuse. Das trifft sowohl auf den ausgewachsenen Käfer, noch viel mehr aber auf dessen Larve zu. Im erwachsenen Zustand stehen zusätzlich Schildläuse, Wanzen, Milben, aber auch Pollen und Blütennektar. Einige der gelben Marienkäferarten fressen sogar Mehltau und befreien befallene Blätter von der tückischen Pilzerkrankung.

Marienkäfer überwintern in Laubhaufen, im Rindenmulch oder unter Steinen. Belassen Sie einige Stellen in Ihrem Garten möglichst naturnah, um Marienkäfer dauerhaft anzulocken.

8. Libellen

Libellen
Libellen halten sich gerne in der Nähe von Gewässern auf und sind dabei effektive Mücken- und Fliegenbekämpfer.

Diese Insekten sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch effektive Räuber, die lästige Mücken oder Fliegen im Flug erbeuten. Die geschickten Flugkünstler sind immer in der Nähe von Gewässern zu finden, lassen sich also mit einem Gartenteich vorzüglich anlocken. Gleichzeitig aber zieht ein Teich auch Mücken an, die ihre Eier genauso wie Libellen unter Wasser ablegen. Zum Glück aber sind Libellenlarven noch bessere Räuber als ihre Eltern und machen den Mückenlarven unter Wasser schnell den Garaus.

Die Biologie unterscheidet zwischen Großlibellen und Kleinlibellen. Die beiden Gruppen lassen sich leicht unterscheiden, wenn man die großen Facettenaugen betrachtet. Bei Großlibellen berühren sich diese an der Oberseite des Kopfes, bei Kleinlibellen nicht. Das Paarungsspiel im Frühjahr ist jedenfalls bei allen Arten ein sehenswertes Ritual.

9. Schmetterlinge

Schmetterlinge
Schmetterlinge gehören wie die Bienen oder Hummeln zu den Blütenbestäubern.

Neben Bienen sind auch Schmetterlinge als effiziente Blütenbestäuber bekannt. Daneben gehören sie mit ihren bunten Flügeln zu den beliebtesten Insekten überhaupt. Es lohnt sich schon allein deswegen, mit einer Wildkräuterwiese die attraktiven Falter anzulocken.

Den nützlichen erwachsenen Schmetterlingen stehen ihre Raupen gegenüber, denen ein unstillbarer Appetit nachgesagt wird. Die Raupen diverser Falter sind für Fraßschäden an Gemüse oder Gehölzen zuständig. Andere hingegen, wie der Admiral oder das Tagpfauenauge, verspeisen am liebsten Brennnesseln, die wir ohnehin lieber nicht in unserem Garten haben wollen. Gehen Sie daher gegen Schmetterlingsraupen nur dann vor, wenn es absolut unvermeidlich ist.

10. Schwebfliegen

Schwebfliegen
Die Schwebfliege leistet ebenso einen wichtigen Teil an Arbeit bei der Bestäugung der Pflanzen.

Wir alle erkennen die freundlichen Schwebfliegen rasch am eigentümlich schwebenden Flugstil. Dass sie trotz ihrer äußerlichen Ähnlichkeit mit Wespen völlig ungefährlich sind, ist den meisten Menschen bekannt. Weit weniger wissen, dass sich auch die Schwebfliege von Nektar und Pollen ernährt und damit ebenso einen wichtigen Teil der Bestäubungsarbeit erfüllt.

Aber nicht genug damit! Im Gegensatz zu den vorwiegend vegetarischen Erwachsenen ernähren sich die Larven der Schwebfliege von Blattläusen und Spinnmilben. Somit ist die Schwebfliege ein wahrer Allrounder und sollte daher in keinem Garten fehlen. Sie können die nützlichen Insekten ähnlich wie Bienen oder Hummeln mit Blumen und Wildkräutern anlocken.

11. Unser Tipp

Nachdem auch in den Privatgärten immer öfter nachhaltig und biologisch gearbeitet wird, sollten Sie sich dafür einsetzen, solchen nützlichen Insekten ein angenehmes Heim zu bieten oder sie gar gezielt anzulocken. Insektenhotels oder alte Nistkästen werden besonders gern besiedelt. Als Alternative dazu können Sie naturnah belassene Bereiche in Ihrem Garten einrichten, da sich viele Insekten in Totholz oder in altem Laub besonders wohl fühlen. Bestäuber locken Sie am besten mit einer eine Vielzahl an Blumen und wilden Kräutern an, an denen sie sich laben können. Beliebte Pflanzen sind Kamille, Margerite, Lavendel, Fenchel, Sonnenhut oder Ysop.

Vergessen sie nicht, dass auch Insekten trinken müssen. Gartenteiche oder Biotope beleben nicht nur das Klima des Gartens, sondern unterstützen auch die Nützlinge. Fehlt Ihnen dazu der Platz, reicht auch schon eine Regentonne oder eine alte Babywanne, die Sie mit Seerosen bepflanzen. Wichtig sind Strukturen, die aus dem Wasser herausragen, an denen sich Insekten niederlassen können.

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