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4 Fragen zum Thema Rasen düngen ohne Regen beantwortet

Rasen düngen ohne regen: Geht das?
Regen ist die beste Voraussetzung für eine gute Düngung.

Der Rasen ist für viele Gartengrundstücks das Aushängeschild. Doch auch der Rasen ist eine Pflanze und braucht für eine dichte und grüne Grasnarbe bestimmte Nährstoffe. Normalerweise holt sich das Gras die benötigten Nährstoffe aus dem Boden. Doch dazu muss auch dieser mit einem speziellen Rasendünger ausgestattet werden, um den Pflanzen alle Nährstoffe zur Verfügung zu stellen. Der Rasendünger ist auf die Bedürfnisse des Rasens zugeschnitten. Aber was ist, wenn Sie den Rasen düngen möchten, aber kein Regen in Sicht ist? Wir verraten es Ihnen.

1. Warum benötigt man Regen zum Düngen?

Graspflanzen können Nährstoffe nur in gelöster Form aufnehmen. Der Dünger wird durch den Regen oder eine Bewässerung in die Grasnarbe eingewaschen. Dadurch lösen sich die im Dünger enthaltenen Nährstoffe, sie gelangen schneller in den Boden und können von dort aus ungehindert von der Pflanze aufgenommen werden. Der Dünger kann aufgrund des Regens seine Wirkung schneller entfalten und das Ergebnis ist ebenfalls schneller sichtbar. 

Das Wetter hat einen wichtigen Einfluss auf die Wirkung des Düngers. Es ist wichtig, den Rasen nicht in der Mittagshitze zu bewässern. Das Wasser verdunstet schneller und die Pflanzen können das Wasser nicht aufnehmen. Damit der Boden den Dünger aufnehmen kann, ist Feuchtigkeit vorteilhaft. Sollten Sie an trockenen Tagen düngen, sollte mit einer leichten Bewässerung nachgeholfen werden. 

Die Wetterlage ist entscheiden für die bestmögliche Wirkung des Düngers.

2. Rasen düngen ohne Regen: Was können Sie tun?

Dünger sollte laut der Meinung von Experten immer ausgebracht werden, wenn Regen angekündigt ist. Doch das Wetter lässt sich nicht beeinflussen und gerade im Sommer ist es oftmals lange warm und kein Regen ist in Sicht. Mit einer Bewässerung des Rasens können Sie jedoch problemlos Abhilfe schaffen.

Gras im Garten
Ein saftiges Grün erhalten Sie durch die Kombination von Dünger und Wasser

Das sind unsere Tipps: 

  • Bewässern Sie nach der Düngung den Rasen für 20 bis 30 Minuten
  • Nach ein bis zwei Tagen sollte die Wassergabe wiederholt werden
  • Die Wurzeln der Pflanze können sich somit tiefer bilden
  • Die Bewässerung ist während der Trockenperiode sehr vorteilhaft
  • Es ist möglich, den Rasen mit einer Gießkanne, Gartenschlauch oder einer automatischen Bewässerungsanlage zu bewässern

Bei einem Rasendünger mit Unkrautvernichter ist das Vorgehen jedoch anders. Bevor Sie diesen ausbringen, sollte der Rasen feucht sein. Somit sollte er vorab gewässert werden. Wenn der Dünger ein bis zwei Tage an den Pflanzen haften kann, erzielt der Dünger seine beste Wirkung. Nach zwei bis drei Tagen sollte der Rasen dann noch einmal bewässert werden.

3. Muss es zum Düngen regnen?

Die Rasensorte, die Beanspruchung und der Boden ist für die Auswahl des richtigen Rasendüngers ein sehr wichtiges Kriterium. Granulatdünger sollte zunächst bei trockenem Wetter gleichmäßig ausgebracht werden. Früh morgens sowie spät am Abend sind die besten Zeitpunkte. Warum? Das Gras würde aufgrund der Mittagshitze durch den Dünger verbrennen. Wässern Sie den Rasen nach dem Düngen mit dem Granulatdünger, damit kein Dünger auf den Halmen zurückbleibt. Mit dem Regen oder einer externen Bewässerung gelangen die Stoffe direkt in den Boden und können dort wirken.

Aufgrund dessen sollten Sie grundsätzlich den Rasen nur düngen, wenn Regen vorhergesagt wird oder eine andere Möglichkeit der Bewässerung besteht. Wenn Sie jedoch auf Granulat zurückgreifen, sollten Sie dieses nicht bei nassem Wetter ausbringen. Dies hätte zur Folge, dass der Bewässerungsaufwand steigt, denn der Dünger muss von den Blättern abgespült werden. Zu viel Regen ist ebenfalls nicht gut, da der Dünger dann zu schnell versickert und nicht ausreichend wirken kann. 

Auch Flüssigdünger kann seine Wirkung kaum entfalten, wenn es lange regnet. Dieser sollte jedoch auch durch Regen oder Gießen von den Grashalmen gespült werden. Ein trockener Abend ist für das Düngen daher optimal, wenn in der Nacht anschließend Regen angesagt wurde. 

4. Was sind alternative Bewässerungsmöglichkeiten?

Rasensprenkler im Garten
Rasensprenger sind eine gute Alternative zum Regen

Rasensprenger

Gerade im Sommer warten Sie oftmals vergebens auf den gewünschten Regen zum Düngen. Der Rasen ist ohnehin oft schon von der Hitze und der prallen Sonne geschunden und aufgrund dessen sollte der Rasen ohnehin regelmäßig gewässert werden.

Die Bewässerung beim Düngen können Sie mit einem Rasensprenger hervorragend gewährleisten. Dieser erreicht oftmals die gesamte Rasenfläche. Damit können Sie Ihren Rasen nach dem Düngen wässern, auch wenn kein Regen angesagt wurde. 

Rasen ohne Rasensprenger wässern

Aus Sicht der Umwelt ist ein Rasensprenger heutzutage oft umstritten. An heißen Tagen verdunstet das Wasser direkt, welches durch den Sprenger als feiner Nebel in die Luft gesprüht wurde. Dadurch erreicht oftmals auch nur wenig Wasser die Grashalme. 

Den Rasen nach dem Düngen mit einer Gießkanne zu bewässern hat daher einen großen Vorteil: Die Graswurzeln wachsen nicht nur flach, sondern gehen in die Tiefe. Wird Gras nur oberflächlich gegossen, bilden die Halme lediglich in der obersten Erdschicht Wurzeln. Somit könnte dies für eine Überdüngung sorgen. Daher ist eine Gießkanne eine sehr gute Hilfe und Alternative nach dem Düngen, um den Rasen zu „beregnen“. 

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