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10 beliebte Wildblumen für Ihren Garten

Wie verschönere ich meinen Garten? Diese Frage stellt sich für Gartenbesitzer jedes Jahr aus Neue. Bei den vielen Möglichkeiten ist die Auswahl auch gar nicht so einfach. Sie möchten die Gesamtoptik eher natürlich und wild gestalten? Haben Sie dann schon einmal über Wildblumen nachgedacht? Der Vielzahl an Ideen sind bei diesen keine Grenzen gesetzt. Für Sie haben wir deshalb die 10 beliebtesten Wildblumenarten zusammengefasst. Diese Blumen eignen sich ideal für Ihren Garten. So bekommen Sie garantiert eine bunte und strahlende Blumenwiese.

Dieser Beitrag als Video:

1. Löwenzahn – ein wunderschöner und heilkräftiger Bienenmagnet

Löwenzahn
Der Löwenzahn ist bei den meisten auch als “Pusteblume” bekannt.

Der gewöhnliche Löwenzahn ist eine Pflanze, die auf der Nordhalbkugel der Erde weit verbreitet ist. Kaum eine Wiese kommt ohne dieses Kraut aus.
Ihre Blütezeit hat der Löwenzahn meist im April und Mai. Ab und an auch bis in den Herbst hinein.

Nach der Blüte verwandeln sich die Köpfe in die sogenannte “Pusteblume”. Besonders bei Kindern sorgen diese für eine große Freude. So werden die Samen der Pflanze auch automatisch weitervereilt. Für Bienen sind Wiesen mit Löwenzahn ein wahres Eldorado. Denn diese nutzen deren Nektar doch früh im Jahr, um die ersten Honigvorräte anzulegen.

Für die menschliche Ernährung eignen sich sowohl die Blüten – für Sirup oder Gelee als auch die Blätter – als Salat oder im Smoothie. Diese zeichnen sich durch starke Heilkräfte aber auch durch einen recht bitteren Geschmack aus.

2. Gänseblümchen – die kleinen Ganzjahresblüher

Gänseblümchen
Das Gänseblümchen gehört mit zu den bekanntesten Wildblumen eines jeden Gartens.

Das Gänseblümchen ist neben dem Löwenzahn eine der bekanntesten Wildblumen. Seine hübschen, kleinen, weißen Blütenköpfe sind so gut wie ganzjährig auf Wiesen zu sehen. Sie sind zwischen Februar und November auch gerne auf dem Rasen Ihres Gartens zufinden. Dabei bringt eine Pflanze immer wieder neue Blütenköpfe an die Oberfläche. So färbt sie manche Wiese in ein Meer aus Weiß und Gelb.

Sowohl die Blüten als auch die jungen Blätter sind dabei essbar. Die Pflanzen sind sehr pflegeleicht und bleiben gerne dort, wo sie gepflanzt wurden. Auch vermehren diese sich ohne viel zutun von selbst. Daher sollten Sie beide Pflanzen nur dort setzen, wo Sie keine grüne Rasenfläche sehen möchten.

3. Bärlauch – der Knoblauch mit Blüten

Bärlauch
Bärlauch ist nicht nur in der Küche sehr beliebt, sondern bekommt im April und Mai auch wunderschöne weiße Blüten.

Bärlauch ist Ihnen sicherlich auch als Zusatz im Salat oder als Pesto bekannt. Durch den starken, an Knoblauch erinnernden Geschmack findet er seit jeher Einzug in der Küche.

Doch bildet Bärlauch auch einen wunderschönen weißen Blütenstand, welcher Ihren Garten im April und Mai mit seiner Pracht verschönert.
Er wächst besonders gerne und gut in südlichen Gebieten Deutschlands. Im Norden eher spärlicher, doch auch hier ist es möglich, Bärlauch im Garten zu pflanzen. Achten Sie dabei auf einen Standort unter Bäumen oder Büschen mit nicht zu viel Sonneneinstrahlung, da er feuchte Erde bevorzugt.

Auch wird empfohlen, den Bärlauch nicht aus Samen zu ziehen, sondern als Jungpflanze zu setzen. Dies können Sie tun, sobald keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Die beste Erntezeit für die Blätter ist im März bis spätestens Anfang April, wenn sich die ersten Blüten zeigen.

4. Klatschmohn – die rote Pracht des Frühsommers

Klatschmohn
Besonders im Frühsommer blüht der rote Klatschmohn als Wildblume in seiner vollen Pracht.

Klatschmohn ist besonders optisch eine riesige Bereicherung Ihres Gartens mit Wildblumen. Die zarten tiefroten Blätter der Blüten leuchten Ihnen dabei schon von Weitem entgegen. Ihre Farbpalette geht jedoch von Rot-Orange über Pink bis zu Weiß. Sie sind von Mai bis Juli ein absolutes Schmuckstück in jeder Blumenwiese. Ihre Blütezeit beträgt zwar nur einige Tage, doch in dieser Zeit sind sie ein Tummelplatz für die unterschiedlichsten Insekten.

Auch der Wind weht die Pollen weiter, sodass Sie im nächsten Jahr wieder mit neuem Klatschmohn in Ihrem Garten rechnen können. Da die Pflanze recht anspruchslos ist, kann sie gut im Garten gesät werden. Lediglich auf einen Sonnenplatz sollten Sie achten. Die wunderschönen roten Blätter sind zudem essbar und geben eine tolle Dekoration auf Ihrem Salat ab.

5. Kornblumen – die blaue Elfe unter den Wildblumen

Kornblumen
Von Juni bis Oktober strahlen die Kornblumen, in einem leuchtenden Blau, in Ihrem Garten.

Die Kornblume bringt mit ihrem leuchtenden Blau einen ganz besonderen Akzent in Ihren Garten und bereichert diesen auch durch ihre zauberhafte und leichte Form. Nicht umsonst ist sie auf zahlreichen Gemälden und in Gedichten vertreten.

Von Juni bis Oktober blühen die Kornblumen und sind ebenso besonders wertvoll für Bienen und Hummeln. Diese sammeln dort sehr gerne ihren Nektar. Die Kornblume liebt es ganz besonders, sich auf Wiesen zu verbreiten. Sie ist jedoch auch mit kärgeren Böden oder Gegebenheiten zufrieden und daher ebenfalls als recht pflegeleicht anzusehen.

Auch die Kornblume ist eine einjährige Pflanze. Sie können jedoch die Samen nach dem Vertrocknen der Blüte sammeln und für das nächste Jahr neu aussäen.

6. Wiesen Margerite – der Favorit unter Gärtnern

Margeriten
Die Margerite zählt zu den Klassikern unter den Wildblumenarten.

Diese Pflanze hat sicherlich jeder schon einmal auf einer Wiese gesehen. Die Margerite ist ein Klassiker unter den Wildblumen und darf in keinem Potpourri fehlen. Ihre klare Blütenform mit dem gelben Stempel und dem schneeweißen Blütenkranz bezaubert auf eine ganz feine Art und Weise.
Auch ist die Margerite eine mehrjährige Pflanze und blüht von Mai bis September.

Sie liebt sonnige Plätze ebenso wie halbschattige und ist ein dankbares Gewächs. Sie kann insgesamt bis zu einer Größe von 60 Zentimetern heranwachsen. Auch ist sie ein Magnet für die unterschiedlichsten Insekten wie Bienen, Wespen oder Käfer. So schenken Sie, mit dem pflanzen einer Wiesenmargerite, den Tieren gute Möglichkeiten zum entwickeln und vermehren.

7. Echte Schlüsselblume – die zarte Gelbe

Schlüsselblume
Die Schlüsselblume zählt zu den gefährtedeten Wildblumenarten und darf daher nicht in freier Natur gesammelt werden.

Die Schlüsselblume gehört zu der Familie der Primeln, die über 400 verschiedene Arten umfasst. Sie ist kleiner im Wuchs und wird meist nur zwischen 10 und 30 Zentimeter groß. Sie ist, trotz ihrer geringen Größe, eine sehr wichtige Wildblume. Denn sie zieht nicht nur Bienen an, sondern dient auch Schmetterlingslarven als Futterpflanze.

Zum Wachsen liebt sie unter anderem trockene Wiesen und gedeiht prächtig auf lehmhaltigen Böden. Zwischen April und Mai öffnen sich ihre zarten feinen Blütenköpfe und verströmen einen sanften, angenehmen Duft. Die Schlüsselblume vermehrt sich durch Selbstaussaat oder Pflanzenteilung. Daher ist diese für Sie mit wenig Arbeit verbunden.

Da die Pflanze als regional gefährdet gilt, darf sie in der freien Natur nicht gesammelt werden. So können Sie mit der Anpflanzung einen Beitrag zu ihrer Erhaltung leisten und für eine erneute Verbreitung sorgen.

8. Echte Kamille – die Heilerin der Blumenwiese

Kamille
Die Kamille ist auch als wichtige Heilpflanze sehr bekannt.

Nicht nur für Ihren Magen ist die Kamille eine gute und wichtige Heilpflanze, sondern auch für eine Blumenwiese ist sie die perfekte Wahl.
Die einjährige Pflanze ist, ähnlich wie die Margerite, mit einem gelben Kern und einem weißen Blütenkranz ausgestattet. Sie verbreitet dabei einen sehr angenehmen, leicht süßlichen Duft.

Doch auch die Kamille sieht nicht nur hübsch aus. Sie stellt zugleich für viele Insekten, in ihrer Blütezeit von Mai bis Juli, eine wichtige Nahrungsquelle dar. Und auch für Sie ist die Kamille eine heilträchtige Pflanze. Sie können die Blüten, das Kraut und die Stängel trocknen und daraus Ihren eigenen Kamillentee kochen. Aufgrund des enthaltenen ätherischen Öles wirkt die Kamille krampflösend und entzündungshemmend.

9. Ringelblume – das klassische Blumenorakel

Ringelblumen
Die Ringelblume zählt ebenso zu den Heilpflanzen unter den Wildblumen.

Die Ringelblume wird gerne für das Liebesorakel “Er liebt mich – er liebt mich nicht” verwendet. Denn die kranzförmig um den Blütenkopf angeordneten Blätter eignen sich perfekt dafür. Ihren Garten verpasst diese Wildblume, mit ihrem satten Orangeton, einen traumhaften Farbtupfer. Sie ist außerdem eine starke Heilpflanze, die in vielen Salben und Tinkturen ihre Verwendung findet.

Auch sie liebt lehmige Böden zum gedeihen und stellt ansonsten wenig Ansprüche. Bekommen können Sie die Ringelblume sowohl als gefüllte als auch als ungefüllte Variante, doch warum nicht einfach beide Sorte nehmen. Die Ringelblume wächst einjährig, zum Teil überwinternd zweijährig und ihre Blütezeit liegt zwischen Juni und Oktober. Dabei bildet sie ein starkes Blattwerk und wird meist zwischen 30 und 50 Zentimeter groß. In Ausnahmefällen kann sie auch bis zu 70 Zentimeter hoch wachsen.

10. Schafgarbe – die Vielfältige

Die Schafgarbe zählt zu den pflegeleichten Wildblumenarten.

Die Schafgarbe gibt es in über 100 verschiedenen Arten und Farben, wovon die weiße und die sogenannte Goldgarbe mit ihren gelben Blütenköpfen die Bekanntesten darstellen. Die Blütendolden bestehen aus sehr vielen einzelnen und kleinen Einzelblüten, welche gemeinsam die markante Form der Schafgarbe bildet. Ihren Namen hat diese Pflanze übrigens in der Tat von den Schafen, die sie besonders gerne als Futter mögen.

Doch auch für Sie als Gärtner ist sie eine interessante Bereicherung, denn die Schafgarbe ist robust und sehr pflegeleicht. Sie liebt sandige Böden, die jedoch mit Nährstoffen versorgt sein sollten. Daher ist es vor dem pflanzen gut, den Boden gegebenenfalls anzureichern. Mit bis zu fünf Jahren ist die Pflanze im Vergleich zu anderen durchaus als langlebig zu bezeichnen, ihre Blütezeit liegt bis in den Herbst hinein. Wenn Sie der Pflanze genügend Platz geben, wird sie sich gut ausbreiten können und Sie werden lange Freude an ihr haben.

Unser Tipp:

Sollte Ihnen nun die Lust auf einen Garten mit Wildblumen gekommen sein, dann können Sie im Handel verschiedene Mischungen erwerben oder die gewünschten Blumen selber zusammenstellen. Wichtig ist es, den Boden vor dem Einsäen vorzubereiten und bei trockenem Wetter auf ausreichend Wasserzufuhr zu achten. Eine Wildblumenwiese sollte höchstens 2 mal im Jahr gemäht werden, ansonsten können Sie dieses kleine Ökosystem getrost sich selber überlassen.


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