Startseite Pflanzen Kräuter Welche Kräuter passen zusammen? 5 Kräuterpaare, die sich vertragen

Welche Kräuter passen zusammen? 5 Kräuterpaare, die sich vertragen

Kräuterbeete sind im Anbau sehr beliebt. Sie bieten Platz für eine Vielzahl von Sorten und eignen sich für das Würzen einer Vielzahl von Speisen. Aber welche Kräuter sind gute Pflanznachbarn? Nicht jede Kräuterart verträgt sich mit seinen Nachbarn. Teilweise können einzelne Kräuterarten anderen die Nährstoffe wegnehmen oder sie benötigen unterschiedliche Bodenverhältnisse. Wir zeigen Ihnen 15 Kräuterpaare, die sich im Kräuterbeet vertragen.

1. Salbei und Zitronenmelisse

Salbei liegt auf einem weißen Stofftuch.
Salbei und Zitronenmelisse zählen zu den mehrjährigen Kräuterarten.

Salbei und Zitronenmelisse schmecken nicht nur gut in Kombination, sondern können auch nebeneinander angebaut werden. Beide Kräuterarten zählen zu den mehrjährigen Kräuterarten. Generell sind vor allem mehrjährige mit mehrjährigen sowie einjährige mit einjährigen Kräutern zu kombinieren. Salbei und Zitronenmelisse harmonieren vor allem miteinander, da die Zitronenmelisse das Wachstum des Salbeis fördert. Beide Pflanzen sind auch wahre Sonnenanbeter und können entsprechend an lichtdurchfluteten Standorten besonders gut gedeihen.

2. Petersilie, Basilikum und Schnittlauch

Petersilie, Salbei und andere Kräuter in einem Glas gepflanzt
Schnittlauch und Petersilie benötigen nährstoffreiche Bodenverhältnisse.

Schnittlauch und Petersilie sind geeignete Pflanznachbarn. Beiden Kräuterarten benötigen nährstoffreiche Bodenverhältnisse sowie eine ausgeprägte Humusschicht. Die Bodenverhältnisse dürfen gerne etwas feuchter sein, Staunässe sollte jedoch stets vermieden werden. Harmonieren tun beide Kräuterarten mit Basilikum. Die leckeren Kräuter sind meist keine geschätzten Nachbarn und wachsen gerne isoliert an. Mit Petersilie und Schnittlauch in Kombination funktioniert aber auch dieses Nachbarschaftsverhältnis gut. Wichtig ist in diesem Zuge, dass ein absonniger bis halbschattiger Standort gewählt wird und die Erde durchlässig ist.

3. Kamille und Dill

Dill steht auf einem Tisch mit einer kleinen Ölflasche
Dill und Kamille harmonieren im Kräuterbeet gut miteinander.

Während die Kamille es eher feucht mag, bevorzugt Dill normale Bodenverhältnisse. Dennoch können beide Kräuterarten im Beet gut miteinander harmonieren. Eine regelmäßige Bewässerung ist für beide Kräuterarten für ein solides Wachstum ausreichend. Die Heilpflanze Kamille unterstützt den Dill beim Wachstum sogar. Generell gilt die Kamille als wachstumsfördernd, jedoch nicht für jede Pflanze. So harmoniert Kamille neben Dill auch hervorragend mit Schnittlauch, Majoran oder Kerbel.

4. Thymian, Fenchel und Oregano

Thymian und Salbei in einem Blumenkasten
Thymian, Fenchel und Oregano sind sowohl für die Anzucht in Innen- und Außenbereichen geeignet.

Thymian ist ein unkomplizierter Nachbar im Kräuterbeet. Hinzuweisen sei in diesem Zuge darauf, dass Thymian nicht winterfest ist. Das bedeutet, dass die Kräuterart spätestens bei Einbruch der Kälte in Innenräumen überwintert werden sollte. Grundsätzlich können Sie Thymian aber auch direkt in Pflanzkübeln in der Küche oder Wohnräumen ausbringen. Thymian fühlt sich neben Fenchel und Oregano wohl. Alle drei Pflanzen sind sowohl für die Anzucht in Innen- und Außenbereichen geeignet und bevorzugen sonnige Standorte. Möchten Sie Oregano eine Freude bereiten, können Sie neben diesem Salbei pflanzen. Die beiden Kräuter wachsen besonders gut in Kombination.

5. Ysop und Lavendel

Ysop liegt neben einer Schere auf einem Holztisch
Ysop fördert den Wachstum des Lavendels.

Ysop eignet sich für die Bepflanzung des Kräuterbeets in Mischkulturen. Einen weiteren Vorteil hat die Pflanze jedoch ebenfalls: Pflanzen Sie Ysop am Rand eines Kräuterbeets, hält diese Pflanze Schädlinge von anderen Kräutern fern. Lavendel passt zu Ysop wunderbar, denn es fördert das Wachstum des duftenden Lavendels. Beide Kräuterarten bevorzugen trockene Bodenverhältnisse. Eine mäßige Bewässerung reicht in diesem Fall aus. Feuchte Bodenverhältnisse sind zu vermeiden. Weiterhin sei auf einen sonnigen Standort bei der Bepflanzung zu achten.

6. Borretsch, Dill und Majoran

Nahaufnahme Borretsch mit lilafarbenen Blüten
Borretsch, Dill und Majoran bevorzugen normale bis feuchte Bodenverhältnisse.

Borretsch ist ein guter Pflanzennachbar für Dill und Majoran. Ebenfalls können sich in das gleiche Pflanzenbeet auch Kräuterarten wie Gartenkresse oder Petersilie gesellen. Die Kräuterarten bevorzugen normale bis feuchte Bodenverhältnisse und gehen genügsam mit Nährstoffen um. Ein passendes Substrat kann jedoch nicht schaden. Zu beachten sie zudem, dass Dill ausreichend Abstand zu anderen Kräuterarten benötigt. Im Pflanzkübel sollten Sie dem Dill somit etwas Platz geben, an welchem sich die Kräuterpflanze entfalten kann.

7. Rosmarin, Basilikum und Salbei

Rosmarin und eine kleine Glasflasche Öl liegen auf einem Holztisch
Rosmarin, Basilikum und Salbei können gemeinsam in Kübel gepflanzt werden.

Rosmarin ist wie Basilikum und Salbei nicht winterfest. Die Kräuter können gemeinsam in Kübeln gepflanzt werden und müssen spätestens im Winter an milden bis warmen Standorten untergebracht werden. Rosmarin fördert das Wachstum von Basilikum. Das ist insbesondere praktisch, da viele Pflanzenliebhaber immer an der Pflege und Anzucht von Basilikum scheitern. Zu bedenken ist jedoch, dass Basilikum ausreichend Wasser benötigt. Für Salbei und Rosmarin genügt eine mäßige Bewässerung. Wir empfehlen in diesem Zuge, dass Sie Basilikum am Rand des Pflanzenkübels pflanzen und Rosmarin in die Mitte setzen. So können Sie die Bewässerung etwas kontrollieren und steuern.

8. Kapuzinerkresse und Koriander

Koriander liegt in einem Korb auf einem Holztisch
Der perfekte Standort für die Kapuzinerkresse und Koriander ist auf dem Balkon.

Kapuzinerkresse und Koriander sind wahre Sonnenanbeter. Aus diesem Grund ist ein Balkon der perfekte Standort für die Anpflanzung der beiden Kräuterarten. Koriander als auch Kapuzinerkresse sind einjährige Pflanzen, die ähnliche Wachstumsbedingungen aufweisen. Sonne, eine mäßige Bewässerung und nährstoffhaltige Bodenverhältnisse sind beste Voraussetzungen. Kapuzinerkresse breitet sich gerne einmal wie ein Teppich aus und benötigt ausreichend Platz im Behältnis. Koriander macht das nichts aus, dieser bahnt sich dennoch seinen Weg durch die Kresse. Etwas Pflanzabstand tut den beiden Kräutern dennoch gut.

9. Rucola, Petersilie und Fenchel

Ein Sieb voller Rucola steht auf einem Fliesenboden
Rucola, Petersilie und Fenchel harmonieren sehr gut miteinander.

Mischkulturen im Kräuterbeet können Sie mit der Kombination aus Rucola, Petersilie und Fenchel erreichen. Alle drei Pflanzen harmonieren miteinander. Bevorzugt werden Feucht- bis Normalzonen. Gemein haben die Pflanzen, dass halbsonnige bis sonnige Standorte die beste Wahl für die Anzucht sind. Vorteilhaft ist im Übrigen, wenn Sie Brennnesseln neben den Kräutern anpflanzen. Diese können die ätherischen Öle der Pflanzen beeinflussen, wodurch diese noch prägnanter werden. Brennnesseln schmecken auch in Gerichten besonders gut in Kombination mit Rucola und Petersilie.

10. Sellerie, Liebstöckl und Fenchel

Selerie auf einem Schneidebrett aus Holz
Sellerie, Liebstöckl und Fenchel passen gut nebeneinander in das Kräuterbeet.

Liebstöckl ist auch unter dem Namen Ligurischer Sellerie bekannt. Das Selleriekraut wächst entsprechend auch gut neben Sellerie im Hochbeet. Alternativ können Sie aber auch ein reines Kräuterbeet aus Liebstöckl und Fenchel formen. Die beiden Kräuterarten harmonieren in der Anzucht miteinander und bevorzugen Feuchtzonen. Ein feuchter, durchlässiger Boden ist ein Muss für ein gesundes Wachstum. Sandige Bodenverhältnisse sind hier anzustreben.  

11. Wermut und Basilikum

Wermut gilt als eher schlechter Nachbar. Die Kräuterart ist im Zweifel immer isoliert anzupflanzen. Mit Basilikum geht Wermut jedoch gerne eine Einheit ein. Beide Kräuterarten bevorzugen sonnige Standorte mit normalen Bodenverhältnissen. Bei der Bewässerung darf es gerne etwas mehr sein, hier sollten Sie nicht geizen.

12. Minze und Wermut

Verschiedene Kräuter liegen auf einem Holztisch
Wermut und Minze sind in der Anzucht sehr eigen.

Minze gilt als sehr einnehmend in Beeten und benötigt ausreichend Platz, um sich auszubreiten. Aus diesem Grund sollte auch Minze stets isoliert angepflanzt werden. Ist doch einmal eine Mischkultur im Kräuterbeet gewünscht, können Sie Wermut und Minze miteinander kombinieren. Beide Kräuterarten sind in der Anzucht sehr eigen. Gemein haben sie, dass sie viel Wasser zum Gedeihen benötigen.

13. Bärlauch und Oregano

Bärlauch und Kochutensilien liegen auf einem schwarzgrauen Hintergrund
Bärlauch und Oregano brauchen ausreichend Platz zum Gedeihen.

Bärlauch und Oregano sind mehrjährige Pflanzen, die im Beet miteinander gerne eine Nachbarschaft eingehen. Bestenfalls geben Sie den Pflanzen ausreichend Platz zum Gedeihen und bringen diese an einem halbschattigen Standort aus. Der Boden darf gerne durchlässig sein und auch eine regelmäßige Düngung kann nicht schaden. Gute Gesellen sind zudem Estragon und Melisse. Zusammen bilden sie ein Quartett.

14. Blutampfer und Kalmus

Nahaufnahme vom Blutampfer welcher noch in der Erde gepflanzt ist
Blutampfer und Kalmus eignen sich für feucht-nasse Zonen im Garten.

Für feucht-nasse Zonen im Garten eignen sich die Kräuter Blutampfer und Kalmus. An Teichen und Moorgebieten finden sich die beiden Pflanzen wieder, denn sie sind wasserliebend. Der Boden darf jedoch nicht nur feucht sein. Auch die Nährstoffzufuhr muss stimmen. Insbesondere bei der Anpflanzung von Blutampfer ist eine regelmäßige Düngung verpflichtend. Die an Uferzonen wachsenden Kräuter mögen es zudem warm. Sonnige Standorte sind diesbezüglich zu empfehlen.

15. Sauerampfer, Petersilie und Waldmeister

Waldmeister vor dunklem Hintergrund
Waldmeister, Petersilie und Sauerampfer kann man zusammen in einem Beet anpflanzen.

Waldmeister ist ein Einzelgänger. Es ist jedoch möglich, den Waldmeister neben Sauerampfer und Petersilie in Beeten anzupflanzen. Alternativ kann Waldmeister auch mit Lavendel harmonieren. Die Kombination mit Sauerampfer und Petersilie ist jedoch noch besser: Die drei Kräuter bevorzugen halbschattige bis schattige Standorte sowie sehr feine Bodenstrukturen.

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