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6 Tipps zum Rosen düngen + Düngeplan für das ganze Jahr

Rosen im Garten mit Erdbeeren auf dem Tisch
Eine üppig und gut gewachsene Rosenhecke erhalten Sie mit den passenden Düngetricks.

Die Rosenpflanze braucht viel Energie, um blühen zu können. Energie bezieht sie aus den im Boden vorhandenen Nährstoffen und der Sonne. Die Pflanze gehört zu den Starkzehrern, daher ist der vorhandene Speicher mit Nährstoffen im Boden schnell aufgebraucht. Neben einer fachgerechten Pflege der Rose gehört auch das richtige Düngemittel zum Rosen düngen dazu. 

Die Pflanze braucht viele Nährstoffe und Assimilate aus der Fotosynthese, um ihre schönen und üppigen Blüten bilden zu können. Doch die vorhandenen Nährstoffe im Boden können dabei schnell aufgebraucht und erschöpft sein. Tritt dieser Fall ein, ist es Zeit für das Düngen. Wie Sie richtig Rosen düngen, erfahren Sie in diesem Beitrag. 

1. Wann werden Rosen gedüngt?

Zunächst stellt sich die Frage, wann die perfekte Zeit zum Rosen düngen ist. Das kommt darauf an, ob Sie die Rosen neu ausbringen oder sich die Rosen bereits in einem Beet befinden. 

1.2 Neupflanzung

Gleich bei der Pflanzung im Herbst sollten Sie den Rosen für einen guten Start direkt die benötigten Nährstoffe zuführen. Dazu eignet sich Kompost oder ein entsprechender organischer Rosendünger. Dieser sollte in das Erdloch der Rose gegeben werden, bevor Sie die Pflanze einpflanzen. Der Dünger steht der Rose dann im Frühjahr zur Verfügung, sobald die Pflanzen und Bodenorganismen aus ihrer Winterruhe erwachen. Die Rose hat sich in der Zwischenzeit schon etwas verwurzelt. Die nächste Düngung sollte im Juni oder Juli erfolgen, damit die letzten Blüten aufgehen können und sich die Rose auf den Winter vorbereiten kann. 

1.3 Pflanzen im Beet

Im Frühjahr zwischen März und April erfolgt die erste Düngung bei bestehenden Rosen im Beet. Die Pflanze treibt zu dieser Zeit gerade aus. Dazu nutzt sie die noch vorhandenen Nährstoffe aus dem Boden des letzten Jahres. Dies sind Zucker (Assimilate) und die vorhandenen Nährstoffe in der Wurzel, den Trieben und dem Stämmchen, die dort zuvor gespeichert wurden.

Rosen im Beet
Rosen benötigen einen fruchtbaren Boden, um im Beet gedeihen zu können.

Um eine üppige Pflanze zu erhalten, sollte diese ein ausreichendes und optimales Nährstoffangebot vorfinden. Mit dem Rosen düngen beugen Sie einem Nährstoffmangel vor. Am besten eignet sich dafür ein organischer Langzeitdünger. Die darin enthaltenen Nährstoffe werden dann über eine lange Zeit an den Boden und die Pflanze abgegeben.

Eine zweite und letzte Düngung im Jahr erfolgt im Juni oder Juli. Auch dazu sollten Sie auf einen organischen Langzeitdünger zurückgreifen. Dieser sollte jedoch einen entsprechend hohen Anteil Kalium enthalten, da dieser die Pflanze vor Frostschäden schützt. Ab diesem Zeitpunkt sollten Sie keinen stickstoffhaltigen Dünger mehr verwenden, da andernfalls die Verholzung des Stamms verhindert werden würde.

2. Welche Düngemittel eignen sich?

Für das Rosen düngen, können verschiedene Düngervariante gewählt werden. Besonders geeignet sich jedoch Pferde- und Rinderdung sowie organische Düngemittel. 

2.1 Pferde- oder Rinderdung

Rosenfreunde verwenden für ihre Rosen am liebsten gut abgelagerten Rinderdung. Darin enthalten sind ca. zwei Prozent Stickstoff, zwei Prozent Kalium, anderthalb Prozent Phosphat und verschiedene Spurenelemente. Dies ist für Rosen die perfekte Mischung der Nährstoffe. Der Dünger reichert den Boden ebenfalls mit einem hohen Anteil Ballaststoffen und Humus an. 

Der Kuhmist sollte mindestens ein halbes Jahr durchgerottet sein, bevor er als Dünger für die Rosen verwendet werden kann. Nach dem Schneiden der Rosen im Frühjahr sollte eine halbe Mistgabel in den Wurzelbereich der Pflanze mit dem Kultivator eingearbeitet werden. Dort wird sich der Dung dann schnell zersetzen. 

Rosen düngen mit Granulat
Bevor Sie beim nächsten Rosen düngen zu chemischen Düngemitteln greifen, können Sie es mit organischen Varianten probieren.

Haben Sie keine Möglichkeiten auf Kuhdung zurückzugreifen, gibt es im Handel eine gute Alternative: getrockneter, pelletierter Rinder- oder Pferdedung. Dieser wird in den Wurzelbereich der Pflanze ausgestreut und flach eingearbeitet. Pro Quadratmeter Beetfläche sollten ca. 200 g eingearbeitet werden.

2.2 Organischer Dünger

Möchten oder können Sie keinen Rinder- oder Pferdedung verwenden, können Sie auf einen speziellen Rosendünger zurückgreifen, der Ihre Pflanzen optimal versorgt. Rosen haben einen sehr hohen Phosphatbedarf, um schöne und volle Blüten bilden zu können. Jedoch braucht die Pflanze diesen Nährstoff ebenfalls, um den Energiestoffwechsel ausführen zu können. 

Bevor Sie Düngen empfiehlt es sich eine Bodenanalyse durchzuführen, um einen vorhandenen Überschuss oder eine Unterversorgung von Phosphat und Kalium des Bodens feststellen zu können. Sollten die Werte passen, können Sie rund 50 bis 60 Gramm Horndünger pro Quadratmeter ausbringen. Hornspäne zersetzen sich nicht so schnell wie Hornmehl. Dieses zersetzt sich schneller und gibt daher den darin enthaltenen Stickstoff schneller frei. Jegliche organischen Dünger sollten flach in den Boden eingearbeitet werden.

Welche organischen Dünger eignen sich für Rosen?

3. Womit gelingt das Rosen düngen am besten?

Es gibt spezielle Rosendünger für die Gärtner, die sich nicht ausführlich mit den Nährstoffbedürfnissen ihrer Rosen befassen möchten. Die Pflanzen bekommen von diesem Dünger die ideale Nährstoffkombination. Wenn Sie jedoch nicht auf diese Spezialdünger zurückgreifen möchten, können Sie auch auf andere Düngerarten zurückgreifen, wenn Sie einige Aspekte dabei beachten. Der Kaliumanteil im Dünger sollte höher sein als der Stickstoffanteil. Die Rose wächst zwar bei einem hohen Stickstoffanteil schnell in die Höhe, jedoch bildet sie keine ausreichenden Blüten. Ebenso brauchen die Pflanzen im Dünger einen hohen Phosphatanteil im Dünger, damit die Blüten aufgehen, üppig und zahlreich werden.

Jedoch ist nicht nur die Nährstoffanteile ein wichtiger Aspekt im Dünger, sondern auch die Form der Nährstoffversorgung. Diese hat ebenfalls einen entscheidenden Einfluss auf die Wirkung des Düngers.

Frau benetzt Rosen mit Düngemittel
Wenn Sie zu Flüssigdüngern greifen, sollten Sie immer auf den Bio-Vermerk achten.

3.1 Düngemittel und ihre Auswirkungen auf Rosen

Unterschieden wird zwischen mineralischen, organischen, organisch-mineralischen oder auch Bio-Düngern. Zu diesem Arsenal gehören auch noch Flüssigdünger. Es ist jedoch von mineralischen Düngern abzuraten, da diese nicht umweltfreundlich sind und ins Grundwasser gelangen können. 

Mineralische Dünger wie Blaukorn bieten der Pflanze oftmals nur die Nährstoffe, um stoßweise zu wachsen. Leider werden die Pflanzen dann schädlings-, frost- und trockenheitsanfällig. Ein organischer Langzeitdünger ist hierbei die besser und für die Pflanze und Umwelt gesündere Alternative. Er bietet folgende Vorteile:

  • Der organische Dünger bietet eine natürliche Langzeitdüngung
  • Die Nährstoffe werden durchgehend an die Pflanze abgegeben und sorgen somit für ein natürliches und gleichmäßiges Pflanzenwachstum
  • Bei der Herstellung eines organischen Düngers werden Ressourcen gespart und die Anwendung ist sowohl für Garten, Haustiere und Pflanzen schonend
  • Ein organischer Dünger sorgt für eine gute Bodenpflege, Humusgeneration und Bodenqualität. Dies ist für Rosen sehr wichtig.

Ein natürlicher Langzeitdünger sollte ein NPK-Verhältnis von 4-2-7 für Rosen aufweisen, damit diese perfekt versorgt werden. Doch ebenso wie es unterschiedliche Rosentypen gibt, hat auch jede Art ihre eigenen Ansprüche.

Viele Sorten bevorzugen einen pH-Wert von 6,5 bis 7,5. Doch es gibt auch Rosenarten, die eher saure oder alkalische Böden bevorzugen. Pflanzen, die einen sauren Böden bevorzugen, vertragen keine Düngung mit Kalk. Dabei können sehr schnell Kalkchlorosen auftreten. Diese weisen auf einen Eisenmangel hin.

Rosen in alkalischen Böden können Eisen viel besser aufnehmen und freuen sich gelegentlich über Kalk, um besser wachsen zu können.

4. Wie oft sollten Sie Rosen düngen?

Zweimal im Jahr sollten Sie Rosen düngen. Die erste Düngung kann Mitte März erfolgen. Zu dieser Zeit treibt die Pflanze neu aus. Dies ist jedoch von der Witterung abhängig. Ein organischer Dünger eignet sich hierbei am besten. Ein solcher Dünger sollte pflanzliche oder tierische Inhaltsstoffe wie beispielsweise Kompost oder auch Hornspäne enthalten. Der Boden nimmt die Nährstoffe nach und nach auf und versorgt die Pflanze so für einen längeren Zeitraum. Eine zweite Düngung sollte dann im Juni nach der Hauptblüte gegeben werden. 

Frau pflegt rosen
Um Rosen ganzjährig zu düngen, können Sie einem Düngeplan folgen.

5. Wie werden Rosen gedüngt?

Pflanzen sind ebenfalls auf eine ausreichende Ernährung angewiesen, um ein vitales Exemplar zu werden. Daher ist es wichtig eine Überdosierung zu vermeiden. Um dies zu vermeiden, sollten Sie die folgenden Aspekte bei der Düngung beachten:

  1. Der Abend ist der perfekte Zeitpunkt zum Düngen. Dazu sollte der Boden oberflächlich gedüngt werden, jedoch sollte darauf geachtet werden, dass Sie keine Wurzeln zerstören.
  2. Die entsprechende Menge des Düngers wird im Anschluss rings um die Rose im Beet verteilt. Dabei sollte die Ausbreitung des Wurzelsystems bedacht werden.
  3. Der Dünger sollte etwas eingearbeitet und im Anschluss gewässert werden.

6. Ein Düngeplan für Rosen

Rosen können Sie über das gesamte Jahr hinweg düngen. Ein Düngeplan hilft Ihnen dabei zu wissen, wann Sie die Rosen wie düngen sollten. Im März, Mai, Juni sowie im August können Sie die Rosen düngen und durch die regelmäßige Nährstoffzugabe die Blüte verlängern. 

Rosen im Garten
Viermal im Jahr ist es an der Zeit die Rosen zu düngen.

6.1 Düngung im Frühjahr (ca. März)

Im zweiten Jahr nach Pflanzung der Rose erfolgt die erste Düngung. Normalerweise wird die Rose dann das erste Mal gedüngt, sobald sie neu austreibt. Ein Volldünger eignet sich hierfür perfekt. Für die Grunddüngung können Sie verwenden:

  • Kompost
  • Torf
  • Stallmist (gut verrottet)
  • Hornspäne oder Hornmehl 
  • Volldünger für Rosen

6.2 Düngung im Mai

Wenn die Rosenblüten und Knospen mit der Ausbildung beginnen, kann ein zweites Mal gedüngt werden. In diesem Fall sollten Sie einen Flüssigdünger verwenden. Dies kann entweder über das Gießwasser oder über das Besprühen der Blätter erfolgen. Es ist jedoch wichtig die richtige Konzentration zu wählen, wenn Sie sich für das Einsprühen der Blätter entscheiden. Die Blätter der Rose verbrennen, wenn der Dünger zu stark ist.

Verwenden Sie den Flüssigdünger stets an bewölkten, regenfreien Tagen. Am besten eignet sich der Zeitpunkt nach einem vorausgegangenen Regenschauer. Die Blätter verbrennen ebenfalls bei starker Sonneneinstrahlung. Wenn es nach der Düngung regnet, werden die Nährstoffe direkt wieder von den Blättern heruntergewaschen. Es eignen sich diese Aspekte für Flüssigdünger:

  • Sud aus reifem Hühnermist
  • Sud aus Brennnesseln
  • Flüssigdünger aus 30 g Volldünger auf 10 l Wasser
  • Brühe aus Ackerschachtelhalm
  • Jede Rose sollte drei Liter Flüssigdüngers erhalten

6.3 Ende Juli

Eine dritte Düngung sollte nur bei sehr kargen, nährstoffarmen Böden erfolgen. Zuvor sollte eine Bodenanalyse durchgeführt werden, um zu erkennen, welcher Nährstoffmangel behoben werden sollte. Diese können Sie entweder in einem Labor durchführen lassen oder in Gartenfachmärten und Gartencentern erhalten Sie Probesetz für dieses Vorhaben.

Ab Mitte des Jahres bis zum Herbst sollten Kalium- und Phosphathaltige Dünger eingesetzt werden. Die Rosen werden dadurch gekräftigt, sorgen für eine gute Wasserspeicherkapazität und schützen die Zellen vor Frost. Dafür sollte ein mineralischer Kurzzeitdünger eingesetzt werden, der einen hohen Phosphatgehalt und Kaliumanteil haben. In der Regel werden dazu 30 g dieses Düngers pro Quadratmeter gebraucht. 

6.4 Abschlussdüngung im August

Im heißen August denkt kein Gärtner gern an den bevorstehenden Winter. Doch ab Mitte bis Ende August sollten Sie beginnen, die Rosen mit dem entsprechenden Dünger gegen die Kälte und Frostschäden im Winter zu schützen. Ein Stickstoffbasierter Dünger sollte nun jedoch nicht mehr verwendet werden. 

Vor dem ersten Frost muss das Wachstum der jungen Triebe eingestellt werden. Für einen besseren Wasserhaushalt sorgt Kalium und somit wird die Frostresistenz deutlich verbessert. Die Rosen werden zudem vor Rosenkrankheiten verbessert. Für ein gesundes Blattgrün sorgen Schwefel und Magnesium. 

Dieser Aspekte sollte der Dünger erfüllen:

  • Kein Stickstoff enthält Patentkali (Kalimagnesia)
  • Ein Kaliumreicher Dünger, der so gut wie keinen Stickstoff enthält
  • Der Dünger sollte 30% Kalium, 10% Magnesium und 17% Schwefel enthalten
  • Wässern Sie vor und nach der Düngergabe 
  • Pro Quadratmeter ca. 40 g Dünger

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