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Ganz einfach einen Sandkasten selber bauen – so geht’s

Ein Sandkasten mit buntem Spielzeug
shutterstock / PhotographyByMK

Sobald es mit den Kindern an den Strand geht, werden fleißig Sandburgen gebaut. Im Sandkasten auf dem nächsten Spielplatz wird der Kuchen modelliert. Für kleine Kinder ist Sand ein wunderbares Material, um die Motorik zu trainieren, der Kreativität freien Lauf zu lassen und einfach Spaß zu haben. Was gibt es also Praktischeres als einen Sandkasten im eigenen Garten. Dabei entsteht nicht nur ein sandiges Paradies, sondern auch Nutzungsfläche auf dem Deckel. Egal ob Kreidetafel oder Befestigungsfläche für den Basketballkorb: Ein eigener Sandkasten ist praktisch.

Wie groß sollte ein eigener Sandkasten sein?

Damit ein Sandkasten auch Freude bringt, sollte er mindestens 150 x 150 Zentimeter groß sein. Ideal ist oft ein Kasten von mindestens 200 x 200 Zentimetern. Wenn einmal ein Freund oder Nachbar zu Besuch ist, wird es anderenfalls schnell eng im Sandkasten. Damit schön gebuddelt werden kann, sollte er auch mindestens 30 Zentimeter tief sein. Aufgebaut wird der Kasten im besten Fall in Sichtweite der Eltern. Zudem sollte er nicht in der direkten Sonne stehen, sondern im Halbschatten auf geradem Untergrund, wie einem gepflasterten Stück. Mitten auf dem Rasen sollte der Sandkasten nicht angebracht werden, sonst ist das Stückchen Wiese hinüber. Einen Anschluss an den gewachsenen Boden braucht der Kasten nicht, am Ende finden dann nur Tierchen ihren Weg in den Sand. Wer den Sandkasten nicht auf einem festen Untergrund, sondern auf der Erde anbringen möchte, kann auch mit einer Folie arbeiten. Getackert an die Seitenwände ist der Kasten dann vom Erdreich abgetrennt.

Sandkasten selber bauen: Der perfekte Sand

Auf keinen Fall sollten Sie einfach zur nächsten Kiesgrube fahren und dort Sand für den Sandkasten mitzunehmen. Der Sand dort ist meist viel zu grobkörnig und damit ungeeignet für Kinder. Zudem könnten Reste von scharfen Steinen oder Glasscherben vorhanden sein. Der ideale Spielsand hat eine Körnung von einem bis zwei Millimeter und besitzt einen geringen Anteil an Lehm. Dieser Sand ist nicht zu grobkörnig, kann dank des Lehms gut geformt werden und ist auch nicht so fein, dass er eingeatmet werden könnte. Spielzeugsand gibt es sowohl online zu erwerben als auch im Baumarkt. Onlineshops können meist günstigere Preise anbieten, während beim Baumarkt vor Ort eine kostenfreie Beratung möglich ist. Achten Sie beim gekauften Sand auch darauf, dass dieser absolut frei von Schadstoffen ist und DEKRA oder TÜV geprüft ist.

Zwei Kinder spielen in einem Sandkasten aus Holz
shutterstock / RonGreer.Com

Welches Holz eignet sich für den Bau?

Ausschließlich unbehandeltes und gehobeltes Holz eigne sich als Material für den eigenen Sandkasten. Wenn das Holz im Anschluss lackiert werden soll, greifen Sie ausschließlich zu unbedenklichen Lacken. Schadstoffe können vom Regen abgespült werden und in den Sand gelangen. Ebenso gut eignet sich unbehandelte Fichte. Bei einem Sandkasten im Freien hält sie gut sechs Jahren. Je nachdem wie lange der Buddelkasten in Betrieb genommen werden soll, kann preiswertes Fichtenholz genutzt werden oder eben teures Lärchenholz. Es kommt vor allem darauf an, dass das Holz weder harzt noch splittert.

So bauen Sie einen eigenen Sandkasten

Sandkasten selber bauen ist gar nicht wirklich schwer. Im Gegenteil. Die Bauweise eines eigenen Sandkastens für den Garten nicht recht simpel erklärt. Vier solide Eckpfosten halten die Seitenwände zusammen und werden von drei Brettern als Ablagefläche abgeschlossen. Auf der vierten Seite wird der Deckel mit einer Feder befestigt. Für die nötige Stabilität werden die Seitenwände mittig mit einem zusätzlichen Pfosten gestützt. Hinzukommen zwei Scharniere und Ringschrauben.

Dieses Material wird benötigt

Für die Rückseite und Vorderseite benötigen Sie zwei Bodendielen in den Maßen 142 x 11 x 1,8 Zentimeter, zwei Dielen in den Maßen 142 x 9 x 1,8 Zentimeter und zwei in den Maßen 142 x 8,4 x 1,8 Zentimeter. Zusammen ergeben sie je eine Wand. Für die Seitenteile benötigen sie zudem zwei Dielen in den Maßen 112 x 8,4 x 1,8 Zentimeter, zwei Dielen in den Maßen 112 x 9 x 1,8 Zentimeter und weitere zwei Dielen in den Maßen 112 x 8,4 x 1,8. Auch hier ergeben je drei Stück eine Wand. Zudem braucht es zehn Kanthölzer in den Maßen 28 x 3,8 x 3,2 Zentimeter. Für die Sitzfläche werden eine Bodendiele in den Maßen 150 x 14 x 1,8 Zentimeter mit 45-Grad-Winkel, zwei Bodendielen in den Maßen 115 x 14 x 1,8 Zentimeter mit 45-Grad-Winkel und eine Diele in den Maßen 120 x 5,5 x 1,8 gebraucht.

Fehlen noch acht Bodendielen mit je 155 x 11 x 2 Zentimeter, eine Bodendiele mit 155 x 4,5 x2 Zentimeter und eine Bodendiele a 155 x 7,5 x 2 Zentimeter. Zudem zwei Glattkanbretter mit je 121,5 x 9 x 1,8 Zentimeter. Dazu kommen noch ein Glattkantbrett in den Maén 107 x 7 x 2 Zentimeter und zwei rechtwinklig-trapezförmig gesägte Bodendielen von einer Länge von 50 Zentimeter, oben 14 Zentimeter und unten 3,5 Zentimeter. Fürs Ösenloch werden zwei Kanthölzer mit 10 x 4 x 2,8 Zentimeter benötigt.

Als zusätzliches Material bedarf es 12 Spax Holzschrauben 4 x 45 Millimeter, 60 Spax Holzschrauben 4 x 35 Millimeter, einen festen Bindfaden, Stichsäge, Akkuschrauber, Gerungssäge, Tafellack, Schleifpapier, zwei lange Ringschrauben mit Gewinde, Montagekleber, Tacker, dünne Teichfolie für den Deckel in 2,5 x 2 Meter und zwei Flachscharniere und die 20 passenden Schrauben dazu. Für den Tafellack wird noch ein Alublech 1000 x 600 benötigt.

Ein Sandkasten mit Holzrahmen, feinem Sand und einem spielenden Kind
shutterstock / Nadiia Nasaduik

In wenigen Schritten zum eigenen Sandkasten

  1. Zunächst werden die zehn Stützen auf 28 Zentimeter zurechtgesägt, wodurch insgesamt eine Tiefe von 30 Zentimetern entsteht. Mit der Gehrungssäge werden die Winkel für die Sitzbretter geschnitten und die Kanten geschliffen. Dann werden die Bretter für die Seitenwände zusammengesteckt und stabilisiert mit den mittig hin geschraubten Kanthölzern.
  2. Die Seitenteile werden an jeder Ecke mit einem Kantholz verbunden und die Sitzbretter mit dem Akkuschrauber auf die Eckpfosten geschraubt. In Das Kantholz kommt im Anschluss ein sechs Millimeter großes Loch für die Ösenschraube. Sobald der Deckel geöffnet ist, kommt die Schraube hinein.
  3. Für den Deckel werden die Dielen zusammengesteckt und mit den Spaxschrauben auf die zwei Querbalken geschraubt. An den trapezförmigen Seitenelementen wird je eine Ösenschraube mit dem Bindfaden befestigt. Die Schrauben werden rund zehn Zentimeter vom unteren Rand entfernt eingesetzt.
  4. Im nächsten Schritt werden die Seitenelemente mit dem Deckel verschraubt und die Scharniere an der Position der Holzleisten festgemacht. Mit dem Tackergerät wird die Teichfolie festgetackert. Danach schrauben Sie den Deckel fest und befestigen ein dünnes Profilholz als Stütze für den geöffneten Deckel auf der Rückseite mit weiteren Schrauben.
  5. Für den Basketballkorb wird ein Kantholz montiert. Nun kann der Deckel geöffnet werden und mit der Ringschraube fixiert werden. Im Anschluss schleifen Sie das Alublech für die Tafel an und gehen mit dem Tafellack darüber. Sobald dieser getrocknet ist, kann die Tafel mit dem Montagekleber auf der Rückseite des Deckels angebracht werden.

Fazit

Einen Sandkasten selber bauen ist nicht nur ziemlich einfach, es macht auch jede Menge Spaß. Je nach Alter des Kindes ist das eine willkommene Möglichkeit für ein gemeinsames Projekt. Das Kind kann beim Bau seines eigenen Sandparadieses mitarbeitet und wird den Sandkasten im Anschluss sicher besonders schätzen und pflegen. Mit ein wenig handwerklichem Geschick, dem richtigen Holz, Sand und den benötigten Geräten ist der eigene Kasten für den Garten im Handumdrehen hergestellt. Viel Freude beim Sandkasten selber bauen!


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