Startseite Haushalt Haushaltstipps Trauermücken loswerden: 5 Tipps, um dem Befall entgegenzuwirken

Trauermücken loswerden: 5 Tipps, um dem Befall entgegenzuwirken

Die Trauermücke randaliert sehr gerne im Garten.

Trauermücken stören nicht nur Pflanzenliebhaber, sondern schaden auch den Pflanzen selbst. Die in der Erde nistenden Mücken können Kraftlosigkeit der Pflanzen, bakterielle Krankheiten der Fauna sowie Wurzelschäden begünstigen. Wer seine Pflanzen liebt, sollte somit gegen die unerwünschten Gäste vorgehen. Wir geben Ihnen fünf Tipps, wie Sie Trauermücken loswerden.

Pflanzen umtopfen: Neue Erde oder Hydrokulturen

Pflanze wird in neuen Topf umgepflanzt
Erstklassige Erde hilft zur Eindämmung der Störenfriede.

Da die Trauermücken in der Erde nisten, ist es zunächst notwendig, die Pflanzen umzutopfen. Dies ist der einfachste Schritt, um die Population einzudämmen. Hier haben Sie zwei Auswahlmöglichkeiten: Entweder pflanzen Sie die Pflanze in neue Erde ein oder Sie verwenden ein hydroponisches Gewächshaus.

In jedem Fall sollte die Pflanze vollständig von der Erde befreit werden. Dies inkludiert den Wurzelballen. Nur so können Sie garantieren, dass die Trauermücken nicht mit in den neuen Blumentopf wandern. Doch auch die Wahl der neuen Erde sollte gut überlegt sein. Zu präferieren ist hochwertige Blumenerde. Diese beinhaltet ein hohes Nährstoffangebot. Nährstoffarme Erde würde Trauermücken begünstigen. Die alte Erde sollten Sie direkt entsorgen. Werfen Sie diese jedoch bitte nicht auf den Kompost. Dort würde sich die Population weiter ausbreiten.

Manche Pflanzen können auch in hydroponischen Systemen heranwachsen. Anstelle von Erde wachsen die Gewächse in Wasser. Das lohnt sich vor allem für Keimlinge. Da sich in Wasser keine Trauermücken ansiedeln können, würden Sie so effizient gegen den Trauermücken-Befall vorgehen.

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Erde trocken halten, um Feuchtigkeit zu minimieren

Zwei Hände halten Erde
Halten Sie die Bewässerung der Pflanze minimal, um Trauermücken zu vertreiben.

Möchten Sie die Erde nicht umtopfen oder die Mücken siedeln sich in der neuen Erde erneut an, sollten Sie die Bewässerung der Pflanze einschränken. Trauermücken benötigen feuchte Erde, um sich fortzupflanzen und zu nisten. Ist die Erde trocken, wird den Trauermücken die Lebensgrundlage entzogen. Die Einschränkung der Wasserzufuhr ist natürlich nur kurzfristig möglich, da die Pflanze andernfalls austrocknet. Zunächst hilft es jedoch, die Pflanze nicht mehr zu gießen, sondern lediglich mit Wasser zu benetzen. So erreicht die Feuchtigkeit die Wurzel nicht.

Zudem können Sie die Gießmenge sowie die Gießabstände anpassen, sodass die Pflanze generell weniger Wasser erhält. Auch das trägt dazu bei, Trauermücken loswerden zu können.

Blumenerde mit Sand benetzen

Schaufel mit Sand im Garten
Sand verhindert den Befall von Trauermücken, handeln Sie hier rechtzeitig.

Präventiv können Sie vorgehen, indem Sie Blumenerde mit Sand benetzen. Dies können Sie bereits vor einem Befall tun. Spätestens, wenn Sie Ihre Pflanzen umgetopft haben, sollten Sie diesen Schritt jedoch tun. Damit die Trauermücken nicht in die Erde eindringen können, ist es möglich, die Erde mit einer ca. drei Zentimeter dicken Sandschicht zu bedecken. Drücken Sie den Sand anschließend mit den Fingern fest, sodass die Schicht Sand auch gut auf der Erde aufliegt. Alternativ würde sich auch Kies anbieten, Sand ist jedoch oftmals die bessere Wahl.

Kaffee als natürliches Gegenmittel

Kaffeesatz in menschlicher Hand
Kaffeesatz und Wasser bilden bei der Bekämpfung ein gutes Team.

In vielen Haushaltstipps kommt Kaffeesatz vor. So auch bei der Bekämpfung von Trauermücken. Nicht jede Pflanze kommt mit Kaffee zurecht, es gibt jedoch viele Pflanzenarten, bei welchen Kaffee sogar als organisches Düngemittel in Form von Kaffeesatz zum Einsatz kommt. In diesem Fall benötigen wir zunächst Kaffee als Getränk, heben Sie den Kaffeesatz aber gerne für unseren nächsten Tipp auf.

Mit dem Kaffee möchten wir die Pflanze nämlich gießen. Hierfür benötigen Sie Kaffee und Wasser in einem 1:1 Verhältnis. Das Gemisch sollten Sie abkühlen lassen. Anschließend können Sie mit dem Gießen fortfahren. Der Kaffee führt dazu, dass die Larven der Trauermücken nicht schlüpfen. Dies führt letztlich dazu, dass keine neuen Trauermücken in der Erde schlüpfen können.

Haben Sie den Kaffeesatz aufgehoben? Super! Diesen können Sie nun trocknen. Sobald jegliche Feuchtigkeit entwichen ist, können Sie die Erde mit dem Kaffeesatz bestreichen. Bestenfalls tun Sie dies dort, wo die Population am größten ist. Der Kaffeesatz dient als Gegenmittel gegen die Trauermücken und gleichzeitig als wohltuender Nährstofflieferant für die Pflanze.

Nematoden als natürliche Ausrotter der Population

Mehrere Fadenwürmer auf blauem Hintergrund
Nematoden sind große Beschützer unserer Pflanzen, auch wenn sie nicht so aussehen.

Eine weitere Möglichkeit, um Trauermücken loszuwerden, ist der Kauf von Nematoden. Dies sind kleine Fadenwürmer, die Sie im Fachhandel bzw. Tierhandel kaufen können. Sie schaden weder Mensch noch Pflanze und leisten einen Beitrag dazu, dass die Pflanze schädlingsfrei wird und bleibt. So essen die Fadenwürmer die Larven der Trauermücken, wodurch die Population ausstirbt. Die Fadenwürmer selbst sterben im Nachgang jedoch nicht. Stattdessen bleiben sie in der Erde und schützen die Pflanzen vor weiteren Schädlingen. Sie sind also erwünschte Gäste. Sollte Ihnen die Vorstellung von Fadenwürmern in Ihren Pflanzen doch zu komisch sein, können Sie nach der natürlichen Bekämpfung der Trauermücken die Pflanze in frische Erde umtopfen.

Fazit: Trauermücken können großen Schaden anrichten

Trauermücken sind optisch kaum von Obstfliegen oder anderen ungefährlichen Fliegenarten zu unterscheiden. Ihr Unheil zeigt sich jedoch schnell gegenüber den Pflanzen. Sollten Fliegen um die Pflanzen herumschwirren, sollten Sie also immer überprüfen, ob es sich nicht vielleicht um Trauermücken handeln könnte. In diesem Fall können Sie mit den obenstehenden Tipps aktiv werden und Ihre Pflanzen schnell und einfach schützen und das ganz ohne Chemie.

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