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Rasenpflege im Frühjahr – Das ist zu beachten

Der Frühling ist der geeignete Zeitpunkt, um die Gartensaison zu eröffnen

Die Rasenpflege im Frühjahr ist der Startschuss in das neue Jahr, denn die Rasenpflege beginnt, wenn mit Frost im Frühjahr nicht mehr zu rechnen ist. Die Rasenpflege sollte ernst genommen und nicht vernachlässigt werden, da dieser nach dem Winter auf eine intensive Pflege angewiesen ist. Der Frühling ist somit der ideale Zeitpunkt, um den Rasen zu vertikutieren, düngen und auch bei Bedarf nachzusäen. 

Oftmals braucht der Rasen aufgrund der längeren Phase von Kälte und Schnee Luft zum Atmen und hat sich über den Winter verdichtet. Wie Sie den Rasen wieder in Schuss bringen, verraten wir Ihnen.

Rasenpflege im Frühjahr: Pflegemaßnahmen in Kürze

Im Frühjahr sind mehrere Maßnahmen notwendig, um den eigenen Rasen wieder in Schuss zu bekommen. Welche auf Sie zukommen, zeigen wir Ihnen im Kurzüberblick:

  • Rasenfläche abharken
  • Maulwurfshügel einebnen
  • verdichtete Stellen lockern
  • Rasen mähen
  • Düngen
  • ggf. vertikutieren

Diese Pflege braucht der Rasen im Frühjahr

Der Rasen ruht in der langen Zeit des Winters und somit kann dieser in der Zeit nicht gepflegt werden. Dies liegt daran, dass die Temperaturen sehr niedrig und die Niederschläge hingegen vergleichsweise hoch sind. In einem typischen Winter ist die Sonne zudem auch ein sehr seltener Gast. Der Winter ist somit eine sehr lange und ungemütliche Zeit für den Rasen. 

Trotzdem befinden sich unter der Erde gesunde Rasenpflanzen. Die kleinen Pflänzchen möchten natürlich wachsen, sobald die Temperaturen steigen. Somit sind die kleinen Rasenpflanzen, die im Frühjahr herauskommen, der Start in die neue Saison, stellen aber gleichzeitig auch den größten Wachstumsschub des Rasens im gesamten Jahr dar. Daher ist es wichtig, die Rasenpflege im Frühjahr voranzutreiben und den Rasen jegliche Hilfe zu geben, die er benötigt, damit dieser sich gesund und grün entwickelt.

Rasen mähen im Frühling

Sobald der Rasen wieder zu wachsen beginnt, kann der Rasenmäher wieder aus dem Winterschlaf erwacht werden. Sie sollten daher nicht zu lange warten, jedoch auch nicht beim ersten Sonnenstrahl den Rasenmäher starten. Wann der richtige Zeitpunkt ist, verraten die Grashalme. Der Rasen kann gemäht werden, wenn die Grashalme eine Höhe von ca. sieben Zentimeter haben. Oftmals ist der beste Zeitpunkt dafür im März, denn zu dieser Zeit beginnt der Rasen wieder zu wachsen. Die Gräser sollten in dieser Zeit nicht zu kurz geschnitten werden. Nur so wird das Austrocknen oder braune Flecken im Rasen verhindert. 

Das Grad benötigt eine gewisse Länge, bevor erstmals das Gras im Frühling gemäht wird

Zudem können die Wurzeln des Rasens durch einen zu kurzen Schnitt beschädigt werden. Oftmals ist dies dann die perfekte Grundlage für das Ansiedeln der Unkräuter. Nach dem Mähen sollten Sie zudem das abgemähte Gras direkt entfernen. Das Gras würde sonst den wachsenden Halmen das notwendige Licht nehmen. 

Rasen vertikutieren im Frühjahr

Nach dem Winter befinden sich im Rasen oftmals auch eingewachsene Moos und Flechten. Diese sollten entfernt werden, um eine Belüftung und einen lockeren Boden zu gewährleisten. Das Vertikutieren der Rasenfläche ist hierfür die Lösung. Es belüftet und lockert den Rasen durch das Entfernen der Rasenflechte. Der Boden wird beim Vertikutieren zwei Millimeter tief eingeritzt. Zu viel und zu tief vertikutiert werden sollte jedoch nicht. Dies würden das Wurzelwerk und die Grasnarbe verletzen.

Rasen kalken nach dem Mähen im März

Ein weiteres Mitbringsel des Winters ist die Bildung von Moos auf dem Rasen. Für viele Gartenbesitzer ist Moos im Rasen kein schöner Anblick. Oftmals breitet sich dieser auf saurem Boden aus. Bevor Sie einen chemischen Moosvernichter anwenden, sollte der pH-Wert des Bodens bestimmt werden. In fast allen Gartenfachmärkten gibt es dazu einfach anzuwendende Tests. Kalk kann ein geeignetes Mittel sein, wenn dieser Wert bei Fünf liegt. Dann kann das Moos so vernichtet und neuem Befall vorgebeugt werden. Im März wird der Kalk nach dem Mähen auf dem Rasen aufgebracht.

Abhängig vom Rasentypen gibt es verschiedene Höhen des Rasens, bei dem dieser geschnitten werden sollte.

RasentypSchnitt bei Höhe (cm)Zielschnitthöhe in cm
Zierrasen3 bis 6 cm2 bis 3 cm
Gebrauchsrasen6 bis 9 cm3 bis 4,5 cm
Strapazierfähiger Rasen6 bis 8 cm3,5 bis 5 cm
Extensivrasenkeine Angabe6 bis 10 cm

Rasen Düngen um die Nährstoffe aufzufüllen

Damit Sie den Wuchs des Rasens im Frühjahr unterstützen können, ist die Verwendung eines passenden Düngemittels im Frühjahr sinnvoll.  Die Gräser haben im Laufe des Winters nämlich die gespeicherten Nährstoffe oftmals verbraucht. Somit braucht der Boden eine weitere, zusätzliche Nahrungsquelle von außen. Bis März sollte jedoch mit dem Düngen gewartet werden bzw. solange, bis kein Frost mehr erwartet wird. Langzeitdünger sind vor allem als Start für die Neuansaat empfehlenswert. Langzeitdünger enthalten einen lang wirkenden Anteil Stickstoff. Dieser eignet sich perfekt für ein gesundes Wachstum. 

Natürlich gibt es verschiedene Dünger. Doch welcher ist der Richtige? Grundsätzlich wird unterschieden zwischen organischen und mineralischem Rasendünger unterschieden. Beide haben Vor- und Nachteile, die miteinander individuell abgewogen werden müssen.

Organischer Dünger (ein bis dreimal jährlich anwenden)

VorteileNachteile
Nachhaltige BodenverbesserungLangsamere Wirkgeschwindigkeit
Geringer ArbeitsaufwandOft etwas Teurer
natürliche Langzeitwirkung
Gefahr einer Überdüngung besteht nicht
Ökologisch nachhaltig
gut für das Bodenleben

Mineralischer Dünger (drei bis sechsmal jährlich anwenden)

VorteileNachteile
Schnellere VerfügbarkeitÜberdüngung mit wahrscheinlicher Pflanzenschäden
recht günstig im PreisUmweltschäden möglich
höherer NährstoffgehaltVerarmung des Bodens bei alleiniger Anwendung
Keine Langzeitwirkung
Alle ein bis zwei Monate Anwendung

Rasen nachsäen, um kahle Stellen auszubessern

Der Rasen kann aufgrund des Winters oder einer falschen Handhabung des Vertikutierers kahle Stellen bekommen haben. Diese sollten im Frühjahr mit dem gleichen Rasensamen ausgebessert werden, als auch schon für die erste Aussaat verwendet wurde. Kleiner Tipp: Vor dem Nachsäen sollten die kahlen Stellen gelockert werden. 

Fazit

Die richtige Rasenpflege im Frühjahr legt den Grundstein für das kommende Jahr. Bereits im Januar können Sie die oben genannten Schritte vorbereiten. 

Damit Sie die Rasenpflege nicht vergessen, können Sie sich eine Erinnerung in Ihren Kalender machen, um den perfekten Zeitpunkt nicht zu verpassen. 

Wichtig zu erwähnen, ist an dieser Stelle noch, dass eine Pflege des Rasens im Frühjahr sich lohnt. Wächst der Rasen dicht, haben es Unkräuter viel schwerer sich einen Platz im Rasen zu sichern und weisen die Pflanzen viele Triebe auf, ist die Fläche belastbar und somit ist dies auch für die Robustheit und Wetterempfindlichkeit des Rasens vorteilhaft. 

Zudem steigt das Risiko von Lücken im Rasen, wenn man die Pflege im Frühling vernachlässigt. Im schlimmsten Fall kommt es dann zu Krankheiten beim Rasen. Dadurch hat der Gärtner dann wieder mehr Arbeit. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird ein gesunder, dichter Rasen dies nicht erfahren. Somit sollte man die beste Grundlage für den eigenen Rasen schaffen, um sich zum einen Arbeit und zum anderen auch Zeit zu ersparen. Denn eines steht fest: Der Rasen wird einem die Frühjahrspflege danken.


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