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9 hilfreiche Tipps zur Rasenpflege

Tipps zur Rasenpflege

Besitzen Sie einen eigenen Garten, können Sie sich meist über eine größere oder kleinere Rasenfläche freuen. Der Rasen ist das Herzstück jedes Gartens. Dabei ist doch der Traum jedes Hobby-Gärtners einen makellosen Rasen vor sich zu haben, welcher in einem satten Grün erstrahlt. Möchten Sie auch Ihre Nachbarn mit Ihrem prachtvollen Rasen neidisch machen? Dann haben wir hier für Sie 9 hilfreiche Tipps zur optimalen Rasenpflege. Diese können Ihnen mit Sicherheit weiterhelfen. So lohnen sich Ihre Bemühungen, um einen schönen Rasen, garantiert und Sie haben lange Freude an einer gepflegten und gesunden Grünfläche.

1. Regelmäßiges Rasenmähen

Einer der vermutlich einfachsten aber auch wichtigsten Tipps zur Rasenpflege ist das regelmäßige Rasenmähen. Denn das Mähen Ihres Rasens ist bei der Rasenpflege unverzichtbar, um so einen dicht wachsenden Rasen zu erhalten. Ebenso wichtig ist die Höhe des Rasenschnitts zu berücksichtigen. Der Rasen sollte erstmals im Frühjahr ab einer Höhe von etwa 8 Zentimetern gemäht werden. Anschließend kann dies, innerhalb der Vegetationsperiode, alle 7 bis 10 Tage geschehen. So erhalten sie einen prächtigen Rasen und Unkraut sowie andere Krankheiten haben zugleich eine geringere Chance Ihren Rasen zu befallen.

Kürzer als 3 bis 4 Zentimeter sollten Sie den Rasen dabei nicht mähen. Auch unter starker Sonneneinstrahlung und bei Nässe sollten Sie das Rasenmähen verschieben. Um einen saftig grünen Rasen zu erhalten, sollten Sie diesen, besonders im Hochsommer, mindestens 5 Zentimeter hoch wachsen lassen, damit die Wurzeln auch an trockenen Tagen ausreichend Schatten erhalten. Zum Mähen eignen sich idealerweise Mähroboter. Aber genauso können Sie auf einen Spindel- oder Sichelmäher zurückgreifen.  

2. Ausreichende Rasenbewässerung

Besonders im Hochsommer hat jeder Rasen mit der Hitze und Trockenheit zu kämpfen. Deshalb sollten Sie an diesen Tagen auf eine regelmäßige und ausreichende Rasenbewässerung achten. Genauso wie für Pflanzen ist auch für den Rasen das Wasser ein überlebensnotwendiger Nährstoff. Hier gilt allerdings: Nicht zu viel und auch nicht zu wenig. Regelmäßiges bewässern ist für einen gesunden Rasen, vor allem bei einem neu verlegtem, dessen Wurzeln noch nicht tief genug reichen, besonders wichtig. Sollte der Rasen austrocknen, erkennen Sie dies anhand einer bräunlichen Färbung. Zu diesem Zeitpunkt sollten Sie ihren Rasen umgehend bewässern.

Ansonsten gilt, bei Trockenheit im Sommer den Rasen regelmäßig zu sprengen. Am besten vermeiden Sie zur Bewässerung die pralle Mittagssonne und nutzen entweder den frühen Morgen oder auch den späteren Abend. Wie viel Wasser Sie für die Bewässerung benötigen hängt ganz von der Beschaffenheit ihres Bodens ab. Ein sandig-lockerer Boden verträgt etwa 10-15 Liter pro Quadratmeter und ein eher lehmiger-Tonboden etwa 15-20 Liter Wasser pro Quadratmeter. Eine durchdringende Bewässerung des Rasens, etwa 1-2 mal die Woche, ist im Normalfall ausreichend.

3. Rasen vertikutieren

Das Vertikutieren des Rasens ist ebenso ein wichtiger Aspekt bei der Rasenpflege. Denn dieser Vorgang sorgt dafür, dass der Rasenfilz entfernt wird und ebenso Schimmel vorgebeugt werden kann. Rasenfilz sorgt dafür, dass weder Wasser noch Licht an die Graswurzeln gelangen können. Dies führt dazu, dass die Graspflanzen absterben und der Rasen sich dabei bräunlich verfärbt.

Mit einem Vertikutierer wird Filz oder auch Moos aus dem Rasen entfernt und zudem der Boden leicht aufgelockert, wodurch Nährstoffe und Wasser wieder ungehindert an die Graswurzeln gelangen können. Dabei wird beim vertikutieren lediglich die oberste Bodenschicht bearbeitet, um den Boden zu schonen und die darin liegenden Graswurzeln nicht zu zerschneiden. Sollten beim vertikutieren kahle Stellen entstehen, können Sie diese einfach nachsäen. Der beste Zeitpunkt zum vertikutieren ist dabei im Frühling oder im Herbst. 

4. Rasen aerifizieren

Mit der häufigen Nutzung des Rasens verdichtet sich, im Laufe der Zeit, der Rasen, oder die sogenannten Grassoden, immer mehr. Deshalb sollten Sie neben dem Vertikutieren, den Rasen ebenso im Anschluss aerifizieren. Um eine ausreichende Sauerstoffzufuhr sicherzustellen und einen problemlosen Wassertransport zu ermöglichen.

Beim Aerifizieren handelt es sich um das sogenannte Lüften des Rasens, bei welchem, mithilfe eines Aerifiziers, hohle Nägel bis zu 10 Zentimeter tief in die oberste Erdschicht zwischen den Gräsern gelöchert werden. Der Abstand sollte dabei zwischen den Löchern etwa 15 bis 20 Zentimeter betragen. Durch diesen Vorgang wird der Boden aufgelockert und die Graswurzeln erhalten wieder ausreichend Luft und Wasser.

5. Den Rasen richtig kalken 

Wollen Sie einen sehenswerten grünen Rasen haben, dann sollten Sie auf den pH-Wert des Bodens achten. Am besten testen Sie diesen alle zwei bis drei Jahre selbst. Der Wert sollte dabei etwa zwischen 5,5 und 6,5 liegen. Liegt der pH-Wert unter 5,5 ist der Boden zu sauer, und bei einem zu hohen Wert stehen für das Wachstum des Rasens nicht genügend Nährstoffe im Boden zur Verfügung. Auch gegenüber Pilzerkankungen wird der Rasen, bei einem schlechten pH-Wert, anfälliger.

Bei einem zu niedrigen pH-Wert können Sie Ihren Boden, zum Ausgleich, ganz einfach kalken. Dies sollten Sie im Frühjahr durchführen und den Rasen anschließend auch Vertikutieren und Aerifizieren. Dabei verwenden sie am Besten einen Vitalkalk, einen milderen Algenkalk oder auch Gesteinsmehl.

Um Unkraut und Moos vorzubeugen, könnnen Sie auch bei einem angemessenen pH-Wert, vorsorglich alle zwei bis drei Jahre, eine Erhaltungskalkung durchführen. Dabei reicht für die Rasenpflege allerdings eine geringe Dosierung von etwa 125 bis maximal 160 Gramm pro Quadratmeter aus.

6. Rasendünger verwenden

Durch regelmäßiges Rasenmähen verliert das Gras nach und nach seine Nährstoffe. Zur optimalen Rasenpflege gehört deshalb auch das Düngen des Rasens. Nur so kann das Gras mit ausreichend Nährstoffen versorgt werden um gut wachsen zu können. Am besten sollten Sie also bereits vor Beginn der Frühlingszeit ab April bis Mai, mit dem ersten Wachstumsschub der Gräser, Ihren Rasen etwa alle vier bis fünf Wochen düngen. Die wichtigsten Nährstoffe, welche der Dünger enthalten sollte, sind dabei Kalium, Stickstoff und Phosphor.

Ein zweites Mal sollten Sie Ende Juni und zuletzt im August düngen. So sorgen Sie das ganze Jahr über für eine optimale Nährstoffversorgung Ihres Rasens durch ausreichend Dünger. Um die Gräser gegen Frost und Krankheiten zu schützen, können Sie im Herbst zusätzlich einen kaliumbetonten Dünger einsetzen, wodurch die Pflanzenzellen resistenter werden. Achten Sie bei der Dosierung des Düngers allerdings stets auf die Packungshinweise des verwendeten Mittels.

7. Rasen mulchen

Nicht nur das Mähen gehört zur grundlegenden Rasenpflege sondern ebenso das Mulchen. Im Gegensatz zum herkömmlichen Rasenmähen wird beim mulchen der Rasen nicht mit einem Korb aufgefangen, sondern der Grasschnitt wird mit einem Mulchmäher direkt zerkleinert und auf dem Rasen verteilt. Somit können die Nährstoffe des frischen Grasschnitts direkt an den Rasen abgegeben werden. Denn das geschnittene Gras wird durch Bodenorganismen mineralisiert und gibt so seine wertvollen Nährstoffe ab. Beim Rasenmähen landet stattdessen der nährstoffreiche Grasschnitt unberührt auf dem Kompost.

Durch das Mulchen müssen Sie nur selten auf Dünger zurückgreifen, um dem Boden ausreichend Nährstoffe zu liefern. Beim mulchen sollten Sie beachten dass der Grasschnitt klein genug ist, um dem frisch gemähten Rasen nicht das Sonnenlicht zu nehmen. Zudem verrotten lange Grashalme wesentlich langsamer als kurzer Rasenschnitt. Am besten ist eine Länge von etwa zwei bis drei Zentimetern. Je nach Wachstum und Jahreszeit können Sie Ihren Rasen einmal in der Woche oder auch alle fünf Tage mulchen. Im Hochsommer reicht es beispielsweise auch etwa alle zehn Tage. Dabei sollte der Boden beim mulchen immer trocken sein und anschließend 24 Stunden kein Regen zu erwarten sein. 

8. Die richtige Rasensaat

Die richtige Rasensaat ist selbstverständlich grundlegend für einen schönen Rasen. Denn diese entscheidet über den späteren Pflegeaufwand des Rasens und deren Optik. Bei der Auswahl der richtigen Rasensaat für Ihren Garten gilt: Je mehr, desto besser. Denn säen Sie viele verschiedene Sorten aus, ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher dass ihr Rasen prächtig heranwächst und auch langfristig saftig grün und dicht bleibt.

Beispielsweise eignet sich das deutsche Weidelgras hervorragend als schnell heranwachsende Sorte, welches grob und sehr belastbar ist, genauso wie die Wiesenrispe, die ebenfalls strapazierfähig ist und zu den dicht wachsenden Rasensorten zählt. Auch als anspruchslose und pflegeleichte Sorte gibt es den sogenannten Schlafschwingel, der sich ebenfalls optimal als Saatgut für Ihren Rasen im Garten eignet.

9. Unkraut bekämpfen

Haben Sie die vorangegangenen Tipps zur Rasenpflege bereits berücksichtigt, dann sollte Unkraut für Ihren Rasen wohl weniger ein Problem sein. Sollte es allerdings doch einmal zu Unkraut im Rasen kommen, können Sie beispielsweise mit einem Handvertikutierer Unkraut wie Weißklee oder Ehrenpreise problemlos bekämpfen. Bei kleinerem Befall können Sie das Unkraut im Rasen einfach jäten oder ausstechen. Mit einem Unkrautstecher als Hilfsmittel können Sie Hahnenfuß oder Löwenzahn kinderleicht von ihrem Rasen entfernen. Dabei sollten Sie allerdings immer darauf achten, die gesamte Wurzel mit dem Gewächs zu entfernen.

Ist ihr Rasen stärker von Unkraut befallen können Sie mit passenden Unkrautbekämpfungsmitteln vorgehen. Dabei können Sie Kombiprodukte verwenden, welche den Rasen düngen und zugleich das Unkraut vernichten. So stärken Sie zusätzlich den Rasen und bekämpfen effektiv störendes Unkraut. Tiefverwurzelte Unkrautarten oder kleinere Unkrautnester lassen sich auch optimal mit Rasenherbizide vernichten. Das Mittel einfach gezielt auf die befallene Stelle auftragen.


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