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Zeckenbiss – Symptome, Vorgehen bei Infektion und Vorbeugung

Zecken sind gefährliche und unangenehme Insekten. Deshalb brauchen wir eine Reihe von Informationen über diese Tiere. Gibt es typische Anzeichen, an denen wir erkennen können, dass wir diesen kleinen Vampiren zum Opfer gefallen sind? Was bedeuten die roten Flecken, die nach einem Zeckenstich auftreten können? Sind Zeckenbisse gefährlich, auch wenn sie harmlos erscheinen? Wir geben Ihnen die Antworten gleich hier.

Allgemeine Zeckenstich-Symptome

Zecke krabbelt am Hals einer Frau.
Zecken gehören zu den Spinnentieren.

Wenn Sie von einer Zecke gebissen werden, müssen Sie den Biss so schnell und wirksam wie möglich behandeln. Außerdem sollten Sie die Bissstelle beobachten, um festzustellen, ob es Anzeichen einer Infektion gibt. Dazu müssen Sie aber zunächst einen Zeckenbiss erkennen. Gibt es also bestimmte Anzeichen für einen Zeckenbiss?

Der Biss kann schnell entdeckt werden, da die Zecke lange Zeit auf der Haut bleibt, während sie Blut aus dem Körper saugt. Dieser gefährliche Parasit ist eigentlich ein rundes Spinnentier mit einem winzigen Kopf und einem Rückenschild.

Wenn sich die Zecke jedoch von der Haut löst, ist die Bissstelle leider viel schwieriger zu entdecken. Für diese Art von Biss gibt es keine charakteristischen Symptome. Im Gegensatz zu einem Bienenstich tut ein Zeckenbiss nicht weh. Das liegt daran, dass die Zecke mit dem Biss eine schmerzstillende Substanz in Ihren Körper einbringt. Auch nach einem Zeckenbiss verspüren Sie keinen Juckreiz.

Auch wenn Sie einen Zeckenbiss für harmlos halten, sollten Sie die Bissstelle und die Umgebung sorgfältig untersuchen, um festzustellen, ob es Veränderungen gibt, die auf eine Infektion hindeuten. Wir empfehlen, die Bissstelle mit einer wasserfesten Substanz zu markieren.

Zeckenstich-Symptome, die für eine Infektion sprechen

Zeckenbiss.
Die kleinen blutsaugenden Vampire können gefährliche Krankheiten übertragen.

Wie bereits erwähnt, sollte ein Zeckenstich keinen Juckreiz verursachen, aber wenn doch, dann ist ein Krankheitserreger im Spiel. Bei dem Juckreiz kann es sich also um eine zonale Infektion handeln, die auf den Zeckenstich zurückzuführen ist, der das Eindringen von Bakterien, die natürlicherweise auf der Haut vorkommen, erleichtert hat. Es gibt aber auch eine schwerwiegendere Variante, bei der der durch den Zeckenstich verursachte Juckreiz Anzeichen einer Borrelieninfektion aufweist. Ein weiteres Zeichen, das auf eine Borrelieninfektion hindeuten kann, ist die Rötung der Bissstelle. Die Rötung der Haut tritt einige Tage oder Wochen nach dem Biss auf, ist in der Regel kreisförmig und variiert in Größe und Farbe. Eine Borrelieninfektion geht in der Regel mit Fieber einher.

Das Auftreten von Fiebersymptomen nach dem Biss kann auch auf eine andere Erkrankung hinweisen, nämlich FSME-Viren (Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitis), die von kleinen blutsaugenden Vampiren übertragen werden können. Obwohl Sie in diesem Fall keinen Juckreiz verspüren, kann diese Art der Infektion von Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen begleitet sein.

Leider können diese Erkrankungen Lähmungssymptome (im Rahmen von Borreliose oder FSME) verursachen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass nach dem Zeckenstich eine besorgniserregende Schwächung der Muskulatur eintreten kann, auch wenn Sie nicht infiziert sind. Diese Form des Zeckenstichs, die Lähmungssymptome verursacht, kommt in Asien und Afrika häufiger vor.

Was sind die Symptome einer Borrelieninfektion?

Zeckenstich.
Eine Borrelieninfektion kann im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Borreliose ist eine bakterielle Infektion, die durch die kleinen Tiere verursacht wird. Die Symptome dieser Krankheit sind leicht zu erkennen, insbesondere in den frühen Stadien der Entwicklung.

Statistiken zeigen, dass fast 10 % der Bevölkerung jedes Jahr von Zeckenbissen betroffen sind. Mehr als 16.000 Österreicher, also 2 %, sind mit Borreliose infiziert. Eine erste Maßnahme zur Vermeidung einer Infektion besteht darin, die Zecke innerhalb von 24 bis 36 Stunden aus dem Körper zu entfernen. Leider wurde bisher noch kein Impfstoff gegen Borreliose entwickelt. Die Krankheit ist jedoch behandelbar, da sie sehr gut auf Antibiotika anspricht. Eine antibiotische Behandlung kann auch weitere Komplikationen verhindern. Natürlich sollten Sie Ihren Arzt konsultieren. Wenn Sie also auch nur das geringste Symptom bemerken, gehen Sie dringend zu Ihrem Arzt.

Symptom 1 einer Borrelieninfektion: Wanderröte

Die Borrelieninfektion macht sich 30 Tage nach der Infektion bemerkbar, und die meisten Infizierten entwickeln einen Ausschlag um die Bissstelle herum. Dieser Ausschlag ist klar abgegrenzt und kann einen Durchmesser von 5-10 cm haben. Der Ausschlag wird durch Borrelienbakterien verursacht. Zusätzlich zu diesen Symptomen können auch Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Fieber auftreten. Möglicherweise verschwindet die Rötung schon nach kurzer Zeit. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie die Borrelien los sind, denn sie zirkulieren im Blutkreislauf durch den Körper und können andere Organe befallen.

Symptom 2 einer Borrelieninfektion

Eine Hautinfektion, die auftreten kann, ist die Acrodermatitis chronica atrophicans (ACA), die sich durch eine bläulich-rote Verfärbung der Haut bemerkbar macht. Sie tritt spät auf, in Abständen von einigen Monaten, und betrifft Gelenkbereiche und Extremitäten des Körpers. Der Zustand ist nicht schmerzhaft, aber Sie können eine übermäßige Hitze in diesem Bereich spüren. Die Haut kann durchsichtig werden und die Gelenke können Knötchen aufweisen.

Symptom 3 einer Borrelieninfektion

Wenn die Krankheit das Frühstadium überschritten hat, breiten sich die Borrelien auf verschiedene Körperteile aus, und die Symptome treten leider zu spät auf, manchmal erst sechs Monate nach der Infektion. Sie äußert sich in Schwellungen und Gelenkschmerzen sowie in akuten Muskelschmerzen.

Symptom 4 einer Borrelieninfektion

Leider kann diese Infektion eine Entzündung des Herzmuskels, auch Perikarditis genannt, verursachen. Dies ist ein ernstes Problem, da diese Entzündung zu einer chronischen Herzinsuffizienz führen kann, die einen plötzlichen Tod zur Folge haben kann.

Wie man sich vor einem Zeckenbiss schützt

Zeckenbiss.
In Deutschland sind Zecken vom Frühjahr bis zum Spätherbst aktiv.

Sobald der Frühling einsetzt und die Temperaturen über 10 Grad steigen, erwachen Zecken aus ihrem Winterschlaf. In Deutschland ist diese Spinnentierart von März bis November, also vom Frühjahr bis zum Spätherbst, aktiv. Die Zecke lebt am liebsten im höchsten Gras am Waldrand sowie in Büschen oder anderen Bereichen mit üppiger Vegetation. Wenn Sie sich also gerne in der freien Natur aufhalten, sollten Sie nachher überprüfen, ob Sie von Zecken gebissen wurden, egal ob Sie auf der Wiese oder mit dem Fahrrad unterwegs waren. Sie können sich auch beim Robert-Koch-Institut erkundigen, welche Gebiete zu den Zecken-Risikogebieten gehören.

Um das Risiko, gebissen zu werden, zu vermeiden, können Sie sich wie folgt schützen:

  • Tragen Sie beim Wandern im Wald oder auf dem Feld immer feste Stiefel und hohe Socken sowie lange Hosen aus festem Material.
  • Die Kleidung, mit der Sie in den Wald gegangen sind, sollten Sie sofort nach Ihrer Rückkehr bei über 60 Grad waschen, da sich Zecken in Textilien sehr gut verstecken können.
  • Schützen Sie Ihre Haut und Ihren Kopf gegen Zecken mit Insektenschutzspray (kann auch auf die Kleidung gesprüht werden) oder Kokosnussöl. Es gibt Insekten– und Zeckenschutzsprays, die Sie schützen können, wenn Sie sie auf Kopf und Haut auftragen. Dieses Spray kann auch auf die Kleidung gesprüht werden. Wenn Sie kein Spray haben, können Sie auch erfolgreich Kokosnussöl verwenden.
  • Zecken setzen sich leider auch an Ihren Haustieren fest – deshalb sollten Sie sich beim Tierarzt nach einem geeigneten Spray erkundigen.
  • Das Gras auf dem Rasen sollte kurz geschnitten werden, damit es nicht zu einem Lebensraum für Zecken wird.

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