Scheidenblatt Pflege- Standort, Gießen, Düngen, Umtopfen – So geht’s

Das Scheidenblatt zeichnet sich dadurch aus, dass es Schadstoffe aus der Luft filtern und reduzieren kann
Das Scheidenblatt setzt sowohl in Wohnungen als auch in Büroräumen Akzente.

Das Scheidenblatt, Spathiphyllum, ist auch unter dem Namen Blattfahne, Einblatt oder Friedenslilie bekannt und gehört zur Familie der Aronstabgewächse. Die Pflanze umfasst etwa 60 Arten, die in den tropischen Regionen Amerikas, von Mexiko bis Peru und Brasilien vorkommen. Zudem ist die Pflanze in pazifischen Gebieten wie etwa den Philippinen, Salomonen und Neuguinea vertreten. In Europa wurde das Scheidenblatt zum Ende des 19. Jahrhunderts kultiviert. Die Zierpflanze ist sehr robust und begeistert mit ihren schlanken, sattgrünen Blättern, die zu den weißen Blüten einen gelungenen Kontrast bilden. Die üppigen Blüten des Scheidenblatts erheben sich an langen Schäften und wachsen über die Blätter hinaus. Sie bilden sich zumeist im Frühjahr sowie im Sommer und behalten nur während der ungefähr einwöchigen Blütezeit ihre weiße Farbe. Danach nimmt das Hüllblatt langsam eine hellgrüne Farbe an. Die Blütezeit dauert von Juni bis September, oft blüht das Einblatt aber auch den Winter hindurch. Die dekorative Pflanze setzt sowohl in Wohnungen als auch in Büroräumen Akzente. Nicht selten verströmt sie einen leichten, an Vanille erinnernden Duft. Das Scheidenblatt zeichnet sich dadurch aus, dass es Schadstoffe aus der Luft filtern und reduzieren kann. Somit trägt die Zierpflanze zur Verbesserung des Raumklimas bei und besitzt eine gesundheitsfördernde Wirkung.

Scheidenblatt Standort

Ein passender Platz für die relativ anspruchslose Zierpflanze findet sich in jedem Raum. Das pflegeleichte Scheidenblatt gedeiht an einem hellen Standort ebenso wie im Halbschatten. Es gehört zu den seltenen blühenden Exemplaren, die sogar an dunklen Plätzen stehen können. Direkte Sonne verträgt die Pflanze nicht, sehr wohl aber künstliches Licht. Dem Scheidenblatt bekommt hohe Luftfeuchtigkeit sehr gut, daher eignet es sich auch ideal für Badezimmer.

Scheidenblatt Gießen

Die Erde des Scheidenblatts sollte niemals völlig austrocknen. Daher ist es wichtig, die Pflanze regelmäßig zu gießen. Staunässe verträgt sie nicht und kann darauf mit braunen Blättern reagieren. Die Zierpflanze kann auch in Hydrokultur eingepflanzt werden, was zu ihrer optimalen Versorgung mit Wasser beiträgt. In den Monaten Oktober bis März sollte sie sparsamer gegossen werden. Zu beachten ist immer, dass kalkarmes, abgestandenes Wasser verwendet wird.

Scheidenblatt Düngen

Während der Blütezeit ist es ratsam, die Pflanze wöchentlich mit flüssigem Dünger für blühende Pflanzen zu versorgen. Die Dosierung ist niedrig zu bemessen, da es ansonsten zu braunen Blattspitzen kommen kann. In der Ruhephase von Oktober bis Januar benötigt die Zierpflanze weniger Dünger, dann reicht es aus, sie einmal monatlich zu düngen.

Scheidenblatt Umtopfen

Im Intervall von ein bis zwei Jahren sollte die Pflanze im Frühjahr oder Sommer umgetopft werden. Dabei wird alte Erde vorsichtig von den Wurzeln entfernt, tote Wurzeln müssen abgeschnitten werden. Danach kommt die Zierpflanze in einen größeren Topf und wird mit frischer Blumenerde versorgt. Empfehlenswert ist humusreiche Blumenerde, die zusätzlich mit Tongranulat oder Sand vermischt werden kann. Dadurch wird die Wasserdurchlässigkeit erhöht und das Substrat bleibt locker. Die Pflanze wird nach dem Umtopfen leicht angedrückt und mäßig gegossen.

Weitere wichtige Informationen zum Scheidenblatt

Die Vermehrung des Scheidenblatts erfolgt entweder durch Teilung der Wurzel oder durch Aussaat. Bei der Teilung wird die Pflanze aus dem Topf genommen und je nach Größe vorsichtig in mehrere Teile getrennt. Dabei ist zu beachten, dass die geteilten Pflanzenstücke über mindestens drei Blätter verfügen. Danach werden sie in ein neues Pflanzgefäß gesetzt und sollten während der nächsten drei Monate nicht gedüngt werden. Die Zierpflanze lässt sich auch durch Aussaat vermehren. Dazu wird Samen in Anzuchterde gegeben und mäßig angegossen. Die Erde muss bei hoher Luftfeuchtigkeit durchgehend feucht gehalten werden. Die Keimzeit beträgt etwa 14 Tage, dann können die Pflänzchen pikiert und neu eingepflanzt werden.

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