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Terrassenüberdachung selber bauen – Tipps, Anleitung und Preis

Terrassenüberdachung selbst bauen - Schritt für Schritt Anleitung

Terrassenüberdachung selber bauen – Schritt für Schritt Anleitung

 

Terrassenüberdachung selber bauen – Mit unserer Schritt für Schritt Anleitung garantiert zum Erfolg. Eine Terrassenüberdachung macht die Terrasse vielfältiger nutzbar. So findet man hier bei Sonne ein schattiges Plätzchen. Bei schlechtem Wetter bietet sie Schutz vor Wind und Regen. Sie kann auch zum Unterstellen dienen oder zu einem weiteren Wohnraum werden. Die Möglichkeiten sind individuell und mit handwerklichem Geschick, kann man die Terrassenüberdachung selber bauen. Nachfolgend findest Du eine detaillierte Anleitung.

 

Die Wahl des Standortes

 Wer die Terrassenüberdachung selber bauen will, der sollte großen Wert auf die Wahl des Standortes legen. Ist sie einmal gebaut, dann kann man sie nicht einfach versetzen. Befindet sich die Terrasse bereits an einem festen Ort, dann sollte man den Standort trotzdem prüfen. Nicht jeder Standort eignet sich zum Bau einer Terrassenüberdachung. Eventuell ist der Boden zu weich oder der Lichteinfall nicht optimal. Auch das Material muss mit dem Standort in Einklang gebracht werden. In den meisten Bundesländern kann man ohne Genehmigung die Terrassenüberdachung selber bauen. Auskunft erteilt das zuständige Bauamt. Doch auch ohne Genehmigung müssen bestimmte Abstände oder Vorgaben bei der Höhe eingehalten werden. Wer den Standort sorgfältig auswählt, der vermeidet böse Überraschungen.

 

Mögliche Standorte einer Terrassenüberdachung

Oft befindet sich die Terrasse unmittelbar am Haus. Wer die Terrassenüberdachung selber bauen will, der findet hier optimale Möglichkeiten vor, denn Hauswände oder Dächer sind ideale Befestigungspunkte für die Konstruktion. Die Überdachung kann auch eine Erweiterung eines Gartenhauses oder eines Gewächshauses sein. Eine Terrassenüberdachung selber bauen in der direkten Nähe zu einem Gewächshaus erfordert eventuell separate Stützpfeiler. Natürlich kann die Terrassenüberdachung auch freistehend gebaut werden. Dann kann man den Standort im Garten selber auswählen. Bei freistehenden Terrassenüberdachungen benötigt man generell Stützpfosten. Zudem kann die Terrassenüberdachung an einer Garage oder einem Anbau anschließen oder bestimmte Bereiche, wie zum Beispiel einen Pool, überdecken.

 

Auf umliegende Gebäude achten

Bevor man die Terrassenüberdachung selber bauen will, sollte man das Umfeld in Augenschein nehmen. Häuser und Bäume werfen Schatten. Bäume könnten bei Sturm zur Gefahr werden. Ist das Dach aus Glas, dann könnten herunterfallende Äste es zerkratzen oder im schlimmsten Fall könnte das Glas brechen. Wählt man eine Überdachung aus Holz, dann wird die ganze Umgebung dunkler. Deshalb sollte man unbedingt auf den Stand der Sonne achten. Je nach Lage erreicht die Sonne die Terrasse nicht, weil umliegende Gebäude oder das Dach selber Schatten werfen. Es ist also von Vorteil, wenn man den Stand der Sonne über einen Tag hinweg beobachtet und dokumentieren.

 

Der perfekte Untergrund

Wer eine Terrassenüberdachung selber bauen will, der benötigt kein Fundament. Er kann somit auf jedem Untergrund eine Terrassenüberdachung selber bauen. Doch trotzdem sollte man verschiedene Aspekte beachten, denn nicht jeder Boden ist optimal geeignet. Grundsätzlich empfiehlt sich ein harter Untergrund aus Stein oder fester Erde. Grasböden eignen sich nur bedingt. Weiche Böden benötigen in jedem Fall eine feste Verankerung im Boden oder ein Fundament für die Stützpfosten. Das gilt insbesondere, wenn man eine freistehende Terrassenüberdachung selber bauen möchte. Es empfiehlt sich den Boden auch bei feuchtem Wetter vorab zu kontrollieren. Einige Böden sind so beschaffen, dass sie bei sonnigem Wetter fest sind. Bei geringem Regen geben sie bereits nach. Die Bodenprüfung sollte ernst genommen und sorgfältig durchgeführt werden. Geschieht das nicht, dann könnte der Boden im schlimmsten Fall nachgeben und die Terrassenüberdachung zum Einsturz bringen. Auch die Stützpfeiler könnten einknicken oder sogar abbrechen.

Der Grund für den Bau einer Terrassenüberdachung

In der Regel will man eine Terrassenüberdachung selber bauen, um im Sommer ein schattiges Plätzchen zu haben. Einige Hausherren nutzen die Terrassenüberdachung auch als zweites Wohnzimmer und bauen zusätzliche Seitenwände ein. Andere setzen wiederum auf eine Teilverglasung, weil sie die Terrassenüberdachung auch als Gewächshaus nutzen wollen. Da die Terrasse meist zur Sonne hingerichtet ist, wird sie oft auch als Standort für eine Photovoltaikanlage genutzt. Jeder kann diese Terrassenüberdachung selber bauen. Er muss jedoch die Konstruktion genau planen. Eine einfache Bedachung kommt mit einfachen Stützpollern aus Aluminium aus. Eine Terrassenüberdachung für eine Photovoltaikanlage muss dagegen stabil sein. Hier müssen die Stützpfeiler einer schweren Last standhalten.

Die perfekte Planung

Ist der richtige Standort gefunden, dann beginnt man mit der Planung. Grundsätzlich kann die Planung in Eigenregie durchgeführt werden. Wer allerdings eine größere und freistehende Terrassenüberdachung selber bauen will, der sollte lieber einen Fachmann hinzuziehen. Im nächsten Schritt sollte man sich Gedanken über das Design machen. Bei einfachen Terrassenüberdachungen reicht in der Regel eine einfache Skizze oder die Planung in Gedanken. Bei umfangreicheren Konstruktionen sollte man zuvor eine Zeichnung erstellen. Es gibt online zahlreiche Programme, die man zur Planung nutzen kann. Manche sind so optimiert, dass man sich sogar die fertige Terrassenüberdachung in einem 3D-Modell anschauen kann.

Maß nehmen

Der nächste Schritt beinhaltet die Messung. Hier muss man absolut sorgfältig arbeiten. Es ist ratsam nach der ersten Messung noch eine Kontrolle durchzuführen. Messfehler können immer passieren. Lieber findet man sie vor der Materialbestellung. Daher lieber noch einmal nachmessen. Hier sollte man bedenken, dass manche Materialien teuer sind und eventuell vorab auf Maß geschnitten werden. Eine fehlerhafte Messung verzögert den Bau. Zudem können erhebliche Mehrkosten entstehen. Bei der Höhe sollte man immer darauf achten, dass man zwei Maße kontrollieren muss. Einmal das Maß der Stützpfeiler und einmal das Maß der Pfeiler inklusive des Daches. Messfehler können auch durch unterschiedliche Bodenbeschaffungen entstehen. Dass kann zum Beispiel der Fall sein, wenn die Terrassenüberdachung direkt am Haus angebracht ist. Nicht selten werden dann nur zwei Stützpfeiler benötigt. Die anderen Pfeiler werden durch eine direkte Befestigung am Haus ersetzt. Messfehler können hier zu einer unterschiedlichen Dachhöhe führen. Zu bedenken ist auch, dass eventuell eine Verankerung oder zusätzliche Stützkonstruktionen eingebaut werden müssen.

 

Material auswählen

Wer eine Terrassenüberdachung selber bauen möchte, der sollte die Wahl des richtigen Materials sehr ernst nehmen. Nicht jedes Material ist geeignet. Das größte Problem liegt im Gewicht. Aluminium ist zum Beispiel viel leichter als Holz. Ein Dach aus Holzplatten ist extrem schwer. Aber auch ein Glasdach kann zu einem hohen Gewicht führen. Bei der Auswahl des Daches sollte man daher das Gewicht im Auge behalten. Einige Hersteller geben das Gewicht pro Quadratmeter einer Dachplatte an. So kann man ganz genau erkennen, ob die Grundkonstruktion dem Gewicht standhält. Einige Hersteller geben auch bestimmte Materialempfehlungen. Diese sind fachmännisch errechnet und bieten eine gute Grundlage. Neben dem Eigengewicht entsteht auch durch Verankerungen und Verschraubungen ein zusätzliches Gewicht. Einfache Verschraubungen beeinflussen die Konstruktion nicht. Schwere Verankerungsmaterialien können das Dach aber schnell zu einem Schwergewicht werden lassen.

Materialliste erstellen

Die Materialliste gehört zu den wichtigen Aspekten, wenn man eine Terrassenüberdachung selber bauen will. Grundsätzlich sollte man die Liste in mehrere Punkte einteilen:

  • Verankerung und Bodenfundament (falls notwendig)
  • Stützpfeiler
  • Dach
  • Seitenwände oder zusätzliche Seitenkonstruktionen
  • Befestigungsmaterialien, Schrauben, Verbindungsmaterialien

Die Verankerung und das Bodenfundament der Stützpfeiler beinhalten die Materialien, die im Boden eingelassen werden oder am Boden befestigt werden. Dazu gehören zum Beispiel die Verankerungen für die Stützpfeiler oder Gussformen für das Fundament. Die Stützpfeiler beziehen sich ausschließlich auf sich selber. Bei schwereren Dächern werden mehr als vier Pfeiler benötigt. Eventuell kommen auch Querbalken oder Querverbindungsmaterialien zum Einsatz. Diese werden den Stützpfosten zugerechnet und daran befestigt. Ein hohes Augenmerk liegt auf der Dachkonstruktion. Hier kann man im Handel vorgefertigte Materialien verwenden oder die Materialien im Fachhandel auf Größe zuschneiden lassen. Sind Seitenkonstruktionen oder zum Beispiel ein Windschutz geplant, dann sollten die Materialien dafür in einem gesonderten Punkt zusammengefasst werden. Bei den benötigten Schrauben und Befestigungsvorrichtungen sollte man der Händlervorgabe vertrauen. Gerade bei Schrauben und Muttern kann die empfohlene Vorgabe höher liegen. Diese gehen schnell verloren oder können bei der Verarbeitung kaputt gehen.

 

Vorgefertigte Materialien oder komplette Bausätze

Wer sich nicht sicher ist oder seinen eigenen Messungen nicht vertraut, der kann auch auf Bausätze zurückgreifen. Diese sind im Fachhandel für bestimmte Größen erhältlich oder werden auf Wunsch den eigenen Größen angepasst. In den meisten Fällen erhalten die Materialien einen eigenen Bauplan bzw. eine detaillierte Bauanleitung. Diese ist wie beim Zusammenbau eines Möbelstückes angeordnet und leicht verständlich. Wer sich beim Bau der Terrassenüberdachung an diesen Vorgaben hält, erlebt am Ende keine bösen Überraschung. In einigen Fällen kann sich der Käufer auch an eine Servicehotline oder einen Chat wenden. Hier bekommt er fachmännische Hilfe, wenn es beim Bau zu Problemen kommt.

Überblick Materialliste

Wer nicht auf einen fertigen Bausatz zurückgreift, bekommt nachfolgend einen Überblick über die empfohlene Materialliste. Die Größe muss individuell angepasst werden.

  • Konstruktionsmaterial (Holz oder Aluminium, Kombination aus mehreren Materialien)
  • Dacheindeckung (Holz oder Glas, hier z.B. Verbundsicherheitsglas oder Plexiglas)
  • Fundamentstoff (Beton, Fertigbeton, alternativ Steinplatten)
  • Stützpfosten (Holz- oder Aluminiumpfosten)
  • Schrauben (auf das Material abgestimmt)
  • Dachrinne ( Fertigbau im Fachhandel erhältlich oder auf Wunsch fertiggeschnitten)
  • Verbindungsmaterial (Holzverbinder oder Winkelverbinder)
  • Rohr- und Rinnenmaterialien (z.B. Fallrohre, Rinnenhalter und Rohrschellen)

Das richtige Werkzeug

Das richtige Werkzeug ist das A und O, wenn man eine Terrassenüberdachung selber bauen will. Wer auf einen Bausatz zurückgreift, der bekommt mit der Materialliste auch eine Werkzeugliste zugesandt. Diese Liste gibt an, welche Werkzeuge benötigt werden. In der Regel reicht ein normalbestückter Werkzeugkasten aus. Wer seine Materialliste selber zusammenstellt, der sollte darauf achten, dass die Materialien schon in der richtigen Größe angeliefert werden. Glasplatten oder bestimmte Holz- und Metallkonstruktionen lassen sich vor Ort nur schwer oder gar nicht zurechtschneiden. Hierfür benötigt man große Industriesägen. Je nach Materialauswahl können die Dachplatten von einem hohen Gewicht sein. Dadurch können sie nicht einfach vor Ort in die richtige Größe geschnitten werden. Manche Materialien, wie Zum Beispiel Verbundglas oder Plexiglas können nur mit bestimmten Werkzeugen bearbeitet werden. Diese gehören nicht zur Ausstattung eines Hobbyhandwerkers.

Die Werkzeugliste

Die Werkzeuge müssen individuell an das Bauvorhaben angepasst werden. Wer seine Terrassenüberdachung selber bauen will, der findet nachfolgend eine Empfehlungsliste für die notwendigen Werkzeuge.

  • Schaufel, Spaten, Rechen
  • Mörtelmaterialien (Rührer und Kasten)
  • Bohrmaschine und Akkuschrauber
  • Messgeräte (Maßband, Zollstock, Wasserwaage)
  • Stechbeitel
  • Zwingen (Schraubzwingen)
  • Säge (auf die Materialien angestimmt)
  • Pinsel und Lappen
  • Besen
  • Cuttermesser
  • Handschuhe
  • Hammer
  • Fäustel
  • Sackkarre
  • Schubkarre
  • Pflöcke zum Abstecken

Geräte zum Bau einer Terrassenüberdachung

Wer eine Terrassenüberdachung selber bauen möchte, der benötigt verschiedene Geräte. Unabdingbar ist eine Leiter. Mit einer haushaltüblichen Trittleiter kommt man aber nicht weit. Die Leiter muss eine bestimmte Höhe erreichen. Ideal sind Ausziehleitern oder höhenverstellbare Leitern. Wer in luftiger Höhe auf einer Leiter arbeitet, der sollte zudem auf einen festen und sicheren Standort achten. Gefahrensituationen können verhindert werden, wenn die Leiter an sich schon von hoher Stabilität ist und auch der Boden nicht nachgibt. Eventuell ist eine helfende Hand erforderlich. Wer größere Dachplatten verarbeiten will, der kann diese jedoch nicht mit eigener Kraft in Position bringen. Je nach Verglasung haben die Platten ein hohes Eigengewicht. In diesem Fall muss ein Kran oder ein ähnliches Hebegerät genutzt werden.

Terrassenüberdachung selber bauen – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Sobald alle Werkzeuge und Materialien vorliegen, kann man mit dem Bau der Terrassenüberdachung beginnen. Wer die Terrassenüberdachung selber bauen will, der sollte sich unbedingt an die empfohlene Baureihenfolge halten. Nachfolgend findest Du eine ausführliche Bauanleitung.

 

1. Der Terrassenboden

Der erste Schritt bezieht sich auf die Fertigung des Terrassenbodens. Ist die Terrassen bereits vorhanden, dann kann man die ersten Schritte bis zum Bau der Stützkonstruktion überspringen. Grundsätzlich sollte man immer ca. 2 % Gefälle miteinkalkulieren. An erster Stelle steht die Absteckung der Grundfläche. Das geht am einfachsten mit Pflöcken, die man jeweils an den Ecken oder in Abständen entlang der Umrandung anbringt. Diese Pflöcke werden mit einer Richtschnur verbunden. Innerhalb der vorgeschriebenen Fläche entfernt man die Grasnarben. Das kann einige Zeit in Anspruch nehmen, wenn zum Beispiel der Boden mit Unkraut oder Wurzeln durchzogen ist. Eventuell muss man die Fläche vorab mähen oder mit einer Sense bearbeiten. Danach wird das Fundament und eine Einfassung an den Seiten ausgehoben. Für die Einfassung ist eine Breite von 50 cm empfehlenswert. Die Aushubtiefe des Fundamentes kann individuell an den Bodenbelag und den Schichten angepasst werden.

 

2. Unterboden bearbeiten

Wer eine Terrassenüberdachung selber bauen will, der benötigt einen stabilen Untergrund. Deshalb muss nach dem Aushub der Boden mit einem Rechen und einem Spaten bearbeitet werden. Steine, Wurzeln und Pflanzen müssen entfernt werden. Der Boden sollte später mit feinkrümeliger Erde überdeckt und sich bequem mit dem Rechen bearbeiten lassen. Ist das geschehen, kommt eine Rüttelplatte zum Einsatz. Damit wird der Boden verdichtet. Danach werden die Tragschichten aufgetragen. Dazu verwendet man Schotter. Jede Schicht sollte noch einmal verdichtet werden. Das macht die Terrasse und den Terrassenüberbau stabiler. Nun kommt noch eine Schicht Splitt darüber, die glatt gezogen und gleichmäßig verteilt wird. Darüber wird Vlies gelegt.

 

3. Das Fundament der Stützpfeiler

Der Bau der Unterkonstruktion und die Konstruktion der Stützpfeiler gehen ineinander über. Dabei werden zuerst die Randsteine verlegt. Innerhalb oder an den vier Außenecken der Randsteine wird die Stützkonstruktion angebracht. Alternativ kann diese auch zwischen den Randsteinen und dem Terrassenboden liegen. Wie tief die Pfosten in der Erde verarbeitet werden, hängt vom Gesamtgewicht der Terrassenüberdachung ab. Bei Holzpfosten verwendet man vorgefertigte Verankerungen. Diese werden in den Boden gelassen und mit Beton und Splitt umschlossen. Generell ist die Nutzung von Verankerungen empfehlenswert. Wer auf Verankerungen verzichtet, der sollte zumindest Draht zum Einlassen in den Beton verwenden. Holz ist anfällig für Feuchtigkeit. Ratsam ist daher auch die Anwendung von Stützumrandungen aus rostfreiem Metall.

 

4. Randsteine verlegen und Unterkonstruktionsbalken anbringen

 Die Randsteine werden mit einem Gummihammer verlegt. Dabei sollte man immer leicht auf den Stein klopfen. Im nächsten Arbeitsschritt werden die Balken in Position gebracht und auf die Randsteine gelegt. Die Verankerung bzw. Vorrichtung für die Stützpfeiler muss ausgespart werden. Nun können die Holzdielen mit Abstandhalter verlegt und verschraubt werden.

5. Die Konstruktion der Stützpfeiler

 Der Bodenbelag und das Fundament der Stützpfeiler sollten vor der Weiterverarbeitung ein paar Tage ruhen. So wird sichergestellt, dass der Beton und der Splitt ausreichend getrocknet sind und nicht nachgeben. Der Holzboden dehnt sich aus oder zieht sich zusammen. Daher sollte man vorab noch einmal den Holzboden kontrollieren und entsprechend verarbeiten. Die Verbindungsnuten oder die Verbindungsvorrichtungen sollten schon vorab in die Balken geschraubt werden. Das erleichtert die Weiterverarbeitung. Jetzt können die Stützbalken in das Fundament gelassen werden. Eventuell müssen sie noch mit Schrauben oder Drähte festgezurrt oder mit Beton und Splitt abgedeckt werden.

6. Die Unterkonstruktion des Daches

Stehen die Stützpfeiler, dann können die Stützbalken verschraubt werden. Diese sollten sich bei der Anbringung immer in gleicher Höhe befinden. So werden Bruchstellen und brüchige Schraubverbindungen verhindert. Zum Anbringen der Querbalken benötigt man Hilfe. Empfehlenswert sind spezielle Halterungen mit Auflagefläche oder Anbringungsfunktion. Hier werden die Querbalken zunächst in die Vorrichtung eingelegt und dann erst verschraubt. Das erleichtert das Arbeiten.

7. Der Aufbau des Daches

 Der schwierigste Schritt ist der Aufbau des Daches. Hier muss man Schritt für Schritt vorgehen. D.h., dass man zunächst eine Dachplatte oder eine Dachleiste oben auflegt und dann verschraubt. Erst dann legt man die nächste Leiste oder Platte nach oben. Die Verschraubung muss äußerst gewissenhaft durchgeführt werden, da das Dach sonst zur Gefahr werden könnte. Lieber eine Schraube mehr verarbeiten als nötig. Grundsätzlich sollte man am Ende noch einmal alle Schrauben kontrollieren und nachziehen.

8. Die Anbringung der Regenrinne 

Im letzten Schritt wird die Regenrinne angebracht. Sie wird entweder am Dach verschraubt oder geklammert. Bei der Verklammerung werden zunächst Halter am Dach und an den Stützbalken angebracht. Die Rinne wird später dort hineingesetzt. Der Untere Teil der Rinne sollte immer vom Terrassenboden weggerichtet sein. Es gibt auch Rinnen, die im unteren Bereich entsprechend gebogen und verlängert sind.

Die Kosten für die Terrassenüberdachung

Eine Terrassenüberdachung selber bauen, bedeutet auch eine eigene Preiskalkulation zu erstellen. Der Preis wird nicht nur durch die Materialien, sondern auch durch die Größe, die Bauweise und die Funktionalität bestimmt. Entscheidend sind auch die Qualität und die Vorbearbeitung der Materialien. Eventuell muss für bestimmte Konstruktionen doch noch ein Fachmann hinzugezogen werden. Je nach Bundesland und Bauweise ist eine Baugenehmigung erforderlich. Auch dafür entstehen Gebühren. Es ist in jedem Fall ratsam die Einzelpreise mit den Preisen für einen Bausatz zu vergleichen. Bausätze enthalten häufig ein günstiges Aluminiumtragwerk.

Kosten für eine Terrassenüberdachung aus Holz

Bei Holz gibt es ganz gewaltige Preisunterschiede. Allerdings ist auch die Qualität an den Preisen angepasst. Als Beispielrechnung dient eine Terrassenüberdachung der Größe 300 x 600 cm. Einfache Konstruktionen aus Lärchenholz kosten mit Schrauben, Verbindungen, Dach und Pfeiler knapp 1500 Euro. Eine Terrassenüberdachung aus Nussbaumholz kostet in der gleichen Größe und mit gleicher Ausstattung mindestens 3000 Euro. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass das Holz imprägniert und schon behandelt ist. Ansonsten muss man noch zusätzliche Kosten für eine Grundierung oder Grundbehandlung einrechnen. Grundsätzlich muss Holz gestrichen werden. Soll der Naturton erhalten bleiben, dann nutzt man Klarlack. Alternativ können Farblacke verwendet werden. Die Preise für Lacke beginnen bei mindestens 10 Euro für 500 ml. Hochwertige Speziallacke kosten ab 70 Euro pro 500 ml. Letztere ersparen aber teure Pflegekosten.

Kosten für eine Terrassenüberdachung aus Aluminium

Auch die Kosten für eine Terrassenüberdachung aus Aluminium variieren. Wer eine Terrassenüberdachung selber bauen und Aluminium verwenden will, der sollte auf fertige Bausätze zurückgreifen. Diese sind günstiger. Zudem entfallen teure Schnittverarbeitungen, da der Fertigbausatz in der entsprechenden Größe angeliefert wird. Als Maß dient hier eine Terrassenüberdachung in der Größe 600 x 300 cm mit Regenrinne, Bauteile und Materialien. Ein Fertigbausatz in dieser Größe kostet mit Plexiglasdach mindestens 1800 Euro. Eine Terrassenüberdachung aus strukturpulverbeschichtetem Aluminium mit Verbundglasplatten kostet in der gleichen Größe mindestens 3500 Euro.

Kostenvergleich teure und günstige Modelle

Wer ein hohes Budget zur Verfügung hat und nicht auf hohe Kosten achten muss, der sollte sich für vorgefertigtes und lackiertes Leimholz entscheiden. Diese Überdachung, in Verbindung mit Aluminiumverbundschienen und einem Dach aus Polycarbonat, kostet im Fachhandel als Bausatz mindestens 4500 Euro. Bauherren, die nur ein kleines Budget zur Verfügung haben, sollten sich für eine einfache Holzkonstruktion entscheiden. Diese kosten zum Beispiel aus Fichtenholz und in Kombination mit einer Überdachung aus PVC maximal 500 Euro. Der genaue Endpreis ist natürlich von der Größe abhängig. Feste Terrassenüberdachungen sind unter diesem Preis kaum bzw. nicht realisierbar. Liegt das Budget noch unter 500 Euro, dann kann man alternativ auf ein Sonnensegel zurückgreifen. Einfache Segel bekommt man schon ab 100 Euro inklusive Verschnürung. Eine weitere gute Alternative ist ein Pavillon. Den gibt es in jedem Baumarkt in allen Größen, Farben und Materialien. Einfache Modelle aus Leichtmetall und einem weißen Dach aus Plastikfolie kosten maximal 50 Euro.

Grundsätzlich sollte man bei jeder Kalkulation die Zusatzkosten im Auge behalten. Eventuell benötigt man ein Hebegerät oder muss ein Werkzeug neu anschaffen. Manchmal braucht man auch eine helfende Hand oder muss zum Beispiel für die Berechnung der Statik einen Fachmann hinzuziehen. Schrauben und Kleinteile verursachen nicht selten hohe Zusatzkosten. Daher sollte man genau prüfen, welche Materialien im fertigen Bausatz enthalten sind.

Wenn Sie mehr Informationen rund um Terrassenüberdachungen benötigen, schauen Sie in unserem großen Ratgeber – Terrassenüberdachung 2019 – nach.

 

 

 


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Kommentare

Mailin Dautel 5. Juni 2019 um 10:33

Meine Nachbarn haben uns auch geraten ein vorgefertigtes und lackiertes Leimholz zu besorgen. Dieses soll wohl besser von der Qualität sein un d man erspart sich den ein oder anderen Arbeitsschritt. Meine Schwester verwendet Sonnensegel und ist damit voll zufrieden. Wir wollen aber eine stabile Terrassenüberdachung und keine Temporäre.

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