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Vögel füttern – Alle wichtigen Tipps (Winter & Sommer)

Vögel richtig füttern ist nicht schwer.
Das lebendige Treiben um das Vogelhaus erfreut vor allem im Winter.

Das Füttern von Vögeln ist ein einfacher Weg mehr Leben in den Garten oder auf den Balkon zu bringen. Zudem freuen sich die Vögel besonders zur kälteren Jahreszeit über die zusätzliche Nahrungsquelle. Das Anbieten von Futter ist eigentlich ganz einfach. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Tipps und Hinweise zu Futterspendern, saisonalem Füttern, typischen Fehlerquellen und wie man diese vermeidet. So ist die Freude am Füttern garantiert.

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Futterspender und Co.

Zur optimalen Platzierung und Darbietung des Futters gibt es spezielle Futterspender. Diese sind oft mit einem Silo ausgestattet, sodass stets nur eine kleine Menge an Nahrung ausliegt und das Futter nachfließen kann, sobald etwas weggepickt ist. Dadurch ist das Futter vor Feuchtigkeit und Verschmutzung geschützt. Handelt es sich um ein Vogelhaus, wo das Futter lose hereingestreut wird, sollte jeweils nur wenig Futter ausgelegt werden. Außerdem muss die Fläche regelmäßig gereinigt werden. So wird die Infektionsgefahr durch verschmutztes oder verdorbenes Futter reduziert. Bei der Anbringung des Futterspenders gilt es verschiedene Dinge zu beachten. Zum einen sollte er nach Möglichkeit an einem wettergeschützten Ort angebracht werden.

Futtersilos bieten eine pflegeleichte Möglichkeit Vögel zu füttern.
Die Verwendung von Futtersilos macht das Füttern einfach und unkompliziert.

Des Weiteren empfiehlt es sich verschiedenartige Futterplätze anzubieten, um verschiedene Vogelarten anzulocken.  Zum Schutz vor Fressfeinden ist darauf zu achten die Spender an einer übersichtlichen Stelle anzubringen, damit die Vögel nicht überrascht werden. Gleichzeitig sollten sich aber auch Bäume und Büsche als natürlicher Schutz in der Nähe befinden. Zuletzt ist zu bedenken, dass der Futterplatz für Sie selbst gut beobachtbar ist. Neben dem Aufstellen von Vogelfutter, eignen sich auch Vogeltränken, um die Tiere herbeizulocken.

Vögel füttern im Winter

Das Füttern von Vögeln ist in den Wintermonaten besonders beliebt. Von November bis Februar sind die natürlichen Nahrungsquellen durch die kalte Witterung begrenzt. So lassen sich Vögel besonders gut zu den Futterplätzen locken und man kann die Tiere gut beobachten. Während die Kälte die Vögeln viel Energie kostet, machen zudem Frost und Schnee die Nahrungssuche schwierig. Somit ist das fettreiche Vogelfutter eine willkommene Hilfe. Sobald mit der Fütterung begonnen wurde, sollte das Angebot auch bis zum Frühling aufrechterhalten werden. 

Vögel freuen sich über natürliches Futterangebot durch heimische Sträucher.
Vogelfreundliche Bepflanzung bereichert den Garten und schafft natürliche Nahrungsquellen.

Besonders mit dem Schwund an natürlichem Lebensraum durch zunehmende Verstädterung sowie auch Landwirtschaft werden die natürlichen Nahrungsquellen durch den Menschen reduziert. Wer einen Garten hat kann durch entsprechende Bepflanzung mit heimischen Gewächsen wie Vogelbeere, Zwergmispel oder Weißdorn das Futterangebot bereichern. Hier sollte zudem beachtet werden, Sträucher nicht bereits im Herbst zuzuschneiden. So können die Vögel sich über den Winter noch von den Früchten ernähren. 

Vögel füttern im Sommer

Die ganzjährige Fütterung ist bei Experten umstritten. Wer allerdings auch den Frühling und Sommer über Vögel in den Garten oder auf den Balkon locken möchte, sollte Folgendes beachten.

Von April bis Juli sind Jungvögel unterwegs. In diesem Zeitraum ist daher Vorsicht bei der Futterwahl geboten. Die jungen Vögel werden in der Natur von den Eltern vorwiegend mit fettarmen Nahrungsquellen wie Insekten gefüttert. Besonders fettige Futtersorten, wie das  Winterfutter, können dagegen schädlich sein. Auch größere Kerne oder Bruchstücke bergen durch Erstickungsgefahr eine Gefahrenquelle für die jungen Vögel.

Vögel freuen sich auch über Wasser zum Baden und Trinken.
Auch Vogelbäder müssen gepflegt werden, um die Gesundheit der Tiere nicht zu gefährden.

Bei der Fütterung im Sommer besteht durch das wärmere Klima eine erhöhte Infektionsgefahr. Daher ist zu dieser Zeit besonders auf die Hygiene des Futterplatzes zu achten. Ein wichtiges Warnsignal sind tote oder kranke Vögel. In dem Fall sollte man das Futterangebot direkt beseitigen. Erst wenn die Temperaturen wieder kühler werden, kann die Fütterung fortgesetzt werden. 

Was darf man füttern?

Bei der Futterwahl kann zwischen Körnerfutter und Weichfutter unterschieden werden. Je nach Futterart und Platzierung lockt man unterschiedliche Vogelarten an. Während beispielsweise Weichfutterfresser sich gerne in Bodennähe aufhalten und ernähren, sind Körnerfresser auch mit höheren Futterplätzen gut bedient.

Als Hauptbestandteil von Körnerfutter eignen sich Sonnenblumenkerne besonders gut. Diese werden von fast allen Vogelarten gern gefressen. Weiter beliebte Bestandteile sind andere Kerne und Saaten oder gehackte Nüsse. Finken und Sperlinge beispielsweise freuen sich über Körnerfutter, das sie dies mit ihren kräftigen Schnäbeln gut picken können.

Je nach Vogelart bevorzugen die Tiere Weichfutter oder Körnerfutter.
Kurze, starke Schnäbel eignen sich bestens für das Picken von Körnerfutter.

Weichfutter besteht zumeist aus Obst, Rosinen oder Haferflocken und lockt besonders Vögel wie Rotkehlchen, Wacholderdrosseln oder Zaunkönige an. Diese Vogelarten ernähren sich gerne bodennah.  Hierbei sollte man nur kleine Mengen auslegen, um zu verhindern, dass das Futter verdirbt. 

Eine weiter Variante sind die aus Fett und Samen bestehenden Meisenknödel. Diese sind, wie der Name schon andeutet, besonders bei Meisen beliebt. Futterknödel bringt man an geeigneten Stellen hängend an. Der hohe Fettanteil bewahrt diese Futterdarbietung dabei vor Feuchtigkeit.

Beim Kauf von Futtermischungen ist darauf zu achten, dass diese keinen zu großen Weizenanteil enthalten. Dieser wird meist erst zuletzt angenommen und landet stattdessen oft am Boden. Findet man große Anteile des Vogelfutters unter dem Futterplatz, deutet das auf eine geringe Qualität des Futters hin. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kann Vogelfutter auch selbst herstellen.

7 vermeidbare Fehlerquellen bei der Vogelfütterung

Vögel füttern ist zwar nicht allzu kompliziert. Doch gibt es einige Dinge, die man beachten sollte, um lange Freude daran zu haben und die Gesundheit der Tiere nicht zu gefährden.

Katzen lauern den Vögeln gerne an Nistkästen und Futterstellen auf.
Bei der Anbringung von Futterstellen oder Nistplätzen sind mögliche Gefahrenquellen zu bedenken.
  1. Speisereste: Nicht alles, was Vögel gerne essen bekommt ihnen auch gut. Speisereste sollte man beispielsweise nicht verfüttern. Die verarbeitete und salzige Nahrung bekommt den Vögeln nicht gut. Auch Brot wird den Tieren häufig in getrockneter Form angeboten und gerne von Vögeln verzehrt. Dennoch ist es ungeeignet aufgrund der Gefahr im Magen aufzuquellen. Zudem neigen Essensreste dazu schnell zu verderben.
  2. Feuchtegehalt: Weiter ist Vorsicht zu gewähren bei Futter, das viel Feuchtigkeit enthält. Im Winter könnte es gefrieren, und ist daher an kalten Tagen zu vermeiden. Frisches Obst beispielsweise sollte nur in kleinen Mengen angeboten werden.
  3. Futter am Boden: Es sollte unbedingt vermieden werden, das sich am Boden unter dem Futterspender zu viele Futterreste ansammeln. Dies kann zum einen Nagetiere wie Ratten anlocken und zudem schnell verderben. 
  4. Futterspender nachfüllen: Wer Futter anbietet, sollte darauf achten, dass der Futterspender konstant gefüllt ist. Die Vögel finden zwar meist genug Nahrung anderenorts, doch lassen sich mehr Tiere anlocken, wenn sie sich auf den Futterplatz verlassen können. 
  5. Pflege und Sauberkeit: Im Allgemeinen sollte man die Futterstelle stets pflegen und sauber halten. Das verlängert nicht nur die Lebensdauer des Futterspenders, sondern stellt auch sicher, dass die Tiere sich dort keine Krankheiten holen.
  6. Fressfeinde: Außerdem sollten die Vögel am Fütterungsort sicher und geschützt vor Fressfeinden sein. Dies ist durch die richtige Anbringung sicherzustellen. Ein übersichtlicher Ort, der keine Versteckmöglichkeiten für Katzen bietet, eignet sich hierfür gut. Weitergehend sollten sich Rückzugsorte wie Bäume und Büsche in der Nähe befinden.
  7. Lagerung von Vogelfutter: Vogelfutter lässt sich gewöhnlich über lange Zeit aufbewahren. Hierbei ist allerdings auf die richtige Lagerung zu achten. Zum einen sollten andere Tiere, wie Nager oder Motten sich keinen Zugriff verschaffen können. Andererseits sollte das Futter sowohl vor Austrocknung aber auch vor übermäßiger Feuchtigkeit geschützt sein. Ein kühler und trockener Ort eignet sich am besten.

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