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Sukkulenten Tipps für Anfänger

Sukkulenten sind pflegeleichte Gewächse, die sich ideal für die ersten Versuche als angehender Hobbygärtner eignen.
Sukkulenten gibt es in den außergewöhnlichsten Farben und Formen.

Diese faszinierenden Pflanzen findet man auf allen Kontinenten, am besten wachsen sie jedoch in trockenen, warmen Regionen: in der Steppe Asiens oder im mexikanischen Hochland. Aber auch bei uns in Europa sind sie in großer Vielfalt in der freien Natur anzutreffen, zum Beispiel auf den Kanarischen Inseln oder Madeira. Sukkulenten gibt es in den außergewöhnlichsten Farben und bizarrsten Formen. Sie sind pflegeleichte Gewächse, die sich ideal für die ersten Versuche als angehender Hobbygärtner eignen und Ihnen als Zimmerpflanze unendliche Dekorationsmöglichkeiten bieten werden.

Der Name leitet sich vom lateinischen Wort ‚suculentus‘ ab, was so viel wie ‚saftreich‘ bedeutet. Sie zeichnen sich meistens durch pralle, oft kugelige Oberflächen mit verdickter Außenhaut aus, dadurch wird Wasser gespeichert und übermäßige Verdunstung eingeschränkt. Die sicherlich bekanntesten ‚Fettpflanzen‘ sind die Kakteen oder Aloe Vera. Wer sich an den nachstehenden Tipps orientiert, der wird sicherlich viel Freude mit diesen beeindruckenden Gewächsen haben.

Sukkulenten richtig Pflegen, hier einige Tipps für Anfänger in diesem Video:

1. Der richtige Topf

Sukkulenten dürfen auf keinen Fall zu feucht stehen, denn bei Staunässe tendieren die Wurzeln schnell dazu zu faulen. Daher ist es wichtig, die Pflanzen in einen Tontopf mit Abflussloch am Boden zu pflanzen. Überschüssiges Wasser kann so abfließen, der Untersetzer sollte immer geleert werden. Damit das Abflussloch nicht verstopft, legt man den unteren Bereich des Topfes mit Tonscherben oder Steinen aus.

Sukkulenten dürfen auf keinen Fall zu feucht stehen.
Den unteren Bereich des Topfes sollte man mit Tonscherben oder Steinen auslegen.

2. Spezialerde für Kakteen und Sukkulenten

In der Regel wachsen Fettpflanzen auf mineralischem, kargen Boden. Die verwendete Erde bei der Aufzucht sollte dem Boden im natürlichen Lebensraum also möglichst ähnlich sein.
Ausschließlich handelsübliche Blumenerde für Garten- oder Zimmerpflanzen sollte man nicht verwenden, die Nässe würde sich zu schnell im Topf stauen und die Pflanze ginge ein. Stattdessen verwendet man spezielle Sukkulenten- oder Kakteensubstrate, welche die Luftzirkulation begünstigen, Nährstoffe und Feuchtigkeit im richtigen Ausmaß speichern und sie nach und nach wieder an die Pflanzen abgeben.
Eine Mischung aus lockerer Erde, Sand oder Feinkies und Granulat im Verhältnis 2:1:1 hat sich gut bei den Pflanzen bewährt.
Idealerweise sollten sie etwa alle 3-4 Jahre umgetopft und in frische Erde gesetzt werden.

3. Der perfekte Standort für Sukkulenten

Wählen Sie, wenn möglich, einen sonnigen, hellen Platz als Standort aus. Aber auch wenn sie aus den wärmsten Regionen der Erde stammen, vertragen nicht alle Sukkulenten direkte Sonneneinstrahlung und Hitze gleich gut. Daher sollte man dunkelgrüne Exemplare lieber nicht der direkten Sonne aussetzen, hellgrüne Pflanzen vertragen Hitze und Sonnenlicht dafür umso besser und freuen sich über einen Sonnenplatz. Ableger in bunten Farbtönen wie Lila oder Orange sind eher für einen Standort im Außenbereich geeignet.

Am richtigen Ort gedeiht die Sukkulente problemlos. In der hellen Jahreszeit sollte man sie regelmäßig, unter Umständen sogar täglich dem Sonnenlicht entgegen drehen, damit sie gleichmäßig wächst. Entstehen allerdings lange, dünne Triebe, so ist das ein Zeichen für einen schlechten Standort mit unzureichenden Lichtverhältnissen.
Setzt man die Pflanze nach dem Winter wieder nach draußen, sollte man sie langsam an das direkte Sonnenlicht gewöhnen.

In der hellen Jahreszeit sollte man die Sukkulente regelmäßig dem Sonnenlicht entgegen drehen.
Die Sukkulente bevorzugt einen sonnigen, hellen Standort.

4. Blätter und Wasser

Den Topf bzw. die gesamte Pflanze sollte man möglichst sauber halten, abgestorbene Blätter sind durchaus normal und man kann sie einfach abzupfen. Erst wenn die Blätter vermehrt abfallen, matschig werden oder sich gelb verfärben, ist das ein Zeichen dafür, dass man sie zu häufig gegossen hat. Die Erde sollte zunächst komplett getrocknet sein, bevor man erneut gießt.
Werden die Blätter hingegen welk, dann hat man zu wenig gegossen.

Grundregel: Lieber ein bisschen zu wenig gießen als zu viel und am besten immer erst dann gießen, wenn die Erde komplett trocken ist.

5. Düngen mit Bedacht

Generell freuen sich Sukkulenten über zusätzliche Nährstoffe, etwa einmal pro Monat, nicht zu hoch konzentriert. Besonders schnell wachsende Exemplare sollte man sogar alle 2-3 Wochen düngen.
In den Wintermonaten zwischen November und Februar/März kann man eine Pause einlegen, im restlichen Zeitraum verwendet man am besten speziellen Dünger und hält sich an die Pflegehinweise des Herstellers.

6. Schädlinge bei Sukkulenten

Grundsätzlich sind Sukkulenten und Kakteen sehr robuste Gewächse und werden selten von Krankheiten befallen. Blattsukkulenten werden dabei wiederum eher befallen als etwa Kakteen.
Fleckige Blätter durch Mehltau findet man häufiger bei der ‚Crassula‘, dem Geldbaum. Hier hilft in der Regel schon ein Standortwechsel.
Weißer wattebauschartiger Befall zwischen den Blättern deutet auf Woll- oder Schmierläuse hin. Zur Bekämpfung reicht bei leichtem Befall die Reinigung mit einem in Alkohol getränkten Wattestäbchen aus, bei starkem Befall sollte man auf Mittel aus dem Fachhandel zurückgreifen.

Weiße, wattebauschartige Tiere zwischen den Blättern der Sukkulente können Woll- oder Schmierläuse sein.
Blattsukkulenten sind häufiger als Kakteen von Schädlingen betroffen.

Sukkulenten erfreuen sich in den letzten Jahren allgemeiner Beliebtheit. Ihre schönen Farben und außergewöhnlichen Formen in Verbindung mit einer relativ unkomplizierten Pflege machen sie zu idealen Deko-Elementen in jedem Haushalt. Ob in Gruppen auf der Terrasse arrangiert, einzeln im Terrakotta-Topf auf dem Balkon oder in der ausrangierten Teetasse im Regal – diese Trendpflanzen lassen sich fast überall ziehen und sind ein garantierter Hingucker.
Und wenn man den Chinesen Glauben schenkt, dann bringt ein gut gedeihender Geldbaum Wohlstand und Glück ins Haus! Wer dazu noch eine Münze in den Topf legt, bei dem soll sich sogar das Geld vermehren.

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